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Kalifornien rechnet mit Meeresspiegelanstieg bis 1,4 Meter
[434]

Finstere Prognose

Eine jüngst erschienene Studie zum Anstieg des Meeresspiegels sagt für Kaliforniens Küstenregionen und für den Staat und seine Bürger deutliche wie beispielhafte Veränderungen voraus.

Von Uwe Goerlitz (2009-03-17)

Man kann Kaliforniens Regierungschef Arnold Schwarzenegger vieles vorwerfen. Etwa, dass er im Herbst des letzten Jahres nur mit Mühe und reichlicher Verspätung seinen Staatshaushalt vorzulegen imstande war (GeoWis berichtete) und vor wenigen Wochen ein Konsolidierungsprogramm durchs kalifornische Parlament boxte, das harte Einschnitte in die Sozial- und Infrastrukturprogramme zeitigt und Steuererhöhungen beinhaltet.

Eines aber wird man ihm kaum vorwerfen können: dass er sich während seiner Amtszeit nicht genügend um den Umweltschutz und die Herausforderungen des längst sich im Gange befindenden Klimawandels gekümmert hätte. Beides sind Kernelemente seiner Agenda, und er wird bisher nicht müde, sich daran abzuarbeiten.

 Den wirtschaftlich potentesten Bundesstaat der USA, dem der Musiker Albert Hammond 1973 eine heute wie ein Gleichnis wirkende Hymne mit seinem Welthit It never rains in Southern California bescherte, träfe es massiv, wenn sich die Prognosen bewahrheiten sollten, die sich in einer vor kurzem vorgelegten Studie des Pacific Institute wiederfinden.

Darin heißt es, der Meeresspiegel vor Kaliforniens Küste könne bis Ende des 21. Jahrhunderts um bis zu 1,4 Meter ansteigen ("4.6 feet").

Zuletzt war für die Region vom UN-Intergovernmental Panel on Climate Change ein Anstieg von knapp 60 Zentimetern prognostiziert worden, immerhin eine Verdreifachung gegenüber dem Zeitraum des 20. Jahrhunderts.

Die nun vorgelegte, von der California Energy Commission, dem Ocean Protection Council und der Metropolitan Transportation Commission in Auftrag gegebene Studie stützt sich auch auf die Berechnungen und Modelle eines Forscherteams der Scripps Institution of Oceanography an der Universität von San Diego, das der Meteorologe Daniel Cayan leitete.¹ Die Wissenschaftler hatten hierzu auch den Rückgang des Grönland-, arktischen und antarktischen Eises und das Kalben von Gletschern miteinbezogen.

Weitere Forschungsinstitute, Wissenschaftler und Behörden, auf deren Zuarbeit oder Daten sich die Autoren beziehen, sind die Bay Conservation and Development Commission, das California Department of Transportation, den National Oceanographic and Atmospheric Administration's Coastal Service, die United States Geological Survey, und einige mehr.

Was ein Anstieg des Meeresspiegels auf 1,4 Meter bedeutete, legen die Autoren der Studie szenarisch dar. Zwar dominieren an Kaliforniens Küstenlinie die unbewohnten Regionen, dort wo das Meer an Steilküsten tost oder landeinwärts auf kurze Sand- oder Kieselstrände trifft und selbst ein solcher Anstieg des Meeresspiegels kaum Schaden anrichtete. Doch es gibt ausreichend Küstenregionen, in denen dies nicht der Fall ist.

Besonders die Metropolitanregion Bay Area mit den Großstädten San Francisco und Oakland gehört zu den extrem gefährdeten Gebieten. Auch die Mission Bay und South San Diego Bay, die der Metropole San Diego vorgelagert sind, wären betroffen, ebenso sämtliche Sumpf- und Feuchtgebiete und Marschland.

Die Folgen entlang vieler Bereiche der insgesamt gut 3.300 Kilometer betragenden Küstenlinien wären dramatisch, "wenn nicht Gegenmaßnahmen ergriffen würden". Rund eine halbe Million Menschen verlören ihre Häuser und Wohnungen und müssten rechtzeitig umgesiedelt werden. Allein der Verlust der Grundstücke nebst Bauwerken wird auf 100 Milliarden Dollar (ca. 112 Mrd. €)² geschätzt. Die Flughäfen von San Francisco und Oakland stünden genauso unter Wasser wie zirka 5.600 Kilometer Straße und 450 Kilometer Schiene.

Zudem befinden sich der Studie zufolge gegenwärtig 29 Kläranlagen, 30 Kraftwerke, 140 Schulen, 330 Giftmülldeponien, mehrere Krankenhäuser, Feuerwehren, Polizeistationen und weitere gefährdete Infrastruktur im Einflussbereich des prognostizierten Meeresspiegelanstiegs, der nicht nur die Küstenlinien veränderte, sondern auch gehörige Schäden für Umwelt, Flora und Fauna nach sich zöge.

 Fast alltäglich auf den Ozeanen, im Speziellen in Küstennähe und besonders im Einzugsgebiet von Hafenstädten stattfindende Unfälle könnten die Problematik um den Umstand einer Havarie noch bereichern. In der Bay Area havarierte in größerem Ausmaß zuletzt im November 2007 der koreanische Kontainerkoloss Cosco Busan mit einem Brückenpfeiler.

In der Folge lief Diesel aus, das ein Seevögelsterben und die Kontaminierung von Stränden nach sich zog - somit auch Kosten, die nur durch den Einsatz von freiwilligen Helfern nicht gänzlich zu den Steuerzahlern durchgereicht werden mussten.

Bereits ein Anstieg von 60 Zentimetern würde in Deltabereichen zu mehr Salzwassereindringung ins Süßwasser führen und die dortige Fauna und Flora sowie die Fischbestände verändern, wie das kalifornische Department of Water Ressources (DWR) befürchtet.

Der Anstieg um 60 Zentimeter könnte - ausgehend vom Pegel des Jahres 2000 - bereits in 50 Jahren erreicht sein. Bei einem Anstieg auf 1,4 Meter bis zum Ende dieses Jahrhunderts dürften die Veränderungen noch dramatischer ausfallen. Im Bereich der Süßwasserfließgewässer wären die Flussdeltas und davon einschneidend das Sacramento-San Joaquín-Flussdelta betroffen.

Die Kosten zur Erweiterung des Küstenschutzes - ca. 1.800 Kilometer Deichbau und Dämme - unter diesen veränderten Vorzeichen beliefen sich auf etwa 14 Milliarden Dollar, zuzüglich 1,4 Milliarden jährlich, um sie zu unterhalten, wie die Studie ausweist. Womöglich sind all diese Aufwendungen noch zu konservativ gerechnet. Zumindest sind es nicht die einzigen, die auf Kalifornien im Zusammenhang mit dem Klimawandel zukommen.

Wie sehr dieser sich regional künftig auswirken könnte, hängt unmittelbar von der Stärke bzw. Höhe des Meeresspiegelanstiegs ab. Nach wie vor streiten sich die Fachleute - Klimakundler, Geophysiker, Meteorologen, Mathematiker - um vielerlei Details, insbesondere um die Ursachen und um die weltumspannenden regionalen Auswirkungen.

 Zwar ist es notwendig, die Ursachen benennen zu können, noch notwendiger jedoch sind unverzüglich zu ergreifende Maßnahmen, um die Haushalte sukzessive zu belasten, damit später nicht gigantische Kosten binnen kürzester Zeit auf die jeweiligen Volkswirtschaften zukommen.

Auf dem 4. Extremwetterkongress, der vor drei Wochen in Bremerhafen stattgefunden hat, konnte sich die dort versammelte Fachschaft immerhin darauf einigen, dass der "Klimawandel immer noch da ist, wenn die Wirtschafts- und Finanzkrise" vorbei sei, wie der Leiter des Instituts für Wetter- und Klimakommunikation (IWK), Frank Böttcher, kundtat.

Böttcher, Veranstalter dieses mit dem unter Klimatologen nur gelittenen Begriff 'extrem' versehenen Kongresses und Betreiber der Webseite wetterspiegel.de, auf der er im Mai 2008 bekanntgab, dass Anfang des Monats auf Hawaii mit 387 ppm (parts per million) die höchste atmosphärische Kohlendioxid-Konzentration seit 650.000 Jahren gemessen wurde, hatte einige hochkarätige Vortragende aufzubieten. Am Ende stand für Deutschland eine Summe, die den Kaliforniern Tränen aus den Augen kullern lassen müssten.

 20 Milliarden Euro sollte Deutschland jährlich aufbringen - was 1,8 Billionen bis 2100 hieße -, um die Erderwärmung maßgeblich auf zwei Grad Celsius bis zum Ende des Jahrhunderts begrenzen zu können, so der Leiter des in Kiel ansässigen Leibniz-Institut für Meeresforschung, Mojib Latif.

Diese könnten sogar als Investitionen in die Aufrechterhaltung gegenwärtigen Wohlstands betrachtet werden.

Von den Kosten für Küstenschutz, den Verlusten an Süßwasserzufuhr aus den Alpen und deutschen Höhenzügen, den Folgen für die deutsche und europäische Landwirtschaft, möglicher Trink- und Brauchwasserknappheit oder Veränderung der Artenvielfalt war kaum die Rede. Ob am Ende die reinen Kosten-Nutzen-Rechnungen als handlungsorientierter Maßstab ausreichten oder auch nur relevant blieben, wird sich zeigen.

Denn während das heute künstlich ausgestoßene Kohlendioxid wohl erst in 30 Jahren in der Atmosphäre ankommt und sich kumuliert auf die Erderwärmung auswirken wird, erleben wir gegenwärtig die Folgen des auf multiplen Ursachen fußenden CO-2-Ausstoßes vergangener Epochen. Dies ist - anders als noch vor 20 Jahren - inzwischen unter Fachleuten internationaler Konsens.

Neben dem künstlich - also vom Menschen - verursachten Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid gilt immer noch die konstante Unbekannte - der Planet selbst. In der in den frühen 1990er Jahren nur kurze Zeit am Markt gewesenen Zeitschrift EARTH beschreibt Steven Zaburunov in seinem Beitrag The Carbon Cycle³, dass"wir es mit unserer ursprünglichen Atmosphäre" zu tun haben.

 Das heißt: es könnte nachhaltig ungemütlich werden und so genannte Extremwetter, wie sie auf dem Globus ständig irgendwo vorkommen, sich auch regional verfestigen. Spätestens dann ginge es nicht mehr um Kosten und Nutzen gegenzusteuernder Maßnahmen, sondern nur noch um Maßnahmen, die das Schlimmste zu verhindern versprechen.

Es ginge nicht mehr um die Defensive der einschlägigen Geowissenschaften gegenüber den Wirtschafts- und Finanzwissenschaften - wie Latif und manche Kollegen sie zur Zeit noch artig verkörpern -, sondern ums Eingemachte und um schnell umzusetzende Handlungsstrategien.

Kalifornien kommuniziert diese in großem Stil und setzt klar aufs Medium Internet und aufs Handeln im Jetzt. Westeuropäische Staaten, die wahlweise unter dem Schirm oder der Knute der EU ihr Heil suchen - zuvörderst Deutschland -, hinken zwar nicht im Technologischen hinterher, sind sogar innovativ, aber im Handeln.

Es wird zuviel debattiert, konferiert und abgewägt, obwohl schon lange klar ist, dass das globale - und damit auch das jeweils regionale - Klima sich seit eh und je stetig im Wandel befindet. Jetzt sind Macher gefragt. Leute, die auf Verdacht - Prognosen - hin Geld in die Hand nehmen und sich etwa dem Küstenschutz unter der Prämisse widmen, lieber einen Dollar oder Euro mehr in die Hand zu nehmen als einen zu wenig.

 Am Beispiel Kaliforniens lassen sich die volkswirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen ablesen, denen sich nicht mehr nur Inselstaaten wie die Malediven oder Tonga stellen müssen - von kaum über den gegenwärtig noch über den Meeresspiegel hinausragenden Küstenstaaten wie Bangla Desh ganz zu schweigen -, sondern auch die wirtschaftlich noch potenten.

Das nachhaltige negative Zusammenwirken einer Vielzahl von Faktoren im Komplex Klimawandel würde zu bisher nicht gekannten gesellschaftlichen und sozial-ökonomischen Verwerfungen führen, wenn Staaten wie Deutschland, Frankreich, die USA oder Kanada sich gemäß der gestiegenen Anforderungen weiterhin auf unterschriebene, mancherorts noch nicht mal ratifizierte Protokolleund Absichtserklärungen verließen.

Weltweit gehen seit etwa einem Jahrundert die Eismassen zurück, während der vergangenen drei Jahrzehnte teils dramatisch schnell. Auch die Gletscher und Schneezonen der kalifornischen Sierra Nevada und der Klamath Mountains, aus deren Drei- und Viertausender der Staat den Großteil seines Süßwassers bezieht.

Schmelzen sie zu schnell ab - Kalifornien rechnet mit einem Rückgang um 25 Prozent bis 2050 - oder regnet es zur Unzeit in Strömen, verursachen die Wassermassen Überschwemmungen und bescheren Wasserkraftwerksbetreibern Probleme. Kurzfristig drücken sie zwar aufgrund gestiegenen Meeresspiegels Salzwassereindringen zurück, sorgen aber für Missernten, zerstören Eigentum und Existenzen. 

Fällt wegen gestiegener Durchschnittstemperaturen weniger Niederschlag und friert somit nichts nach - oder bleibt Schnee in den Bergen aus -, sinken in den Stauseen rasch die Pegel. Treten Kälteeinbrüche zur Unzeit auf, verfrieren Gemüse- und Obst. Regnet es länger nicht und kann aufgrund nicht ausreichend gefüllter Süßwasserreservoire nicht künstlich bewässert werden, vertrocknen Gemüse- und Obst.

Gegen den sich im Fluss befindenden Klimawandel wird man sich nicht wehren, gegen den Anstieg des Meeresspiegels aber zumindest schützen können - wenn genug Geld in die Hand genommen würde. Das müssten Regierungen sich nun dringend trauen und von Kalifornien lernen.

¹ Cayan, D.R., P.D. Bromirski, K. Hayhoe, M. Tyree, M.D. Dettinger, R.E. Flick: Climate change projections of sea level extremes along the California Coast. In: Climatic Change, Special Issue on California Climate Scenarios, No. 87, S.57-S.73, 2008.

Cayan, D.R., E.P. Maurer, M.D. Dettinger, M. Tyree and K. Hayhoe: Climate Change Scenarios for the California Region. In: Climatic Change, No. 87, S.21-S.42, 2008.

² Die Autoren legen ihren Berechnungen unverständlicherweise den - mittleren - Dollarkurs des Jahres 2000 zugrunde, was in Euro etwa 112 Milliarden ausmachte.

³ Steven A. Zaburunov: As the World Breathes - The Carbone Dioxide Cycle. In: EARTH, S. 26-33, Premier Issue, Vol. 1, No. 1, January 1992. Anmerkung d. Vf. d. Artikels: Zaburunov spricht in seinem Beitrag von einer Kohlendioxid-Konzentration zu Beginn der Industriellen Revolution von ca. 285 ppm. Zu Beginn der 1990er Jahre habe sie bereits 360 ppm betragen.

© Uwe Goerlitz

© GeoWis (2009-03-17)

Weiterlesen (PDF-Download):

Studie des Pacific Institute >>

Papier des Department of Water Ressources >>

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