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Frauen-Fußball-WM 2011: Teutonias gewinnen trotz Schiedsrichterin gegen nigerianische Rammen
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Ein Schande für den Fußball

Dank Simone Laudehrs Tor setzte sich das deutsche Frauen-National-Team gegen eine wild gewordene Horde Nigerianerinnen und eine südkoreanische Pfeifenfrau durch und steht im Viertelfinale. 

Von Amy Li (2011-07-01) +++Update siehe unten+++

Man habe "ganz schön auf die Knochen bekommen", konstatierte die beim FCR 2001 Duisburg spielende Simone Laudehr, einzige Torschützin im gestrigen Vorrundenspiel gegen Nigeria, die den teutonischen Grazien den Einzug ins Viertelfinale sicherte. Das Spiel habe eher einem "Ringkampf" geähnelt, sagte ihre Klubkameradin Annike Krahn. 

Das sahen nicht alle so deutlich oder wagten es zumindest nicht so deutlich auszusprechen. Klaus Wille etwa, Sportredakteur bei der zum WAZ-Imperium gehörende Westfälischen Rundschau (Dortmund) stellte in seinem Bericht zum Spiel fest: "Die Nigerianerinnen stiegen ein paar Mal hart ein (...)"; Peter Ahrens (Spiegel Online) sah im Spiel der Nigerianerinnen "regelmäßig die Grenze des Erlaubten" erreicht; Michael Horeni (FAZ Online) sprach von einer "im Frauenfußball ungewöhnlichen Härte" und attestierte Silvia Neids Team einen "Mangel an Ideen."

 Die Dortmunder Ruhr Nachrichten, bekannt für ihre normalerweise umfangreiche Fußballberichterstattung mit Reportern vor Ort, machte sich erst gar nicht die Mühe, selbst zu schreiben und übernahm einen vorgefertigten Beitrag der Deutschen Presseagentur (dpa), in dem von "rustikaler Spielweise" und "körperbetont spielenden Super Falcons" die beschönigende Rede ist; Jürgen Ahäuser und Frank Hellmann (Frankfurter Rundschau Online) sahen "kräftig hinlangende Nigerianerinnen", die "teilweise rüde" spielten. Bild sah einen "Krampf-Sieg" und "Knochen-Polierer aus Nigeria."

Bild hat es noch am prägnantesten auf den Punkt gebracht. Aber man muss sich fragen, welchen semantischen Filter die anderen schreibenden Spielbeobachter - wenn sie das Spiel überhaupt verfolgt haben - im Kopf haben. Ich hatte den Eindruck, dass die nigerianische Trainerin eine Staffette von Spielerinnen auf den Platz geschickt hatte, die allesamt wirkten, als wären sie von kleinauf mit Kälbermastmitteln aus der Flasche großgezogen und seit ihres 0:8-Debakels im in Leverkusen ausgetragenen Freundschaftsspiel im vergangenen November mit verschiedenen Kampfsportarten vertraut gemacht worden.

Wie soll man gegen solche Rammen sein eigenes Spiel auf- und durchziehen? Diese Frage scheinen sich viele der dem Männerfußball verhafteten Schreiberlinge gar nicht erst gestellt zu haben. Anders ist kaum zu erklären, weshalb sie sich mit dem Spiel der Teutonias kritisch auseinandersetzen, das gegen eine recht fair aufspielende kanadische Mannschaft schon kritikwürdig war, aber sich´bei den wild gewordenen Kampfpaketen aus Nigeria, die besser Rugby spielen sollten, so dürftig zurückhielten.

Das Spiel der aggressiven Nigerianerinnen war offensichtlich auf vorsätzliche Körperverletzung ihrer Gegnerinnen ausgelegt. Sie sprangen den Teutonias in die Wirbelsäule, schlugen ihnen auf den Kopf, rammten ihnen die Ellbögen in die Nieren, an Brust, Hals und Kiefer, traten ihnen zwischen die Beine und zogen ihnen an den Haaren. Wer will so etwas sehen? Und: Hatte das gestrige Spiel der jeglichen Fair Plays entrückten Nigerianerinnen etwas mit Fußball zu tun?

 Eine Mannschaft, die sich so destruktiv und straßenkampfmäßig verhält, hat im Fußball nichts zu suchen. Sie ist eine Schande für diese Sportart, genauso wie die nigerianische Trainerin Ngozi Uche, die ihre Mannschaft derart eingestellt hat. Und Journalisten, die hierzu Wortfilter im Kopf haben, sind eine Schande für ihren Berufsstand.

Man muss die deutschen Spielerinnen loben. Sie haben sich, obwohl körperlich unterlegen, gegen diese disziplinlosen Oberschenkelmonster aus Schwarzafrika behauptet und ihnen gezeigt, dass sie auch austeilen können. Doch im Unterschied zu den offenbar mit Kudumilch gepäppelten Nigerianerinnen legten es die Teutonias nicht auf vorsätzliche Körperverletzung an.

Deutschlands Frauen, die bisher nicht das schöne Spiel des flach geschossenen Balls und Passes zeigten, haben das Spiel mit reichlich Blessuren überstanden und trotz der desolaten Leistung der südkoreanischen Pfeife Cha gewonnen. Die Schiedsrichterin, die aus einer der wettfreudigsten Nationen der Welt stammt, hätte in Deutschland nicht mal in der A-Jugend eine Chance.

Es ist ein Unding, dass die FIFA sie ein WM-Spiel leiten lässt, und es wirft ein weiteres schlechtes Licht auf das Blatter-Imperium. Wer sich mit der asiatischen Wettsucht auskennt, musste gestern den Eindruck gewinnen, dass Cha einem Sieg der Nigerianerinnen wohlgeneigt gewesen war. Mindestens zweimal hätte sie gegen die Buschkriegerinnen die Rote Karte ziehen müssen, mehrfach auch die Gelbe.

Klar ist: Das deutsche National-Team hat zu Recht gewonnen. Wünschenswert ist, dass Cha nie wieder ein Fußballspiel pfeiffen darf und Nigeria bis auf alle Ewigkeit Gutes tun muss.

© Amy Li

© GeoWis (2011-07-01)

Update (2011-07-05): Die deutsche Frauenschaft siegte heute mit 4:2 in einem hervorragenden Spiel gegen die Französinnen und zieht ungeschlagen ins Viertelfinale ein. Dort trifft sie auf die technisch versierten Japanerinnen.

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