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Krebs: Vor zehn Jahren verstarb der Mediziner Josef Issels
[300]

Klettert auf den Berg!

Der zeit seines medizinischen Wirkens umstrittene, am 11. Februar 1998 verstorbene Arzt Josef Issels galt in Fachkreisen lange als medizinisches Enfant terrible.

Von Jutta Böhmer (2008-02-13)

Er war wegen seiner Heilungsmethoden als Scharlatan verschrien worden, hatte sich aufgrund seiner radikalen Heilungsmethoden vor der Bayerischen Ärztekammer und schließlich vor Gericht verantworten müssen. Seine Klinik war geschlossen worden. Reputation erfolgte erst Jahre später, nachdem er von allen Vorwürfen freigesprochen worden war. Danach hatte es nur noch ein Jahrzehnt gedauert, bis er sich aus (der Bundesrepublik) Deutschland verabschiedete.

 Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) gilt ein Krebspatient nach erfolgter Behandlung dann als geheilt, wenn nach fünf Jahren keine Krebszellen mehr lokalisiert werden können. Diese Latte war vor gut 50 Jahren bereits hoch und sie ist es noch heute. Josef Issels übersprang sie seinerzeit zur Verblüffung der medizinischen Fachwelt. Aber er riss sie auch. Die Häme der einschlägigen Schulmediziner war postwendend gekommen.

Issels war eine schillernde Figur unter der Ärzteschaft der Nachkriegszeit. Er war unter Hitler als Sanitätsoffizier (Unterarzt) während des Zweitens Weltkriegs zunächst in der 10. Panzerdivision im Rheinland, in Belgien, Luxemburg und Frankreich aktiv gewesen, dann als Truppenarzt in der 78. Sturminfanterie in Polen. Später dann im Russlandfeldzug (Unternehmen Barbarossa).

Es gelang ihm die Flucht mit einigen Kriegskameraden, die er bis zu seiner Anlandung in Bayern fast alle überlebte. Die Fluchtgeschichte und das Weitere sind im 2001 erschienenen Buch Cancer Doctor vom britischen Autor Gordon Thomas festgehalten. Thomas verfasste dazu auch ein Drehbuch, das - nach gegenwärtigem Kenntnisstand - bisher allerdings nicht in eine Filmproduktion mündete.

Zu Issels kamen vorwiegend Krebspatienten im kritischen oder im Endstadium, denen die damalig vorherrschende Kenntnis der Medizinlehre nicht weiterhelfen konnte. Es waren Abgeschriebene. Hoffnungslose Fälle.

Es waren, zusammengefasst, Todgeweihte. Issels, geprägt von seinen Erlebnissen in Russland und seinem Ethos als Mediziner, ersann für die damalige Zeit eine so umstrittene wie radikale Heilungsmethode.

 Er betrachtete Krebs als eine 'systemische Krankheit', deren Entstehen durch eine ungesunde Lebensführung und weniger wahrgenommene oder beachtete Krankheiten begünstigt würde.

Sich im Körper befindende Infektionsherde, etwa im Mund- und Rachenraum durch faulende Zähne oder Amalgamplomben; Rauchen, vitamin- und mineralstoffarme Ernährung, zu wenig Bewegung. Erkenntnisse, die heute Allgemeinwissen sind.

Hier setzte Issels Methode in Kombination mit Medikamenten an, wobei er die Verabreichung von Sucht erzeugenden Schmerzmitteln, wie etwa Morphium, weitgehend vermied. Er nannte seine Methode Ganzheitstherapie, die allerdings dem Patienten alles an noch vorhandener Kraft abverlangte. Seine Medikationen bestanden zum Teil aus damals umstrittenen Mitteln, deren Nebenwirkungen oft enorm waren.

Er verordnete seinen Patienten rigoroses Durchhaltevermögen, setzte auf deren Willen, einerseits, und auf deren Überlebenskraft und -strategie, andererseits. Er trieb sie sommers wie winters die Berge hinauf. "Go and climb a Mountain", hat der ehemalige BBC-Reporter und Dokumentarfilmer Gordon Thomas vor gut 40 Jahren eine von der BBC finanzierte Dokumentation betitelt. Issels verlangte seinen Todgeweihten neben psychischen damit auch enorme physische Leistungen und Alltägliches ab.

 Das war kühn, und schien dennoch nur eine Vorstufe dessen zu sein, was Issels als "kraftvolles Bewusstsein" von seinen Patienten erwartete. Sie sollten leiden und ihr Leiden ausschwitzen. Krebspatienten aus aller Welt - wohlhabend in erster Regel -, mit Hubschraubern eingeflogen zur Issels-Klinik in Rottach-Egern (Ringberg-Klinik), unterzogen sich der radikalen, geradezu revolutionären Therapie. Sie hatten nichts mehr zu verlieren. Viele gewannen noch Jahre.

Um 12.000 todgeweihte Krebspatienten hatte Issels behandelt, bevor er im Alter von 68 Jahren 1975 seine Klinik schloss, dann noch zehn Jahre in Bad Wiessee praktizierte und schließlich mit 78 nach den USA ging, um dort mit Hilfe seines Sohnes und seiner Frau eine Privatklinik zu gründen.

Seine Heilungsquote unter den tausenden, von anderen Krebsspezialisten zu ihm geschickten oder von selbst gekommenen Patienten war im Vergleich zu damaligen UN-Statistiken weit über Durchschnitt.

Die meisten seiner Patienten verstarben innerhalb der UN-Fünf-Jahresspanne. Doch viele, denen nur wenige Wochen oder Monate prognostiziert worden waren, lebten noch lange Jahre. Einige erfreuen sich ihres Lebens noch heute.

© Jutta Böhmer

© GeoWis (2008-02-13)

Webseite: issels.com

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