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Zeit des Erwachens

Die Informationspolitik der japanischen Regierung zur Nuklearkatastrophe in Fukushima ist eine Ohrfeige an die eigene Bevölkerung und an die Welt. Langsam aber erwacht das Land, das sich bisher als Technik- und Kulturnabel der Welt verstand.

Von Uwe Goerlitz und Amy Li (2011-03-14)

Das Erdbeben von Tangshan in der chinesichen Provinz Hebei, das sich am 28. Juli 1976 mit einer Magnitude 7,4 ereignete, gilt bislang als jenes mit den meisten Todesopfern. Offiziell starben damals mehr als 240.000 Menschen, inofiziell werden seit Jahren Zahlen von 650.-800.000 kolportiert. Selbst im 140 Kilometer entfernten Beijing kampierten auf Grund der Gefahr einstürzender Wohngebäude tagelang Menschen auf den Straßen und Innenhöfen. Die Millionenstadt Tangshan wurde fast vollständig zerstört (und wieder aufgebaut), mehr als fünf Millionen Gebäude fielen in Schutt und Asche. Die chinesische Führung hatte lange versucht, die Auswirkungen des Bebens kleinzureden und nur scheibchenweise Informationen darüber herausgerückt.

Vertuschungstaktiken schrieb man seinerzeit im Allgemeinen kommunistischen und anderen diktatorischen Regimen zu, doch knapp drei Jahre später, in der Folge des 28. März 1979, kam die führende globale Wirtschafts- und Militärmacht USA, laut Verfassung ein demokratischer Staat, in Verruf. Im nuklearen Druckwasserkraftwerkskomplex Three Mile Island nahe der Stadt Harrisburg, Pennsylvanien, kam es zu einer teilweisen Kernschmelze, weil das Kühlsystem in einem der beiden Reaktorblöcke ausgefallen war. Das Ausmaß der radioaktiven Kontamination der Umwelt, verursacht durch Ausgasungen ausgeströmten Kühlmittels, wurde der Bevölkerung zunächst vorenthalten.

Sechs Jahre nach Three Mile Island geschah im AKW Tschernobyl nahe der ukrainischen Stadt Pripjat der erste Größte Anzunehmende Unfall (GAU) - die Kernschmelze. Der damalige sowjetische politische Erneuerer und Generalsekretär der KPDSU, Michail Gorbatschov, setzte alles in Bewegung, um an maßnahmeentscheidende Informationen über das Ausmaß des in den ersten Tagen lediglich als Unfall und Störfall bezeichneten GAUs zu gelangen, wie er inzwischen zu Protokoll gab. Indes, seine an den Unglücksort abgeordneten Experten wollten oder konnten ihm nicht die Wahrheit sagen.

Damals wurde der ehemaligen Sowjetunion seitens des Westens vorschnell vorgeworfen, sie habe versucht, den GAU zu vertuschen. Heute weiß man, dass Schweden die Regierung Gorbatschov erst darauf aufmerksam machte, dass ein GAU stattgefunden haben müsse, nachdem schwedische Nuklearfachleute exorbitante radioaktive Kontaminationen in Schweden gemessen hatten.

In die Riege der Vertuscher und Salamitaktiker reiht sich spätestens seit der Naturkatastrophe vom 11. März 2011, als sich ein unterseeisches Beben von M 8,9 (mittlerweile korrigiert auf M 9,0) mit anschließendem Tsunami unweit der Ostküste der japanischen Hauptinsel Honshu ereignete, die Regierung Naoto Kan ein - Marionette von Toshiba, Matsushita und anderen japanischen Konzernen.

Mag man ihr noch nachsehen, dass sie sich angesichts der unfassbaren und sich über zigtausende von Quadratkilometern ausgebreiteten Beben- und Tsunamiauswirkungen erst mal einen Überblick verschaffen musste, obwohl das staatliche Fernsehen NHK die Nation und die Welt früh mit unmissverständlichen Bildern versorgte, die Stunde der Bodycounter begann und kein Zweifel mehr daran bestehen konnte, dass die Mega-Welle womöglich alles bisher an Naturkatastrophen Dagewesene übertrifft, erwies sich di Kan-Truppe hinsichtlich der Informationen um die dramatischen Entwicklungen ihrer Kernkraftwerke, insbesondere der in Fukushima, als völlig unfähig.

Seit vergangenen Samstag werden die hoch radioaktiven Isotope Cäsium 137 und Jod 131 gemessen - für Nuklearfachleute eindeutige Hinweise darauf, dass im Reaktorblock Fukushima 1 eine Kernschmelze begonnen haben muss. Elendig und peinlich wortkarg saßen Vertreter der Betreibergesellschaft TEPCO am Samstag auf der von der Regierung einberufenen Pressekonferenz und verloren kein Wort zur wahren Situation im inzwischen explodierten Meiler.

Reisei solle die Bevölkerung beherzigen, einen kühlen Kopf bewahren also. Hätte noch gefehlt, dass sie die zum 'reisei' aufgeforderte Bevölkerung dazu abordnen würden, ihre 'kühlen Köpfe' im Namen des nationalen Notstandes doch bitte in die Reaktorblöcke zu verfrachten, um eine Kernschmelze zu verhindern. So weit gingen die Unternehmensvertreter dann doch nicht. Ohnehin richtete sich das 'reisei' mehr an die Tokioter als an die Abgesoffenen in den Präfekturen Miyagi und Fukushima. Viele der Hauptstädter, insbesondere jüngere, gut gekleidete Tokioterinnen waren fassungslos, weinten, hielten sich in den Armen, ob der Tragödie, die sich im Nordosten Honshus abspielte.

Dass sich die japanische Regierung und die TEPCO-Vertreter die - wahlweise - Salamitaktik, Vertuschungspolitik, Arroganz und Beschwichtigungsstrategie überhaupt leisten können, hat mehrere Ursachen. Zum Einen gelten Japaner als extrem diszipliniert, leidensfähig und stolz. Da mag noch so etwas wie Samurai- und Kamikaze-Ehre mitschwingen. Sie verehren ihren Tenno, den Kaiser, der sich seit Eintreten der Katastrophen noch nicht vor sein Volk getraut hat, vertrauen auf die Machbarkeitsfähigkeiten ihrer Ingenieure und auf die eher unkritische japanische Mainstream-Presse, die das schreibt, was gemäß der Pressemeldungen der Japan AG nebst angeschlossenem Parlamentsverein gut für Japan sei.

In Japan herrschen die Konzerne nahezu allumfassend. Sie haben in den vergangenen 40 Jahren mit ihren Maschinenbau-, Automobil-, Optik- und Unterhaltungselektronikprodukten einen beispiellosen und ökonomisch erfolgreichen globalen Eroberungsfeldzug geschafft, der in Bezug auf Stolz und Überheblichkeit wie Heroin direkt ins Blut und Bewusstseinszentrum eines fast jeden Japaners floss. Oder wie ein Impfstoff gegen die Fehlbarkeit. Japaner betrachteten die Welt bisher aus einer schier despektierlichen Perspektive: Hier sind wir, dort alle anderen.

Gespeist wurde dieses übersteigerte Nationalbewusstsein von der Politik, die niemals aufarbeitete, dass zwei Atombomben auf das Land niedergegangen waren, lange kein Wort des Bedauerns zum Massaker von Nanking (Nanjing; 1937) fand, geschweige denn Kompensation an die Opfer leistete. Das Land, das die Roboter erfand, von denen einige heute in Altenheimen eingesetzt werden oder in vielen Haushalten als Kuscheltierersatz oder sonstwie nützliche Helferlein im Alltag fungieren, das Land, das sich stets selbst genug war und der Welt freundlich, aber bestimmt zeigte, dass "nichts unmöglich" sei - ein Slogan, mit dem der Automobilkonzern Toyota lange warb -, befindet sich in seiner vorläufig schwersten Stunde.

Mit dem Sendai-Beben, dem darauf gefolgten Tsunami und der Nuklearkatastrophe erleben die Japaner eine Zäsur, die weitreichend sein könnte. Zwar gibt es keine nennenswerte Opposition in Japans Parlament, doch es gibt eine kritische Studentenschaft, kritische Bürger und kritische Wissenschaftler, deren Einwände am Nippon-Status-quo zunehmend Gehör finden, aber der Bücklingsgehorsam - Regierungssprecher Yukio Edano verbeugt sich stets vor der Nationalflagge, bevor er ans Rednerpult tritt - erodiert.

"Ich glaube unserer Regierung kein Wort", sagt Anzu Kanataki, eine 24-jährige BWL-Studentin an der Tongji-Universität gegenüber GeoWis. "Wir sind Erdbeben gewöhnt und wissen auch, was ein Tsunami bedeutet. Aber was Kan uns über Fukushima erzählt, ist das, was er uns erzählen soll. Dahinter stecken Toshiba, die TEPCO und die Großaktionäre der Kernkraftwerksbetreiber."

Das Vertrauen in die Unfehlbarkeit des eigenen Könnens, die Technologien und - das vor allem - in die Konzernlenker und deren politische Marionetten schwindet angesichts der Informationspolitik der Regierung Kan dramatisch. Ehre, Stolz und das Wir-sind-anders-als-die-da-draußen-Gefühl sind brüchig und ziehen nicht mehr. Zu groß ist das Leid und Elend, das der 140-Millionen-Nation durch das Sendai-Beben sichtbar geworden ist. Gerade unter Studenten hat die japanische Politikfolklore kaum noch Rückhalt.

Naoto Kan wird diese Katastrophe politisch womöglich nicht überleben. Es wird Rücktritte bei TEPCO und beteiligten Konzernen geben. Alle und alles werden auf den Prüfstand gelangen, sobald der Schrecken und der Schock einigermaßen verarbeitet worden sind. Japan wird ein anderes Land werden. Die Japaner stehen mit ihrer geologisch-geographischen Situation und der daraus resultierenden aktuellen Katastrophe am Abgrund, hingegen auch am Beginn, eine andere Gesellschaft zu werden. Eine, die sich nicht mehr von Politik und Wirtschaft ein A für ein B vormachen lässt.

Dem nuklearen GAU wird womöglich ein soziologischer folgen, ja müssen, der das Althergebrachte ebenso hinwegzufegen in der Lage sein sollte wie der Tsunami es so desaströs mit Menschen, Haus und Grund in Miyagi und Fukushima bewirkt hat. Die auf Unterwürfigkeit, Traditionalismus und - von der Politik und den Wirtschaftsführern präferierten - Arroganz gegenüber Naturgesetzen und erwachsenen Gesellschaften fußende Haltung der japanischen Gesellschaft ist überholt. 

© Uwe Goerlitz; Amy Li

© GeoWis (2011-03-14) 

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