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Datenkrake Google: Angstmacher im Internet
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Der Angstmacher im Internet

Die Suchmaschine Google entwickelt sich mehr und mehr zu einem Dominator des Internets. Am Ende könnte ein Monopol dabei herauskommen - oder eine gigantische Pleite. Letzteres wäre fürs Netz gar nicht so schlecht.

Von Simone ten Breck (2009-01-31)

Lycosten, altavistaren, ottosuchen oder yahooen - derartig von Suchmaschinennamen abgeleitete Verben finden sich in keinem deutschen Wörterbuch. Googeln hingegen fand Eingang in den offiziellen Duden 1 (Die deutsche Rechtschreibung). Es kann wie jedes andere deutsche Verb konjugiert und gebeugt werden (ich google, du googelst, er, sie, es googelt, wir googeln, ihr googelt, Sie/sie googeln; ich etc. habe gegoogelt; ich werde/wurde gegoogelt; ich etc. bin/war gegoogelt worden; und so weiter).

Was für eine Weihe! Und was für ein grammatikalischer Kotau, den sich die Darmstädter Duden-Redaktion da leistete, als sie sich dem Internet in einer Weise andiente, wie man es kaum für möglich gehalten hatte! Denn mit der Aufnahme des denglischen Verbs googeln ins offizielle Wörterbuch zollten die Chef-Philologen und -Germanisten nicht nur dem allgemeinen Jargon Tribut. Sie verhalfen dem Multimilliarden-Dollar-Unternehmen auch noch zu manifestem Erkennungswert.

Dran lässt sich erkennen, wie wenig sich die - meist verbeamteten - Philologen um sprachliche, ökonomische und politische Belange einen Kopf machen. Was Jargon ist, wird früher oder später in den Duden aufgenommen. Seltsamerweise finden russische, griechische, chinesische oder japanische Verben keine Berücksichtigung, seien sie auch noch so modern.

Google freut es, wenn ohne Not vor ihm gebuckelt wird. Wettbewerber weniger. Das Unternehmen, das mit seinem Wahlspruch 'Don't be Evil' auf freundlich macht, verfolgt das Ziel, zum Internetmonopolisten in der heiklen Rubrik 'Information' zu werden. Längst sind die Google-Gründer Sergej Brin und Larry Page mit ihrer Suchmaschine im Netz das, was Bill Gates bzw. Microsoft in der Office-Software und bei PC-Betriebssystemen ist: ein Gigant.

Wären Brin/Page tatsächlich die netten Jungs aus Stanford (Kalifornien) geblieben, würden sie beispielsweise nicht allumfassende Geschäftsbedingungen aufweisen, denenzufolge ein Nutzer von Googles Diensten geradezu allem zuzustimmen hat, was der I-net-Firma aus Silicon Valley beliebt - und auch kaum ihren Drang nach einem Immermehr so rigoros verfolgen wie sie es praktizieren.

Hinter Google stecken Risikokapitalgeber, etwa Sequoia Capital, die zu den größten und einflussreichsten weltweit gehören, und von Brins/Pages Idee, eine Suchmaschine zu entwickeln, um "alle Informationen der Welt zu organisieren", wie Randall Stross in seinem im September erschienenen Buch 'Planet Google'¹ darlegt, begeistert waren. Sie dachten keine Sekunde daran, Geld in einen Dienst zu investieren, aus dem nicht eines Tages auch prächtige Renditen zurückflössen.

Die Netz-Gemeinde horchte auf, als Google recht früh nach Gründung unscheinbare Textanzeigen populär machte und auf diese Weise Umsatz generierte (AdWords). Wer an Googles AdWords-Programm partizipieren will, damit themenbezogene Textanzeigen auf seiner Webseite platziert werden, muss dem Unternehmen viel erlauben.

Zu viel, wie manches Unternehmen realisiert und sich deshalb von Googles Anzeigenservice fernhält. Denn für die mehr oder weniger erfolgreiche Anzeigenplazierung in visualisierter oder Textform bedingt sich das freundliche Unternehmen aus dem kalifornischen Mountain View aus, auch noch auszuwählen, ob es eine Webseite überhaupt in sein Anzeigenplatzierungsprogramm aufnimmt.

Selektion kommt in der Praxis allerdings kaum vor. Es muss Geld verdient werden. Weshalb die Jungs und Mädels aus Mountain View weltweit noch jede Hardcore-Seite finden und mit Werbung zu belegen versuchen. Immer öfter erleidet Google dabei Rückschläge und muss Kompromisse eingehen, um nicht vom Markt ausgeschlossen zu werden.

So in China, wo die Suchmaschine Baidu und das Portal sina.com vorherrschen. Wie die beiden chinesischen Unternehmen hatte auch Google sich zu unterwerfen und Zensur zuzulassen. What a pity, wie schade, mag man da denken. Oder auch nicht. China jedenfalls zeigte dem Suchmaschinenmulti die Grenzen auf, während der I-net-Potentat im Westen operiert, als sei der noch wild.

Die Angst vor dem Suchdienst ist - nähme man sich an Chinaein Beispiel - jedoch unbegründet. Man kann das Unternehmen in seinem Drang nach Monopol durchaus zähmen. Es macht ja auch noch nicht ausreichend Gewinn, lediglich Umsatz. Und es hat Imageprobleme mit seinem Portal YouTube, in dem permanent Urheberrechtsverletzungen begangen werden und Google dafür bilanziell und - im Zweifel - rechtlich geradezustehen hat.

Noch versucht Google, es sich leicht zu machen. Vor allem haftet das Unternehmen so gut wie gar nicht, wenn etwa Daten verloren gehen, die Nutzer ihm zwangsläufig anvertraut haben, um dessen Dienste nutzen zu können. Was mit den Nutzerdaten alles unternommen wird, bleibt unklar.

In der Standardvereinbarung von Google Apps, die allen von Google angebotenen Diensten vorgeschaltet ist, heißt es hierzu nebulös: "Von Google erfasste Informationen können in den USA und in jedem anderen Land, in dem Google oder Auftragnehmer von Google Niederlassungen haben, gespeichert oder verarbeitet werden."

Die zu einer Welt-Werbeagentur mutierte Suchmaschine, die sich die Blauäugigkeit von Millionen kleiner und mittelgroßer Webseitenbetreiber zu Nutze macht, speist sich aus eben diesen. Renommierte Unternehmen findet man selten in Googles AdWords-Programm. Warum auch?

Doch begrenzte man auch hierzulande, gar europaweit die Dominanz Googles, müsste sich das Unternehmen von seiner Arroganz verabschieden und in einen realen Dialog mit seinen Kunden und Nutzern treten. Der findet bisher nur virtuell statt. Im Zweifel ist niemand zu sprechen, außer vielleicht Angestellte in Call-Centern. Richtiger Dialog kostet Geld - und setzt Mut voraus.

In den meisten Ländern der Welt, darunter auch Deutschland, hinterfragt kaum jemand Googles Gebaren oder Geschäftsbedingungen. Man will gefunden werden im Netz. Sich mit den Robotern aus Mountain View anzulegen, könnte ja schaden.

Heilung gäbe es, sollten die Server von Google mal ausfallen: einfach Rundmailer an die eigenen Kontakte versenden, die Leute und Unternehmen anrufen, mit denen man in Kontakt treten möchte. It's not all Google! Man muss sich nicht ohne Not abhängig machen von Suchmaschinenrobotern, die von jungen Absolventen in Büros programmiert werden, die wie Kinderzimmer aussehen. Wo käme man denn dahin?

Dass der Suchmaschinengigant in die Schranken gewiesen werden kann, ist möglich, wie China vorgemacht hat. Sich als Betreiber einer Suchmaschine, die wesentlich als Roboter agiert, auf Meinungsfreiheit oder Zensur zu berufen, wie Google es tat und im Hinblick auf China positive Resonanz selbst unter sonst so intelligenten Akteuren aus Nichtregierungsorganisationen traf, ist abwegig.

¹ Einen vertiefenden Bericht über Google Inc., in dem auch ehemalige Mitarbeiter des Unternehmens sich äußern, liefert der Autor Randall Stross mit seinem Buch Planet Google - One Company's Audacious Plan to Organize Everythine We Know. Erschienen im September 2008. ISBN 978-1-4165-9265-5.

© Simone ten Breck

© GeoWis (2009-01-31)

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