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Portrait: Der Telök - Seit 25 Jahren Deutschlands Antwort auf Monty Python, Benny Hill und Jango Edwards mit Dadarett pur
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Dadarett - Wahnsinn mit Methode

Seit 25 Jahren stehen Martin Fromme und Dirk Sollonsch als Duo Der Telök auf der Bühne. GeoWis traf die beiden begnadeten Komödianten in Bochum.

Von Uwe Goerlitz (2011-01-27)

Zwölf Programme haben sie inzwischen geschrieben und einstudiert, im Schnitt alle zwei Jahre eins. Angefangen haben die ehemaligen, aus Wanne-Eickel stammenden Absolventen der Ruhr-Uni Bochum, Martin Fromme (Kommunikationswissenschaften) und Dirk Sollonsch (Jura) 1986 mit der Show Wunderbare Sachen, die partiell in die regionale Bühnenlandschaft wie ein Komet einschlug. "Wir haben von Anfang richtig losgelegt", so Sollonsch, "aber bis wir davon leben konnten, hat es noch ein paar Jahre gedauert."

 Anfangs hatten sie recht überschaubare Auftritte, vorwiegend im Ruhrgebiet. "1986 waren es genau vier", sagt Sollonsch. Comedy gab es unter diesem Begriff in (West-)Deutschland damals kaum.

Im Kino liefen die Filme der britischen Komödiantentruppe Monty Python (Flying Circus, Das Leben des Brian, Jabberwocky), im TV wurde episodenweise die - ebenfalls aus Großbritannien stammende - frivol-burlesque, hochgradig schwarzhumoristische Benny-Hill-Show gezeigt. Auf den Bühnen lieferte der junge US-Amerikaner Jango Edwards Freches, Irres, Provokantes und Clowneskes.

Vergleichbares gab es in der damaligen Bundesrepublik Deutschland von deutschen Komödianten bestenfalls von Diether Krebs (Sketch-up). Der Telök aber machte sich auf den Weg, dem abgrundtiefen britischen Humor ein muttersprachliches Pendant auf der Bühne gegenüberzustellen. Neben ihrer Hochschulausbildung studierten Sollonsch und Fromme die Programme Labadapdapdap (1988) und Das Fenster zum Immenhof (1990) ein.

"Wir machen keine Stand-up-Comedy", lautet das Credo der beiden Schauspielautodidakten. "Wir haben stets ein Programm ohne Roten Faden." Was nicht gleichbedeutend mit Improvisationskunst ist, sondern als "eine Aneinanderreihung von Nummern" zu verstehen sei, wie Sollonsch betont. Die Nummern sind in sich geschlossene Stücke, Sketche und häufig mit viel Requisite und Verkleidung versehene Darbietungen, die sich vom inzwischen eingedeutschten und inflationär gebrauchten Begriff Comedy - und dem, was damit assoziiert wird - deutlich abheben.

 Der Telök mache "Dadarett", so Fromme. Das Kunstwort, eine Komposition aus Dada und Kabarett, spiegelt alles wider, was die beiden auf der Bühne veranstalten. Dass es sich dabei nicht um Normalkost aus dem Comedy-Bereich handelt, lassen schon die Programmtitel vermuten.

BestdoOf (1992), Born to be Blöd (1994), 3 Fäuste für 1 Halleluja (1996), Nackt und Beknackt (1998), Los Lesos (1998/99), Leckerchen (2000), Arschgesicht (2003), Einlauf (2004), Garten der Würste (2009). Dazwischen Sonderprogramme wie Einmal bekloppt, nie mehr gestoppt - Das Schrägste aus 20 Jahren (2006) oder Das Schnuckiputz-Inferno (2010/11).

Ihre Nummern vereinen eine Vielzahl von Adjektiven und Partizipien: derb, makaber, despektierlich, sarkastisch, selbstironisch, bekloppt, hemmungslos, hinterfotzig, durchgedreht, frivol, abgedreht, überdreht, abgrundtief, schwiegermutterfeindlich, vulgär, grausam, krass, genial, unnachahmlich, usw. 

Nicht überall wird jede Nummer von jedem gleich verstanden, vor allem, wenn Der Telök irgendwo erstmals gastiert und dann auch noch das Publikum miteinbezieht. Da wird der Spaß gelegentlich allzu ernst genommen. "Ist uns vor Jahren mal in den neuen Bundesländern passiert, als der Mauerfall noch nicht lange zurücklag", sagt Fromme. Das habe sich jedoch längst gelegt. Man habe ein dankbares, verständnisvolles Publikum in den neuen Bundesländern und trete dort gerne auf. 

Sollonsch und Fromme sind bisher in so gut wie allen deutschen Mittel- und Großstädten meist mehrfach aufgetreten und haben ihr Publikum begeistert. Auch das professionelle, schreibende. Die FAZ meinte: "Man liebt sie und will vor Lachen schon gar nicht mehr. Oder man schreibt einen geharnischten Brief an den Kultusminister." Die Frankfurter Rundschau lobte: "Die wunderbar wandlungsfähigen Pott-Gladiatoren spielten virtuos auf der Tastatur des schwarzen Humors."

 Laut Tagesspiegel seien sie "die Dinosaurier der Comedy-Szene, aber immer noch die besten", und die WAZ konstatierte: "Das Programm ist absolut hemmungslos und die Pointen sitzen ohne Ausnahme."

Besonders gerne ziehen Sollonsch und Fromme durch die Dörfer und Kleinstädte, in denen es nicht selten an Dadarett mangelt. Heiligenhaus, Mannebach, Klötze, Knoblauch, Söhrewald, Oschatz, Murg und, und und. Kartographierte man Deutschland nach ihren Auftritten, hießen beinahe alle Orte Telök oder hätten es als Wortstamm (Klein-/Groß-/Ober-/Unter-/Mitteltelök, Telök am Main, Telök an der Oder, Sieg, Lahn etc.) und das Land womöglich Bundesrepublik Telök.

Wer das Duo erstmals auf der Bühne sieht, mag sich anfangs vielleicht auch verunsichert vorkommen, wenn Fromme mit anderthalb Armen hantiert (!). Der Legende nach wurde ihm der linke Unterarm weggehext; tatsächlich sei er aber noch nie dagewesen, so Fromme. Es gehe recht schnell, bis das Publikum sich von möglicher Betroffenheit erholt habe. 

Behilflich dabei ist, dass die vielseitig schauspielenden Komiker den halben Arm schon früh als wichtiges Stilmittel in viele ihrer Nummern miteingewoben haben. Manche, etwa das Erklären der Uhrzeit (2006), funktionierte ohne ihn gar nicht. Auch das Phänomen Sucht greifen sie an und auf, etwa mit der Nummer Anonyme Frühstücker. Auf so etwas Schräges muss man erst mal kommen.

 Die beiden sind sich für nichts zu schade und schrecken vor nichts zurück. In ihrer Nummer Dia-Show bietet Sollonsch Akrobatisches, während Fromme den Vorführer verkörpert und die von seinem kongenialen Partner, der an Körperlänge deutlich kleiner ist, dargestellten Motive kommentiert.

Sollonsch macht Frommes Shettland-Pony - auch auf dem Rücken liegend -, Prinz Charles, Frommes hässlichen Goldhamster, Vatter, Mutter, Ehefrau. Und er stellt Fromme als Messdiener dar, indem er sich nach vorne beugt und sein Bürzel zum Angriff freigibt.

Letzteres, wie auch so manch andere Nummer, ist nach allgemeinem Verständnis in den verantwortlichen Redaktionen nicht gerade fernsehtauglich, obwohl der aufgeklärte Mensch unter 80 sich vielleicht eine solch einmalige Nummer lieber wünschte als die von Einzelunterhaltern wie Dieter Nuhr und Konsorten heruntergespulten Beisätze zum Thema Klerus, die keinem wehtun - nicht mal der katholischen Kirche. 

Im Fernsehen sei man schon gewesen, sagt Fromme. Nahezu auf jedem Sender im Laufe der Jahre. Mitte der 1990er Jahre erstmals. Vor vielen Jahren auch mal bei Harald Schmidt. Der Redaktion habe ihr Auftritt hinterher erhebliche Magenschmerzen bereitet. 

2006 und 2007 habe man insgesamt 12 Episoden Para Comedy für den Sender Comedy Central abgedreht. Anschließend wurde Fromme in die Talkshow von Johanns B. Kerner eingeladen, der ihn unter anderem auf typisch investigative Weise fragte, ob "Behinderte Comedy machen" dürften. "Dafür hätte ich ihn am liebsten an die Wand getackert", sagte Fromme der Süddeutschen Zeitung (SZ) in einem Interview.

Endlich mal jemand, der dem journalistischen Weichspüler eine maßgeschneiderte Funktion hat zukommen lassen wollen. Leider hat sich Fromme preisverdächtig höflich benommen und darauf verzichtet, seinen Tacker aus dem linken Ärmel zu zaubern.

 In der SZ, wie auch bei Kerner und in einem Interview mit Welt online, ging es weniger um das Telök-Programm, sondern ums Thema Behinderung. Das kann ermüdend sein, und Fromme sieht es auch so.

Indes, er begegnet der Sache gebetsmühlenartig freundlich und gelassen, ohne zu versäumen, die eine oder andere Spitze einzuweben. Er würde sich zutrauen, einen Kommissar zu spielen, sagte Fromme im Interview mit Welt online. Er bräuchte sich ja nicht wie Edgar Selge in der Serie Polizeiruf den Arm abzuschnüren. Damit bewege Selge sich doch unnatürlich.

Natürlich träten sie wieder im TV auf, wenn man sie dazu zwänge. Doch die direkte Bühne ist Sollonsch' und Frommes zuvörderste Domäne, sei sie noch so klein. Hauptsache, es passt ein schwarzer Vorhang vor die Wand. Auf der Bühne werden auch enthemmte Fleischerfachverkäuferinnen berücksichtigt. "Tu mich anrufen, ey!", legen die "ungewöhnlichsten Zechenarbeiter des Ruhrgebiets" (Flyer zu Arschgesicht) ihnen in den Mund und tun auf ihrer Webseite kund, dass es "verdammt anstrengend" sei, "Abend für Abend im Hotelzimmer mindestens 500 elektrisierte weibliche Fans beglücken zu müssen."

Mitunter stehen sie auch in Konkurrenz zu Tieren und lassen diese dabei alt aussehen. Locker begeben sie sich unter afrikanische Erdmännchen - mit Sonnenbrille - und lassen sich von oben bis unten von der Morgensonne bestrahlen und wärmen. Seehunden stehlen sie die Schau, indem sie jeweils mit einem Glas Pils auf der Nase balancieren, während die Fischfresser es gerade mal mit einem Ball schaffen. 

 Danach gefragt, welche Preise sie bisher verliehen bekamen, wirken Fromme und Sollonsch erstaunt. "Preise?" fragt Fromme. Offenbar konnten sich die beiden bisher nicht auch noch darum kümmern und haben anderen den Vortritt gelassen, die damit hausieren gehen dürfen. "Wir haben unser Hobby zum Beruf gemacht und sind damit zufrieden", sagt Sollonsch untertreibend.

Der Telök sei "erst dann richtig glücklich, wenn es von der Bühne Charaktere und Typen hagele" und der "Requisitenaufwand endgültig die Dimensionen eines mittleren Umzugs" annehme, heißt es in einer Ankündigung zu einem Auftritt im Johannes-Busch-Haus zu Lüdenscheid. Da ist was dran.

Die Requisiten baue und transportiere man selbst, so Fromme. Eine Agentur, die Auftritte besorge, habe man nicht. Erstaunlich, dass das Duo ab den 1990er Jahren ohne Agentur jährlich im Schnitt um 140 Auftritte gab. Zuletzt seien es etwas weniger geworden, so Fromme. Man müsse ja auch mal durchatmen.

Damit ist es nun schon wieder vorbei. Hatten die Hohepriester des deutschen Komödiantentums, die in der Republik ihresgleichen vermissen lassen, vor einem Jahr noch angekündigt aufzuhören, nahmen sie die vielleicht etwas vorschnelle Ankündigung längst wieder zurück und sagten die "Abschiedstour 2011" ab. Das ist gut so und eine völlig richtige Entscheidung.

 Doch man fragt sich, wofür eigentlich für teuer Geld Fernsehredakteure und Programmmacher bezahlt werden, wenn sie am Telök-Duo vorbeigehen. Ist es Ignoranz, Angst oder mangelnde Intelligenz, die den Programmchefs und Redakteuren im Wege stehen, die einzig wahren und noch lebenden Hardcore-Komödianten Deutschlands TV-Gebührenzahlern und zum Zappen veranlassten, auch Privatsender schauenden Zuschauern vorzuenthalten?

Oder ist es - ganz schlicht - TV-Korruption, die sich daran zeigte, dass immer und immer wieder die üblichen Verdächtigen, die, die netzwerken, auf dem Schirm erscheinen? Im Dschungel Kampierende, im Rund aufgereihte total Danebene, auf der Drehbühne sitzende Raabs oder im winzigen Hörsaal auftretende Nachtwäscher kommen dabei heraus. Nicht immer schlecht, doch selten gut.

Am 29. Januar brechen die beiden Dadarettisten, zu deren Lieblingsbands und -musikern The Residents, Tom Waits und Helge Schneider zählen, zur ersten Tournee dieses Jahres auf, die in Dresden mit ihrem Programm Garten der Würste beginnt. Einen Tag später gastiert das Duo in Leipzig mit gleichem Programm und danach in Stuttgart mit einem Mix.

Ihr 25-Jähriges veranstalten sie am 19. März in Dortmund-Hörde im Cabaret Queue, wo sie seit Jahren regelmäßig auftreten. Einen Vorgeschmack auf das gemischte Programm gibt es für Ruhrgebietler bereits am 5. Februar in des Duos Geburtsstadt Wanne-Eickel, jener Stadt, die heute zur Ruhrgebietsmetropole Herne gehört und wo die beiden zur Schule gingen und sich seitdem kennen.

 Das Publikum sollte sich schon jetzt auf ein Feuerwerk des ausgereiften Irrsinns gefasst machen und sich darüber im Klaren sein, dass es kein Verstecken gibt. "Tja, beim Telök ist eben jede Reihe die erste Reihe", prophezeien Sollonsch/Fromme in ihrem Flyer zu Einlauf, um gleichwohl abzumildern: "Doch kein Grund zur Panik ... eigentlich ist die Sollonsch/Fromme-Doppelpackung superlieb ... und sie hat auch immer einen Rettungssanitäter dabei."

Eigentlich - ein schönes Füllwort, bei dem man aufpassen muss, zumal bei Der Telök. Das Duo hat vor nichts und niemandem Respekt, am wenigstens vor sich selbst. "Vorzugsweise" beackere man sich gegenseitig. Mit hochgeistigen Theorien, verprollten Schmähungen, listigen Provokationen, einfühlsamen Mitleidsbekundungen. Man braucht kein Studium, um diese Hardliner der deutschen Comedy verstehen zu können. Allerdings ist ein gewisses Grundverständnis fürs Dramatische, Komische, Alles-auf-die-Schippe-Nehmende notwendig, um beim Telök voll auf seine Kosten zu kommen. Denn wir wissen nicht, was sie tun, wenn sie erst mal auf der Bühne stehen.

© Uwe Goerlitz

© GeoWis (2011-01-27)

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