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Tod in Afghanistan
[387]

Gestorben in der Knüste

Erneut ist heute ein Anschlag auf deutsche Soldaten in Afghanistan verübt worden. Zwei deutsche 'Wiederaufbauhelfer in Uniform' und mindestens fünf afghanische Kinder starben.

Von Nina Brenthäuser (2008-10-20)

Der Tod war laut Informationen der Bundeswehr heute gegen 13 Uhr in Gestalt eines Selbstmordattentäters gekommen. Dieser zufolge habe sich der Vorfall unweit der nord-afghanischen Stadt Kunduz - im Distrikt Char Dara - ereignet, in der die Bundeswehr vornehmlich kraft ihres ISAF-Auftrags unterwegs ist.

Zwei deutsche Soldaten und mindestens fünf afghanische unbeteiligte spielende Kinder seien zu Tode gekommen. Zu dem Attentat soll sich die laut Medienberichten "radikal-islamische Taliban" (Spiegel Online) bekannt haben. Bundesverteidigungsminister Jung (CDU) hatte sich erst am Abend zu dem Anschlag geäußert. Neben zwei toten deutschen Soldaten seien auch zwei Verletze zu beklagen.

 Die aus westlicher Sicht als "radikale islamistische Taliban" bezeichneten Kriegsgegner im gebírgigen Land am Hindukusch genießen inzwischen unter der afghanischen Bevölkerung den Status von Freiheitskämpfern, die bemüht sind, die Aggressoren in ihrem Land zu vertreiben.

Sie besitzen weder Panzer, noch moderne Waffen. Niemand unterstützt sie mit Kriegsgerät, jedenfalls nicht offiziell. Insofern bedienen sie sich direkt des von den Japanern im Zweiten Weltkrieg eingeführten Kamikaze, sterben - anders als Soldaten westlicher Armeen - bewußt für ihr Heimat, ihr Mutterland und Ehre.

Lange waren deutsche Soldaten von ihnen verschont worden, stellten sie doch zunächst ein vergleichsweise marginales Kontingent, das sich eher als Helfer in der Not, denn als Kämpfer am Hindukusch betrachtet und auch so agiert hatte. Mit zunehmender Schärfe des Krieges und der alljährlich vom deutschen Bundestag abgesegneten Erhöhung des Kontingents ging vor allem seit den vergangenen drei Jahren auch der Respekt und die Achtung für die fleißigen Brunnen- und Kindergartenbauer in Militäruniform verloren.

Zuletzt hatte dieser Euphemismus des Bundesverteidigungsministers Jung, der sich die Rhetorik seines Vorgängers Peter Struck (SPD) weitestgehend zu eigen macht, am 27. August 2008 einen deutschen Soldaten das Leben gekostet.

An Zynismus mangelt es innerhalb der Bundesregierung und des Kabinetts nicht, wenn es um die Entsendung von deutschen Soldaten in Kriegsgebiete geht und die geballte Abnickerschaft im deutschen Bundestag quasi pro forma nur noch informiert wird und kritische Fragen offenbar aus Fraktionsdisziplin gar nicht mehr gestellt werden.

Noch am vergangenen Donnerstag hatte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, Kanzlerkandidat der SPD, am Lagerfeuer im brandenburgischen Beelitz mit Vertretern des Logistikbataillons 172 gestanden, das in einer Stärke von zirka 330 Männern und Frauen nach Afghanistan abgesandt wird und dort die logistische Gesamtversorgung über die Region Kundus hinaus vornehmen soll.

Wenige Tage später herrscht erneut statische Ernüchterung unter Offiziellen, und wie ernst es Berlin inzwischen mit dem deutschen Kriegsbeitrag in Afghanistan ist, zeigt nicht nur der in dieser Hinsicht zum Ja-Sager-Verein verkommene deutsche Bundestag, sondern auch die Tatsache, daß neuerdings die Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) qua Verordnung zum Einsatz in Afghanistan herangezogen werden können. Entgehen könnten sie dieser Zwangsrekrutierung nur durch rechtzeitige Aufgabe ihrer DRK-Tätigkeit.

© Nina Brenthäuser

© GeoWis (2008-10-20)

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