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Multi-Talent Gerhard Schröder bekommt weiteren Job

Multi-Jobber Schröder

Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder hat einen weiteren Job angenommen. Diesmal in China

Von Simone ten Breck (2007-05-21)

Kanzler? Das war gestern für den Mann, der als Jungsozialist mit den Worten "Ich will hier rein" an den Absperrgittern des ehemaligen Bundeskanzleramts in Bonn gerüttelt haben soll. Er kam rein, 1998. Zwar nicht in Bonn, aber in Berlin. Und er flog raus, 2005, als seine Schwungkraft längst nachgelassen hatte und sein auch inszenatorisches Potential aufgebraucht war.

Der als Industrie-, Auto- oder Medienkanzler bekannt gewordene und gescholtene, gelegentlich brachial wie mediengerecht jovial auftretende Politikverkäufer Gerhard Schröder brauchte sich nach seiner Abwahl ebensowenig um seine Zukunft zu sorgen wie sein Pendant von den Grünen, Ex-Auβenminister Joschka Fischer. Derartige 'Urgesteine' brauchen sich nicht um die eigene Zukunft zu sorgen. Bill Clinton, Ex-Präsident der USA (1993-2001), hatte es vorgemacht.

Gerhard Schroeder in Beijing, 14. Mai 2007. Foto: XinhuaEin wenig cleverer als Clinton aber hatte Ex-Bk Schröder - irgendwie auch Kinderfreund im Ausland, dazu Mitglied des Fuβballvereins Borussia Dortmund - vor seiner Abwahl derart nützliche Kontakte geknüpft und noch einen Deal im Namen des deutschen Volkes mit dem russischen Energie-Konglomerat Gazprom eingestielt, daβ er sich künftig nicht zu sorgen braucht.

Dem Erz-Gegner (FC Schalke 04) seines angeblichen Lieblingsklubs (BVB 09) tat er damit einen Gefallen. Kann sein, daβ "der Gerd" es da nicht so genau nahm. Liebe kommt, Liebe (ver)geht. Ihm, Schröder haften viele Vergänglichkeiten und 'Exes' an.

Beispielsweiswe die Anzahl an Ex-Frauen, die er, der Nach-vorne-Strömende und stets Pulsierende, der gewissermaβen gesamtdeutsche Obermacho, hinter sich gelassen hat.

Da gibt es auch noch manchen illustren Ex-Politikpartner, etwa Peter Hartz, Ex-Personalvorstand des Volkswagen-Konzerns, der ihm zu Diensten war, und nun statt im Knast in Rente ist. Und es gibt eine Reihe von Ex-Parteifreunden, mit denen er nichts mehr zu tun hat.

Schröder, seit seines fulminanten Abgangs aus der offiziellen Politik - proklamiert im Prinzip nach der verlorengegangenen Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen im Mai 2005 - als Berater beim schweizer Ringier-Verlag auf der Gehaltsliste, ist zudem bei der New Yorker Agentur Harry Walker, die neben anderen auch Politprominenz vertritt, als Redner unter Vertrag.

Weniger einem Bewerbungsschreiben geschuldet, vielmehr aufgrund seiner persönlichen Kontakte, hat er den Job als Vorsitzender des Rates der Aktionäre der in der Schweiz registrierten NEGP, einem zum russischen Konzern Gazprom gehörenden Gremium, zu verdanken. An politischem Instinkt hat es dem Mann aus "einfachen Verhältnissen" (Schröder) selten gefehlt. An post-politischem Anstand fehlt es ihm umso deutlicher. Der Organisation Transparency International ist der Hauch des Korruptiven um Schröder offenbar entgangen.

Inzwischen scheint der Mann, der wie keiner seiner Vorgänger ein Näschen für Eigennutz hatte, geradezu animalische Witterungsfähigkeit aufwies, zur Marke gereift sein, nachdem er auch Ehrendoktortitel der Tongji-Universität Shanghai, der Universität von St. Petersburg und der Marmara-Universität Istanbul erhielt.

Selbst die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Göttingen hängte ihm die Girlande des Ehrendoktors um, wobei nicht klar ist, ob diese Auszeichnung auf die Rechenkünste oder die Berechnung des Geehrten abzielte.

Multi-tasker und Monster-jobber Schröder, vom Ex-Sponti und EU-Fossil Daniel Cohn-Bendit schon mal als Sondergesandter für Weiβrussland vorgeschlagen und von nicht näher bekannten Gönnern kolportiert, Mitglied im EU-Beirat der Rothschild Investmentbank zu werden, müβte inzwischen vor lauter Angeboten der Schreibtisch überquellen.

Gerhard Schroeder und Lu Qiutian bei der Inauguration als CCIEP-Lobbyist, 14.05.2007'Acker', so Ex-Kicker Schröders Spitzname, war Schirmherr der Fuβball-WM 2006, nicht etwa von UNICEF oder so'n Kinderkram. Er ist der erste deutsche Bundeskanzler - und hoffentlich der einzige -, der den Deutschen Medienpreis erhielt (2000), was wenig verwundert. Er ist auch der erste deutsche Ex-Bundeskanzler, der sich vermarktet, wie es Produktvermarkter, zum Beispiel für Shampoos, kaum besser zu inszenieren vermocht hätten.

Wenn die Kritik darob zu laut wird, gibt es im Zweifel noch 'Oskar-Bashing'. Einige seiner sich noch im Amt befindenden Polit-Freunde sind ihm da noch behilflich. Oskar Lafontaine, der abtrünnige Ex-Bundesfinanzminister, ist längst wieder in der Politik. Schröder wird nie wieder dorthin finden.

Er hat nun einen weiteren Job angenommen, der - "ist doch keine Frage" - auf Kontakte aus seiner Regierungsliaison mit der Kanzlerschaft zurückzuführen wäre. Vor einer Woche, das berichtet die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua, hat er einen Job als Berater beim China Center for Pharmaceutical International Exchange (CCPIE) angenommen. Warum eigentlich?

Der der chinesischen State Drug Administration unterliegende Verband fungiert nicht etwa als Drogenbekämpfungsklub, sondern als Pressure Group, zu Deutsch: es ist eine Lobby-Organisation. Ausnahmsweise mal nicht in der Schweiz registriert, auch noch nicht in der EU. Die CCPIE weiβ offenbar noch nicht, daβ Gerhard Schröder nicht mehr Bundeskanzler ist. Chinas Ex-Botschafter in Berlin, Lu Qiutian, des Deutschen mächtig, macht dazu gute Miene.

Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder scheint den 'diskreten Charme der Bourgoisie' (Luis Buñuel) vielleicht nicht verstanden zu haben, den 'süβen Duft des Mammons' jedoch sicherlich.

Nihao, qianren zongli. Jixu. (Willkommen, Herr Ex-Bundeskanzler. Weiter so!)

© Simone ten Breck

© GeoWis (2007-05-21; 20:18:27)

© Fotos: Esa (Titel); Xinhua

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