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Portrait: The Motels - Einst als Madame Wongs House Band gehandelt, brachten die unterschiedlichen Line-ups der US-amerikanischen Band unter ihrer Protagonistin Martha Davis einige interessante Alben auf den Markt
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Suffragette der Rockmusik

Mit ihrem Debütalbum schrieben The Motels Rockgeschichte. Dass es überhaupt dazu kam, ist der Stehauffrau Martha Davis zu verdanken.

Von Uwe Goerlitz (2012-12-07)

Punk schien bereits ein Auslaufmodell zu sein, New Wave begann die Musikszenen in Europa und Nordamerika zu dominieren, da platzten The Motels mit asymmetrischem Rock auf den Markt. Fälschlicherweise als New Wave klassifiziert. Martha Davis war 28 und bereits seit 12 Jahren Mutter, als das erste Motels-Album 1979 herauskam.

the_motels_total_controlJahre zuvor hatte sie im Alter von 20 Jahren die Warfield Foxes mitgegründet, aber keine Plattenverkaufserfolge feiern können. Es lief nicht rund für Davis, die im kalifornischen Berkeley aufwuchs und mit vier Jahren von Daddys Plattenspieler und Igor Strawinskis Le sacre du printemps fasziniert gewesen sei, wie sie im Interview mit Rockwired (2011) bekannte.

Erste Gitarrengriffe habe sie bei Thelton Henderson gelernt, der damals als einer der wenigen Schwarzen in Berkeley Jura studierte¹ und sich mit Babysitting ein paar Dollar bei den Davis' verdiente. Lay Down Your Head, Tom Dooley (Kingston Trio) habe sie mit ihm einstudiert und nach der Scheidung ihrer Eltern, die den Suizid ihrer belesenen Mutter nach sich zog, in ihrem Kämmerlein perfektioniert.

Einige Jahre später verstarb auch ihr Vater, der nicht habe verstehen wollen, dass sie als junge Mutter Rock-Musikerin werden wollte. Nun stand sie da - ohne Kerl, ohne Kohle und ohne soziales Netz. Ihr einziger Plan: Musik machen. Wie sie Rockwired erzählte, habe ihre Tochter sie damals gefragt, ob es neue Socken gäbe, wenn Mama Rock-Musikerin sei.

Zur Originalbesetzung der Prä-Motels - The Warfield Foxes - gehörten damals die Mitgründer Lisa Brenneis (Bass), Dean Chamberlain (Lead Guitar) und Chuck Wada (Rhythm Guitar). 1975 ging die Band nach Los Angeles. Lisa Brenneis kündigte und Richard D'Andrea, der später mit Gary Valentines' The Know spielte, übernahm ihren Part. Hinzu kam auch Robert Newman (Drums). Aus den Warfield Foxes wurden The Motels.

Sie waren Einheizer von Van Halen und spielten eine Reihe von Jahren zusammen, bis es zu Differenzen in musikalischen Fragen kam. Während Davis und Newman eher den Sounds von Brian Eno und David Bowie zugeneigt waren, bevorzugten die anderen das Härtere á la Van Halen. Davis und Newman machten weiter. Als Jeff Jourard als Lead-Gitarrist und dessen Bruder Martin (Saxophon und Keyboards) hinzukamen, hörte Robert Newman auf. "Bob und Jeff hassten sich", erzählte Davis Rockwired.

the-motels-martha-davis-little-robbers-straight-cutDavis und Jeff Jourard erfanden die Motels neu und kamen 1978 bei Capitol Records unter², nachdem sie von John Carter (1945-2011), Produzent bei Capitol, bei einem Gig angesprochen worden waren. Carter hatte bereits mit Bob Seger (Night Moves) und der Steve Miller Band (Fly Like An Eagle) zusammengearbeitet und galt als Garant für saubere Produktionen. Zweifellos hatte John Carter auch ein Gespür für Hits.

Brian Glascock, (Bruder des 1979 verstorbenen John Glascock, der auch Bassist bei Jethro Tull war), heuerte für kurze Zeit an den Drums an. Michael Goodroe kam als Bassist hinzu. Capitol gab der Band einen Vorschuss von 60.000 Dollar, nachdem sich Martha Davis geweigert hatte, einen Pay-to-Play-Vertrag anzunehmen. John Carter habe ihnen "sämtliche künstlerische Freiheit" gelassen, so Davis gegenüber Rockwired.

Schon bevor die Motels ihr Debüt-Album hinlegten, hatten sie durch Madame Wong's Restaurant & Nightclub in Los Angeles' Chinatown ein kleines Auskommen. In diesem angesagten Schuppen, der von Esther Wong (1917-2005) und ihrem Mann George betrieben wurde und Größen wie The Police, The Ramones, Guns N' Roses, The Go-Go's, The Knack oder den Red Hot Chili Peppers ein Forum gab - und sich durch ihr Engagement den Namen Godmother of Punk in der Szene erwarb - traten die Motels regelmäßig auf. So oft, dass sie für die House Band von Madame Wong's gehalten wurden.

Das Album-Debüt schlug ein. Vor allem in Europa und Australien. Hauptsächlich durch das ruhige und fast schon schmalzige Stück Total Control. Es ist nicht bekannt, inwieweit das Stück Einfluss auf die Geburtenrate der zu dieser Zeit 17-25-jährigen jungen Damen hatte, denn dessen legendäre Saxophonsequenz (Marty Jourard) definierte geradezu das Schmachten nach Zärtlichkeit und Unterwürfigkeit.

Klar, es gab - und gibt - Herb Alpert (*1935), Gründer des erfolgreichen Labels A&M, der seinem Saxophon auch geniale Töne zu entlocken vermochte, doch war - und ist - der Mann eher was für Las Vegas und das groβe Samstagabendpublikum.

Von einer Rockband kannte man diese Saxo-Töne der ausgehenden 1970er und beginnenden 1980er Jahre lediglich von Bruce Springsteen & The E-Street Band, bei der Clarence Clemons (1942-2011) das Saxo spielte. Total Control avancierte zur Nummer zwei in Australien. Später wurde der Song von Tina Turner gecovered und erschien auf dem für die Hungernden in Äthiopien eingespielten Album We Are the World (1985). Was er damit zu tun hatte, ist bis heute das Geheimnis der Initiatoren dieses Projekts.³

the-motels-careful-cover-cutAuf dem Debüt-Album geht es abseits der Stücke Total Control und Counting recht rockig zu, und textlich lauschenswert. Porn Reggae, Atomic Café, Kix, Celia, Closets & Bullets, Love Don't Help spiegeln vor allem die Zerissenheit der Martha Davis wider. Von Rock über Reggae bis Ballade, von Liebe und Hass zu Einsamkeit, von Desolation bis Agressivität bietet dies Album neben Musikgenuss auch Einblick in die Seele der Motels-Protagonistin.

Weit bevor etwa der später zum Superstar aufgestiegene italo-amerikanische Pop-und Tanzfloh Madonna sich halbwegs emanzipatorischen Themen in seinen Songs annahm, hatte Martha Davis ihre Weiblichkeit, ihre Rolle als Frau und ihre Emanzipation dargestellt. In ihr wohnte die Politisierung durch die Ereignisse in den USA während der 1970er Jahre (Vietnamkrieg).

Offenbar gestählt durch ihre Erlebnisse, setzte Martha Davis sich gegenüber Capitol durch, als die Firma Fracksausen bei einer Textzeile des Songs Celia bekam. Aus "He was just gonna fuck up your pretty face" wollten sie "He was just gonna cut up your pretty face" machen.

Davis verstand sich stets als Autorin. Ihre Texte sind ihr ebenso wichtig wie ihre Musik. Bis heute honorieren Motels-Fans, dass sie sich nicht in ihre künstlerische Freiheit hat hineinreden lassen, weshalb Celia bei keiner Show fehlt.

Ihr zweites Album Careful wurde wie das erste von John Carter produziert. Bot bereits das Cover des ersten Albums viel Raum für Interpretation, war das beim zweiten nicht anders. Für John Carter allerdings war es sein letztes für die Motels.

Wieder fluktuierte Personal. Tim McGovern, Boyfriend von Davis, kam für Jeff Jourard. 1981 nahmen sie ihr drittes Album Apocalypso auf, das vom Capitol-Mann Val Garay (Betty Davis Eyes) produziert wurde. Capitol wies es zurück. Erst 30 Jahre später kam es auf den Markt.

McGovern wurde im Dezember 1981 von Davis gefeuert, nachdem die Beziehung zwischen den beiden in schwere Wasser geraten war. Für ihn verpflichtete man Guy Perry. Von Manager Val Garay und Capitol Records dazu gedrängt, machten sich die Motels daran, das Album Apocalypso zu überarbeiten, nahmen Only The Lonely und weitere Stücke hinzu, und gleich noch ein paar neue Musiker. 1982 kam statt Apocalypso das Album All Four One heraus. Die Motels waren damit erstmals in den US-Charts nennenswert erfolgreich (Nummer 9).

the-motels-all-four-one-albumMit Russell Mulcahy als Regisseur drehte man für zwei Stücke von All Four One Videos - Take The L und Only The Lonely. Das sei damals, "bevor die Gewerkschaften sich einmischten", noch unkompliziert gewesen, so Davis. "Wir gingen raus und fragten Leute, ob sie in einem Video sein wollten." 

Doch mit Produzent Val Garay hatte Davis laut Rockwired enorme Probleme. Der habe "alles an sich gerissen", sogar "die Videos regiert" und sei "ein Alptraum" gewesen. Inzwischen mag er "milde" geworden sein, so Davis, aber "damals war er nicht nett." Sie habe es "mit zwei starken Egos" zu tun gehabt (McGovern und Garay) und sich manch körperlicher und häufiger Verbalattacken ausgeliefert gesehen.

1983 erschien das Album Little Robbers, das nicht ganz an die rockige Qualität seiner beiden Vorgänger heranreicht, was dem Line-up geschuldet war und auch Val Garay zu vertreten hat. Der darauf enthaltene Titel Suddenly Last Summer erreichte immerhin Platz 9 in den US-Charts. Scott Thurston (Ex-Tom Petty & The Heartbreakers) war als Keyboarder und Gitarrist hinzugekommen. Doch das Personalkarussell drehte sich weiter, während Martha Davis und Val Garay sich in den Haaren lagen und keinen Weg fanden, sich zu entknoten. Also trennte man sich.

Auf Little Robbers sind allerdings eine Reihe von Stücken, die - anders als Suddenly Last Summer - höheren Ansprüchen zur Genüge gereicht werden. Etwa das rhythmische Dancefloor-Stück Monday Shutdown, das in hohem Maße an sich mit Trennungsschmerz Auskennenden gerichtete Tables Turned und der Schmachfetzen Isle Of You.

the-motels-apocalypso-albumFür Garay übernahm Richie Zito von Capitol und setzte mit der Federführung bei Shock (1984/85) seine Producer-Duftnote. Der darauf enthaltene Titel Shame erreichte die US-Top 20. Der damals erst 23-jährige David Fincher - später Regisseur von Blockbustern wie Seven, Fight Club, Panic Room und The Girl With The Dragon Tattoo (Verblendung) - führte im Video (auf 35 mm Film) zum Song Regie.

Wunschkandidat von Davis für die Regie sei zwar Michael Mann gewesen, seit sie dessen Film The Keep (1983; u.a. mit Ian McKellen, Jürgen Prochnow, Scott Glenn, Gabriel Byrne) gesehen habe, doch drehte Mann gerade für die Serie Miami Vice.

Davis war 34, ihre Tochter 18, und so geschah, was man sich als Mutter in diesem Alter kaum wünscht: Der attraktive Fincher fuhr laut Rockwired nicht auf auf die Chefin ab, sondern auf ihre Tochter. "Er verabredete sich mit ihr, aber das war kein Problem, denn wir waren für eine kurze Zeit Family."

Die Band hingegen war auf Grund mangelnden Zusammengehörigkeitsgefühls, das von Capitol Records geschürt worden sei - "sie trieben einen Keil zwischen die Band und mich, haben sie (die Musiker) fertiggemacht" und wollten, "das der Band-Name künftig "Martha Davis and The Motels" laute. Martha Davis wehrte sich dagegen und löste die Motels am Valentinstag 1985 auf.

"Nachdem wir das letzte Album eingespielt hatten (...), lud ich sie (die Musiker) zu einem Drink ein und feuerte sie dann." Laut Davis bezeichnete Bassist Michael Goodroe das Geschehen als "St. Valentine's Massacre". Es sei "eine traurige Angelegenheit" gewesen, so Davis, weil es "Freunde waren - und immer noch sind", aber es sei "notwendig" gewesen.

the-motels-shock-albumShock war sozusagen das letzte Motels-Album für lange Zeit. Mit einigen eindrucksvollen Songs. So das ordentlich rockige Titelstück, das von Bass und Bläsern getragene Night By Night, das flotte, recht komplexe Icy Red und das volumisöse Annie Told Me, das mit eingängiger Saxophonssequenz aufwartet.

Davis machte solo mit Produzent Zito weiter. Heraus kam Policy, zu dem Charlie Sexton, Fee Waybill von The Tubes, Kenny G., Clarence Clemons und andere beitrugen. Clemons, Waybill und Davis erschienen später in Stephen Hereks Film Bill and Ted's Excellent Adventure (1989) neben Hauptdarsteller Keanu Reeves als die drei Most Important People in the World, bei dem ihr künftiger Schwiegersohn Chris Matheson am Drehbuch mitgeschrieben hatte.

Die von Policy ausgekoppelte Single Don't Tell Me The Time (Video dazu: David Fincher) schaffte es nicht in die US-Charts, wohl auch deshalb nicht, weil das Lied einigermaßen dahingeträllert klingt. Ähnlich schwach sind Just Like You und das geradezu dahingeworfene Diane-Warren-Cover Tell It To The Moon. Damit hatte sie zum Audruck bringen wollen, dass sie "keine Performerin" sei, sondern eine Autorin. Gelungener hingegen sind die im Motels-Stil arrangierten Stücke What Money Might Buy, Lust und der nur auf der CD vorhandene Bonus track Bridge Of Sighs.

Davis tourte dann 1988 durch Australien, wo sie seit einem Jahrzehnt mächtig angesagt war und ihr das Publikum zu Füßen lag. Danach bewog sie Capitol Records rigoros und erfolgreich dazu, sie aus ihrem Vertrag herauszulassen (1989) und zog sich zurück. Sie war nun fast 38. Es folgten Capitol-seits einige Zusammenstellungen ihrer und der Motels Best in den Jahren danach, während sich Davis neben der Musik als Restauratorin von Möbeln betätigte.

Fast zehn Jahre lang machte sie Solo-Projekte, während Capitol eine Motels-Anthologie nach der anderen auf den Markt warf. Sie hatte immer wieder Gigs in kleineren Clubs in den Staaten, Kanada und Australien. 2004 brachte sie mit einer neuen Musikerriege unter The Motels So The Story Goes auf den Markt, das sie mit David Paglia produziert hatte. Es war wenig erfolgreich in den Charts, besitzt allerdings jede Menge richtig gute Stücke.

the-motels-clean-modern-reasonableFür die nicht nur Davis verantwortlich zeichnete, sondern auch die von ihr um sich gescharte junge Musikertruppe, die im Kern aus Clint Walsh (Lead Guitar), Doug Lunn (Fretless Bass), Dana Colley (Saxo; Morphine), Eric Gardner (Drums), Nick Johns (Bass & Keyboards) bestand. Davis rekrutierte ihre Musiker in Los Angeles und - gemäß ihres Wohnorts - in Portland (Bundesstaat Washington).

Dann, 2007, wieder mit verändertem Line-up, kam Clean, Modern and Reasonable als Motels-Werk heraus, 2008 ihr Solo-Werk Beautiful Life - hörenswert, indes nicht herausragend. 2009 spielte Davis mit ihren Motels das Live-Album Standing Room Only ein und brachte das Live-Album Atomic Cafe auf den Markt, auf dem sich alle wichtigen Songs der frühen Motels befinden.

Mit Red Frog Presents: 16 Songs For Parents And Children (2010) versorgte die längst als eigensinnige Suffragette und Überlebenskünstlerin zu betrachtende Davis ihre Fan-Gemeinde mit einem Album, das eher ihr als allen anderen ein Anliegen gewesen schien. Jedenfalls ist ihm ein gewisser Aufarbeitungscharakter ihrer stürmischen Kinbdheit und Jugend anzumerken.

Gut 500 Gigs hatten die Motels bisher außerhalb der USA, die wenigsten davon in Deutschland. Einer ihrer in Europa wohl interessantesten fand einst in Europas gröβtem und bekanntestem Coffeeshop statt, im Amsterdamer Paradiso, wo zwar alles angeboten wurde, das Paradiso aber in erster Linie die zu dieser Zeit in Holland angesagteste Diskothek mit Life-Acts war.

Martha Davis, mittlerweile Großmutter und im frühen Silver-Surfer-Alter, tritt noch immer auf und rockt. Sie hat zwar ein wenig an der Figur angesetzt, doch das interessiert ihre Fans nicht. Ihre Stimme ist da, und solange Celia auf dem Programm steht, ist ihr der Applaus sicher.

Dass sie - ob mit oder ohne Motels - noch mächtig am Start ist, bewies sie auch mit der Chuzpe, Lady Gagas Mega-Hit Poker Face erfolgreich interpretiert zu haben. Die Version von Davis kann sich hören lassen.

¹ Thelton Henderson ist Richter geworden.

² In manchen Medien (z. B. Wikipedia EN) wird behauptet, die Motels hätten an Muttertag 1979 bei Capitol unterschrieben. In Interviews mit punkglobe.com und Rockwired (.com) gibt Martha Davis das Jahr 1978 an. Ohne Hinweis auf Muttertag.

³ Auch die anderen Songs auf dem Album haben inhaltlich keinerlei Bezug zur damaligen Hungersnot in Äthiopien oder anderswo.

© Uwe Goerlitz

© GeoWis (2012-12-07)

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