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Feng, Hao: Asien-Spiele in Doha von China dominiert

Asien-Spiele in Doha von China dominiert

Bei den 15. Asien-Spielen in Doha räumten chinesische Sportler ordentlich ab.

Von Hao Feng (2006-12-15; 18:56)

Der Mann ist 1,88 Meter groβ, wiegt 74 kg, ist 23 Jahre alt und fliegt so scheinbar mühelos und immer elegant über die auf 110 Metern aufgestellten Hürden wie ein Pelikan übers Meer. In China gehört er zu den Superstars und kann sich vor Werbeaufträgen kaum retten. Die Rede ist von Liu Xiang, mit 12,88 Sekunden Weltrekordhalter in dieser Disziplin, errungen im Juli 2006 im schweizerischen Lausanne. In Doha war er 27 Hundertstel langsamer, doch es reichte zu Gold.

Decathlonist Liu Xiang, China Zur Zeit gibt es auβerhalb Chinas keinen Mitstreiter, den Liu zu fürchten hätte. Wie er die Holzböcke nimmt, ist lehrbuch- mäβig. Kein Stolpern, kein Hadern, konsequent zielgerichtet und ohne die in dieser Sportart vor allem bei Amerikanern auffälligen Muskelpakete spurtet er los und kann, wenn es darauf ankommt, immer noch etwas zulegen. Im Semifinale lief er magere 13,74 und lieβ seinem Landsmann Shi Dongpeng (13,71) den Vortritt. Im Finale lieβ er Shi 13 Hundertstel hinter sich. Gold und Silber ging an China.

Shi, drei Zentimeter gröβer, ein Kilo schwerer, ein Jahr jünger und nicht ganz so gazellenhaft ist daher auch der einzige ernstzunehmende Konkurrent für Liu. Den chinesischen Leichtathletikverband wird's freuen.

China dominiert die Asien-Spiele seit ihrer Entstehung. Doch so frappant wie in diesem Jahr räumten die Sportler aus dem Reich der Mitte die Medaillen noch nie ab.

307 Athleten entsandte die Volksrepublik. 316 Medaillen bringen seine Sportler mit nach Hause. Eine Traumquote. In den 426 Disziplinen holten sie 165 Goldmedaillen, 38 Prozent aller zu vergebenden. Von allen 1278 Medaillen nehmen sie 25 Prozent mit in ihre Heimat.

Asien-Spiele in Doha, 2006. Volleyball Damen: Japan-ChinaDabei war die Konkurrenz nicht nur Staffage. Bald 40 Nationen waren angetreten, um Edelmetall zu kämpfen. Doch ob Volleyball, Beachvolleyball, Damentennis, Laser Radial Open Race (s. Titelfoto, Seglerin Xu Lijia, Gold), Schwimmen, Hobie Cat, Kayak/Kanu, Schieβ- oder Kampfsportarten - in jeder Disziplin versuchte Restasien sein Glück gegen Chinesen.

139 Medaillen errangen die Männer, davon 71 goldene. Noch erfolgreicher waren die Damen, die 171 Edelmetalle verbuchen können, davon 91 in Gold.

Nun sind nicht alle Disziplinen, in denen in Doha um Medaillen gekämpft wurde, olympisch. Aber die meisten. Von den darin in Doha aufgestellten 33 Weltrekorden gehen 20 an China. Für die restlichen 13 sorgten Korea (6), Thailand, Indien, Kasachstan (je 2) und Japan (1).

Volleyballer Jiang Fudong, Doha 2006. Überhaupt sind die Sportler aus dem Land der aufgehenden Sonne deutlich unzufrieden mit ihrem Abschneiden. Zwar belegen sie im Medaillenspiegel Rang zwei, bei den Goldstücken reichte es nach Korea aber nur zu Rang drei.

Auch wenn die Asien-Spiele, vergleichbar mit den in zweijährigem Turnus stattfindenden Europameisterschaften, im deutschen Fernsehen so gut wie gar nicht präsent waren - Warum eigentlich nicht? -, sind sie von auβerasiatischen Sportlern, die 2008 die Chance haben werden, bei den Olympischen Spielen in Beijing dabeizusein, verfolgt worden. Etwas weniger im Bild, jedoch in Bezug auf die Ergebnisse.

In den von Ruβland und China bisher dominierten Disziplinen - Ruβland nimmt aufgrund seiner im geographisch-politisch zu Europa gehörenden Bereich liegenden Hauptstadt nicht an den Asien-Spielen teil -, etwa Gewichtheben, Turnen, Gymnastik oder Turmspringen gab es in Doha ebenfalls Anschauungsunterricht seitens der Chinesen. Sechs Goldmedaillen heimsten allein die vom Brett gesprungenen Männer ein. Bei den Damen sah es nicht schlechter aus. Sieben Goldmedaillen. Zuweilen muβ man sich als Konkurrent vor der Perfektion der chinesischen Darbietungen gar fragen, ob man sich nicht besser einer anderen Disziplin widmet - oder gar nicht erst antritt.

Synchronspringen in Doha 2006: Li Ting/Guo Jingjing, ChinaLängst verzeichnen chinesische Athleten auch in klassisch europäischen, sozusagen privilegierten Sportarten wie Fechten, Segeln, Tennis oder Hockey Erfolge.

So waren die Spiele in Doha denn nicht nur eine eindrucksvolle Demonstration athletischer Meisterleistungen chinesischer Sportler, sondern auch eine Götterdämmerung für die rund 160 weiteren teilnehmenden Nationen an Beijing 2008.

Insbesondere die Europäer, US-Amerikaner, Jamaikaner und Russen werden ihre Athleten zu noch mehr Disziplin und Leistung anspornen müssen, um in Beijing nicht nur Teilnahmebescheinigungen zu ergattern.

Die Verhältnisse haben sich nun auch im Sport verschoben. Auf das neue China, das erst seit seines Beitritts zur Welthandelsorganisation so richtig Gas gibt, gilt es nicht nur im Ökonomischen zu achten, sondern, und das vor allem, auch in prestigeträchtigen Bereichen, zu denen der Sport nun mal gehört.

Liu Hong (CHN), Zieleinlauf nach 20 km Gehen. Gold. Nichts wird ausgelassen. War Badminton bisher sowieso eine asiatische Angelegenheit, oft, doch nicht automatisch von China dominiert, erspielten sich die KonzentrationsspezialistInnen aus dem bevölkerungsreichsten Land der Erde drei Goldmedaillien im Snooker. 27 im Schieβen. 1 im Damenhockey. 13 in Damen-Schwimmdisziplinen. Und sogar eine - man mag es kaum glauben - im 20-Kilometer-Gehen.

Der Westen blickt, nicht nur sportlich, nach China. Und China blickt, ebenfalls nicht nur sportlich, nach Westen. Es weiβ um sein Potential und hat es nicht nötig, damit zu prahlen. Die Daten und Fakten sprechen eine eindeutige Sprache, die es andernorts zu interpretieren gilt.

Im Sportlichen fürchtet China niemanden mehr. Doch natürlich hat es Respekt. Den gröβten vor der Unberechenbarkeit, zumal der sportlichen. Einige Male hatten Athleten aus dem Land der Superlative deshalb schon an sich verzweifelt und hätten am liebsten ihre Zähne in die Platte gehauen - in die Tischtennisplatte.

Timo Boll nämlich, einer der zwei in China verehrten deutschen Sportler - Michael Schumacher, der andere, ist ja in Pension gegangen und kann in Shanghai in der F1 nichts mehr toppen -, ist das sportliche Schreckgespenst für die TTler Chinas. Korea? Unwichtig. Schweden? Schon besser, aber seit den vergangenen Zeiten des Stellan Bengtsson nicht mehr wirklich gefährlich im Welttischtennis. Österreich? Hochinteressant. Deutschland? Timo Boll. Er ist Kult in China, kann er an guten Tagen doch die ganze renommierte Riege chinesischer Pingponghelden auf die Plätze verweisen.

Boll ist daher ein gutes Beispiel, wie man sich sportlich gegen die überaus strebsamen Konkurrenten aus China behaupten kann. Nicht nur im Tischtennis. Einige Sportarten aber sind in den vordersten Plätzen auf lange Sicht wohl doch von Chinesen belegt.

BeobachteIn der Schwimmwettbewerbe, Doha 2006Die 15. Asien-Spiele waren trotz der chinesischen Dominanz innerhalb der Region ein Erfolg. Auch wenn so manche Skurrilität bei den einen Verwunderung auslöste, den Veranstaltern aber als das Normalste galt.

Doha war eine gewichtige Generalprobe für die kommenden Olympischen Spiele. Nicht nur für die chinesischen Sportler. Auch indische, thailändische, kasachische, vietnamesische oder philippinische Athleten bekamen eine Vorstellung von dem, was sie in weniger als zwei Jahren in Beijing erwartet.

Sicherlich nicht durchaus berechtigte, im arabischen Raum verbreitete Piktogramme auf Verkehrsschildern. Mehr wohl Europäern vertraute.

Verkehrsschild in Doha, 2006. Westliche Athleten müssen sich trotz der zu erwartenden hochsommerlichen Temperaturen in Beijing 2008 wohl warm anziehen. China ist im Begriff, die US-amerikanische Dominanz und auch die Ruβlands bei den Olympischen Spielen im eigenen Land zu durchbrechen.

Doping, vor allem nachzuweisendes, wird dabei eine untergeordnete Rolle spielen. Jeder Goldmedaillengewinner wird unter Aufsicht pinkeln gehen müssen. Der Anreiz zum Betrug für das güldene Metall mag zwar groβ sein, angesichts der Konsequenzen, die damit verbunden sind, aber auch äquivalent gering.

In einer wichtigen Disziplin konnte China kein Gold erringen: im Männerfuβball gewann die Mannschaft aus Quatar 1:0 gegen die Iraks das Finale. Es gibt also noch Hoffnung.

© Hao Feng

© GeoWis (2006-12-15; 18:56:05)

© Fotos: DAGOC

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