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Alt und gut: America. Vor 40 Jahren erschien ihr zeitloses erstes Album in Deutschland
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Bekifft zum Welthit

Sie waren zu Dritt, sie waren jung und sie lebten in England. Dort schrieben sie zwölf Songs für ihr Debütalbum, das sie nur mit ihrem Band-Namen betitelten: America. Es sollte eines der meistverkauften Alben der frühen 1970er Jahre werden.

Von Jochen Henke (2012-08-20)

Text und Refrain sind einfach gestrickt, der Rhythmus ist tanzbar, leichtes Headbanging funktionierte auch. Das Lied auf der Klampfe nachzuspielen und "la, la, la, la, la, la ..." zu singen war für unzählige junge Leute überhaupt kein Problem. Dewey Bunnell, Gerry Beckley und Dan Peak (1950-2011), das Trio, das sich America nannte, gelang mit A Horse With No Name das, wovon jeder professionelle Musiker träumt: ein Welthit.

 Dabei ist das Stück, das ursprünglich Desert Song geheißen habe und dessen Text in bekifftem Zustand kreiiert worden sei, so Bunnell, auf der deutschen Erstveröffentlichung des Albums (WB 28665) und der britischen (November 1971; WB Kinney K 46093) gar nicht vorhanden.

Erst nachdem sich die Single bestens verkaufte, auf deren B-Seite Sandman eingeritzt ist, fand es Eingang in das wenige Wochen später als Re-issue herausgebrachte Album.

Mit dem - je nach Markt - unterschiedlichen Aufdruck von A Horse With No Name wurde das Album ein Verkaufsknüller in der westlich orientierten Welt. Sogar im von Hardrock geprägten Japan, das durch Deep Purple und andere Monsterrocker jener Zeit kein einfach zu erobernder Markt für Americas Kompositionen zu sein schien, kam das Album an und verkaufte sich bestens.

Mit der Eingruppierung des Albums in ein musikalisches Genre taten sich Kritiker stets schwer. Von Acoustic Rock über Softrock und Country Rock bis zu Folkrock reichen die Zuordnungen.

Angesichts dessen, dass sich die damaligen Heranwachsenden auf Grund ihrer Eltern - die Väter waren wegen des Vietnamkriegs für die US Army in England stationiert und hatten britische Frauen geheiratet - in der Londoner Gegend befanden, wo der Genuss von Cannabis nicht so rigoros verfolgt wurde wie in den USA, hätten durchaus auch andere Bezeichnungen für dieses Album erschaffen werden können.

 Etwa Free Wheeling Sounds, Easy Listening Folk, Campfire Ballads, Beach'n Desert Folk und so weiter, denn neben A Horse With No Name beinhaltet das Album noch einige andere herausragende Kompositionen.

So das bereits erwähnte Sandman, die eklektischen Songs Donkey Jaw und Clarice, das ruhige Here oder die in hohem Maße selbstreflektorischen Kompositionen Never Found The Time und Three Roses. Geprägt ist der musikalische Stil des Albums von teils komplexen 6- und 12-saitigen Gitarrenarrangements, wobei manche Intros, etwa zu Clarice, auch Jam-Session-Charakter aufweisen.

America ist nach mehr als 40 Alben immer noch im Geschäft. Allerdings als Duo mit Gastmusikern. Dan Peek, der wesentlich die 12-Saitige spielte, nach dem siebten Album (Harbour) und zuvorigen weiteren internationalen Hits (Ventura Highway; Sister Golden Hair; Daisy Jane) 1977 ausstieg, verstarb im Juli 2011 an den Folgen einer Herzbeutelentzündung mit knapp 61 Jahren. Bis zu dessen Ableben stand eine Wiedervereinigung all die Jahre im Raum. Bunnell und Beckley standen dieser jedoch genauso lange kritisch gegenüber.

© Jochen Henke

© GeoWis (2012-08-20)

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