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Deutscher Buchmarkt: Das Sterben der Silberfüchse

Das Sterben der Silberfüchse

Von Wolfgang Körner (2006-10-08; 13:11)

Dieser Tage feierte sich der Buchhandel einmal mehr in der Banken- und Goethestadt Frankfurt am Main. Die großen Verlagsgruppen beeindruckten mit dem Design und der Größe ihrer Messestände mehr als mit ihren Programmen, die - seltene Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel - austauschbar und flach geworden sind. "Produziert mehr Scheiße, Millionen Fliegen können sich nicht irren", scheint zum Motto der großen Häuser geworden zu sein. Man kann es den Produktmanagern nicht einmal verübeln, denn auch sie unterliegen dem Diktat von Umsatzvorgaben, an deren Erfüllung sie gemessen werden.

Für die mittelgroßen und kleinen, noch selbständigen Verlage werden die Chancen, für einen Titel Aufmerksamkeit und Interesse zu wecken, immer geringer. Die 1A-Lagen der Groß- und Mittelstädte wurden von Großbuchhändlern erobert, deren Einkaufssysteme nur noch ausweisen, in welchem Umfang ein Titel gekauft wird. Eigenwillige, ungewöhnliche und neue Literatur, für die sich zu allen Zeiten nur wenige Leser interessierten, wird im Buchkaufhaus nicht mehr angeboten, sondern nur noch auf Kundenwunsch beim Großisten oder direkt beim Verlag bestellt.

Die unabhängigen mittelgroßen und kleinen Buchhandlungen, bei denen die Programmvorschauen der Verlage noch gelesen und Verlagsvertreter noch empfangen werden, geraten so immer mehr an den Rand. In vielen Städten sind sie inzwischen verschwunden. Der kleine Buchhändler mit drei oder vier Angestellten war gut beraten, wenn er sein Geschäft aufgab, bevor ihm ein vorläufiger Insolvenzverwalter den Ladenschlüssel abnahm.

Ungeachtet dessen wird noch immer so getan, als ginge es dem Buchhandel insgesamt blendend. Die Eröffnung der Buchmesse ist ein feierlicher Staatsakt, bei dem in jedem Jahr erneut Macht und Bedeutung des Geistes beschworen werden.Alle machen mit. In jedem Jahr riskieren daher auch viele Zeitungen während der Messezeit eine Literaturbeilage im Umfang ihrer wöchentlichen Sportberichterstattung. Das wiederholen sie vielfach in der Vorweihnachtszeit.

Kann das davon ablenken, daß Bücher ansonsten nur noch gelegentlich besprochen werden, weil die von Verlagen in unsäglichem Optimismus kostenlos versendeten Rezensionsstücke für die Weihnachtstombola der Redaktion benötigt werden? Und was die Auswahl der Titel für die Literaturbeilagen betrifft, so handelt es sich um Bücher aus jenen Verlagen, die sich noch Anzeigen leisten können und damit die Literaturbeilagen bezahlen.

Dessen ungeachtet ermöglicht es die wunderbare Kunst der Statistiker, der immer wieder zufriedenen Buchbranche geringe Steigerungen des Gesamtumsatzes zu verkünden. Mit welchen Titeln überhaupt noch nennenswerte Umsätze erzielt werden, verschweigt des Redners Höflichkeit. Mal füllt Zaubermeister Harry Potter die Kassen, mal Vergeßlichkeitsmeister Günter Grass.

Selten genug, daß ein junger Autor den Mut hat, die Welt zu vermessen, und wenn er damit – verdienten - Erfolg hat, dann meist nur, wenn er so klug ist, seine Figuren im 18. Jahrhundert anzusiedeln und sie den Schnee von vorgestern schaufeln zu lassen. Sogar attraktive Autorinnen, die ihre Prosa dem ewigen Tanz der Geschlechter und den daraus resultierenden Traumata abgewinnen, tanzen damit auf dem Buchmarkt meist nur einen Sommer.

Erinnert sich außer mir noch jemand an Zoe Jenny, die kürzlich - oder war es vor einer Ewigkeit? - ihren Blütenstaub auf die literarische Wüste regnen ließ? Wer war doch noch diese Karin Struck, bei Suhrkamp zur Autorin gesalbt und von der FAZ gesegnet, bis sie von beiden verstoßen wurde, niederfuhr in die Hölle der Kleinverlage, aus der es außergewöhnlich selten eine Auferstehung gibt? Karin Struck veröffentlichte noch kurze Zeit anderswo, bis sie verstummte und schließlich verstarb.

Ungeachtet dessen, gibt es noch immer junge Autoren, die der Welt etwas geben wollen. Daß die Welt es nicht haben will, nehmen sie nicht zur Kenntnis. Stattdessen schreiben sie, als ginge es ums nackte Leben und rütteln an den Türen der Verlagshäuser, die fester verriegelt und verrammelt sind als es das Tor vor dem Kanzleramt jemals war.

Den Branchengepflogenheiten in den USA folgend haben zwar auch hierzulande einige Optmisten Literaturagenturen eröffnet, aber auch für sie ist meist nur ein gutes Manuskript, das gut verkäuflich erscheint. Wenn ein Autor genügend mehr oder weniger freundliche Absagen von Verlagen und Agenten in seinem Briefkasten gefunden hat, resigniert er schließlich oder er entscheidet sich, sein Werk auf eigene Kosten zu veröffentlichen.

Noch immer gibt es Unternehmen, die jedes Manuskript drucken lassen, sofern der Autor erheblich mehr als nötig dafür bezahlt. Diese Eitelkeitsverlage, deren Produktion so geheim bleibt wie jeder Angriffsplan aus einem Verteidigungsministerium, sind eine Adresse nur noch für sehr weltfremde Schriftsteller. Inzwischen hat sich sogar in Winsen a.d. Luhe herumgesprochen, daß ein in einem solchen "Verlag" veröffentlichter Text höchsten als Beweis der außergewöhnlichen Dummheit seines Autors verstanden wird. Wer ein Manuskript auf eigene Kosten drucken will, wendet sich am besten an eine beliebige Druckerei, die zu wesentlich geringerem Preis dafür sorgt, dass er 2000 Exemplare seines Werks unter dem Bett lagern kann.

Seit die Entwicklung der Datenverarbeitungstechnik es ermöglicht, Textdateien ohne große Kosten auf Servern abzulegen, von denen sie schnell heruntergeladen werden können, beginnt die Branche, sich zu verändern. Zuerst waren es nur die Verlage von Nachschlagewerken und Fachbüchern, die auf das Internet blickten, wie ein Kaninchen auf die Schlange. Wer erwirbt noch ein teures mehrbändiges Lexikon, wenn im Internet jederzeit der Zugriff auf eine Fülle von Informationen möglich ist, die dazu meistens kostenlos und aktueller sind?

Noch befindet sich das e-book hierzulande in der Startphase, aber in den USA und Asien werden damit inzwischen erheblich, ständig wachsende Umsätze erzielt. Und schon beginnen Buchverlage auch hier, Lizenzen für die Verwertung ihrer Rechte auch an e-book-Verlage zu vergeben. Geowis dagegen ist bemüht, wie ein Buchverlag sämtliche Verwertungsrechte vom Autor zu erwerben. Er übernimmt die Erstveröffentlichung ohne Kosten für den Autor, vergibt bei Interesse Lizenzen an Printmedien und zahlt Honorare entsprechend der Anzahl der bezahlten Downloads eines Titels.

Unternehmen wie Book on Demand gehen einen Schritt weiter. Sie bieten nicht wie ein e-book-Verlag Titel zum Herunterladen auf den Rechner des Interessenten und zum Ausdrucken durch dessen Drucker an, sondern digitalisieren Manuskripte auf Kosten des Autors, übernehmen sie in ihre Datenbank und drucken sie bei Bedarf als gebundenes Buch, broschiertes Trade Paperback oder Taschenbuch. Die Entwicklung der Drucktechnik ermöglicht es inzwischen, Einzelexemplare kostengünstig herzustellen. Ein solches Buch hat inzwischen jene Qualität der Herstellung, die in den klassischen Buchverlagen üblich ist. Es ist mit einer ISBN Nummer versehen, im Verzeichnis der lieferbaren Bücher gelistet und faßt sich längst nicht mehr wie ein Raubdruck der 70er Jahre an.

Dadurch ist es den Autoren möglich, ihre Texte entschieden kostengünstiger auf eigene Rechnung drucken zu lassen als im Eitelkeitsverlag alten Typs. Was bestellt und bezahlt wird, wird meistens nach etwa zwei Wochen geliefert. Der verbreitende klassische Buchhandel mit Ladengeschäft hält solche Titel (wie inzwischen die meisten anspruchvollen, nicht massenhaft nachgefragten) zwar gleichfalls nicht am Lager, aber er bestellt sie für den Interessenten. Die Internetbuchhändler listen sie wie Titel aus den überkommenen Verlagen, was von diesen nun vielfach genutzt wird. Sie lassen inzwischen vergriffene Titel, deren Nachdruck in einer weiteren Auflage sich nicht mehr lohnt, im BoD herstellen und behalten auf diese Weise das Verlagsrecht, das Autoren meist kündigen, wenn ihr Titel nicht mehr lieferbar ist.

Durch BoD und e-book ist es heutzutage jedem möglich geworden, sein Buch ohne große Kosten herstellen zu lassen. Die Lebensgeschichte vertriebener Ostpreussen - wer wußte schon vor BoD, daß es so viele gibt? - findet man hier genauso zwischen zwei Buchdeckeln wie den Ratgeber für das Skatspiel. Belletristik, die den Qualitätsansprüchen und Umsatzerwartungen literarischer Verlage nicht genügte, wird auf Bestellung genauso gedruckt wie Sachbücher für kleinste Zielgruppen.

Die auf dem gesamten Buchmarkt veränderte Situation erfährt der Autor eines e-books oder eines Buches on Demand allerdings verschärft. Angesichts der maßlosen Überproduktion von Büchern erfahren Leser oft nicht einmal, daß ein für sie möglicherweise interessantes Buch von einem der e-book oder BoD-Verlage angeboten wird. Sach- und Fachbuchautoren, die für kleine Zielgruppen schreiben und veröffentlichen, versuchen in zines und durch Mundprapaganda bei Fachtagungen und Seminaren auf ihre Arbeiten aufmerksam zu machen. Autoren von Gedichtbänden oder ihrem ersten Roman haben solche Möglichkeiten selten. Für sie versucht der größte BoD- Anbieter gerade, durch Zwischenschaltung eines Herausgebers eine Art Premium Book on Demand zu schaffen, das ausgesuchten Titeln das Stigma der vom Autor bezahlten Veröffentlichung nimmt. Ob diese Bemühungen erfolgreich sind, ist abzuwarten. Auf alle Fälle schieben sich neue Veröffentlichungsformen neben das vom Verlag finanzierte und angebotene sowie über den Sortimentsbuchhandel vertriebene Buch: alles Bemühungen, den Konzentrationsprozessen in der gesamten Branche etwas entgegenzusetzen, in der ein nicht für den Massenmarkt geschriebenes, ein nicht mehrheitsfähiges Manuskript keinerlei Chancen mehr hat.

Anmerkung: Wolfgang Körner veröffentlichte zwanzig Jahre lang in der Fachzeitschrift BuchMarkt jeden Monat eine literaturpolitische Kolumne. Über seine zahlreichen Veröffentlichungen gibt seine Webseite http://www.wolfgangkoerner.de Auskunft.

© Wolfgang Körner

© GeoWis (2006-10-08; 13:11:27)

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