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Mexiko: Tödliche Illusionen
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Abgemagert, verdurstet, angefressen

An der mexikanischen Grenze zu den USA spielen sich regelmäßig Tragödien ab. Privatleute und politische Populisten agieren dabei mitleidslos.

Von Tom Geddis (2007-10-10)

Meistens versuchen sie es nachts. Dann ist es kühl, mitunter auch bitterkalt, und der Durst nicht so groß wie tagsüber, wenn die Sonne auf sie niederbrennt. In der Dunkelheit glauben sie, eher unentdeckt an irgendeiner Stelle der 3.200 Kilometer langen Grenze, die die USA von Mexiko abschottet, durchzukommen. Sofern sie es nicht in der Nähe der Grenzstädte versuchen, liegt nach erfolgreicher illegaler Immigration bis zur nächsten Siedlung meist ein langer Weg vor ihnen, wenn niemand sie einsammelt oder abholt.

 Die Rede ist von Armutsmigranten, die von Mexiko aus versuchen, ohne Einreisegenehmigung in die USA zu gelangen. Der überwiegende Teil der jährlich etwa 700.000 schafft es.

Ausgemergelt und entkräftet die meisten, mit einigen wenigen Habseligkeiten in Beuteln, manche mit Säuglingen und Kleinkindern im Tragetuch, kommen sie bei Verwandten oder Bekannten, Bauern oder sonstigen Arbeitgebern unter.

Wer die Hilfe professioneller Schleuser in Anspruch genommen hat, landet irgendwo als Arbeitssklave oder auch - wenn es sich um Frauen oder Mädchen handelt - im Puff.

Einige schaffen es nicht so weit. Mehr als 237.000 illegale Immigranten (2005) wurden nach offiziellen Angaben von der US Border Patrol (USBP) und anderen Polizeibehörden an der US-MEX-Grenze festgenommen und landeten im Gefängnis, viele mehrfach.

Die Behörden verzeichneten daher gut 1,2 Millionen Inhaftierungen (2005). Dass die Quote so hoch ist, liegt auch an privaten Initiativen, die sich den Grenzschutz zur Aufgabe gemacht haben. Zu den radikalsten gehört das im US-Bundesstaat Arizona ansässige Minuteman Civil Defense Corps (MCDC).

 Dessen oberster Grenzschützer ist der reaktionäre Jungspund Chris Simcox, unter den Rechtsauslegern der in Grenzstaaten zu Mexiko lebenden Patrioten so etwas wie ein Popstar. Im Frühjahr 2006 hat er US-Präsident Bush sogar eine Art Ultimatum geschickt.

Recht forsch. Er glaubte wohl an Bushs Gesinnung und daran, dass sich der oft vom Präsidenten bemühte Kleine Mann - the average citizen - mit nicht nur Abstrusem, sondern auch ganz mit realen Ängsten von Grenz-Minderheiten an ihn wenden könne.

Simcox kam eigener Bekundung zufolge dann auch schlicht zur Sache. Entweder schicke der Präsident die Nationalgarde an die südliche Grenze oder MCDC werde auf privatem, an der Grenze liegendem Grund eine Mauer zu errichten beginnen.

Offenbar kannte Simcox die Pläne des Department of Homeland Security (DHS) - des Heimatschutzministeriums - unter der Leitung Michael Chertoff da noch nicht, wonach die US Border Patrol von knapp 9.800 (zum Vergleich: an der um 80% längeren US-Grenze zu Kanada schieben etwa 1.000 Beamte Dienst) auf 16.000 aufgestockt werden soll und auch 6.000 Nationalgardisten an die südliche Grenze abkommandiert würden.

 Seit 2002 engagiert sich Aktivist Simcox gegen illegale Einwanderer aus Mexiko, wobei er es manchmal nicht so genau nimmt und von Einwanderern spricht. Der Mann, der sich auf seinem Blog inzwischen als Präsident von MCDC vorstellt, ist eine fragwürdige Person.

Erst gründete er die Civil Homeland Defense und half der Border Patrol mit Gleichgesinnten illegale Grenzübertreter einzufangen. Dann, im Januar 2003, wurde er wegen illegalen Waffenbesitzes bestraft. Dass es ihm und seiner Schar gesetzlich gar nicht erlaubt ist, sich als Grenzschützer zu betätigen und Leute festzusetzen, stört den schneidigen Populisten wenig.

2004 gründete der grenzschützende Schreihals mit dem zwielichten James Gilchrist MCDC. Gilchrist wurde jüngst wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten vom MCDC rausgeschmissen, beharrt aber darauf, nach wie vor Präsident der radikalen Vereinigung zu sein.

Auch Simcox, der behauptet, von MCDC kein Gehalt zu beziehen, sondern sich durch Honorare, etwa von öffentlichen Auftritten und Reden, zu ernähren, will nicht vom Chefposten ablassen. Er hat eigenen Angaben nach nun seine Lebensgeschichte an eine Filmfirma verkauft, die "bald mit der Produktion" beginne. Mamma mia! Der Mann hätte wohl auch seine Großmutter verkauft, um populär zu werden.

 Mitte 2006 begannen die MCDC- Jünger in Arizonas Cochise County, unweit der Ortschaft Palominas, mit der Errichtung eines Grenzauns.

Mit Rammen brachten sie Löcher in den aus- gedörrten, harten Wüstenboden ein, um die Pfeiler für den Zaun darin einzulassen.

Werbewirksam spendete Simcox 2.500 Dollar für das Projekt. Der Dummenfang ging auf. Nicht nur zückten auch MCDC-Aktivisten und Unterstützer ihre Börsen. Es kam auch Prominenz hinzu.

So das US-Kongressmitglied Steve King, für Iowa im Kongress und Befürworter der Simcox-Initiative. Der alte Haudegen war sich noch nie zu schade dafür, auch in entlegene Regionen zu pilgern, wenn es galt, Publicity zu bekommen. Zumal er karge Weiten gewohnt ist, denn Iowa gehört ja auch nicht gerade zu den urbanisiertesten Staaten der USA.

Lautsprecherboxen waren aufgestellt, Claqueure standen reihum, Plakathalter ebenso. Es war heiß, aber es gab ausreichend zu trinken. Das lokale Fernsehen war da und das multiplizierte die Veranstaltung, und in seinem kleinen Staat Iowa konnte der Kongressabgeordnete sich später sicherlich gebrüstet durch die Straßen und in seine Klubs wagen.

USBP-Festnahmen von illegalen Immigranten nach Sektoren

 Sie alle, auch King, glauben die Zahlen zu kennen und können sie herunterbeten wie Bibelverse. Beinahe zumindest.

Mal ist von einer Million illegalen Einwanderern, die über Mexiko kommen, die Rede, mal von mehr, selten von weniger. Mal leben bereits 9 Millionen Illegale in den USA, mal 13, mal 20 Millionen.

Einer von den Wissenschaftlern Jennifer van Hook (Bowling Green State University), Frank D. Bean (University of California, Irvine) und Jeffrey S. Passel (PEW Hispanic Center) erstellten Studie¹ zufolge seien es 2004 etwa 10,3 Millionen gewesen. Ungefähr.

Genau weiß es niemand. Denn wie erfasst man illegal im Land lebende Immigranten? Registriert werden jene, die legal einreisen und jene, die wieder ausreisen. Und erfasst werden die, die bleiben dürfen.

Tagestouristen, Urlauber (!?), Geschäftsreisende, Verwandtenbesucher - 907.000 non-immigrant visa haben die Behörden auf der US-amerikanischen Seite des Tortillavorhangs im US-Fiskaljahr 2005² erteilt, wobei die meisten im Zuge des NAFTA-bedingten bilateralen Wirtschaftsverkehrs ausgestellt wurden. Immerhin überquerten im selben Zeitraum täglich mehr als 12.000 aus Mexiko kommende LKW die Grenze.

 Betrug aber im Fiskaljahr 2001 die Zahl der elekronischen Visa (laser visa) laut offiziellen Angaben noch 1,99 Millionen, waren es - geschuldet den Terroranschlägen aufs Welthandelszentrum am 11. September 2001 - vier Jahre später, 2005, nur noch 733.000.

War es schon vor den Anschlägen von New York schwierig, auf normalem Weg ein Visum zu erhalten, wenn man von südlich des Río Bravo del Norte kam, machten die USA zumindest an den großen Übergängen danach einigermaßen dicht.

Seit 2006 streiten Kongressabgeordnete nun darüber, ob die bis dahin gerade einmal 120 Kilometer lange Grenzbefestigung, vornehmlich im Einzugsbereich der Grenzstädte existent, um 600 oder um 1127 Kilometer mit Zaun abgesichert wird. Bis zu acht Milliarden Dollar könnte das Vorhaben kosten.

Ginge es nach Simcox' MCDC, zöge man den Zaun von Tijuana bis zur Atlantiküste durch. Dass dies schon aus geomorphologischen Gegebenheiten nicht realisierbar ist, scheint ihn nicht zu interessieren. Die wirklich unwegsamen Grenzregionen sind ihm da wohl fremd.

 Wie auch vielen Immigranten. Für 2.570 endete 2005 der Versuch, in den USA ein besseres Leben führen zu können, direkt im Krankenhaus. Gegenüber 2004, als knapp 1350 vor dem Tod gerettet wurden, eine Steigerung um 90%.

Dehydriert und halb verhungert, wurden sie von der Border Patrol oder von County Sheriffs entdeckt. Wie viele das MCDC gerettet hat oder haben könnte, ist nicht bekannt.

Von den 473 Toten, die 2005 auf US-amerikanischem Territorium in der mexikanischen Grenzregion aufgefunden wurden, lagen mehr als 260, mithin 55%, auf Arizona-Boden.

Einige noch nicht ganz erkaltet, manche angefressen von den natürlichen Bewohnern der wüstenartigen Gegend, einige fast aufgefressen oder skelettiert.

Sie, die da in die USA wollen und annehmen, man müsse nur die zwei- bis drei Tage dauernde Busreise und dann vielleicht einige Tage beschwerlichen Fußmarsch in Kauf nehmen, liegen oft falsch. Sie sind entweder naiv oder haben keine Ahnung von den Möglichkeiten, über die eine Nation wie die USA inzwischen auch ohne private Sicherungsposten verfügt. Sie liegen Illusionen auf, die tödlich enden können.

 Nachtsichtgeräte der terrestrisch wie im Hubschrauber unterwegs seienden Border Patrol gehören schon lange zum Standard; ebenso Wärmebildkameras. Partiell sind entlang einiger Grenzabschnitte seit wenigen Jahren Sensoren im Boden eingebracht.

Neuerdings überfliegen auch winzige Drohnen, ausgestattet mit Aufnahmegeräten, die neuraligischen Punkte an der US-MEX-Grenze. Davon wissen die meisten Migranten nichts.

Schwer zu sagen, wie jene 400- bis 500 Erfolglosen zu Tode kamen. Wenn sie tagsüber unterwegs gewesen waren, sind sie wahrscheinlich an Sonnenstich, Dehydrierung oder beidem verendet. Wenn es zur Nachtzeit gewesen war, dann boten sie - entkräftet - einen guten Bissen für Skorpione, Klapperschlangen, Pumas, Koyoten oder andere Nachtaktive.

 Gegen die Welt der Tiere können die Freiwilligen verschiedener kirchlicher oder menschenrechtlicher Initiativen nichts ausrichten. Aber gegen den Durst.

So stellt zum Beispiel die katholische Organisation Human Borders an bekannten Wegstrecken nach den USA auf mexikanischer oder - wenn die Grenze überschritten ist - auf US-amerikanischer Seite Wasserstationen auf, oft einfache Kunststofftanks, an denen sich die durstleidenden illegalen Immigranten laben können.

Regelmäßig fahren die Helfer los, um die Tanks nachzufüllen. Häufig müssen sie feststellem, dass die Tanks zerstört wurden. Sicherlich nicht von den Bedürftigen. Den Radikalen vom MCDC kann derartige Mitmenschlichkeit, ja nicht mal derartiger Pragmatismus, kaum nachgesagt werden.

Vor allem private Grenzschützer auf der anderen Seite des Tortilla-Vorhangs mögen hier ihrem destruktiven Wahn folgen. Mediziner, allen voran jene, die in der Gerichtsmedizin tätig sind, halten die Sache mit der Wasserversorgung für richtig, stapeln sich doch in den Leichenschauhäusern, etwa in dem von Tucson, Arizona, einfach zu viele unbekannte Tote aus der Grenzregion.

In manchen Gegenden werden von mitfühlenden US-Amerikanern oder Organisationen Kreuze aufgestellt. Die meisten tragen keinen Namen, weil die dazugehörigen Leichen schlicht nicht mehr identifiziert werden konnten. Dabei ist nicht stets Verwesung oder ein weggefressener Kopf Ursache der nicht mehr möglichen Identifizierung. Oft tragen die illegalen Immigranten keine Ausweispapiere mit sich. Libanon-Prinzip³.

 In den letzten Jahren kommen mehr und mehr Leute an die US-MEX-Grenze. Es sind meist junge Leute, die sich ein Bild machen wollen von der längsten Demarkationslinie der Welt. Sie kommen aus dem südlichen Afrika, aus Frankreich, Deutschland, Japan, Polen. Sie kommen, um sich etwas anzusehen, was es so eigentlich nicht mehr geben dürfte im 21. Jahrhundert.

Damit der Migrantenstrom Richtung USA abgeschwächt, gar gestoppt wird, müssten in den Volkswirtschaften der Ursprungsländer der Migranten bessere Lebens- und Arbeitsverhältnisse geschaffen werden. Vorangehen müsste Mexiko. Doch es sieht nicht danach aus, als wolle die Regierung Calderón etwas an der Misere ändern.

Währenddessen ergreifen die USA die Initiative, die ganz im Sinne der MCDC zu sein scheint und wohl auch im Sinne großer Unternehmen. So hat das US Department of Homeland Security seit vergangenem Jahr zwei Milliarden Dollar für seine Secure Border Initiative (SBI) und für die America's Shield Initiative (ASI) zur Verfügung, die es an privatwirtschaftlich operierende Unternehmen vergibt, die sich an der Sicherung der US-MEX-Grenze beteiligen.

Steckte man das gesamte Cash-Budget von mindestens 10 Milliarden Dollar (Grenzzaun bis 8 Mrd. Dollar, SBI/ASI 2 Mrd. Dollar) und die Kosten für sonstige Aufrüstung, etwa die der Personalerhöhung der Border Patrol (geschätzte Kosten p. a.: ca. 3 Mrd. Dollar,) und die der Abordnung von 6.000 Nationalgardisten (geschätzte Kosten: ca. 5 Mrd. Dollar) in die Entwicklungs- und Wirtschaftshilfe südlich der US-MEX-Grenze, wäre dem Migrationsproblem wohl besser - und auf humane Weise - beizukommen. Humanität aber steht nicht auf der Agenda der US-Administration. Humanität kostet Geld. Pseudo-Humanität bringt Geld. Deshalb, auch, haben es Leute wie Simcox so leicht.

¹ Jennifer van Hook, Frank D. Bean, Jeffrey S. Passel (2004): Unauthorized Migrants Living in the U.S.: A Mid-Decade Portrait. PWE Hispanic Center.

² Das US-amerikanische Fiskaljahr beginnt am 1. Oktober eines Jahres und endet am 30. September des folgenden.

³ Der Begriff ist eher umgangssprachlich geläufig. Er zielt darauf, daß zu Zeiten der Bombenangriffe in den 1980er Jahren seitens der israelischen Armee auf libanesische Flüchtlingslager und Wohngebiete viele Menschen der bombardierten Gebiete ihre Identitäts-Dokumente verloren. Asylsuchende aus dieser Region gaben etwa in Deutschland an, zu den Ausgebombten zu gehören. Inzwischen wurde vielen Immigranten, die behaupteten, aus dem Libanon zu kommen, von den deutschen Ausländerbehörden nachgewiesen, dass ihre Angaben nicht stimmten. Sie sind von der Ausweisung bedroht.

© Tom Geddis

© GeoWis (2007-10-10)

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