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Nach den Beben ist vor den Beben - Der Inselstaat Japan ist auf Grund seiner tektonischen Lage dem Untergang geweiht. Da bleibt nur eins: die komplette Umsiedlung
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Neues Land Utopia?

Die Dreifachkatastrophe, von der Japan am 11. März dieses Jahres heimgesucht wurde, ist ein Menetekel für alle Inselstaaten, die sich auf und an tektonischen Bruchzonen befinden. Wollen sie nicht untergehen, bleibt ihnen nur die Umsiedlung. Japan müsste damit beginnen.

Von Uwe Goerlitz (2011-04-10)

Die Japan Inc, jener kameradschaftlich-korruptive Verbund aus Konzernlenkern und Politikern der Liberaldemokratischen Partei (LDP), der das Inselreich seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs mit seinem Keiretsu-System beherrscht, belügt seit dem Supergau in Fukushima die Welt und die eigene Bevölkerung hinsichtlich des Ausmaßes der Kernkraftkatastrophe.

 Es gilt offenbar nach innen und außen davon abzulenken, wie desolat die Situation insgesamt ist, um vor allem zweierlei zu vermeiden: den weiteren wirtschaftlichen Niedergang, der nicht ohne finanzwirtschaftlichen Tsunami durch die globale Anlegerschaft bliebe, und den inneren Zusammenbruch, der einen massiven Vertrauensverlust der japanischen Bevölkerung in ihre Regierung und womöglich in das Kaiserhaus bedeutete. Auch Panik unter den bisher noch nicht direkt von der Nuklearkatastrophe betroffenen Bevölkerungsteilen gilt es zu vermeiden.

Ob diese Strategie dauerhaft aufgeht, ist fraglich. Schon jetzt dürften sich die Kosten für die japanische Wirtschaft auf mehrere zehn Milliarden Euro beziffern; die Kosten der Dreifachkatastrophe sind überhaupt noch nicht realistisch abzuschätzen. Klar ist nur, dass sie erheblich über denen des Erdbebens von Kobe (1995) liegen. Die japanische Regierung geht bisher von 300 Milliarden Dollar Schadenssumme aus. Inwieweit künftig Regressforderungen und Wiederaufbaukosten auf Japan zukommen, ist ebenfalls noch unklar.

Und das Leiden geht weiter. Am 7. April wurde der mittlere und nördliche Teil der Hauptinsel Honshu erneut kräftig durchgerüttelt, diesmal - laut der United States Geological Survey (USGS) - von einem (Nach-)Beben der Stärke 7,1 Richterskala, dessen Epizentrum vor der Oshika-Halbinsel, zirka 60 Kilometer (Luftlinie) nordöstlich von Sendai in 25,6 Kilometern Tiefe lag. Das bereits vor Wochen abgeschaltete, in der Nähe platzierte AKW Onagawa wurde laut der Nachrichtenagentur Kyodo beschädigt. Radioaktives Wasser trete aus. Es scheint, als nähme die japanische Tragödie kein Ende.

Was aber geschähe mit und in dem Land erst, wenn das seit langem erwartete Beben für den Großraum Tokyo, in dem gut ein Viertel der japanischen Bevölkerung auf engstem Raum arbeitet und wohnt, den Inselstaat erneut erschütterte und mit einem Tsunami konfrontierte? Schon jetzt hat das zweitwichtigste OECD-Land unter Beweis gestellt, dass es - seitens Regierung, Behörden, Konzernen und Katastrophenhelfern - nicht in der Lage ist, mit den Folgen des Bebens vom 11. März in einer Weise umzugehen, die nachhaltige Lösungen auch nur im Ansatz erkennen ließe.

 Auch ohne die Sendai-Fukushima-Katastrophe wäre es längst an der Zeit gewesen, dass sich Japan Gedanken darüber gemacht hätte, ob es nicht besser wäre, sich von seinem Inselterritorium zu verabschieden. 

Die eher prosaisch geprägten Aussagen und Annahmen, die japanische Bevölkerung sei Erdbeben gewohnt oder an sie gewöhnt - wie sie etwa in der Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung und in der Rheinischen Post anfangs zu lesen waren, oder wie es der Sprecher der Prince Hotels & Resorts, Satoshi Funagotawa, auf business-wissen.de zum Besten gab -, sind bei nüchterner Betrachtungsweise Unfug. An permanente Angst und ans potentielle Sterben durch Naturkatastrophen gewöhnt sich auch in Japan niemand. Inzwischen liest man solche Phrasen nicht mehr.

Etwa 80% des japanischen Territoriums von knapp 378.000 qkm sind Bergregionen, die überwiegend dünn oder gar nicht besiedelt sind und durch die sich eine Vulkankette zieht, an deren Spitze der mächtige Fujijama steht. Rund zwei Drittel der Staatsfläche sind Waldregionen, die teils in die Höhenlagen übergehen. Japans Urbanisierungsgrad, jener Parameter, der aussagt, wie groß der Anteil der in Städten lebenden Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung ist, beträgt zirka 78%. Die Hälfte der japanischen Bvölkerung aber lebt auf einer Fläche von kaum mehr als zehn Prozent ihres Territoriums.

Ungefähr 13% der Gesamtfläche werden landwirtschaftlich genutzt, ein Großteil in den Küstenregionen, nicht zuletzt bisher auch im Norden der am dichtesten bevölkerten Hauptinsel Honshu. Durch den Tsunami des Sendai-Bebens sind bereits großflächig landwirtschaftliche Flächen auf Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte hinaus unbrauchbar geworden.

Das salzhaltige Meerwasser ist in Böden eingedrungen und kann sich trotz möglicherweise positiver lithosphärischer Beschaffenheit des Untergrunds nicht vollständig entsalzen. So dringt Salz ins Grundwasser ein. Weitaus schlimmer wirkt die radioaktive Kontamination von Böden, Wald und sonstiger Vegetation nach, nicht zu vergessen die Kontamination der Flüsse und Seen, der Tierwelt und der küstennahen Fischgründe. 

Modelle für die Zukunft müssen in der Gegenwart begonnen werden, zumal dann, wenn die natürlichen, insbesondere geologischen Bedingungen dazu herausfordern. Erst recht, wenn sich auch noch die Grenzen von althergebrachten Energiegewinnungstechnologien, wie die Kernkraft eine ist, zeigen. Phrasen wie 'Wir müssen an die Zukunft der uns nachfolgenden Generationen denken' verblassen, wenn Japans politisch-industrieller Komplex aus der fulminanten Erschütterung keine zukunftsfähigen Lehren zieht.

 Naoto Kans Regierung befasst sich neuerdings mit Umsiedlungskonzepten, die sich auf die bislang am meisten von den Folgen des Sendai-Bebens betroffene Bevölkerung beziehen. Das betrifft im Zweifel jene rund 24 Millionen Menschen, die in den sieben von der Dreifachkatastrophe und dem radioaktiven Fallout betroffenen Präfekturen - Iwate, Miyagi, Fukushima, Ibaraki, Tochigi, Saitama und Chiba - auf 57.380 qkm leben. Ein knappes Fünftel der Bevölkerung. Doch wohin sollen sie umgesiedelt werden, wenn ohnehin alles bereits dicht bevölkert ist? Japan muss das Undenkbare denken: 128 Millionen Menschen müssten umziehen, ihre Insel verlassen.

GeoWis-Autor Martin Jasper hatte dies in seinem Beitrag vom 11. März 2011 - Leben am Abgrund - schon angemerkt. Russlands Präsident Medwedew bot Japan zehn Tage später an, sich in den dünn besiedelten Regionen Sibiriens und dem äußersten Osten Russlands niederzulassen. Die Offerte Medwedews rief sogleich regionale Nationalisten, ethnische Gruppen und politische Splinter groups des weltgrößten Flächenlandes auf den Plan. Allesamt lehnten sie Medwedews Offerte an Japan ab, die wohl eher ein PR-Gag vor dem Hintergrund des Kurilen-Streits war.

Schon einmal hat Russland großzügig Land verkauf. 1867 ging das heutige Alaska (1,718 Mio qkm) für die damals honorige Summe von 7,2 Millionen US-Dollar an die Vereinigten Staaten, was einem Kaufpreis von zirka 4,20 US-Dollar pro Quadratkilometer entsprach. Heutigen Maßstäben entspricht das in etwa 1.000 US-Dollar/qkm und einem Kaufpreis von rund 1,7 Milliarden US-Dollar.

So preiswert bekäme ein Land in Not, das im Laufe der kommenden Jahrzehnte 128 Millionen Bürger umsiedeln müsste und für diese ein ihrem bisherigen Staatsgebiet entsprechendes, vielleicht etwas größeres Territorium - zum Beispiel 500.000 qkm - in einem der wenigen globalen Flächenländer kaufen wollte, neues Land wohl kaum. Könnte sich Japan dazu entschließen, diesen Weg zu gehen, wäre der Landkauf beispielsweise in Russland oder in Kanada dennoch der geringste Kostenfaktor.

 Weitaus höher schlügen die Aufwendungen für den Siedlungsbau, die Errichtung von sozialer, verkehrlicher und sonstiger Infrastrukturen, die Verlagerung von Industrien und deren Anpassungen an die neuen Gegebenheiten und die logistischen Kosten zu Buche. Langjährige Verhandlungen über die Rechte an Bodenschätzen im Neuen Land und über die Territrialansprüche des dann verlassenen Landes müssten geklärt werden.

Dennoch: machbar wäre all dies. Vor allem dann, wenn der politische Wille da wäre. Doch dazu bedarf es auch eines fulminanten sozialwirtschaftlichen und geistigen Erneuerungsprozesses innerhalb der japanischen politisch-ökonomischen Kaste, der einer Revolution gleichkäme. Die aber ist noch nicht in Sicht, zumal über etwas bislang Undenkbares nachgedacht werden müsste: die Aufgabe der angestammten Heimat.

Historisch betrachtet, käme dies einer Völkerwanderung gleich, aber in der Moderne gibt es hierzu nichts Vergleichbares. 128 Millionen Menschen können nicht einfach loswandern. Sie müssten sukzessive, beispielsweise in einem Zeitraum von 50 Jahren, umsiedeln oder umgesiedelt werden. Was rund 2,56 Millionen pro Jahr oder gut 70.000 pro Tag entspräche.

Denkbar wäre ein solches Szenario bisher nur in diktatorischen Gesellschaftsformen. Aber lebt die japanische Bevölkerung nicht seit eh und je unter einer vergleichbaren Gesellschaftsform? Lebt sie nicht unter einer Form von - wie die deutschen Avantgarde-Musiker Fehlfarben einst ihr Album betitelten - Monarchie und Alltag? 

Der Wiener Japanologe Albrecht Rothacher hat in seinem 2007 erschienenen Werk Die Rückkehr der Samurai trefflich an den Führungs- und Magangement-Stilen der Unternehmensgründer Konosuke Matsushita (Matsushita), Kazuo Inamori (Kyocera), Akio Morita (Sony) und Soichiro Honda (Honda) beschrieben, wie das Bewusstsein der japanischen Bevölkerung über Jahrzehnte mit ethischen Phrasen gedrillt wurde, die einzig einem freiwilligen Sklaventum das Wort reden.

Zwar ist diese alte Garde japanischer Unternehmensgründer, die ihre Firmen zu international operierenden Konzernen gebracht haben, mittlerweile abgetreten und hat dadurch Platz für frisches Blut geschaffen, allerdings sind die beinahe ans indische Kastensystem erinnernden hierarchischen Strukturen, gepaart mit Traditionalismen, tief in der japanischen Gesellschaft verankert. 

 Es mag eine utopisch These sein, dass eine derart große Bevölkerungszahl sich auf den Weg zu neuen Ufern machte, ihr Land, ihre Heimat und ihre seit Jahrhunderten oder Jahrtausenden angestammte Umgebung aufgeben könnte. Es wäre ein hoher Preis, den die japanische Bevölkerung zu zahlen hätte. Dass es so teuer kommen könnte, liegt aber zu allererst an der tektonischen Situation, in der sich Japan befindet. Im Weiteren an der Reaktorkatastrophe von Fukushima.

Der "äußere Anlaß (sic!)", wie ihn der 2001 verstorbene Literaturwissenschaftler Willi Erzgräber in seinem Buch Utopie und Anti-Utopie (1980) in Bezug auf den britischen Gelehrten Thomas Morus (1478-1535) und dessen Werk Utopia ansprach, ist in Japan gegeben. Morus trat in Utopia für ein "ideales Staatswesen" ein. Von diesem ist Japan genauso weit entfernt wie alle anderen Staaten. Anders aber als der Rest der Welt, hätte Japan knapp 500 Jahre nach Morus den besten Grund, sich auf den Weg in ein Utopia zu machen.

Denn wenn der Wind sich dreht, wie in den vergangenen Tagen geschehen, und der radioaktive Fallout auch Tokyo und andere metropolitane Regionen kontaminiert, muss das bislang nicht nur Undenkbare gedacht werden; es müssen sich daraus auch Handlungsstrategien entwickeln, für die zuvörderst die unabhängige Wissenschaft und die japanische Regierung zuständig ist.

Japan erlebt gerade Traumatisches. Dörfer und Kleinstädte in Gebieten, in denen der Tsunami wütete, sind weggeschwemmt und Mittelstädte erheblich getroffen worden. Unter der betroffenen Bevölkerung, meist einfache Leute, herrscht Agonie. In der Umgebung des AKWs Fukushima und überall dort, wo die japanischen AKW-Betreiber ihre so harmlos wirkenden Meiler platziert haben, lebt die Bevölkerung in Angst.

Der Glaube an die eigene technologische Unfehlbarkeit rinnt dahin. Der langjährige Werbe-Slogan von Toyota - Nichts ist unmöglich - hat eine Renaissence verdient. Denn natürlich ist es möglich, alles zu schaffen, wenn der politische Wille vorhanden ist und die physikalisch-geologischen Verhältnisse geradezu dazu aufrufen, neu zu denken. Dazu müsste Japan nicht mal seine Monarchie abschaffen, hätte aber die Chance, alles anders zu machen.

Moderne städtebauliche Konzepte könnten in der Fläche und unter der Prämisse balancierter Dezentralisierung realisiert werden; der völlige Verzicht auf fossile und Kernenergie könnte gelebt werden, indem rigoros auf erneuerbare Energien, auf Wind, Wasser und Sonne gesetzt würde; ausreichende landwirtschaftlich nutzbare Flächen könnten nach neuesten Nutzungsstrategien und Anpassung auf klimatische Gegebenheiten die Ernährungsautarkie sicherstellen - Voraussetzung: Zugang zum Meer.

Intelligente Transportsysteme (ITS), wie sie etwa der Wissenschaftler Andreas Moerke im Werk Japans Zukunftsindustrien (2007) beschrieben hat, unter Einbeziehung neuester Ideen der Güterlogistik, wie sie beispielsweise Wissenschaftler der Ruhr-Uni Bochum präferieren, könnten von Beginn an in die Planungen miteinbezogen werden. Japan stünde bei einem radikalen Neuanfang eine Palette von Möglichkeiten und Instrumenten zur Verfügung, um ein Utopia zu schaffen.

© Uwe Goerlitz

© GeoWis (2011-04-10)

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