GEOWIS Logo
GeoWis ONLINE-MAGAZIN
18. November 2017
Home |  Login | Kontakt | Verlag | Links   
Download-Archiv
eBook/eText Downloads
Science & Technology
Selected Portraits
Artikel & Reportagen
- Afghanistan
- Angola
- Argentinien
Australien
- Austria
- Auto-Legenden
- Bangladesh
- Burma
- China
- Deutschland
- Dnemark
- EU
- Frankreich
- Georgien
- Griechenland
- Haiti
- Honduras
- Indonesien
- International
- Italien
- Japan
- Kuba
- Liechtenstein
- Literatur/Kunst/Musik/Medien
- Mexiko
- Niederlande
- Nigeria
- Paraguay
- Peru
- Polen
- Schweden
- Schweiz
- Serbien
- Spanien
- Sport
- Syrien
- USA
- Venezuela
- Vietnam
- Zimbabwe
- thiopien
Deutsche Sprache
Meinungen
Musik
Rezensionen
Film
Interviews
Schnellsuche
 
Verwenden Sie Stichworte, um einen Beitrag zu finden.
Erweiterte Suche
Ankündigung

Kostenlose Downloads (Auswahl)

Demographie: Que sera, sera. The future's not ours to see. Die BBR-Bevölkerungsprognose in Konfrontation mit der Realität. Von Hansjörg Bucher und Claus Schlömer

Stefan Z. Dmochowski - The Olowo of Owo

Klaus von Bröckel - Djibouti: 18. März 1987

Lesetipps

Tourismus

Wohin geht die Reise? >>

Reisen im Geburtsland Makesis >>

China-Reportagen

Chongqing - Stadt im Nebel >>

Chongqings Altstadt Ciqikou >>

Carrefour in China >>

Diaoyucheng, Hechuan >>

Beijing by Bike >>

Der chinesische Traum 1 >>

Der chinesische Traum 2 >>

Der chinesische Traum 3 >>

Spanien-Reportagen

Paxe Ryanair, Iberia! >>

High Speed Tag und Nacht >>

Der Tod kommt zweimal >>

Tarragona - Baila conmigo >>

Málaga - Glut des Südens >>

Japan-Reportagen

Hakone >>

Hakone Open Air Museum - Im Reich der Skulpturen >>

Frankreich-Reportagen

Nizza - Zwischen Arm und Reich >>

Vence - Kultort der Kultur ... >>

Nizza - Champagner muss sein >>

Côte Basque - Saint-Jean-de-Luz >>

Mauerfall-Reportagen

"Ich werd' bekloppt!" >>

"Keine Ahnung, wie die lebten" >>

"Wir wollen die D-Mark!" >>

Weitere Beiträge:
Katoomba, Australien: Eskalierter Streit um Skulpturen - Aboriginals sind sauer, weil eine weie Knstlerin sich an deren Heiligtmer macht
Mensing, Maik: Die Brut ist gut
Mensing, Maik: Kein Wasser


Mensing, Maik: Die Brut ist gut
[165]

Die Brut ist gut

Wird Australien 2007 von einer Heuschreckenplage heimgesucht?

Von Maik Mensing (2006-12-13)

2004 war ein gutes Jahr für die Familie der Orthoptera, zu der nach jetzigem Kenntnisstand um die 12.000 Spezies gehören. Grillen, Heimchen, Grashüpfer, Heuschrecken. Vor allem Letztere fraβen sich damals in Westafrikas Mauretanien, wo die Ernten sowieso selten üppig ausfallen, satt. Aber auch andere afrikanische Nationen waren betroffen, so der Süden Algeriens, der Senegal und Mali.

Dort sind seit diesem Oktober Behörden und Bauern wieder in Alarmbereitschaft, haben die gefräβigen Biester, in der Regel die Spezies Locusta migratoria, die Wanderheuschrecke, ordentlich Eier abgelegt (Foto links: Eier ablegende Heuschrecke), aus denen aufgrund klimatisch günstiger Bedingungen eine kaum zu beziffernde Anzahl von winzigen Gierhälsen schlüpfen wird, die erwachsen werden wollen.

Eierlegende Heuschrecke Seit Anfang November ist auch Australien auf der Hut. So hat das australische Agrarministerium, das auch für Forste und Fischerei, aber auch für Insekten- und andere Schädlingsplagen zuständig ist, je nach regionaler Ausprägung Warnungen unterschiedlicher Brisanz herausgegeben.

In seiner Veröffentlichung von vergangener Woche weist es etwa darauf hin, dass in der Region Tambo-Augathella, die im Westen des Bundesstaates Queensland nicht weit von der Great Dividing Range liegt, in den ersten drei November-Wochen die Eierablage der kleinen Monster deutlich messbar gelang und die Brut seit Ende November voranschreitet. Für die Vegetation besteht hingegen noch keine Gefahr.

Auch Untersuchungen in den Bundesstaaten New South Wales und South Australia geben dem Ministerium bisher keinen Anlass zur Sorge. Die im Erwachsenenstadium sechs bis sieben Zentimeter langen, in der Schlüpfphase nur ein bis zwei Zentimeter kurzen Proteinlieferanten haben ausreichend natürlich Feinde. Vögel zum Beispiel, die die kleinen Monster in der Masse wohl vertilgen werden.

Doch kürzlich ordentlich hinabgeprasselter Niederschlag in Queensland - vor kurzem noch fehlte es an Wasser - und in der Region in Verbindung mit dem australischen Sommer, der Temperaturen um 40 Grad Celsius mit sich bringt, haben die Bedingungen für die seit Urzeiten für Hungersnöte mitverantwortlichen Fressmaschinen, vor allem für deren Nachwuchs, bedrohlich verbessert.

Heuschrecke bei der Nahrungsaufnahme Das Gebiet steht daher seit Anfang letzter Woche unter besonderer Beobachtung. Hier ist vor allem Austracris guttolosa unterwegs, die - ausgewachsen - gut vorankommt. Doch auch die Wanderheuschrecke (Foto rechts), die auf allen Kontinenten vorkommt, ist dabei.

Haben die Tierchen erst ihren Marsch angetreten, weiden sie alles ab, was grün ist und duftet. Nicht selten nehmen sie sich im Fresswahn auch platt getrampelte Artgenossen vor. Die australischen Behörden geben sich zwar im Moment noch sachlich. Farmer betroffener Regionen allerdings bereiten sich schon auf eine mögliche Invasion vor, die im Januar oder Februar eintreten könnte.

Viel dagegenhalten könnten sich nicht. Einzig in gut vor den chitingepanzerten Proteinprotzen geschützten Scheunen könnten sie Futter für ihr Vieh einlagern, damit dies nicht verhungert. Die Heuschreckeninvasion aufzuhalten, sollte sie eintreten, wären sie nicht imstande.

© Maik Mensing

© GeoWis (2006-12-13)

© Fotos/Abbildungen: Australisches Agrarministerium; BBC; MacDonald (Titel)

Anzeige