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Italien trauert

Das schwere Erdbeben vom 6. April 2009 wirft einen bitteren Schatten auf die italienische Bauindustrie.

Von Maik Mensing (2009-04-07)

Italien trauert. Mehr als 200 Tote, tausende Verletzte und über 80.000 Obdachlose haben die Behörden laut der italienischen Nachrichtenagentur ANSA und der Online-Ausgabe der italienischen Zeitung La Republicca bisher gezählt. 6,3 Magnituden habe die Richter-Skala angezeigt.

 Es ist eines der schwersten Erdbeben, das der Stiefel Europas während der letzten Jahre erleben mußte. Als wären sie aus Streichhölzern gebaut gewesen, sackten Häuser in sich zusammen und begruben ihre Bewohner. Womöglich hätte eine bessere Bauweise zu weniger Toten und Verletzten beigetragen.

Vor allem in der Stadt L'Aquila, die beinahe mittig zwischen Rom und Pescara liegt, sind die Verheerungen enorm. Besonders betroffen sind auch die ländlichen Regionen. Viele Dörfer und Kleinstädte dort - etwa Onna - sind dem Erdboden gleichgemacht worden. Tausende in der Erdbebenregion haben die Nacht im Freien verbracht.

Mittlerweile mehren sich die Stimmen, daß viele der zusammengefallenen Bauwerke nicht internationalen Statikstandards entsprachen. Es sei "ein Skandal", sagte Michele Calvi, Bauwissenschaftler an der Uni Parma, der Zeitung italienischen Tageszeitung Corriere della Sera. "Wenn wir nicht endlich in den Ausbau der Sicherheit investieren, werden wir auch künftig Tote beklagen müssen."

Wie in der Türkei, in der wenig auf die Statik geachtet wird und bei Erdbeben ebenfalls reihenweise Gebäude in sich zusammenfallen, die nicht zusammenfallen dürften, sind auch in Italien die Fuscher im Bauwesen am Werk. Hier von Mafia zu sprechen, wäre noch geschönt. Seit Jahrzehnten ist bekannt, daß in den Stadtverwaltungen und Baudezernaten Italiens - aber auch Deutschlands - Schmu herrscht. Bestes und jüngstes deutsches Beispiel: der Zusammenbruch des Kölner Stadtarchivs.

Doch niemand unternimmt etwas. Staatsanwaltschaften ermitteln, mäandern eine Weile durch die Sachlage, und bringen kaum jemanden vor Gericht. Und wenn doch, dann finden die Angeklagten meist milde Richter. Auf mahnende und warnende Fachleute wird von offizieller Seite kaum gehört.

Inzwischen hat es mehrere Nachbeben in der Region gegeben. Italiens Präsident Silvio Berlusconi hat sich einfliegen lassen, um verbale Hilfe zu leisten. Die Wut mancher Opfer vermag auch er nicht zu beruhigen, zumal dann nicht, wenn sie seinesgleichen als Teil des Problems begreifen.

© Maik Mensing

© GeoWis (2009-04-07)

© Bildmaterial: ANSA

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