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Alles in Ordnung

Der Europabesuch von Chinas Präsidenten Hu Jintao hat sich vor allem für Frankreich gelohnt. Die einstigen Verstimmungen zwischen beiden Ländern weichen wirtschaftlichem Pragmatismus.

Von Hao Feng (2010-11-05)

Während am vergangenen Donnerstag Borussia Dortmund zu einem Europacup-Spiel bei Paris St. Germain antrat und sich ein mageres Null zu Null erspielte, war die Innenstadt von Paris teilweise abgesperrt. Dies jedoch nicht wegen des Spiels, sondern weil eine Bombendrohung zur Räumung des Eiffelturms führte und der chinesische Staatspräsident Hu Jintao samt mitreisender Wirtschaftsdelegation in der Stadt war.

Bei einem Festakt im Elysée-Palast wurden mehrere Geschäfte und Abkommen vertraglich fixiert. So soll es künftig zur Zusammenarbeit zwischen dem Louvre und der Verbotenen Stadt bei Ausstellungen sowie Konservierungs- und Restaurationstechniken kommen. Wirtschaftlich weit wichtiger ist die Vereinbarung zwischen der französischen Areva und der Guangdong Nuclear Power Corporation. Innerhalb der nächsten zehn Jahren werden die Franzosen ihr 20.000 Tonnen Uran liefern. Der Deal hat ein Volumen von ca. 2,5 Milliarden Euro (ca. US-$ 3,5 Mrd.).

Den größten Deal kann die deutsch-französisch-britische Airbus verbuchen. Hatte der Flugzeugbauer zu Ende September 2010 bereits volle Auftragsbücher für die nächsten Jahre - von 9814 Bestellungen seit Gründung im Jahr 1970 sind erst 6378 Flugzeuge ausgeliefert worden -, kam im Oktober 2010 eine Order der Hong Kong Airlines über zehn Fluggeräte der Modellreihe A330-200 Long Range hinzu. Am 3. November bestellte das in Singapur ansässige, zur Bank of China gehörende Leasing-Unternehmen BOC Aviation 30 Flieger aus der A320-Familie, wie Airbus mitteilte.

Jetzt wurde dies noch getoppt. Im Beisein des chinesischen Präsidenten Hu Jintao, des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, Großbritanniens Industrieminister Mark Prisk und EADS-Chef Louis Gallois unterzeichneten Airbus-Chef Tom Enders und der Vorsitzende der China Aviation Supplies Holding Company (CAS), Li Hai, die Lieferung von 102 Airbussen. Darunter befinden sich 66 Neubestellungen (50 aus der A320-Familie, sechs aus der A330er Serie, zehn A350XWB).

In den Standardausführungen kosten der teuerste aus der 320er Serie durchschnittlich 95,5 Millionen US-Dollar (zurzeit: € 67,8 Mio.), aus der 330er US-$ 212,4 Millionen (€ 150,8 Mio.) und aus der 350er XWB-Serie US-$ 285,2 Millionen (€ 202,5 Mio.). Zum Vergleich: Den A380 gibt es ab US-$ 346,3 Millionen (€ 245,8 Mio.).

Mit einem Seitenhieb an Airbus' größten Konkurrenten Boeing und einem etwas blumigen Lob für die eigenen Produkte sagte Enders: "Wir fühlen uns privilegiert, dass China für die Entwicklung seiner Flotte weiterhin auf Airbus-Flugzeuge setzt. Die Bestellung von Airbus' öko-effizienten Flugzeugen unterstreicht Chinas Ambition, nachhaltig zu wachsen." Knapp zehn Milliarden Euro (US-$ 14 Mrd.) ist der Deal schwer. Dafür hätte Enders sein Englisch durchaus etwas verfeinern können.

Airbus ist seit 1985 mit China im Geschäft, als man der China Eastern Airlines einen A310 verkaufte. Mittlerweile fliegen im Reich der Mitte 637 Maschinen von Airbus und repräsentieren einen Marktanteil von 43 Prozent. Bis Ende Oktober standen weitere 101 Flieger in den Auftragsbüchern. Die nun hinzuzurechnenden Bestellungen von 66 Fliegern plus der 30 aus Hong Kong erhöhten den Marktanteil auf gut 55 Prozent. 

Mit diesem Deal sichert China nicht nur zahlreiche Arbeitsplätze in den europäischen Airbus-Produktions- und Zuliefererstätten, sondern auch in der Zehn-Millionen-Metropole Tianjin, in der der A320 (für den chinesischen Markt) seit 2009 montiert wird. Auch Nicolas Sarkozy kann sich nach anstrengenden Wochen um die Durchsetzung eines höheren Renteneintrittalters und damit verbundenen Streiks freuen. Noch im Vorfeld der Olympischen Spiele 2008 in Beijing hatte er die diplomatische Keule gegen China geschwungen. Nun hat er Onkel Hu lieb, der den Franzosen Arbeitsplätze sichert.

Und das auf längere Sicht. Beträgt das Handelsvolumen mit China zu Gunsten Frankreichs laut China Daily bereits jetzt etwa 28 Milliarden Euro (US-$ 40 Mrd.), soll es sich nach dem Wunsch beider Präsidenten bis 2015 verdoppeln. 

© Hao Feng

© GeoWis (2010-11-05) 

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