GEOWIS Logo
GeoWis ONLINE-MAGAZIN
25. Juni 2018
Home |  Login | Kontakt | Verlag | Links   
Download-Archiv
eBook/eText Downloads
Science & Technology
Selected Portraits
Artikel & Reportagen
- Afghanistan
- Angola
- Argentinien
- Australien
- Austria
- Auto-Legenden
- Bangladesh
- Burma
- China
Deutschland
- Dnemark
- EU
- Frankreich
- Georgien
- Griechenland
- Haiti
- Honduras
- Indonesien
- International
- Italien
- Japan
- Kuba
- Liechtenstein
- Literatur/Kunst/Musik/Medien
- Mexiko
- Niederlande
- Nigeria
- Paraguay
- Peru
- Polen
- Schweden
- Schweiz
- Serbien
- Spanien
- Sport
- Syrien
- USA
- Venezuela
- Vietnam
- Zimbabwe
- thiopien
Deutsche Sprache
Meinungen
Musik
Rezensionen
Film
Interviews
Schnellsuche
 
Verwenden Sie Stichworte, um einen Beitrag zu finden.
Erweiterte Suche
Ankündigung

Kostenlose Downloads (Auswahl)

Demographie: Que sera, sera. The future's not ours to see. Die BBR-Bevölkerungsprognose in Konfrontation mit der Realität. Von Hansjörg Bucher und Claus Schlömer

Stefan Z. Dmochowski - The Olowo of Owo

Klaus von Bröckel - Djibouti: 18. März 1987

Lesetipps

Tourismus

Wohin geht die Reise? >>

Reisen im Geburtsland Makesis >>

China-Reportagen

Chongqing - Stadt im Nebel >>

Chongqings Altstadt Ciqikou >>

Carrefour in China >>

Diaoyucheng, Hechuan >>

Beijing by Bike >>

Der chinesische Traum 1 >>

Der chinesische Traum 2 >>

Der chinesische Traum 3 >>

Spanien-Reportagen

Paxe Ryanair, Iberia! >>

High Speed Tag und Nacht >>

Der Tod kommt zweimal >>

Tarragona - Baila conmigo >>

Málaga - Glut des Südens >>

Japan-Reportagen

Hakone >>

Hakone Open Air Museum - Im Reich der Skulpturen >>

Frankreich-Reportagen

Nizza - Zwischen Arm und Reich >>

Vence - Kultort der Kultur ... >>

Nizza - Champagner muss sein >>

Côte Basque - Saint-Jean-de-Luz >>

Mauerfall-Reportagen

"Ich werd' bekloppt!" >>

"Keine Ahnung, wie die lebten" >>

"Wir wollen die D-Mark!" >>

Weitere Beiträge:
Der Fall Oppermann: Thomas Oppermann sieht Edward Snowden als Belastung der Beziehungen zwischen Deutschland und den USA
Bundesgerichtshof (BGH) begrenzt Rechtsanwaltsgebhren bei Terminsgebhr
Bundesprsident Gauck fordert aktiveres internationales Engagement von Deutschland und gert massiv unter Beschuss. Um die Interpretationshoheit seiner Worte wird gestritten
Orkan Christian: Die Deutsche Bahn gibt alles, Taxifahrer erweisen sich als stur und die Sturmgeschdigten helfen sich selbst
Essen: Unwetter am Pfingstmontag: In Werden haben die Veranstalter das traditionelle Pfingst-Open-Air womglich in Kenntnis der Unwetterwarnung stattfinden und sogar noch MC Fitti auftreten lassen. Tausende strandeten hernach
Verkehr: Dobrindt will "scharfstellen". Die PKW-Maut soll ab 2016 in Kraft treten.
Deutschlandbilder: Ribbeck im Havelland
Deutsche Bahn: Gegen das mgliche Vorstandsmitglied Ronald Pofalla formiert sich Widerstand. Korruption made in Germany wird sichtbar
Abhrskandal: Angela Merkel entdeckt fr sich das Wesen der Brgerrechte, seit bekannt wurde, dass die NSA ihre Handy-Kommunikation abfischte. Statt gegen die US-Cowboys durchzugreifen, versteckt sie sich hinter der EU und will nun eine UN-Resolution
Bundestagswahl 2013: Versorgungsmentalitt in Berlin - Sechs Stellvertreter fr Lammert
Bundestagswahl 2013: Am Absturz der FDP zeigt sich, wie eine Partei im Gestern gefangen bleiben kann. Will sie einen Neuanfang, muss sie erst ber Inhalte, dann bers Personal nachdenken
Bundestagswahl 2013: Angela Merkel gewinnt souvern. UN-Wahlbeobachter waren nicht dabei
Bundestagswahl 2013: Linke im Aufwind, SPD und Grne im Sinkflug, Piraten und FDP in schwerer See
Fritz Rau ist tot. Er war ein legendrer Konzertveranstalter und fr viele heute als Mega-Bands apostrophierte Kombos das Sprungbrett
Glaube und Zensur: Die Trennung von Kirche und Staat in Deutschland existiert nicht, wie man an der Bestrafung fr die Auffhrung des Films 'Das Leben des Brian' der Bochumer Atheisten feststellen kann. Eher herrscht Krieg
Hochwasser in Deutschland: Neue Helden nicht nur am Firmament, sondern vor Ort - Generation Gummistiefel
Ein Tag Live beim WDR Dortmund. Besonderes Highlight: Claus Dieter Clausnitzer
Hochwasser in Deutschland: Die Rufe nach einschneidenden Manahmen zum Hochwasserschutz werden lauter
Berlin: Der Ex-Chef von Air Berlin und Bahn, Hartmut Mehdorn, soll Bau und Inbetriebnahme des Flughafens BER vorantreiben. Die Chancen, dass der Dickschdel das schaffte, stehen nicht schlecht
Deutschlands Politikerkaste - Geeignet, um das Dasein von Polit-Kabarettisten zu gefhrden
Dortmund: Landmarke Lanstroper Ei soll endlich saniert werden
Berlin: Peer Steinbrck publiziert seine Nebeneinnahmen als Redner und setzt ein erstes Zeichen zur Transparenz. Vor allem versetzt er seine Bundestagskollegen von CDU, CSU und FDP damit in eine Bringschuld
Piratenpartei: Vor wenigen Jahren wie einst die Grnen als Alternative zu etablierten Parteien angetreten, erweisen sich die Piraten als eine Ansammlung von Profilneurotikern. Ihr Bundesvorsitzender Schlmer hat dem wenig entgegenzusetzen
40 Jahre Inter-Rail - 1975: Von Essen nach Athen und zurck, aber anders als geplant. Teil 1
40 Jahre Inter-Rail - 1975: Von Essen nach Athen und zurck, aber anders als geplant. Teil 2
40 Jahre Inter-Rail - 1975: Von Essen nach Athen und zurck, aber anders als geplant. Teil 3
Tourismus: Keine deutsche Stadt zieht so viele Touristen an wie Berlin
40 Jahre Inter-Rail - Als die Jugend begann, Europa mit dem Zug zu entdecken und bis heute damit nicht aufgehrt hat. Teil 1
40 Jahre Inter-Rail - Als die Jugend begann, Europa mit dem Zug zu entdecken und bis heute damit nicht aufgehrt hat. Teil 2
Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt relativiert die Tiananmen-Tragdie und manches mehr. Man muss sich um den Raucher der Nation wohl Sorgen machen
Kastrierte Demokratie: Bundestag stimmt vor leeren Rngen umstrittenem Meldegesetz zu. Nun hat sich der Wind gedreht
Die SPD-Troika hat mit der NRW-Wahlsiegerin Hannelore Kraft veritable Konkurrenz fr die Kanzlerkandidatur bekommen. Will die Partei bei der nchsten Bundestagswahl den Kanzler stellen, muss das Loser-Trio Gre beweisen und Kraft den Vortritt lassen
Alle Segel gesetzt - Trotz manch unglcklicher ffentlicher Auftritte einiger Mitglieder, mischt die Piratenpartei die gewohnte Parteienlandschaft gehrig auf
Bundesprsident: Schmuh mit Ansage - Ex-Bundesprsident Christian Wulff bekommt Ehrensold. Entschieden wurde das unter seinem Spezi Lothar Hageblling
Deutschlands Schlapphte auer Kontrolle. Teil 2
Deutschlands Schlapphte auer Kontrolle. Teil 1
Gebraucht, aber gut - BMW 525d Touring E39
Christian Wulff ist in schwere See geraten. Ein Rettungsring ist nicht in Sicht
Kredit vom Kumpel - Bundesprsident Wulff weiter in Bedrngnis. Liegt genug fr einen Rcktritt vor?
Teure Entlassung - Berlins Ex-Justizsenator Michael Braun macht Kasse
Verkehr: Radfahrern in Deutschland droht nach wie vor Helmpflicht. Kommt bald auch die Fhrerscheinpflicht fr sie?
Waffenlieferungen: Angela Merkel und Verteidigungsminister Thomas de Maizire gerieren sich als Chief Representative Officers der deutschen Rstungsindustrie, fr die es gilt, Errungenes zu verteidigen
FDP - Eine Partei zerfleischt sich
Dortmund: Niebaum weiter in Nten - Die Dortmunder Staatsanwaltschaft wirft dem ehemaligen BVB-Prsidenten Betrug und Untreue vor
Dortmund: Rock in den Ruinen 2011 auf Phoenix-West mit durchschlagendem Erfolg
Dortmund: Niebaum in Nten. Die Rechtsanwaltskanzlei des ehemaligen BVB-Prsidenten steht beim OLG Hamm vor einem schwierigen Prozess in eigener Sache ... Update
Landtagswahl 2011 in Baden-Wrttemberg - Wie die CDU sich selbst ins Abseits manvriert, indem sie bei der Kernkraft zwischen Wahlkampftaktik, Wahrheit und Aktionismus umherwankt
Rolle rckwrts - Schwarz-gelbe Atompolitik am Abgrund
Guttenberg-Blamage: Universitt Bayreuth kmpft um ihren Ruf
Bundesmarine: Kommandant des Totenschiffs Gorch Fock muss abmustern. Dessen Vorgnger soll das Kommando bernehmen. Eine gute Gelegenheit, die Bark auf ihre letzte Fahrt zu bringen


Loveparade: Dortmund erwartet mehr als 1 Million Raver
[361]

No matter which Wetter

Die diesjährige Loveparade könnte an ihre Hochzeit von 1999 heranreichen, als sie in Berlin von 1,5 Millionen Menschen frequentiert wurde.

Von Ralf Tenhagen (2008-07-18)

Einige tausend Raver sind bereits in Dortmund angekommen und dürften am Freitagabend die Klubs der Stadt aufsuchen. Die Hotels der Westfalen-Metropole sind ausgebucht, ebenso die in und um Dortmund liegenden Jugendherbergen und Kampingplätze. Zigtausende kommen in Zimmern und Wohnungen von Freunden, Bekannten und Adhoc-Vermietern unter.

 Auch in den Nachbarstädten Bochum, Essen, Duisburg, Witten, Herdecke, Hagen, Kamen, Hamm oder Lünen gibt es kaum noch freie Hotelzimmer, weshalb jene, die sich kurzfristig entscheiden, von weiter her zur Loveparade anzureisen, es sich entweder im Auto gemütlich machen müßten, oder bis zur Rückreise durchzufeiern. Letzteres wird den meisten von ihnen nichts anhaben können.

Dortmund scheint gut vorbereitet zu sein auf das weltweit größte Musikereignis. Im ganzen Stadtgebiet wurden bereits vor Tagen etwa 1250 Toilettenhäuschen aufgestellt.

17 Sanitätszelte entlang der Paradestrecke auf der Bundesstraße 1 sind aufgebaut worden. Gut 1600 Sanitäter, 1000 Polizisten und 800 Journalisten und Berichterstatter werden ihren Dienst an der Loveparade tun. 36 Ärzte stehen bereit, darunter ein Zahnarzt.

Auch für ausreichende Beschallung ist gesorgt. 80 Großlautsprecher und 75 Basseinheiten sollen das transportieren, was Kern der Veranstaltung ist: Musik. Damit auch soviele wie möglich sich dieser vergewissern können, setzt die Deutsche Bahn neben den regulären Verbindungen um 500 Sonderzüge mit Ziel Dortmund Hauptbahnhof ein. 

Der Veranstalter unter der Leitung von Rainer Schaller rechnet mit mehr als einer Million Besuchern, die an der Party teilnehmen und den mindestens 40 Floats (Paradewagen), 250 DeeJays und Live-Top-Acts folgen werden. Es könnten durchaus deutlich mehr werden.

 Im vergangenen Jahr, als die Liebesparade in Essen stattgefunden hatte, kamen 1,2 Millionen Besucher.

Insofern ist der Mut zum Optimismus von Rainer Schaller berechtigt, der davon ausgeht, die "Loveparade 2008 in Dortmund" werde "die Party der Superlative. Rekordverdächtig."

Die Entscheidung fürs Ruhrgebiet - offiziell heißt das Ereignis 'Loveparade Metropole Ruhr' - hatte sich schon im letzten Jahr sowohl für den Veranstalter, als auch für die Städte (nach Dortmund: 2009 Bochum, 2010 Duisburg, 2011 Gelsenkirchen) als richtig erwiesen.

Rund 95 Euro habe jeder Besucher bei der letztjährigen Loveparade im Durchschnitt für Unterkunft, Essen & Trinken in der Region gelassen und ihr somit einen Bruttoumsatz von mehr als 110 Millionen Euro beschert. Auch Schaller sei zufrieden gewesen.

Nachdem der Loveparade im Jahr 2003 der Status einer 'Demonstration' aberkannt worden war, konnte der damalige Veranstalter die Riesenparty nicht mehr ausreichend gegenfinanzieren und ging pleite. 2004 kam das Aus. Zwei Jahre lang gab es keine Loveparade, bis Schaller sich der Sache annahm und eine europaweite Ausschreibung startete, die das Großstädte-Konsortium des Ruhrgebiets gewann.

 Hierbei gaben städteseits zu übernehmende kostenintensive Aperçus und organisatorische Plausibilität den Ausschlag. Dortmunds Stadtdirektor Sierau mag daher gar nicht prognostizieren, was es die Stadt koste, die Loveparade über die rund zwei Kilometer in beide Richtungen gesperrte die B-1 und viele unmittelbare Zufahrtsstraßen tanzen zu lassen. Wer nach Berlin fahren mag, muß den Hellweg nehmen; wer von Berlin nach Köln fahren mag, ebenso.

Sierau könne laut einer Äußerung im Radiosender WDR 2 keine Prognose treffen, was dieses kulturelle Ereignis die Stadt kosten werde, aber: "Die Loveparade wird uns mehr einbringen als sie uns kosten wird." Womit der Stadtdirektor, der mit seiner direkten, gelegentlich hemdsärmligen Art in Dortmund meist gut ankommt, Recht behalten dürfte.

Neben national und international renommierten Plattenauflegern, darunter Westbam, Moby, Paul van Dyke, Phil Fuldner, Virginia, Agent Schwiech, Nils König, Tom Breu oder Moguai treten auch Heroes der Szene in Live-Acts auf. Eine Band mag da besonders ziehen: Underworld.

Seit ihrem vor 15 Jahren erschienenen Debütalbum 'Dubnobasswithmyheadman' (Dub no bass with my head man) gilt die Truppe um Karl Hyde, die sich nicht scheut, von der Musik der legendären Düsseldorfer Band Kraftwerk beeinflußt worden zu sein, als konzeptionelle Innovation ihres Genres. 

Ungezählte Websites und Blogs heben auf sie ab. Dark & Long, Skyscraper I Love You, Dirty Epic - allesamt auf ihrem Debütalbum -, Kiteless (Album: Second Toughest in the Infants, 1996), Jumbo (Album: Beaucoup Fish, 1999) oder Crocodile (Album: Oblivion with Fish, 2007) gelten unter Fans der Band als Hymnen.

 Mit Underworld, die jüngst noch in Japan tourten, kommt eine Band nach Dortmund, die allein es schon wert wäre, dem Ereignis Loveparade beizuwohnen. Darüber hinaus ist der Image-Gewinn für die zuweilen noch im Rest der Republik als Underdog-Metropole geltende Stadt ob der Mega-Veranstaltung enorm.

Als der längst verstorbene Ex-Beatle George Harrison zu Beginn der 1970er Jahre vollbärtig sein zum Megahit avanciertes Lied What is Life? gesungen hatte, konnte er nicht wissen, daß 20, 30 Jahre später zumindest für ein, zwei Tage die Antwort mit der Loveparade gegeben würde. Gewiß hatte der Menschenfreund Harrison das Ruhrgebiet nicht im Mindesten auf der Rechnung.

Manche Dortmunder, die der Loveparade nichts abgewinnen können, die Stadt indes noch nicht aufgrund von Urlaubs- oder Reiseantrittenverlassen haben, nehmen sich fürs Wochenende anderes vor. Sie verpassen somit nicht nur ein fulminantes kulturelles Ereignis, sondern auch die Möglichkeit, einen bewegenden Wirtschaftsfaktor in Aktion zu sehen.

Meteorologisch scheint die morgen um 14 Uhr beginnende Loveparade unter einem eher durchwachsenen, unsteten Stern zu stehen. Doch wer interessiert sich bei einem solchen Event schon fürs Wetter?

© Ralf Tenhagen

© GeoWis (2008-07-18; 18:40:46)

Anzeige