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Familiengründung: Schwedinnen im Vergleich mit Österreicherinn

Nicht Höhe, sondern Richtung

Die Kinderlosigkeit bei österreichischen Akademikerinnen hat ähnliche Gründe wie bei deutschen. Etwas anders liegt der Sachverhalt bei den Schwedinnen, wie jüngste Forschungsergebnisse zeigen.

Von Uwe Goerlitz (2007-07-26)

Man müsse "genauer hinschauen", schreibt James Vaupel, Gründungsdirektor des 1996 inaugurierten Max-Planck Instituts für demografische Forschung (MPI) im Editorial des Newsletters Demografische Forschung. Damit zielt er auf genau jene Generalisierung, wie sie seit einigen Jahren in die öffentliche Meinung transportiert wird und als mitunter stigmatisierende Phrase ihr Unwesen treibt: Akademikerinnen bekämen zu wenig Kinder.

 "Vereinfachungen sind selten dazu geeignet, Phänomene wirklich zu verstehen - auch nicht, wenn es um die Ursachen und Konsequenzen des Demografischen Wandels geht", so Vaupel, der neben seiner Tätigkeit am Rostocker MPI auch Direktor des Duke Population Research Institute (DPRI) in Durham, North Carolina, ist und für das Terry Sanford Institute of Public Policy forscht.

Vaupels Mahnung zur Differenzierung gerade in einem so einflußreichen Fach, wie die Demographie eines ist, hat Erfrischungscharakter und ist berechtigt. Der im Newsletter enthaltene Beitrag von Gerda Neyer, der sich auf ein noch zu veröffentlichendes Arbeitspapier stützt (Education and permanent childlessness: Austria versus Sweden), räumt mit Generalisierungen zum Thema auf.

Zwar wird nicht bestritten, daß der Bildungsstand von Frauen zu deren Kinderlosigkeit oder -anzahl eine Rolle spielt, jedoch wird in einem Vergleich zwischen Schweden und Österreich veranschaulicht, daß es auch um die Bildungsrichtung geht.

Beide Länder unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Einwohnerzahl, Rechtsstaatlichkeit und Modernität nicht gravierend. Bis vor 20 Jahren hatten sie bis auf einige zehntausend eine ähnliche Einwohnerzahl. In der Fläche aber bringt Schweden mit mehr als 450.000 Quadratkilometern das Fünfeinhalbfache auf. Viel Platz für die gut 9,1 Millionen Einwohner.

Die demographischen Daten sprechen dazu eine deutliche Sprache. Der Geburtenüberschuß Schwedens beträgt 1,1, der Österreichs 0,4 Promille. Und während die Fertilitätsrate bei den Schwedinnen 2006 1,85 betrug, dümpelte sie bei den Österreicherinnen bei 1,41, wie amtliche Statistiken ausweisen. Der Anteil der Alterskohorten bis 14 Jahren liegt bei den Schweden (ca. 18,2%) ebenso höher (Österreich ca. 16%), während die Kohorten der 15- bis 65-Jährigen um rund drei Prozent niedriger liegen (Schweden ca. 64,5%, Österreich ca. 67,7%; 2006). Das lange als Musterland in Europa angesehene Land skandinawische Land hat mit seinem Geburtenüberschuß erstmals wieder den Stand von 1995 erreicht.

Neben diesen Daten, die im Detail auch ökonomische Relevanz haben, ist jener Indikator interessant, der über den Grad von Schrumpfung und Wachstum einer Bevölkerung Auskunft gibt. Laut EU-Statistiken schrumpft Österreichs Bevölkerung trotz eines Bevölkerungswachstums von 0,5%, das jedoch auf Zuwanderung fußt, schneller als die schwedische, die ein - auch hier auf Zuwanderung beruhendes - Wachstum von gut 0,7% (2006) aufweist.

Die Schweden scheinen sich in ihrem Land wohl zu fühlen, zumindest suggeriert dies die gegenüber Österreich ums Sechsfache geringere Abwanderungsrate. Während dem Alpenland 6,1 von 1000 Bürgern den Rücken kehren, ist es in Schweden nur einer.

Abseits dieser allgemein zugänglichen Daten haben Neyer und ihr Kollege Hoem tiefer gegraben. Ihren Forschungsergebnissen zufolge gebären österreichische Frauen weniger Kinder, je höher der Bildungsstand sei. Bei schwedischen Frauen hingegen ist neben dem Bildungsstand auch die Bildungsrichtung entscheidend.

Interessanterweise liegt danach die Kinderlosigkeit bei Frauen, die über einen Grund- bis Hauptschulabschluß verfügen, nur unwesentlich unter der jener, die Abitur oder Hochschulabschlüsse erreicht haben. Lediglich - auf niedrigem Niveau - bei jenen Schwedinnen, die eine Ausbildung oder die Mittlere Reife abgeschlossen haben, sinkt der Pegel geringfügig. Im Mittel aber pendelt es sich bei 15 Prozent ein.

Ganz anders bei den Österreicherinnen. Bei ihnen liegt der Anteil kinderloder Frauen, die Abitur oder einen akademischen Abschluß besitzen bei knapp 25 Prozent, so das Papier, während jene mit mittlerem Bildungsabschluß in etwa mit den Schwedinnen gleichauf liegen. Bei jenen Österreicherinnen, die nach der Hauptschule Schluß gemacht haben, ist das Kinderkriegen höher ausgeprägt als bei ihren schwedischen Pendanten.

Über die Gründe, weshalb diese 'Gebärschiefe' zwischen den im Vergleich stehenden Ländern herrscht, kann bislang nur spekuliert werden. Das tun die Autoren in dem GeoWis vorliegenden Newsletter nicht. Vielmehr konzentrieren sie sich darauf, die Unterschiede nach anderen Auffälligkeiten herauszustellen, welche strukturelle Mechanismen zum Hintergrund zu haben scheinen, und stützen sich hierbei auf die Geburtenjahrgänge 1955 bis 1959.

Im eher immer noch obrigkeitsverhafteten Österreich geht es stur nach Stand; im jahrzehntelang zutiefst sozialistisch geprägten und erst in den vergangenen 17 Jahren auch liberalistisch-globalistisch aufgebrochenen Schweden nach Richtung. "Im Gegensatz zu Schweden spielt die Bildungshöhe in Österreich eine entscheidende Rolle bei der Geburtenplanung", so Neyer. Gymnasiallehrerinnen und Ärztinnen bekommen unter den österreichen Akademikerinnen vergleichsweise den wenigstens Nachwuchs.

Neyer führt Gründe an, weshalb diese Schiefe besteht. So sei Schwedens Schulbildungssystem durchlässig, wofür auch das "flexible Gesamtschulsystem" stehe, aber auch der "lebenslange Zugang zu Bildung", den die schwedische Bildungspolitik bereithält. Das "österreichische Bildungssystemhingegen trennt Schüler und Schülerinnen schon in einem frühen Alter (...) in unterschiedliche Bildungswege."

© Uwe Goerlitz

© Fotos/Abbildungen: Duke University (Vaupel); WKO

© GeoWis (2007-07-26; 09:51:52)

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