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Bahn: Anders reisen - Abseits der Hochgeschwindigkeit mit dem Eastern and Oriental Express
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Zeit ist relativ

Nicht immer ist High-Speed das Maß aller Dinge. Im Eastern & Oriental Express ist langsames und bequemes Fortkommen auf der Schiene Teil des Konzepts.

Von Maik Mensing (2010-12-23)

Man könnte es als Antagonismus zu unserer schnelllebigen Zeit verstehen - in der es nicht nur im Alltag darum geht, mit möglichst wenig Zeitaufwand von A nach B zu gelangen, sondern auch im Urlaub -, wenn man den Eastern & Oriental Express besteigt, um von Bangkok nach Singapur (oder umgekehrt) zu reisen. Man könnte es aber auch als das bezeichnen, was es im Grunde ist: ein Erlebnis.

 Wer sich für eine Fahrt, besser noch: Reise, in diesem Zug entscheidet, hat es sich zuvor genau überlegt und hat etwas mitgebracht, was ihm in den Tretmühlen des (beruflichen) Alltags kaum noch gestattet wird: Zeit. Das kostbarste Gut an sich. 

Es ist kein Zug für klassische Backpacker, weil die rund 2000 Kilometer lange Strecke in diesem Kleinod der Bahngeschichte für sie schlicht zu teuer ist und Backpacker normalerweise kaum adäquate Garderobe, geschweige denn Abendgarderobe mit sich führen, um sich dem Ambiente und der Bedeutung dieses Zuges anzupassen. Abgesehen davon, dass Backpacker sich naturgemäß kaum außerhalb ihresgleichen anpassen mögen.

Der Eastern & Oriental Express ist ein Luxuszug, der seine Fahrgäste in eine andere Sphäre zu versetzen in der Lage ist. Er versprüht den intensiven Hauch nostalgischen, entspannten und luxuriösen Bahnfahrens abseits des Alltäglichen, das sich in überfüllten Zügen abspielt, mit denen man seit der Erfindung der Eisenbahn zur Arbeit fährt. Wer mit diesem Zug unterwegs ist, will nicht nur von A nach B kommen. Er will ankommen. Bei sich selbst. Bei seinem Gegenüber. Bei seinen Träumen. Irgendwo. Es ist ein Zug, der einen zur Besinnung kommen lässt. 

Dabai ist er längst nicht so alt wie sein europäisches Pendant, das erstmals 1883 von Paris nach Wien fuhr und heute unter dem Namen Simplon Orient Express bis nach Istanbul fährt. 110 Jahre später, im September 1993, hatte der Eastern & Oriental Express seine Jungfernfahrt, nachdem James Sherwood, Gründer der Orient-Express Hotels, ihn der neuseeländischen Eisenbahngesellschaft abgekauft hatte.

 In Neuseeland fuhr der Zug, der 1972 in Japan gebaut wurde, unter der Bezeichnung Silver Star mit einer Spurbreite von 1067 mm. Für die Dreiländerstrecke Singapur, Malaysia, Thailand wurde er mit erheblichem Aufwand von der neuseeländischen Firma A & G Price auf 1000 mm Spurbreite umgerüstet.

Das äußere und innere Design übernahmen Gérard Gallet und sein Team, die bereits den British Pullman und den Venice Simplon Orient Express gestaltet hatten.

Gezogen wird der Eastern & Oriental auf der durch Regenwälder und Hochland führenden, nicht elektrifizierten Strecke von Dieselloks. Ausgestattet ist er mit Salon-, Speise-, Bar-, Tee- und Aussichtswagen, in denen sich die Reisenden ungezwungen kennen lernen können. Fünf-Sterne-Küche, ein Pianist, erstklassiges Service-Personal und sogar ein deutscher Zugmanager, der den Zug seit Jahren begleitet, sorgen für ein Bahnerlebnis der Extraklasse.

Drei Tage und zwei Nächte dauert die luxuriöse Fahrt, die laut Angaben der Betreiber für Frühbucher zwischen 1700 und 3390 Euro pro Person und Strecke kostet. Einzelreisende zahlen einen Aufschlag von zirka 50 Prozent. Die Abteile sind auch in ihrer kleinsten Ausführung noch größer als jene in Standardschlafwagen europäischer Nachtzüge.

Das Pullmanabteil ist 5,8 qm groß (1700 €/p.P), das State-Abteil 7,8 qm (2410 €/p.P.) und die Presidential Suite (3390 €/p.P.) bietet geräumige 11,8 qm Platz. Wer nicht in den Gesellschaftswagen speisen oder trinken möchte, bekommt alles im Abteil serviert. Rund 60 Mitarbeiter - Chef de Cuisine, Köche, Kellner, Schaffner, Reinigungspersonal, Pianist, Barkeeper, usw. - sorgen dafür, dass man sich wie in einem Luxushotel fühlt und sich um nichts zu kümmern braucht.

 Maximal 140 Reisende können pro Strecke in den Genuss dieser außergewöhnlichen Fahrt kommen. In Kuala Lumpur bleibt einem Zeit für einen kleinen Stadtspaziergang; in Butterworth steht eine zweistündige, geleitete Exkursion an und in Kanchanaburi eine dreistündige Tour am und auf dem River Kwai - mit Unterfahrung der berühmt-berüchtigten Brücke -, zu der auch ein kurzer Trip zum Chinesischen Friedhof der Thailländisch-Burmesischen Eisenbahn unter Anleitung eines Historikers gehört.

Nun könnte man sich fragen, weshalb ausgerechnet ein opulenter Luxuszug durch das in großen Teilen immer noch zu den Entwicklungsländern zählende Malaysia und das noch ärmere Thailand tuckert, in dem während der Fahrt das Bruttosozialprodukt mancher an der Strecke liegender Dörfer verkonsumiert wird. Man könnte auch - neudeutsch - von spätrömischer Dekadenz sprechen, wenn die Reisenden in Zwirn, Abend- oder Sommerkleid auf die an ihnen vorbeirauschenden Reisfelder blicken.

Doch würde man den Reisenden, die ja de facto in der Lage sind, sich diesen Luxus zu gönnen, vielleicht lange dafür gespaart haben oder ihn aus der Portkasse zahlen, gerecht werden? Möglicherweise eher nicht. Denn sie haben viel Zeit, sich nicht nur Gedanken über die landschaftliche Schönheit zu machen, sondern auch über ihnen zuwinkende Reisbauern.

Standdardreiseplan laut Betreiber

Tag 1, Abfahrt Singapur: 11.00 Uhr (Boarding 10.00 Uhr)

          Ankunft Kuala Lumpur: 20.15 Uhr

          Abfahrt Kuala Lumpur: 21.25 Uhr

Tag 2, Ankunft Butterworth: 8.45 Uhr

          Abfahrt Butterworth: 11.00 Uhr

Tag 3, Ankunft Kanchanaburi: 9.20 Uhr

          Abfahrt Kanchanaburi: 11.25 Uhr

          Ankunft Bangkok: 14.45 Uhr 

© Maik Mensing

© GeoWis (2010-12-23)

Webseite E & O >> 

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