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Jet Airways - Star am Himmel
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Star am Himmel

Im August brachte GeoWis ein zweiteiliges Portrait über die reisefreudige japanische Geschäftsfrau und Künstlerin - Hammy - Yu Onoe. Im folgenden Gastbeitrag stellt sie uns ihre Lieblingsfluggesellschaft vor.

Von Yu Onoe (2010-12-12)

Jedesmal wenn ich höre, Japan Airlines (JAL) sei ein großartiger Carrier, wundere ich mich und verstehe nicht, wie die Leute darauf kommen. Großartig? Bekanntlich sind die Geschmäcker, auch was das Fliegen angeht, verschieden. Doch bisher habe ich noch keinen Grund gefunden, weshalb man JAL mit diesem Adjektiv belegt.

 Ich bin der festen Überzeugung, dass die indische Airline Jet Airways, die 1993 von Naresh Goyal gegründet wurde und inzwischen eine Flotte von 95 Flugzeugen unterhält, die beste ist. Zugegeben, ich kenne nicht alle Airlines dieser Welt, nicht mal zehn Prozent, vielleicht nicht mal drei Prozent, obwohl ich manchmal viel reise.

Jet Airways hat ein Büro in Tokyo, fliegt aber nicht ab Japan. Das ist bedauerlich, denn wenn ich nach den USA oder Europa reise, bin ich gezwungen, mit einer anderen Airline zu fliegen und irgendwo unterwegs einen Hub zu nehmen, wenn ich mit meiner Lieblings-Airline ankommen will.

Zum Glück stehen die meisten der 23 Carrier-Partner meiner favorisierten Airline auch in gutem oder sehr gutem internationalen Ruf. Neben Lufthansa, Cathay Pacific, Emirates und Virgin Atlantic zählt auch All Nippon Airways dazu. JAL nicht. Grundsätzlich vertraue ich auf den Ruf einer Airline. Wenn der Ruf nicht hält, was er suggeriert, werde ich ungemütlich.

Im vergangenen Sommer hatte ich das Vergnügen mit Jet Airways von Newark, USA, nach Brüssel zu reisen. Von dort aus ging es weiter nach Nizza, wo ich ... steht ja im Portrait bei GeoWis (siehe unten). Wie immer hatte ich meinen Sony Vaio, drei Blackberrys und jede Menge elektronische Gadjets dabei, weshalb mir schon der Nickname Jane Bond angeheftet worden ist.

Ich bin Japanerin, und Japanerinnen sind im Normalfall neuester Technik gegenüber höchst aufgeschlossen - wenn sie es sich leisten können. Man muss hierzu vielleicht wissen, dass es in Japan entweder nur richtig gutes Zeug aller Kategorien gibt, oder richtig miserables. In der Mitte klafft eine beträchtliche Lücke. Was meine Ausstattung angeht: Kein Problem mit Jet Airways.

Vielleicht sollte ich noch ergänzen, dass ich mit meinen inzwischen 28 Jahren ein Faible für die Moderne habe, ohne die Historie aus dem Auge zu verlieren. Ich bemühe mich, mich stets auf dem neuesten Stand zu halten, bin Netz-affin und im Grunde eine lebensfrohe Person. Manchmal vielleicht etwas kindisch. Nun ja, ich bin wie ich bin. Ich ertrage manches, aber habe Prinzipien. Ich mag es nicht, wenn man mir meine Prinzipien in unqualifizierter Weise vorhält. Zu meinen Prinzipien gehört der mir eigene Anspruch auf Komfort und Service.

 Kennen Sie eine Airline, bei der Sie unter Vorbestellung - 24 Stunden - zwischen 22 (plus ein Kindergericht und Baby-Nahrung) unterschiedlichen Fünf-Sterne-Mahlzeiten wählen können? Ich kannte zuvor keine. Zehn Medical Meals bietet die bald volljährig werdende Airline Jet Airways an.

Man kann zwischen Low Fat (wenig Fett), Low Salt (wenig Salz), Low Calorie (kalorienarm), Low Purine (wenig Purine), Low Lactose (fast laktosefrei), Low Protein (wenig Proteine), Bland Meal (für Gastritisgeplagte), Gluten Free Meal (für Zöliakiegeplagte), Diabetic Meal (für Diabetiker) und Vegetarian Ovo Meal (für Ovo-Laktose-Vegetarier) wählen. Da braucht man keinen Arzt an Bord.

Wer Vegetarisches bevorzugt, hat die Wahl zwischen den Stilen vegetarisch oriental, vegetarisch asiatisch und - für die Konsequenten - veganisch. Natürlich, wie die Medical Meals, alles State-of-the-Art-Cuisine. Religiöse Befindlichkeiten werden auch berücksichtigt. So gibt es - ebenfalls erstklassig - Gerichte für Muslime (Moslem Meal), für Angehörige jüdischen Glaubens Koscheres (Kosher Meal), für Angehörige des Jainismus (Vegetarian Jain Meal) und für Hindus.

Jetzt mag sich der an Fleisch, Fisch, Geflügel und Obst interessierte Fluggast fragen, ob er auch etwas zu essen bekäme. Gar keine Frage. Exquisite Fischgerichte, Früchteteller, Rind- oder Schweinefleischkreationen und Geflügel bietet Jet Airways selbstverständlich auch an. Wer mag, kann sich auf einem Langstreckenflug nur mit dem Einnehmen von Mahlzeiten beschäftigen, sofern er vorbestellt hat. Auch Nachschläge sind kein Problem.

Ohne Vorbestellung hat man die Wahl zwischen einem vegetarischen (Fruit Platter Meal), einem Rind-, Kalb- oder Schweinefleischgericht (Continental Meal; Non-Vegetarian Meal) und Fisch. Ich esse gern, gesund und viel und gestehe, dass ich mich nicht erinnern kann, wann ich an Bord eines Flugzeugs so gut gegessen habe wie auf dem Flug von Newark nach Brüssel.

Zwar bringt man Japaner gerne mit Fisch in Verbindung, wenn es ums Essen geht, aber ich bin nicht auf Fisch geeicht, obwohl der ja von Ernährungswissenschaftlern in höchsten Tönen gelobt wird. Ich bewundere die japanischen Köche und Kochkünstler, die sich - zumindest bei manchen Kreationen - für die besten der Welt halten und es auch sind. Aber ich weiß auch um die - mitunter zutreffenden - Klischees.

 Doch ich bin keine reine Fischkonsumentin! Mir geht es ums gesunde Essen während eines Fluges, und das begrenzt sich bestimmt nicht nur auf Fisch.

Exzellent zu speisen, auch in der Economy-Klasse, ist auf einer Langstrecke wichtig, aber nicht alles, jedenfalls für mich. Zwei Drittel aller Flugreisenden können während eines Langstreckenfluges nicht richtig schlafen und wachen mit Rücken- und Gelenkbeschwerden auf.

Ich gehöre dazu. Ich wiege zwar weniger als einen Zentner und kann kaum über eine Türklinke gucken, aber ich merke schnell, wenn mir ein Flugzeugsitz als unbequem erscheint. Mein Körper ist da ein guter Sich-Bermerkbar-Macher. Es gibt nichts Schlimmeres für Langstreckenflugreisende als unausgeschlafen am Ziel anzukommen. Im Kern heißt das: Hey, es ist ein verlorener Tag, für den ich bezahlt habe.

Deshalb ist einer meiner ständigen Begleiter ein bequemes Kissen. Manchmal aber vergesse ich es und muss mir eins im Hotel borgen. Nicht dass Sie etwas Falsches denken: ich borge es mir nur. Genauso wie ich mir Kugelschreiber borge. Manchmal aber fehlt mir schlicht die Zeit, das Geborgte zeitnah zurückzugeben.

Was einen amerikanischen Hotelmanager diesen Sommer dazu veranlasst hat, mir ein Kissen mit Eilpost an meine Heimatadresse in Japan zu schicken. Transportiert mit - und ausgeliefert von - JAL. Eine überaus nette Geste des Hotelmanagers. Für den Flug nach Brüssel aber benötigte ich das zuvor geborgte Kissen nicht, weil die Sitze bei Jet Airways so bequem und ergonomisch sind - es gibt in der Economy-Klasse auch Maharajah-Sitze -, dass ich wie ein Tamagochi ohne Batterie geschlafen habe. 

J etzt könnten Sie annehmen, ich schwärme und das alles hört sich an wie ein Werbetext. Zugegeben, ich bin begeistert von meiner Lieblings-Airline und es stört mich nicht, wenn es sich anhört, als würde ich für sie werben, denn ich tue es ja - ohne dass sie es weiß. Das liegt auch daran, dass ich nichts gefunden habe, das ich an ihr kritisieren könnte.

Mir gefällt es zum Beispiel, dass Jet Airways hübsches, niemals genervtes, stattdessen stets freundliches und auf die Nuance abgestimmtes Service-Personal und dem in nichts nachstehende Flugbegleiterinnen hat. Ich finde, attraktives und stets korrekt gekleidetes Personal gut. Für mich bedeutet das, dass man seinen Job ernst nimmt. Hey, wo wären wir, wenn wir unsere Jobs nicht ernstnähmen?

Ganz gleich, welcher Herkunft man ist und wie radebrechend das Englisch beim Personal ankommt - es ist stets freundlich, behält die Contenance, ist hilfsbereit, lässt sich von kreischen oder quängelnden Kindern genauso wenig aus der Ruhe bringen wie von testosterongesteuerten Passagieren. Es ist daher kein Wunder, dass meine Lieblings-Airline seit ihres Bestehens bereits 66 für die Luftfahrt relevante Preise gewonnen hat.

Mehrfach gewann sie den Preis als beste nationale (indische) Airline und schon drei Jahre nach ihrem Start, 1996, den Preis als weltbeste Airline. Damit nicht genug. Durchgehend gewann sie erste Preise für ihren Service, und sogar für ihren Web-Auftritt heimste sie 2007 den ersten Preis unter den global aktiven Fluggesellschaften ein. Im Nachhinein bedaure ich, nicht schon viel früher mit den Indern aus Mumbai geflogen zu sein. Ich hätte mir so manche Schlaflosigkeit und Nackenstarre erspart. Und bestimmt so manches geborgte Kissen.

Zum Angenehmen zähle ich bei Jet Airways auch das elegante Vorgehen des Bordverkaufs. Die altertümlich und lästig wirkende Anbieterei von (zollfreien) Produkten entfällt, und damit auch die den Flugbegleiterinnen abgenötigte Prostitution als Verkäuferinnen. Mal ehrlich: Sollen die Flugbegleiterinnen neben ihren ohnehin anstrengenden Tätigkeiten als Servicekräfte der Lüfte, potentielle Lebensretterinnen, Kummerkästen und Konfliktschlichterinnen auch noch als Verkäuferinnen auftreten? Ich finde das absonderlich.

 Jet Airways fährt hier eine andere Politik. Was nicht heißt, dass man an Bord nichts kaufen kann. Im JetMall-Katalog kann, wer mag, in Ruhe auswählen und dann eine Flugbegleiterin darauf ansprechen, die diskret das ausgewählte Produkt bringt - sofern es verfügbar ist.

Wer einen Film anschauen möchte, kann dies auf einem kleinen LED-Monitor am Platz tun und weitgehend sicher sein, nicht von Kindergenöle oder -gekreische dabei gestört zu werden. Für die halbwegs aus dem Krabbelalter Herausgewachsenen werden altersgerechte Spiele angeboten, und wer schon etwas größer als einen Meter ist, kann sich am PC mittels eines Flugsimulatorprogramms als Pilot üben.

Nicht, dass wir uns missverstehen: ich spreche von der Economy-Klasse. In der Premier- und in der Ersten Klasse gibt es noch weitere Annehmlichkeiten. Doch das, was in der Economy-Klasse geboten wird, ist schon großartig. Hier trifft dieses Adjektiv zu.

'Hammie' ist eine Marke der Autorin und 'Hammy' ihr Künstlername.

© Yu Onoe

© GeoWis (2010-12-12)

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