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Spielen um Platz 10?

Mit der Verpflichtung von Jürgen Klopp als neuem Trainer bekennt sich Borussia Dortmund dazu, auch in der kommenden Saison eher im Mittelfeld als ganz oben in der Liga mitzuspielen.

Von Simone ten Breck (2008-05-23)

Er ist der neunte Trainer des BVB 09, seit Erfolgstrainer Ottmar Hitzfeld am 30.06.1997 erst die Trainerbank der Schwarzgelben verließ, um dann noch ein Jahr als Manager beim Traditionsklub kaum etwas zu tun zu haben. Mit Hitzfelds Abschied aus Dortmund war auch die Konstanz von der Trainerbank gegangen, die zwar durch ein knapp vierjähriges Engagement von Matthias Sammer etwas unterbrochen wurde, dann aber weitgehend fort blieb.

Jürgen "Kloppo" Klopp, langjähriger Spieler und Trainer des FC Mainz 05, darf es nun ab der kommenden Saison versuchen, den BVB wieder nach oben zu bringen. Gerade schloss er die Saison in der Zweiten Bundesliga als vierter ab, verpasste so mit Mainz den Aufstieg in die Erste und war seitdem ohne Vertrag.

SaisonPunkte Platz 1
BVB
Diff.
Deutscher Meister
Platz BVB
BVB-Trainer







2007/087640 -36 Bayern 13 Doll
2006/07 70
44 -26 Stuttgart
9Röber/Doll
2004/05
77
55
-22 Bayern 7
Marwijk
2003/04
74
55
-19 Bremen
6 Sammer
2002/03
75
58
-17 Bayern 3 Sammer
2001/02
70
70

Dortmund
1
Sammer
2000/01
63
58
-5
Bayern
3
Sammer
1999/00
73
40
-23
Bayern
11
Lattek/Sam.*
1998/99
78
57
-21
Bayern
4
Skibbe
1997/98
68
43
-25
K'lautern
10
Scala
1996/97
71
63
-8
Bayern
3
Hitzfeld
1995/96
68
68

Dortmund
1
Hitzfeld**
1994/95
49
49

Dortmund
1
Hitzfeld
1993/94
44
39
-5
Bayern
4
Hitzfeld
1992/93
48
41
-7
Bremen
4
Hitzfeld
1991/92
45
45
***0 Stuttgart 2
Hitzfeld
*: In dieser Saison wurde Skibbe abgelöst; Krauss kam. Dann Lattek und Sammer.
**: Ab dieser Saison galt die 3-Punkte-Regelung.
***: In dieser Saison entschied das Torverhältnis den Titel.
Quellen: DFB; BVB. Zusammenstellung: GeoWis © 2008

Nachdem Thomas Doll mit einer Abfindung in Höhe von 450.-500.000 Euro gegangen worden war, konnte man in den vergangenen Tagen dem lokalen Flurfunk entnehmen, Klopp werde vermutlich neuer Trainer in Dortmund, zumal er der "Wunschkandidat" des Sportdirektors Michael Zorc gewesen sei.

In Mainz hatte er einst erfrischenden, modernen Fußball spielen lassen, und auch in seiner Funktion als Spielanalyst, beispielsweise während der Fußball-WM 2006, machte er mit dem Digistift eine gute Figur.

Anders als Doll, der als enthusiastischer und kumpelhafter Feuerwehrmann den BVB in der vorvergangenen Spielzeit vor dem Abstieg und auf Platz 9 rettete, in der gerade abgelaufenen aber vor allem wirrste Taktik- und Wechselspiele ablieferte, gilt Klopp als Taktikfuchs. Aber auch als Kumpeltyp, der zu lauter Ansprache neigt.

Ob der BVB mit Klopp die richtige Wahl getroffen hat, muss sich erst noch erweisen. Mutig ist sie allemal. Schließlich ist es etwas anderes, ein Spiel perfekt zu analysieren, wenn es gelaufen ist, als eine Mannschaft so zu führen, weiterzubilden und einzustellen, dass sie auch gewinnt.

Inwieweit sich Sportdirektor Zorc tatsächlich auch international umgeschaut hat, ist bislang nicht nach außen gedrungen. Mit Leo Beenhakker habe man gesprochen. Der allerdings wollte nicht. Einige dessen niederländischer Trainerkollegen hätte man aber auf jeden Fall kontaktieren können.

So Dick Advocaat, gerade mit Zenit St. Petersburg UEFA-Cup-Sieger geworden. Adrie Koster, bis Saisonende Trainer bei Ajax Amsterdam gewesen, hätte auch gut nach Dortmund gepasst. Ebenso Willem van Hanegem vom FC Utrecht, Sef Vergoossen, der mit PSV Eindhoven gerade die Erendivisie (Meisterschaft) geholt hat, oder Wim Rijsbergen, der Trinidad & Tobago von 2005-2007 trainierte.

Neben niederländischen hätte man mit ein wenig mehr als den kolportierten 1,5 Millionen Euro, die Klopp in Dortmund pro Saison verdienen soll, wohl auch andere renommierte Trainer zu einem Umzug ins Revier locken können. Etwa Alain Perrin von Olympic Lyon. José Antonio Camacho, der bis vor kurzem Benfica Lissabon trainierte. Mirko Slomka, der Schalke 04 modernes Spiel verordnet und ständig oben mitgespielt hatte. Volker Finke, der für harte und taktisch reife Linie - und für Konstanz - bekannt ist.

Möglicherweise haben sich die Verantwortlichen des BVB einmal mehr von Stimmungen und Sachzwängen bei der Trainerverpflichtung treiben lassen. Klopp ist bekannt in Deutschland. Von ihm gibt es keine Auto-, sondern "Kloppogramme". Zumindest war dies bisher der Fall, wie man auf seiner Webseite erfährt. Unter den BVB-Anhängern gilt er als gewollt.

Letzteres war auch schon bei Thomas Doll so. Klar ist, dass die Borussia einen Trainer braucht, der sich am Fußball des 21. Jahrhunderts orientiert, insofern mit modernsten Trainings-, Taktik- und Spielweisen vertraut sein muss. Auch die medizinische und die Reha-Abteilung des BVB muss in diese Modernität mit einbezogen werden.

Der Hamburger Sportverein hat gegenüber dem BVB - der ungünstigstenfalls mit Klopp einen zwar begnadeten Selbstdarsteller und Populisten eingekauft hätte, mit dem er dann in der kommenden Saison sogar um Platz 10 oder 15 spielen könnte - auf Autorität, Taktik und moderne Spielweise gesetzt und Martin Jol für teuer Geld verpflichtet.

Die Zeit der Feuerwehrmänner in der ersten Fußballbundesliga müsste vorbei sein. Wie auch die Zeit der in Personalunion multiple Eigenschaften verkörpernden Trainer. Noch Thomas Doll war nicht zuletzt auch als Motivator verpflichtet worden. Spieler motivieren zu können, wird auch Jürgen Klopp nachgesagt. Und?

Im modernen Fußball ist der Motivationstrainer längst ein eigenständiger, oft von psychologisch geschulten Fachleuten ausgeübter Beruf. Ein Profi-Fußballtrainer hat ganz andere Aufgaben. Er ist der absolute Spielchef. Gut möglich, dass Dortmunds sportliche und geschäftliche Leitung zu diesem Thema noch Lernbedarf attestiert werden müsste.

© Simone ten Breck

© GeoWis (2008-05-23)

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