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Jugendarbeitslosigkeit: Gärender Prozess - OECD-Studie weist brisante Zahlen aus
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Perspektivlos in die Zukunft

In der OECD ist die Jugendarbeitslosigkeit in den vergangenen Jahren weiter angestiegen, wie die Organisation jüngst bekannt gab.

Von Jochen Henke (2010-05-09)

Bereits vor mehr als einem Jahr veröffentlichte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD/Organization for Economic Co-operation and Development) eine Studie zur Jugendarbeitslosigkeit und wies auf deren Anstieg hin. Die Situation hat sich seitdem weiter verschlechtert. Danach ist ein durchschnittlicher Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit (15-24 Jahre) von 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Sie stieg von 13,1 (2008) auf 16,6 Prozent (2009).

Angel Gurría, Generalsekretär der OECD, konstatierte angesichts dieser sich hinter schlichten Zahlen darstellenden Situation, es sei im Vergleich zu den Erwachsenen (25 plus) "historisch einmalig, eine mehr als doppelt so hohe" Quote bei der Jugendarbeitslosigkeit verzeichnen zu müssen. Im vierten Quartal 2009 lag sie bei besorgniserregenden 18,8 Prozent.

Weist bereits dieser Mittelwert eine hohe Brisanz aus, so lohnt ein Blick auf einzelne Länder. Eine alarmierend hohe Jugendarbeitslosigkeit weisen alle Mitgliedsländer auf, herausragend aber Spanien (43 %), Slowenien (31,9 %), Griechenland (29,7 %), Irland (29,1%), Frankreich (25,2 %) und Italien (25,1 %).

In den vergangenen Jahren hat sich die französische Banlieu-Jugend mehrfach Luft verschafft, indem sie randalierte, Autos in Flammen aufgehen ließ und sich mit der Polizei und anderen Sicherheitskräften prügelte. Was häufig unter dem verniedlichenden Begriff 'Jugendproteste' durch die globale Medienlandschaft diffundierte, war im Kern eher Ausdruck von Verzweiflung.

Auch Studenten und Erwerbstätige waren auf die Straße gegangen, um gegen die negative wirtschaftliche Entwicklung und die mit ihr einhergehende ansteigende Arbeitslosigkeit zu demonstrieren, und zum Ausdruck zu bringen, dass die politische Kaste sich weder um die Zukunft der Mehrheit der Bevölkerung kümmere - besonders die der Jugend -, noch deren Gegenwart sozial, demokratisch, ökonomisch und perspektivisch in den Griff bekomme.

 Jugendproteste, Demonstrationen und gewalttätige Auseinandersetzungen mit der Polizei führten im Dezember 2008 in Griechenland zum Tod von Alexandros Grigoropoulos. Der 15-Jährige Schüler war von einem Polizisten erschossen worden. Danach solidarisierten sich Eltern, Lehrer, Rentner und Arbeitslose mit den Demonstranten und schleuderten dem damaligen, im Oktober 2009 dann abgewählten griechischen Ministerpräsidenten Kostas Karamanlis ihre Wut entgegen.

Dass die Radikalisierung der vom Arbeitsmarkt ausgegrenzten Jugendlichen weiter voranschreiten könnte, zeigte sich während der jüngsten Demonstrationen und gewalttätigen Auseinandersetzungen in Athen, bei denen drei Menschen ums Leben kamen, sondern lässt sich auch einem 34-seitigen Arbeitspapier von OECD-Autoren¹ entnehmen, die der Frage nachgehen, wie man im Hinblick auf die ansteigende Jugendarbeitslosigkeit "langfristigen negativen Konsequenzen einer Generation" vermeiden könne. Zu handlungsorientierten Ergebnissen, die zu einer Teilhabe am gesellschaftlichen und Arbeitsleben für die jungen Leute führen könnten, gelangen die Autoren nicht.

Dabei ist das Problem keinesfalls neu; es hat sich hingegen seit der Deregulierung von zuvor bestandenen Rahmenbedingungen, der Liberalisierung der Märkte und der Privatisierung staatlichen und kommunalen Eigentums verschärft. Darunter leiden die Bildungssysteme der OECD-Länder, allen voran das von Deutschland, das stoisch am längst überkommenen dreigliedrigen Schulsystem festhält.

Zu den strukturellen Unterschieden und Problemen in Schulsystemen kommen mangelnde Investitionen in Instandhaltungen, Modernisierungen sowie Lehrerausbildung und -qualifizierung. Als vielfach unzureichend schulisch vorgebildet, vermindern sich die Chancen dieser jungen Leute rasant, einen Ausbildungsplatz zu finden. Ähnlich ergeht es hunderttausenden jobsuchenden Hochschulabsolventen innerhalb der OECD-Mitgliedsstaaten.

Besserung ist einstweilen nicht in Sicht. Für 2010 prognostiziert die OECD einen Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit auf 19,4 Prozent, 2011 sollen es zwanzig werden. Auf einer weiteren ihrer vielen Sitzungen nimmt sich die OECD vom 20.-21. September 2010 in Oslo unter dem Motto 'Jobs for Youths' dieses Themas erneut an.

¹ Stefano Scarpetta, Anne Sounet, Thomas Manfredi: Rising youth unemployment during the crisis - how to prevent negative long-term consequences on a generation?

© Jochen Henke

© GeoWis (2010-05-09)

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