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USA: Hysterie von Behörden und Sicherheitsdiensten driftet ins Irrationale ab. Jüngstes Beispiel: Ein 13-Jähriger Facebook-User, der auf Grund seiner Äußerungen erwachsen zu wirken schien, wurde illegal verhört
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On the Edge

Dass die US-Administrationen und viele Millionen Amerikaner seit 9/11 psychologisch traumatisiert sind, ist klar denkenden Europäern und Asiaten längst bekannt. Inzwischen zeigen sich seltsame Spätfolgen - insbesondere bei den US-Sicherheitsbehörden. 

Von Liz Bremer (2011-05-18)

Dass die Sicherheitsbehörden der US-Administration hart durchgreifen, ist jedem Alphabetisierten des Globus' spätestens seit den Anschlägen vom September 2001 (9/11) bekannt. Die Gefangenenlager, allen voran das auf kubanischem Territorium gepachtete Gelände zum Hochsicherheitstrakt Guantánamo, ein aller Rechtstaatlichkeit entzogenes Konzentrationslager für mutmaßliche Terroristen, liefern der aufgeklärten Welt einen Eindruck von dem, zu was eine unter dem Etikett Demokratie firmierende Nation fähig ist.

Neuerdings aber übertreffen sich die Sicherheitsdienste der USA selbst und zeigen der Welt, wie irrational sie zu handeln imstande sind. Noch wundern sich die Franzosen darüber, weshalb ihr Landsmann und Präsident des Internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, auf Grund eines Vergewaltigungsvorwurfs wie ein Mörder behandelt und in ein Hochsicherheitsgefängnis verfrachtet wird, da liefert der Secret Service schon den nächsten vermeintlichen Erfolg im vermeintlichen Kampf gegen den Terrorismus - und gibt sich weltweit der Lächerlich preis.

Wie Dana Rebik am vergangenen Montag auf Q13 Fox News berichtete, Spiegel Online heute auf Deutsch vermeldete, und GeoWis die Original-Berichterstattung für diesen Beitrag las -, wurden bei dem 13-jährigen Vito LaPinta aus Tacoma, Bundesstaat Washington, Geheimdienst-Agenten vorstellig, um den Jungen wegen eines Facebook-Eintrags in die Mangel zu nehmen. Der Siebtklässler hatte Präsident Barack Obama in aufgeklärter Manier darauf hingewiesen, dass nach der Tötung Osama bin Ladens Racheakte auf die USA zukommen könnten. Dann kam es dicke für den Jungen.

Vito LaPinta sei ohne Beisein eines Erziehungsberechtigten in der Schule verhört worden, heißt es, weshalb seine Mutter, Timi Robertson, schwere Vorwürfe gegen den Geheimdienst richtete. Die nicht durch US-Recht gedeckte Vernehmung des 13-jährigen sei erst beendet worden, nachdem die Mutter eintraf. Robertson habe sich über das Vorgehen lautstark beschwert und dabei angeführt, dass es "ein unglaublicher Vorgang" sei, einen 13-Jährigen aus der Klasse zu holen und ihn wegen eines harmlosen Facebook-Statements zu verhören.

Dabei hat der Junge nichts Böses im Schilde geführt. Durch das rigorose Verhalten der Secret-Service-Agenten und die mangelnde Übersicht und Einschätzung der Sache durch die Schulleitung wurde allerdings offenbar, wie sehr der Hamster im Land der unbegrenzten Möglichkeiten bohnert. Niemand kann sich mehr sicher fühlen, und vielfach haben die Amerikaner nicht mehr die größte Angst vor Terroristen, sondern vor ihrer Regierung und den Brigaden von Sicherheitsleuten, die ungefragt vom Steuerzahler alimentiert werden und vorgeben, die Bevölkerung zu schützen.

Dass der Geheimdienst, der oft, diesmal aber deutlich, am äußersten Rand der Legalität operierte, den Facebook-Eintrag eines 13-Jährigen ausmachte und ihm hernach höllische Angst einjagte, wirft ein helles, hingegen kein gutes Licht auf die großen Social Networks. Hat Mark Zuckerberg, Facebook-Gründer, einen Deal mit der NSA oder anderen Geheimdiensten? Wie sieht es mit Google, Apple, MySpace, YouTube, eBay und vielen anderen Online-Multis aus? Und wie sieht es mit der Ausspähung von deutschen Online-Medien aus?

Vito LaPinta weiß noch nicht, dass in den US-amerikanischen Datenbanken nichts gelöscht wird. Spätestens dann, wenn aus dem Kind ein Mann geworden ist und er trotz guten College- oder Hochschulabschlusses keinen Job bekommt oder sich seinen Eintrag von 2011 bei Bewerbungsgesprächen vorhalten lassen muss, weiß er, dass er in einem undemokratischen Land aufgewachsen ist.

© Liz Bremer

© GeoWis (2011-05-18)

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