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Afghanistan: Was ist dran an den 'gigantischen' Rohstoffvorkommen, die US-Geologen im Land des Hindukusch lokalisiert haben wollen?
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Geologen als Special Forces

Die New York Times machte Anfang der Woche unter Berufung auf den ISAF-Oberbefehlshaber groß auf, indem sie auf neu entdeckte Rohstoffvorkommen in Afghanistan hinwies.

Von Nina Brenthäuser (2010-06-16)

Schlägt man ältere wie auch neuere Atlanten auf, werden für Afghanistan Kupfer und Eisenerze als Rohstoffvorkommen angeführt. Professionelle Karten weisen noch Gas und Erdöl aus. Was noch alles im Boden des klandestin beherrschten Hindukusch-Staates ist, wissen bestenfalls noch Russland, China und die USA. Wenn es stimmen sollte, was die New York Times nun weltweit verbreitete, bekäme der War on Terror in seinem zehnten Jahr nochmals ein anderes Gesicht.

Bekanntlich sind Geologen mit Instrumenten unterwegs, die nicht an Kriegsgerät erinnern. Sie hacken, bohren, sprengen und stützen sich auf Satelliten- und Infrarottechnologie. Im Zuge des War on Terror (WoT) sind US-Geologen nun aber offenbar eine eigene Special Force und sollen laut NYT Rohstoffvorkommen im Vermarktungsbereich von "einer Billion Dollar" entdeckt haben, was gegenwärtig etwa 810 Milliarden Euro entspricht und etwa dem Siebzigfachen des Bruttoinlandproduktes des seit beinahe ewig sich im Krieg und Belagerungszustand befindenden Landes.

Dass lukrative Bodenschätzevorkommen in Afghanistan ruhen, ist nichts Neues. China, das sich in den vergangen drei Jahrezehnten angeschaut hatte, was die ehemalige Sowjetunion - und anschließend die USA seit 2001 im Rahmen der ISAF mit Europäern und Ozeaniern im Schlepp - mit und in Afghanistan veranstalteten, hatte sich bereits im Jahr 2005, mitten im WoT, um Abbaukonzessionen in Anyaks Kupferminen bemüht und ist mit Afghanistan einig geworden.

Kobalt, Lithium und Gold seien nun entdeckt worden, schreibt die NYT und liefert plötzlich eine wirklich gute Nachricht an die gebeutelte US-amerikanische Heimatfront. Da freuen sich womöglich die seit der Immoblienkrise ihre Eigenheime verlorenen und verlassenen, ins Nomadentum und auf Zeltplätze getriebenen John Does samt Familie ein Loch in den Bauch und fluchen freudig: Wow! What the fuck is this? Wir sind reich! So where's the money?

Das von Opium, Baumwolle, der Textilienverarbeitung und internationalen Zuwendungen sich über Wasser haltende Land war schon immer reich und hat dies auch schon immer gewusst. Es ist nicht so, dass Afghanistan keine eigenen Geologen - und somit Fachleute - hat. Mag sein, dass die Erkenntnisse über das Kapital im Boden den jeweiligen afghanischen Regierungen bestenfalls rudimentär bekannt gewesen ist - was dann daran läge, dass sie immer nur Marionetten waren -, klar aber ist, dass es da ist.

Der US-amerikanisch gesteuerte Westen samt der zur EU gehörenden Länder weiß das. Und selbstverständlich weiß auch die NATO unter ihrem dänischen Chef Anders Fogh Rasmussen, dass am Hindukusch nur leidlich die eigene Sicherheit verteidigt wird, sondern Claims abgesteckt werden.

Die nun apostrophierten Lithium-Vorkommen, die für den Betrieb von Akkus in der Mobiltelefon- und PC-Welt so überaus wichtig seien, könnten einer der wahren Kriegsgründe sein. War on Terror? Das war gestern. Wenn überhaupt. Es geht, und das ist wahrlich keine herausragend neue Erkenntniss, um Rohstoffe. Da sind die akademisch ausgebildeten Geologen den meist mit Durchschnittsschulabschluss kämpfenden, ihren Kopf hinhaltenden Truppen aber fein voraus.

© Nina Brenthäuser

© GeoWis (2010-06-16)

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