GEOWIS Logo
GeoWis ONLINE-MAGAZIN
19. Juli 2018
Home |  Login | Kontakt | Verlag | Links   
Download-Archiv
eBook/eText Downloads
Science & Technology
Selected Portraits
Artikel & Reportagen
- Afghanistan
- Angola
- Argentinien
- Australien
- Austria
- Auto-Legenden
- Bangladesh
- Burma
- China
- Deutschland
- Dnemark
- EU
- Frankreich
- Georgien
- Griechenland
- Haiti
- Honduras
- Indonesien
- International
- Italien
- Japan
Kuba
- Liechtenstein
- Literatur/Kunst/Musik/Medien
- Mexiko
- Niederlande
- Nigeria
- Paraguay
- Peru
- Polen
- Schweden
- Schweiz
- Serbien
- Spanien
- Sport
- Syrien
- USA
- Venezuela
- Vietnam
- Zimbabwe
- thiopien
Deutsche Sprache
Meinungen
Musik
Rezensionen
Film
Interviews
Schnellsuche
 
Verwenden Sie Stichworte, um einen Beitrag zu finden.
Erweiterte Suche
Ankündigung

Kostenlose Downloads (Auswahl)

Demographie: Que sera, sera. The future's not ours to see. Die BBR-Bevölkerungsprognose in Konfrontation mit der Realität. Von Hansjörg Bucher und Claus Schlömer

Stefan Z. Dmochowski - The Olowo of Owo

Klaus von Bröckel - Djibouti: 18. März 1987

Lesetipps

Tourismus

Wohin geht die Reise? >>

Reisen im Geburtsland Makesis >>

China-Reportagen

Chongqing - Stadt im Nebel >>

Chongqings Altstadt Ciqikou >>

Carrefour in China >>

Diaoyucheng, Hechuan >>

Beijing by Bike >>

Der chinesische Traum 1 >>

Der chinesische Traum 2 >>

Der chinesische Traum 3 >>

Spanien-Reportagen

Paxe Ryanair, Iberia! >>

High Speed Tag und Nacht >>

Der Tod kommt zweimal >>

Tarragona - Baila conmigo >>

Málaga - Glut des Südens >>

Japan-Reportagen

Hakone >>

Hakone Open Air Museum - Im Reich der Skulpturen >>

Frankreich-Reportagen

Nizza - Zwischen Arm und Reich >>

Vence - Kultort der Kultur ... >>

Nizza - Champagner muss sein >>

Côte Basque - Saint-Jean-de-Luz >>

Mauerfall-Reportagen

"Ich werd' bekloppt!" >>

"Keine Ahnung, wie die lebten" >>

"Wir wollen die D-Mark!" >>

Weitere Beiträge:
Kuba feiert 50 Jahre Revolution


Kuba feiert 50 Jahre Revolution
[397]

Gut durchgehalten

Vor 50 Jahren marschierten Fídel Castro und seine Gefährten erst in Santiago, dann in Havanna ein. Nun wird gefeiert.

Von Tom Geddis (2008-12-31)

Die Revolution hatte schon früher begonnen. Bereits am 26. Juli 1953 hatte Castro mit einigen Kämpfern die Moncada-Kaserne in Santiago de Cuba angegriffen und scheiterte kläglich. Nach zwei Jahren Zuchthaus kamen er und die anderen Verurteilten aufgrund einer Generalamnestie frei. Castro ging ins Exil nach Mexiko und plante die Revolution erneut.

 Mit 81 compadres, darunter Ernesto 'Che' Guevara, begab sich Castro dann am 25. November 1956 auf der Yacht Granma von Tuxpám, Bundesstaat Veracruz, aus auf die Reise nach Kuba, um den Inselstaat vom Batista-Regime zu befreien. Nachdem die Truppe acht Tage später, am 2. Dezember 1956, am Farbenstrand - der Playa Las Coloradas - angelandet war, sollte es noch gute zwei Jahre dauern, bis Batista aufgab und in die USA floh. Der 1. Januar wurde als Fluchtdatum festgehalten und neben dem 26. Juli zum Nationalfeiertag erhoben.

Seitdem Batista verjagt wurde, beweist Kuba Steherqualitäten. Die Revolution ist institutionalisiert, ohne eine Partei danach zu benennen, wie es etwa Mexiko seit 1917 mit dem Partido Revolucionario Institucional praktiziert, hingegen von Sozialismus nur wenig wissen wollte. Die Revolution ist gleichsam der Kleister, der in Kuba alles zusammenhält, und sie stiftet noch immer Identifikation.

Máximo líder Fídel Castro, der - ikonologisch auf einer Stufe mit Lenin, Mao, Marx, Che Guevara und Helmut Schmidt - im Juli 2006 die Regierungsgeschäfte und die erste Rolle im Staat an seinen Bruder Raúl abgab, erlebt nun etwas, das vor ihm in der jüngeren Weltgeschichte noch keinem vergönnt war: den 50. Jahrestag der eigens eingeleiteten Machtübernahme.

Grußadressen und Beglückwünschungen von Staatsoberhäuptern aus aller Welt, vor allem aus sozialistischen Bruderländern und solchen, die sich dafür halten, sind inzwischen in Havanna eingetroffen. Von Evo Morales (Bolivien), Hugo Chávez (Venezuela), Luiz Inácio Lula da Silva (Brasilien), Hu Jintao (China), Cristina Fernández de Kirchner (Argentinien), Michelle Bachelet (Chile), Rafael Correa (Ecuador), Dmitri Medwedew (Russland) und sogar vom konservativen Felipe Calderón Hinojosa (Mexiko).

 Vor allem der Januar 2009 wird mit einer Vielzahl von Feierlichkeiten gefüllt. Am 2. beginnt der nachgestellte Marsch der damaligen Revolutionäre unter dem Motto 'Karawane der Freiheit' in Santiago de Cuba.

Tausende, darunter viele Schüler und Studenten, treffen dann am 8. in der kubanischen Hauptstadt ein. Am 17. stehen Kundgebungen und Feierlichkeiten in Pinar del Río an. Dort tritt vor allem Fídel Castro auf.

Es steht für die Menge nicht zu befürchten, daß er eine sechs- oder siebenstündige Rede hält, wie er es noch vor wenigen Jahren zu leisten imstande war. Zu alt, zu krank ist der alte Kämpfer. Doch mit Bruder Raúl gehört er zu den wenigen noch lebenden Revolutionshelden und ist Geschichte beinahe zum Anfassen. 

Beide haben viele, besonders US-amerikanische Präsidenten, amtszeitlich überlebt. Che ist schon lange tot, Mao auch, Schmidt ist neunzig, Marx erfährt seit 2008 - in Deutschland - neue Popularität. Lebte er noch, könnte er sich darüber freuen, daß ein gutes Fünftel der Menschheit seine Fahne hochhält: China, Vietnam, wenige andere und ein Inselstaat mit 12 Millionen Einwohnern.

Er würde Kuba gratulieren.

© Tom Geddis

© GeoWis (2008-12-31)

Anzeige