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Cowboy Junkies: Trinity Revisited
[275]

Ernst und bescheiden

Zum Jubiläum ihrer vor 20 Jahren aufgenommenen Trinity Session haben die Cowboy Junkies sich wieder in der Kirche eingefunden, um die gleichen Songs noch einmal einzuspielen und dies auch filmisch zu dokumentieren.

Von Uwe Goerlitz (2007-11-14)

Die Dokumentation beginnt mit einem Interview der Kirchenchefin, Reverend Sarah Boyles, die die besondere Lage der Church of the Holy Trinity (Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit) herausstellt. Es sei "ein wirklich erstaunlicher Platz - Trinity Square -, eine Oase im Herzen der Stadt", auf der die Kirche stehe. Es sei schwer zu glauben, dass man "inmitten einer Welt des Kommerzes" sei.

 Vor 160 Jahren sei die Kirche das höchste Gebäude am Platz gewesen, nun sei sie das kleinste. Einen Zugang zur Straße habe man nur für Fußgänger. Parkplätze gebe es keine. Noch immer kämen Leute vorbei und fragten: "Ist dies der Ort, in dem die Cowboy Junkies diese Aufnahme gemacht haben? Und wir sagen ja."

Es ist eine überschaubare Mannschaft, die im November 2006 in Torontos Dreifaltigkeitskirche zusammenkommt, in der die Cowboy Junkies am 27. November 1987 ihr Album The Trinity Session aufgenommen hatten. Die Brüder Pierre und Franςois Lamoureux, der eine Regisseur, der andere Produzent, Kameramann Eugene O'Connor, eine Interviewerin, Ton- und Lichtechniker, ein Klavierstimmer, Aufbauhelfer.

Die Stimmung ist entspannt, keine Hektik, alles wirkt bedächtig, und es scheint, als liege das an der Örtlichkeit. Regisseur Lamoureux erzählt ins Mikrophon, dass die Cowboy Junkies - im englischen Sprachraum nur Junkies genannt - nichts "wiedererschaffen", sondern das Jubiläum "zelebrieren" wollten.

 Als sie gefragt worden seien, das Konzert zu filmen, hätten sie "gespürt, dass dies eine einzigartige Herausforderung wäre, schon aufgrund des legendären Status", schreiben die Lamoureux-Brüder im Booklet der CD/DVD Trinity Revisited, die jüngst in Deutschland auf den Markt kam.

Tatsächlich liegt mit dieser CD/DVD nun ein Werk vor, von dem sich nur schwer sagen lässt, welcher Teil davon der bessere ist. Auch ein Vergleich mit der Trinity Session dürfte schon daran scheitern, dass alle damals daran Beteiligten 20 Jahre älter geworden sind. Margo Timmins, die Stimme der Junkies, ist 46, Drummer und Bruder Peter 42, und Bruder Michael, Produzent und Komponist - auch so etwas wie die tragende Säule der Band - 49.

Doch von Gesetztheit keine Spur, weder in ihrem musikalischen Vortrag noch in geselliger Gesprächsrunde in einem Nebenraum der Kirche. Man spürt nicht nur an ihren Alben, dass sie mit Aufgeregtheit, Popstargehabe und allem Nebensächlichen nie etwas zu tun hatten, sondern auch an dieser Gesprächsrunde bei Rotwein. Alle wirken, als seien sie schon immer erwachsen gewesen, geerdet, unprätentiös, natürlich, sympathisch.

 Bassist Alan Anton, Cowboy Junkies-Mitglied der ersten Stunde, hört - wie Peter Timmins - die meiste Zeit zu, wenn Michael Timmins oder Peter Moore, Produzent der Trinity Session von 1987, erzählen.

Die Produktionskosten seien damals nicht hoch gewesen, sagt Peter Moore. "Cash" habe es ihn "20 Dollar für Pizzas" und "fünf Dollar" für den Türsteher gekostet. Die Miete für die Kirche sei noch hinzugekommen und einige Kleinigkeiten. Am teuersten sei da wohl noch das Mikrophon gewesen.

Es war ein Cairec Ambisonic, das seinerzeit 9.000 US-Dollar kostete und ein Jahr zuvor für das Debütalbum Whites off Earth in der Garage der Timmins-Familie eingesetzt worden war.

Jeff Bird, das Multitalent an Violine (fiddle), Mandoline und Mundharmonika, sitzt mit in der Runde. Ein bescheidener Mann, der aufgrund seines Aussehens an einen exemplarischen irischen Einwanderer des frühen 20. Jahrhunderts erinnert und später in einem etwas altmodisch anmutenden Anzug musizieren wird.

 Für die konzertierte Feier haben die Cowboy Junkies neben Bird weitere außergewöhnliche Künstler zum Mitmusizieren eingeladen.

Es sind in der Szene sehr geschätzte, in der Popwelt eher wenig aufgefallene Akteure, allesamt mit einer Kraft ausgestattet, die all jenen den Glauben an die Wirkung des gesungenen Wortes und an die Musik wiederzugeben in der Lage sind, die ihn vielleicht schon verloren hatten, und all jene bestätigen müsste, die immer daran festgehalten hatten.

Natalie Merchant ist gekommen. Mit 17 stieß sie Anfang der 1980er Jahre zu den 10.000 Maniacs und wurde fortan deren Leadsängerin, bis sie zehn Jahre später ausstieg, um eine Solokarriere zu verfolgen.

Sie nimmt nicht an der Gesprächsrunde teil, jedenfalls weist in der Dokumentation nichts darauf hin. Merchant ist scheu. Wie scheu und aufs Äußerste konzentriert, zeigt sich während der Proben mit Jeff Bird zu dem Stück 'Misguided Angel' am Piano. Sie mag anfangs nichts so recht ihre Stimme finden. Beim Konzert dann ist sie da, voll, unnachahmlich, kraftvoll, leise.

 Vic Chesnutt, der mit 18 in betrunkenem Zustand einen Unfall verursachte und seitdem an den unteren Extremitäten gelähmt ist, kam im Rollstuhl und bereicherte einige Songs stimmlich herzzerreißend und mit der Akustikgitarre pointiert.

Man hat den Eindruck, als sei er etwas linkisch im Umgang mit seiner Gitarre. Er nimmt die Hand vom Gitarrenhals, kratzt sich zwischendurch am Bauch, und nähert sich dann dem Mikrophon.

Seine Stimme, zu hören auf 'Blue Moon Revisited', betört und überstrahlt seine ungewöhnliche Kopfbedeckung - ein quersitzender, gestreifter Hut -, kann aber nicht von seiner Mimik ablenken, die derart zu seiner Darbietung passt, dass man sich fragen könnte, weshalb diese Persönlichkeit in Europa bisher weitgehend unbeachtet blieb.

 Der jüngste in diesem Ensemble, Ryan Adams (33), der in der Dokumentation während der Proben einigermaßen nervös wirkt und beinahe erfurchtsvoll ein paar Riffs vorschlägt, die Michael Timmins überzeugen und zum Miteinander veranlassen, erweist sich als absolut ebenbürtig mit den anderen Musikern und ist inzwischen auf der Junkies-Tour dabei.

Die Cowboy Junkies und ihre zum Event in der Dreifaltigkeitskirche eingeladenen Freunde sind Antistars. Sie sind ausgeruht, obwohl sie viel um die Ohren haben. Sie beherzigen das, was sie tun und tun wollen.

Sie haben Spaß an der Musik, aber sie zeigen es kaum. Es sind Leidenschaftler, die hier Musik machen und von den Lamoureux-Brüdern und den Kameras eingefangen werden. Menschen, die bereits in jungen Jahren angekommen waren und sich mit dem, was sie seitdem musikalisch geschaffen haben, nicht in Konkurrenz zu anderen sehen müssen.

 Die Gelassenheit, gar die Bedächtigkeit haben nichts mit der Kirche zu tun, in der sie ihr Dreifaltigkeitsjubiläum zelebrieren. Die Cowboy Junkies und ihre Freunde sind so, wie sie sich geben und wie sie das Konzert geben. Da ist nichts auszumachen, was Allüren vermuten ließe, nichts, was darauf hinwiese, hier produzierten sich große Musiker.

Doch Letzteres sind sie: große Musiker, die sich selbst um ein Mehrfaches weniger wichtig nehmen als so manche Newcomer, die auf Musiksendern herumhopsen und etwas dahinträllern, das so flüchtig ist wie ein Furz in einem Orkan.

Die 1987er Trinity Session verkaufte sich innerhalb eines Jahres weltweit mehr als 1,5-Millionenmal, am meisten in den USA, Kanada und Japan. In Europa schlug das Album - und damit die Band - nicht ein. Das änderte sich auch fünf Jahre später noch nicht, als Black Eyed Man, ein veritables, gelungenes Album - das vierte der Junkies - in die hiesigen Regale kam.

 Breiter aufhorchen ließ 1993 erst Pale Sun, Crescent Moon die einschlägigen Musikmedien und eine Tour der Band durch die seinerzeit angesagten mittelgroßen und kleinen Hallen führte. In geselliger Runde verliert keiner der Teilnehmer darüber ein Wort.

Es geht nicht ums Œuvre. Es geht um Trinity damals und heute, um eine aufgenommene Session, von der die Mutter der Timmins-Geschwister sagte, nachdem sie sie gehört hatte: "Kinder, von nun an wird euer Leben niemals mehr so sein wie bisher."

Als Michael und Peter Timmins mit Alan Anton morgens in die Kirche kommen, während die Aufbauarbeiten im Gange sind, wirken sie wie gealterte Jugendliche, die gerade aus ihren Schlafsäcken gekrochen sind. Sie sprechen leise mit den Lamoureux-Brüdern, erkundigen sich, wie's aussieht, und Pierre Lamoureux versichert, dass alles im Plan sei, man sich nicht zu sorgen brauche.

 Irgendwie trifft Lamoureux damit den Nerv. Vieles wirkt noch unaufgeräumt, wie in der realen Welt, doch sorgen brauche man sich nicht. Michael Timmins geht hin und legt die persisch aussehenden, zur Schalldämmung vorgesehenen Teppiche aus, kontrolliert die Szene, ohne kontrollierend zu wirken, während der Regisseur ins Interview geschnitten wird.

Ein gutes Viertel der knapp einstündigen Dokumentation macht die filmische Umsetzung der Vorbereitung aufs Konzert aus. Knapp ein Halbes die Gesprächsrunde, und etwa ein Viertel Konzertausschnitte. Doch auf der DVD, die der CD beigefügt ist, ist noch das komplette Konzert audiovisuell aufgeführt.

"Wir haben die Einnahmen aus unserer Musik immer in die Band gesteckt", sagt Margo, und ihr Bruder Michael ergänzt: "Wir haben alles investiert, auch ein blauen Van gekauft. Irgendwann haben wir uns ein kleines Gehalt gezahlt, um unsere Lebenshaltungskosten zu bestreiten."

 Margo Timmins wirft schmunzelnd ein: "Unsere Gastmusiker bekamen Hotelzimmer, aber wir schliefen in unserem blauen Van". Sie lacht, aber nicht laut, sondern nur mit einem Jauchzer. "Wir wurden gefragt, weshalb wir, die Cowboy Junkies, nicht im Hotel schliefen. Nun, die Antwort war: wir hatten keine Kohle."

Es ist diese Art von Ehrlichkeit, die verblüfft, und den Junkies den Status absoluten Vertrauens zubilligt. Sie beschönigen nichts, bauschen nicht auf. Sie haben es nicht nötig, möchte vielleicht mancher Nörgler meinen, und es stimmt. Sie haben es nicht nötig. Doch wohl kaum aufgrund ihrer Einnahmen. Vielmehr aufgrund ihrer Persönlichkeiten.

Was Besucher ihrer Konzerte über die vergangenen zwei Jahrzehnte beobachten konnten, bestätigte sich auch in der Vorbereitung zum Jubiläumskonzert und während des Konzerts. Die Ruhe selbst. Die pure Konzentration aufs Wesentliche. Professionelle Akuresse. Eine Runde in Frieden und im Einklang.

Sowohl Natalie Merchant als auch Margo Timmins tauchten tief ein in die gefühlvolle Welt der Cowboy Junkies-Songs. Man kann spüren, das sie ihnen trotz ihrer meist leisen Stimme ein Gewicht einhauchen, das Bergmassen nicht aufwiegen könnten.

 Und es liegt nicht einzig an der Örtlichkeit, die das Erhabene und Durchdringliche, das Gelassene und Ruhige unterstreicht. Die Cowboy Junkies sind so wie sie in der Dreieinigkeitskirche auftreten. Ganz gleich, wo sie auftreten.

Ob sie alle in der Melancholie einiger ihrer vorgetragenen Lieder verhaftet sind, ist nicht bekannt. Margo Timmins ist seit einigen Jahren mit Graham Henderson verheiratet, einem auf Urheberrecht spezialisierten Anwalt, der für Universal Music (Kanada) gearbeitet hat und im Jahr 2000 zum Präsidenten der Canadian Recording Industry Association (CRIA) gewählt wurde.

Vorteile hatten die Cowboy Junkies - soweit bekannt - dadurch nicht. Einfluss auf ihre Musik hatte Margos Gatte schon gar nicht. Hinsichtlich der Musik der Band scheint die Prämisse zu gelten, Blut sei dicker als Wasser. Hereinreden lasse man sich nicht. Gute Vorschläge Ihrergleichen aber könnten willkommen sein.

 Ryan Adams hatte einige, auch Jeff Bird. Natalie Merchant, eine extrem verletzlich wirkende Künstlerin, äußerte ihre nicht öffentlich, umso mehr aber in ihren Gesangspartien zu 'Misguided Angel' und 'To Love is to Bury'. In beiden Liedern benötigt sie ihre gesamte künstlerische Kraft. Mit weniger wäre sie wohl kaum zufrieden gewesen.

Es gab im Laufe der Jahre eine Reihe von stets wiederkehrenden Musikern, die bei den vier Cowboy Junkies mitgespielt und ihre Alben zu einzigartigen Werken mitbestimmt hatten.

Müßig, sie alle aufzuzählen. Nie aber konnte auch nur einer der Gastmusiker den Roten Faden der Band durchtrennen, nie den eigentümlichen Sound und sanften Verve vom Weg abbringen, den die Junkies ab 1986 verfolgten.

Margo Timmins' oft sanfte, geradezu leise, dann wieder voluminöse Stimme war immer da. Selbst wenn sie nur summte oder hauchte. Das von ihrem Bruder Peter meist mit Besen und Fußpedal behandelte Schlagzeug ebenso. Und auch das manchmal durchdringende, oft aber im Hintergrund stehende Basspiel von Alan Anton gehört zum Cowboy Junkies-Sound wie es nur wenig andere Bassisten hätten vollziehen können.

 Es scheint, als sei die Band rundum mit sich und ihrer Musik im Einklang. Woran auch Michael Timmins ebenbürtigen Anteil hat. Er, der komponiert und textet, manches gemeinsam mit Schwester Margo, ist geradezu 'the boy next door', ein Typ, wie man ihn sich aus der kalifornischen Bay Area vorstellt, ein Student mit vielleich 35 Semestern auf dem Buckel.

In der Gesprächsrunde ist er es, der am meisten redet. Unaufdringlich. Seine Geschwister, Jeff Bird, Peter Moore und Alan Anton lassen ihm überwiegend den Vortritt.

Es hat etwas von Geschwisterliebe in diesem Nebenraum der Dreifaltigkeitskirche. Etwas von herausragender Zuneigung und Wertschätzung. Margo, die einzige Frau in der Runde, könnte sich als Mittelpunkt fühlen.

Tut sie aber nicht. Sie ist da, sagt gelegentlich etwas. Das reicht. Es ist keinerlei Show. Das haben sie alle nicht nötig, und das unterscheidet sie so wunderbar von so vielen anderen Musikern, die dokumentarisch eingefangen werden.

"Wir waren froh, unsere Leute bezahlen zu können", sagt Margo. "Als wir uns aufmachten, in den Staaten Konzerte zu geben ... mein Gott, es war die tiefste Provinz da in Montana, wo die Ehefrauen mit ihren Ehemännern im Truck saßen ... Ich meine, die hatten da nichts."

 Sieht man sich die Dokumentation genau an, könnte einem der Gedanke kommen, es handele sich bei den Cowboy Junkies um Nachfahren der Cash-Carter-Familie oder einer in diese Richtung regional bekannt gewordenen.

Aber in Kanada scheint es doch ein wenig anders zuzugehen, als etwa im Corn- oder Bible Belt der Vereinigten Staaten, wo mitunter Dogmen mit ausgepräter Radikalität verteidigt werden.

Weniger dogmatisch, weniger der Bibel verhaftet, liest sich die musikalische Performance der Trinity Revisited-Andacht. Obwohl das Konzert - abgesehen von einigen Songs der Cowboy Junkies - der Dreifaltigkeitskirche entgegenspräche. Religiös seien sie nicht, so Lamoureux.

Diese Kirche sei ein einzigartiger akustischer Körper, vergleichbar vielleicht mit einigen deutschen, lutherischen Kirchen, deren Wände aber doch etwas zu dick seien, so der Regisseur.

Am Abend, als die Cowboy Junkies und ihre vier Gäste im Rund musizieren, aus dem Natalie Merchant und Margo Timmins choreographisch herausragen, ist es einerlei, ob sich das Ensemble in einer deutschen, mexikanischen oder kanadischen Kirche befindet. Die Aufnahme ist gelungen.

© Uwe Goerlitz

© GeoWis (2007-11-14)

Update: Am 25.12.2009 verstarb Vic Chesnutt, nachdem er nach einem Selbstmordversuch ins Koma gefallen war und nicht mehr aufwachte. 

Sämtliche Abbildungen in diesem Beitrag sind Screenshots, entnommen dem Dokumentarfilm/der DVD, die der deutschen Ausgabe der CD 'Trinity Revisited' (Oktober 2007) beiliegt.

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