GEOWIS Logo
GeoWis ONLINE-MAGAZIN
20. November 2017
Home |  Login | Kontakt | Verlag | Links   
Download-Archiv
eBook/eText Downloads
Science & Technology
Selected Portraits
Artikel & Reportagen
Afghanistan
- Angola
- Argentinien
- Australien
- Austria
- Auto-Legenden
- Bangladesh
- Burma
- China
- Deutschland
- Dnemark
- EU
- Frankreich
- Georgien
- Griechenland
- Haiti
- Honduras
- Indonesien
- International
- Italien
- Japan
- Kuba
- Liechtenstein
- Literatur/Kunst/Musik/Medien
- Mexiko
- Niederlande
- Nigeria
- Paraguay
- Peru
- Polen
- Schweden
- Schweiz
- Serbien
- Spanien
- Sport
- Syrien
- USA
- Venezuela
- Vietnam
- Zimbabwe
- thiopien
Deutsche Sprache
Meinungen
Musik
Rezensionen
Film
Interviews
Schnellsuche
 
Verwenden Sie Stichworte, um einen Beitrag zu finden.
Erweiterte Suche
Ankündigung

Kostenlose Downloads (Auswahl)

Demographie: Que sera, sera. The future's not ours to see. Die BBR-Bevölkerungsprognose in Konfrontation mit der Realität. Von Hansjörg Bucher und Claus Schlömer

Stefan Z. Dmochowski - The Olowo of Owo

Klaus von Bröckel - Djibouti: 18. März 1987

Lesetipps

Tourismus

Wohin geht die Reise? >>

Reisen im Geburtsland Makesis >>

China-Reportagen

Chongqing - Stadt im Nebel >>

Chongqings Altstadt Ciqikou >>

Carrefour in China >>

Diaoyucheng, Hechuan >>

Beijing by Bike >>

Der chinesische Traum 1 >>

Der chinesische Traum 2 >>

Der chinesische Traum 3 >>

Spanien-Reportagen

Paxe Ryanair, Iberia! >>

High Speed Tag und Nacht >>

Der Tod kommt zweimal >>

Tarragona - Baila conmigo >>

Málaga - Glut des Südens >>

Japan-Reportagen

Hakone >>

Hakone Open Air Museum - Im Reich der Skulpturen >>

Frankreich-Reportagen

Nizza - Zwischen Arm und Reich >>

Vence - Kultort der Kultur ... >>

Nizza - Champagner muss sein >>

Côte Basque - Saint-Jean-de-Luz >>

Mauerfall-Reportagen

"Ich werd' bekloppt!" >>

"Keine Ahnung, wie die lebten" >>

"Wir wollen die D-Mark!" >>

Weitere Beiträge:
Afghanistan: Was ist dran an den 'gigantischen' Rohstoffvorkommen, die US-Geologen im Land des Hindukusch lokalisiert haben wollen?
Afghanistan: Ohne Plan im Krieg. Verteidigungsminister zu Guttenberg verliert an der Heimatfront. Befrworter des Krieges wollen besseres Gert, etwa den Kampfpanzer Leopard 2
Krieg in Afghanistan: Bundestag verlngert trotz groer Ablehnung innerhalb der deutschen Bevlkerung die Stationierung deutscher Truppen am Hindukusch um ein weiteres Jahr
Afghanistan: Deutschland im Krieg, Jung im Konflikt
Tod in Afghanistan
Afghanistan: Deutschland befindet sich im Krieg, wie nun auch von berufener militrischer Stelle gesagt wird
Afghanistan: Raison de Taliban
Afghanistan: Deutsche Technokraten beten Terror herbei
Afghanistan: Blendgranaten in der Heimat


Afghanistan: Deutschland im Krieg, Jung im Konflikt
[495]
Bw_Tornado_big.gif

Zynischer Euphemismus

Bundesverteidigungsminister Franz-Josef Jung (CDU) will von einem Krieg in Afghanistan noch immer nichts wissen, obwohl - immerhin - längst auch deutsche Massenmedien den Bundeswehreinsatz am Hindukusch als solchen bezeichnen.

Von Nina Brenthäuser (2009-07-22)

Der Spiegel bezeichnet Deutschlands Kriegsbeteiligung in Afghanistan schon etwas länger nicht mehr als Friedensmission oder Wiederaufbauhilfe, sondern spricht in seiner jüngsten Online-Ausgabe von einem "Kampfeinsatz". Auch die konservative Frankfurter Allgemeine (FAZ) und einige andere deutsche Tageszeitungen scheuen sich nicht mehr, von Kampfeinsatz oder Krieg zu sprechen. Was auch sonst sollte es bedeuten, wenn schweres Gerät zum Einsatz kommt?

Angesichts nicht mehr zu leugnender kriegerischer Beteiligung der Bundeswehr im Afghanistankrieg kramen nun auch die sich sonst stets als "seriöse Medien" bezeichnenden Blätter ihr verbliebenes journalistisches Ehrgefühl heraus und versauern dem Kriegsminister den Sommer. Es darf eher als Dienst an die meist nicht ungebildete Leserschaft dieser Medien verstanden werden.

Schweres Gerät ist längst vor Ort. In Salamitaktik wurde seit 2002 Jahr für Jahr das deutsche Truppenkontingent und deren Ausrüstung - abgenickt durch das deutsche Parlament - aufgestockt. Aufklärungsmonster vom Typ Awacs zur Koordinierung der ISAF- und NATO-Soldateska sind genauso im Einsatz wie Tornado-Kampflugzeuge und nun auch Kampfpanzer.

Fünf bis zehn Jahre noch soll das Wiederausstiegsszenario dauern, folgt man SPD- und CDU-Politikern, doch wann mit dem Rückzug begonnen werden soll, bleibt im Dunkeln. Längst hat der Kriegseinsatz in der deutschen Bevölkerung keine Mehrheit mehr, wenn er sie denn je nach dem Jahr 2003 hatte.

Eher muss davon ausgegangen werden, dass Jungs Truppen die Sicherheit im Inland stark auf die Probe stellen und Anschläge, wie sie seit über sieben Jahren seitens des Ex-Innenministers Otto Schily und des gegenwärtigen Innenministers Wolfgang Schäuble hierzulande nicht ausgeschlossen werden, tatsächlich stattfinden werden.

Sind das alles üble Gesellen da am Werk, die um 82 Millionen Bundesbürger in Geiselhaft nehmen, nur um ein seit Jahrhunderten uneinnehmbares Land von seinen Dogmen zu befreien? Ja, muss man uneingeschränkt sagen. Es sind geschichtsresistente Hardliner, die Jungs, Strucks, Merkels, Schilys, Schröders, Schäubles, die vorgaben, Brunnen zu bauen, stattdessen aber Stück für Stück aufgerüstet haben, wie einst Lyndon B. Johnson und Richard Nixon in Vietnam.

Am Ende wurden sie, die Amerikaner, nach einer mörderischen, schmählichen Niederlage aus dem Land vertrieben, worunter die USA noch heute leideen. Auch die Sowjetrussen und vor vielen Jahrzehnten die Briten konnten Afghanistan nicht einnehmen und mussten sich jämmerlich zurückziehen. Weshalb sollte es den Deutschen anders ergehen?

Verteidigungsminister Jung scheut das Wort Krieg wie der Teufel das Weihwasser. Er spricht lieber von "Terroristen, die uns hier zu schaffen machen." Das muss er so sagen, schon aus Bündnistreue zur NATO. Genauso wie immer noch in zynischem Euphemismus von der Verteidigung Deutschlands die Rede ist. Das deckt das Grundgesetz. Einen Krieg deckt es nicht.

© Nina Brenthäuser

© GeoWis (2009-07-22)

Mehr zum Thema:

Blendgranaten in der Heimat >>

Herbeibetung des Terrors >>

Deutschland befindet sich im Krieg >>

Raison de Taliban >>

Gestorben in der Knüste >>

Anzeige