GEOWIS Logo
GeoWis ONLINE-MAGAZIN
23. Oktober 2017
Home |  Login | Kontakt | Verlag | Links   
Download-Archiv
eBook/eText Downloads
Science & Technology
Selected Portraits
Artikel & Reportagen
- Afghanistan
- Angola
- Argentinien
- Australien
- Austria
- Auto-Legenden
- Bangladesh
- Burma
- China
- Deutschland
- Dnemark
- EU
- Frankreich
- Georgien
- Griechenland
- Haiti
- Honduras
- Indonesien
- International
- Italien
- Japan
- Kuba
- Liechtenstein
- Literatur/Kunst/Musik/Medien
- Mexiko
- Niederlande
- Nigeria
- Paraguay
- Peru
- Polen
- Schweden
- Schweiz
- Serbien
- Spanien
- Sport
- Syrien
USA
- Venezuela
- Vietnam
- Zimbabwe
- thiopien
Deutsche Sprache
Meinungen
Musik
Rezensionen
Film
Interviews
Schnellsuche
 
Verwenden Sie Stichworte, um einen Beitrag zu finden.
Erweiterte Suche
Ankündigung

Kostenlose Downloads (Auswahl)

Demographie: Que sera, sera. The future's not ours to see. Die BBR-Bevölkerungsprognose in Konfrontation mit der Realität. Von Hansjörg Bucher und Claus Schlömer

Stefan Z. Dmochowski - The Olowo of Owo

Klaus von Bröckel - Djibouti: 18. März 1987

Lesetipps

Tourismus

Wohin geht die Reise? >>

Reisen im Geburtsland Makesis >>

China-Reportagen

Chongqing - Stadt im Nebel >>

Chongqings Altstadt Ciqikou >>

Carrefour in China >>

Diaoyucheng, Hechuan >>

Beijing by Bike >>

Der chinesische Traum 1 >>

Der chinesische Traum 2 >>

Der chinesische Traum 3 >>

Spanien-Reportagen

Paxe Ryanair, Iberia! >>

High Speed Tag und Nacht >>

Der Tod kommt zweimal >>

Tarragona - Baila conmigo >>

Málaga - Glut des Südens >>

Japan-Reportagen

Hakone >>

Hakone Open Air Museum - Im Reich der Skulpturen >>

Frankreich-Reportagen

Nizza - Zwischen Arm und Reich >>

Vence - Kultort der Kultur ... >>

Nizza - Champagner muss sein >>

Côte Basque - Saint-Jean-de-Luz >>

Mauerfall-Reportagen

"Ich werd' bekloppt!" >>

"Keine Ahnung, wie die lebten" >>

"Wir wollen die D-Mark!" >>

Weitere Beiträge:
USA: Hurrikan Sandy hat viel Leid ber die Ostkste der USA gebracht und die Nation wachgerttelt. Nun soll gehandelt werden. Teil 2
USA: Hurrikan Sandy zeigt, wie ignorant die Vereingten Staaten von Amerika gegenber dem Klimawandel sind und wie wenig sie aus vorherigen Naturkatastrophen gelernt haben. Teil 1
Facebook-Brsengang: Folgt auf den Hype um das Zuckerberg-Imperium bald dessen Absturz? Die bisherige berlebensdauer von einst gehypten Social Networks legt dies nahe
Apple: iPad - Wer hat's erfunden, wem gehren die Namensrechte fr China-Mainland und was hat Sequoia Capital damit zu tun? Ein Blick hinter die Kulisse
Apple: iGod im Himmel, oder auch nicht - Steve Jobs erlag seinem Krebsleiden
9/11 - Das Blaue vom Himmel, Teil 2
9/11 - Das Blaue vom Himmel, Teil 1
USA: Hysterie von Behrden und Sicherheitsdiensten driftet ins Irrationale ab. Jngstes Beispiel: Ein 13-Jhriger Facebook-User, der auf Grund seiner uerungen erwachsen zu wirken schien, wurde illegal verhrt
USA: Die Ttung Osama bin Ladens - US-Prsident Obama setzt sich ber das Vlkerrecht hinweg
Apple: Steve Jobs ist erneut erkrankt und versetzt Anleger und Fans in Schrecken
USA: Oil Spill im Golf von Mexiko - Judge Martin Feldman hat Anfang der Woche Obamas Moratorium zum Offshore-Drilling-Stop aufgehoben. Ist der Richter befangen, weil er Aktien an Energiekonzernen hlt?
USA: In Kalifornien werden Stimmen gesammelt, um die Legalisierung von Marihuana zu erreichen
Portrait: Adam Ezra Group
Kalifornien rechnet mit Meeresspiegelanstieg bis 1,4 Meter
Kalifornien: Schwarzenegger plant harte Einschnitte
Marie-Monique Robin: Monsanto, mit Gift und Genen
Apple: Was ist los mit Steve Jobs?
US-Finanzkrise: Diktatur des Monetariats
Kalifornien: Schwarzenegger soll abgewhlt werden
GeoWis-Serie Politischer Film (4): Syriana
Clinton droht Iran mit Krieg und siegt knapp in Pennsylvania
GeoWis-Serie Politischer Film (3): Dr. Strangelove
USA: Hetzliste gegen Schauspieler und Filme
Bremer, Liz/Jochen Henke: Das andere Amerika
TV-Kritik: Die Schattenmacht
Bremer, Liz: Major 'Hot Lips' ist 70
Portrait: Ashley Judd - "Ich trage keine Pelze"
Marshall-Inseln nach den Fallouts
Brenthuser, Nina: Jolie/Pitt - Die Adoptionsprofis
Portrait: Anne Hathaway - Die Konsequente
Henke, Jochen: Apple ein fauler Apfel?
Milton Friedman - Nachruf von Tom Geddis


Milton Friedman - Nachruf von Tom Geddis

Milton Friedman

31.07.1912 - 16.11.2006

Ein Nachruf

Von Tom Geddis (2006-11-17)

Sein Kumpel George Joseph Stigler, Nobelpreis für Ökonomie 1982, starb bereits 1991 im Alter von 80 Jahren. Stigler und Friedman standen synonym für den in wirtschaftswissenschaftlicher Lektüre verankerten Begriff Chicago Boys. Der Terminus erhielt seine Prägung durch eine Gruppe lateinamerikanischer, in der Mehrzahl chilenischer Denker, die an der Chicago School of Economics ihre Wirtschaftsabschlüsse machten, dort lehrten und dann in ihren Heimatländern ihre Theorien und Konzepte - ökonomisch den Monetarismus, politisch das freie Spiel der Kräfte des Marktes, auch Neoliberalismus genannt - umsetzten und in Wirtschaft und Politik Karriere machten.

Friedman, dessen radikal-liberale Ansichten insbesondere in der Wirtschaftstheorie sich bereits bei Friedrich August von Hayek (The Road to Serfdom) ausmachen lassen, spaltete die Ökonomen in zwei Lager. Er und seine Mitstreiter hielten nichts von der Intervention des Staates in konjunkturschwachen Zeiten, wie es John Maynard Keynes vorschlug, auf dessen Theorien etwa die soziale Marktwirtschaft der Bundesrepublik Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die Mitte der 1990er Jahre fuβte.

Der Staat habe sich rauszuhalten, der Markt würde konjunkturelle Schiefen regeln und bereinigen. Einer seiner zeitlebens wirtschaftswissenschaftlichen Kontrahenten, der in Kanada geborene Keynesianer John Kenneth Galbraith (The Affluent Society; The Culture of Contentment), im April dieses Jahres im Alter von 98 Jahren verstorben, hielt nichts von den Monetaristen und deren Theorie der Geldmengenzirkulation als korrektives Marktsteuerungsprinzip.

Galbraith wies dem Staat eine tragende Rolle in der Wirtschafts- und Konjunkturpolitik zu, Friedman dem Geld. Konjunkturbelebenden Eingriffen des Staates erteilte Friedman stets eine Absage. Seiner Ansicht nach muβten sie zur Staatsverschuldung führen. Roβkuren, wie sie Groβbritannien unter der Eisernen Lady Margaret Thatcher oder einige lateinamerikanische Staaten, etwa Mexiko unter Carlos Salinas de Gortari, Argentinien unter der Militärjunta, Uruguay unter Aparicio Méndez, Chile unter Augusto Pinochet oder Holland unter Ruud Lubbers durchgemacht haben, gehen auf ihn zurück.

Nun ist Milton Friedman, der Vater der Chicago Boys, gestorben. Mit seinem wirtschaftstheoretischen Vermächtnis aber, das auf Ausbeutung der globalen Bevölkerungen gerichtet ist, werden sich noch Generation auseinanderzusetzen haben.

© Tom Geddis

© GeoWis (2006-11-17; 17:50:11)

Anzeige