GEOWIS Logo
GeoWis ONLINE-MAGAZIN
19. Oktober 2017
Home |  Login | Kontakt | Verlag | Links   
Download-Archiv
eBook/eText Downloads
Science & Technology
Selected Portraits
Artikel & Reportagen
- Afghanistan
- Angola
- Argentinien
- Australien
- Austria
- Auto-Legenden
- Bangladesh
- Burma
- China
- Deutschland
- Dänemark
- EU
- Frankreich
- Georgien
- Griechenland
- Haiti
- Honduras
- Indonesien
- International
- Italien
- Japan
- Kuba
- Liechtenstein
- Literatur/Kunst/Musik/Medien
- Mexiko
- Niederlande
- Nigeria
- Paraguay
- Peru
- Polen
- Schweden
- Schweiz
- Serbien
- Spanien
Sport
- - Borussia Dortmund
- - EM 2008
- - EM 2012
- - WM 2014
- - WM-2010-Kolumne
- Syrien
- USA
- Venezuela
- Vietnam
- Zimbabwe
- Äthiopien
Deutsche Sprache
Meinungen
Musik
Rezensionen
Film
Interviews
Schnellsuche
 
Verwenden Sie Stichworte, um einen Beitrag zu finden.
Erweiterte Suche
Ankündigung

Kostenlose Downloads (Auswahl)

Demographie: Que sera, sera. The future's not ours to see. Die BBR-Bevölkerungsprognose in Konfrontation mit der Realität. Von Hansjörg Bucher und Claus Schlömer

Stefan Z. Dmochowski - The Olowo of Owo

Klaus von Bröckel - Djibouti: 18. März 1987

Lesetipps

Tourismus

Wohin geht die Reise? >>

Reisen im Geburtsland Makesis >>

China-Reportagen

Chongqing - Stadt im Nebel >>

Chongqings Altstadt Ciqikou >>

Carrefour in China >>

Diaoyucheng, Hechuan >>

Beijing by Bike >>

Der chinesische Traum 1 >>

Der chinesische Traum 2 >>

Der chinesische Traum 3 >>

Spanien-Reportagen

Paxe Ryanair, Iberia! >>

High Speed Tag und Nacht >>

Der Tod kommt zweimal >>

Tarragona - Baila conmigo >>

Málaga - Glut des Südens >>

Japan-Reportagen

Hakone >>

Hakone Open Air Museum - Im Reich der Skulpturen >>

Frankreich-Reportagen

Nizza - Zwischen Arm und Reich >>

Vence - Kultort der Kultur ... >>

Nizza - Champagner muss sein >>

Côte Basque - Saint-Jean-de-Luz >>

Mauerfall-Reportagen

"Ich werd' bekloppt!" >>

"Keine Ahnung, wie die lebten" >>

"Wir wollen die D-Mark!" >>

Weitere Beiträge:
FCB-Chef Rummenigge poltert gegen BVB, Guardiola verhält sich unsportlich und BVB-Geschäftsführer Watzke wenig souverän. Wie albern.
Doping in Sotschi: Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle ist des Dopings überführt worden. Endlich, muss man konstatieren, bekommt das Saubermann-Image deutscher Athleten eine Breitseite
Fortuna Düsseldorf entlässt Trainer Mike Büskens. Dabei hätte längst Sport-Vorstand Wolf Werner seine Sachen packen müssen
Am Abgrund: Die Steuerhinterziehung von FCB-Präsident Uli Hoeneß wirft erneut ein Schlaglicht auf die Gier manch deutscher Prominenter. Bei Hoeneß wirkt sie geradezu schizophren
Sicherheit im Stadion: Rote Karte für Krawallos - Mehrheit der Bundesliga-Klubs akzeptiert das Sicherheitskonzept, gegen das Fangruppen sturmliefen. Somit wird es Zeit, dass die Klubs ihrer Rhetorik Taten folgen lassen
Misslungene Champions-League-Generalprobe von Schalke in Leverkusen trotz exklusivem Parkplatz. Das Spiel war symptomatisch für die voranschreitenden Undiszipliniertheiten in der Bundesliga
London 2012: Deutschland-Achter holt mit souveräner Willensleistung Gold
London 2012: Ingrid Drexel, Mexikos beste Radlerin, geht an den Start
Fußball: Das Skandalspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC hat viele Ursachen und wirft zudem die Frage nach dem Zweck von Relegationsspielen auf
Champions League: FC Bayern ringt Real Madrid gekonnt nieder und steht im Finale, während in Spanien Ernüchterung herrscht
Ein Meister und zwei Lehrlinge - Fußballkönig Otto Rehhagel trainiert die Hertha
Der renommierte Ex-Spieler und Meistertrainer Felix Magath gibt zunehmend ein tragisches Bild ab
Hertha BSC hatte in Markus Babbel einen modernen, erstklassigen Trainer, doch das Verhalten der Vereinsführung ist traditionell bestensfalls viertklassig
Philipp Lahms Buch sorgte für Unmut beim DFB und Trainern. Ergebnis: Nur Verlierer
Fazit zur Frauen-Fußball-WM 2011: Japans Prachtnelken haben es allen gezeigt und sind Weltmeisterinnen. Doch die WM hat auch grandiose Verlierer, an vorderster Stelle so genannte Experten
Frauen-Fußball-WM 2011: Nadeshiko spielen Schwedinnen Knoten in die Beine und stehen im Finale
Frauen-Fußball-WM 2011: US-Girls gewinnen im Viertelfinale gegen Brasilien und Melksham, Schwedinnen bezwingen Matildas
Frauen-Fußball-WM 2011: Japans Prachtnelken - Nadeshiko - kicken Teutonias nach beherztem Spiel aus dem Turnier
Frauen-Fußball-WM 2011: Matildas überzeugen erneut
Frauen-Fußball-WM 2011: Teutonias gewinnen trotz Schiedsrichterin gegen nigerianische Rammen
Frauen-Fußball-WM 2011: Japan und Mexiko liefern Anschauungsunterricht fürs deutsche Team; Kommentatoren, Berichterstatter und manche Expertin instinktlose chauvinistische Phrasen, Schwachmatensprech und erschreckende Flachheit
Fußball: Kevin allein nach Haus, Löw unnachsichtig beleidigt
Tischtennis: China knackt das Boll-Werk
Deutsche SchwimmerInnen: Zu Unrecht geschmäht?
Beijing 2008: Alles voll im Soll
Klinsmann und der FC Bayern: Logische Symbiose
Sport: Drogen, Panscher und Bigotterie
Goerlitz, Uwe: Bogenschieβen - In der Ruhe liegt die Kraft
Henke, Jochen: FC Bayern in Panik


Frauen-Fußball-WM 2011: US-Girls gewinnen im Viertelfinale gegen Brasilien und Melksham, Schwedinnen bezwingen Matildas
[851]
abby_solo_big.gif

Bis zum letzten Atemzug

Die USA haben gegen Brasilien bewiesen, dass niemals aufzugeben sich lohnen kann und stehen im Halbfinale; Schweden schickt die Matildas zurück nach Down Under. Im Halbfinale warten nun für beide ganz andere Kaliber.

Von Amy Li (2011-07-11) +++Update siehe unten+++

In den USA sind die US-Girls jetzt schon Helden. Sie haben in einem zunächst langweiligen Gekicke am Ende für das gesorgt, was - nicht nur - die Amerikaner so lieben und ihr Pathos herleiten: Dramatik, Kampfgeist, Gerechtigkeitsempfinden. In der Los Angeles Times zieht Graham L. Jones Vergleiche zu früheren US-Teams ("No U.S. women's soccer team is ever beaten until the final whistle sounds") und mutmaßt, dass Brandi Chastain, die 1999 in den USA im Finale den entscheidenden Elfmeter gegen China verwandelte und sich danach ihres Trikots entledigte, irgendwo sei und dies wiederhole, "oder auch nicht. Sollte sie aber." 

Offenbar gibt es ihn wirklich, den gerechten Fußballgott. Nur war er lange nicht auf der Seite der US-Girls, sondern auf der der sich ständig bekreuzigenden katholischen Brasilianerinnen, als die im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion im Viertelfinale gegen die US-Girls antraten. Später hat er, der Fußballgott, die Seiten gewechselt. Es hat ihm wohl nicht gepasst, dass die Brasilianerinnen erst mit Hilfe inkorrekter Methoden zum Tor gelangt waren und ihm dann auch noch dankten.

 Kleiton Limas Team mit dem eher unsympathischen Superstar Marta ist im Elfmeterschießen ausgeschieden, und das zu Recht. Vor allem Marta, die wohl ohne WM-Titel in Rente gehen wird und damit das Schicksal einiger deutscher Fußballerinnen teilt, fiel durch ungehörige und unprofessionelle Unsportlichkeiten auf. Immer wieder forderte sie die überforderte australische Schiedsrichterin Jacqi Melksham auf, ihre Gegenspielerinnen zu bestrafen. Sie meckerte, zeterte, giftete und bestritt das Spiel nahezu durchgehend mit grimmiger Miene.

Gut, dass sie so hohe Gehaltsforderungen hat, mag man da denken, sonst könnte glatt ein Bundesligaklub auf die Idee kommen, sie zu verpflichten. Daiana, Cristine, Formiga oder Martas sonstige Team-Kolleginnen verhielten sich kaum besser. Andauernd Nickligkeiten, Meckereien, Forderungen an die Schiedsrichterinnen. Zwar dominierten die Brasilianerinnen das Spiel vor allem in der ersten Halbzeit, aber die Stimmung im Publikum kippte zu Gunsten der US-Girls, weil es das uncoole Verhalten der Martas und die Fehl- und Nichtentscheidungen des Schiedsrichterinnengespanns nicht gut fand.

Lediglich Reporter Tom Bartels fand die Brasilianerinnen gut, gab erhellende Kommntare vor allem in der regulären Spielzeit ab ("Brasilien braucht mindestens noch ein Tor, um in die Verlängerung zu kommen"; "Das war hautnahes Abseits"), und las immer wieder laut von der für Millionen Zuschauer eingeblendeten Uhr vor, wie viele Minuten noch zu spielen waren ... Was Reporter halt so schwatzen, wenn sie nicht wissen, was sie erzählen sollen.

Das Spiel gehörte für neutrale Beobachter sicherlich nicht zu den besten dieser WM, in jedem Fall aber zu den wenigen dramatischen, und für Fans beider Mannschaften war es ein Herzinfarktrisikospiel, das sie, erst recht aber die US-Girls um Stürmerin Abby Wambach und Torfrau Hope Solo, enorm viel Kraft gekostet haben wird. Gegen Les Bleues féminine aus Frankreich könnte ihnen das im Halbfinale zum Nachteil werden, zumal die Französinnen einen Tag mehr Pause hatten.

Bruno Bini, Frankreichs Fußballfrauentrainer, wäre es sowieso egal gewesen, ob seine Bompasteurs, Thineys, Soubeyrands, Thomis und Le Sommers gegen Brasilien oder die USA auflaufen müssen, wie er nach dem gewonnenen Elfmeterschießen gegen England der französischen Zeitung Le Figaro (Online) sagte. Der humorig-kauzige Trainer mit Hang zur Ironie ist überzeugt davon, dass seine Mädels ins Finale kommen.

 Allzu gewagt ist diese Überzeugung nicht, haben die Französinnen doch bisher unter Beweis gestellt, dass sie hervorragend Fußball spielen können. Sie sind flink, ballsicher und siegeswillig. Gegen die US-Girls, die eine ähnliche Spielanlage wie die deutschen Frauen zeigten - Rapinoe machte die Behringer, indem sie immer wieder in den Strafraum flankte und Abby-Inka-Wambach-Grings suchte -, wird sich Bini das Richtige einfallen lassen, notfalls Les Bleues féminine mit einer Austerngabel bestücken, um deren Abwehr zu knacken.

Wenn dann auch noch die Prachtnelken aus Japan das Drei-Kronen-Team aus Schweden austanzten, hätte diese WM das fußballerisch perfekte Endspiel. Die Schwedinnen, alle recht groß und robust, müssten vor Japan gewarnt sein und das Spiel gegen Deutschland dürfte seit heute das meistgesehenste im Team von Trainer Dennerby sein. Doch was soll Dennerby machen? Er kann seine Spielerinnen ja nicht schrumpfen. Und ihnen binnen weniger Tage das filigrane, technisch nahezu perfekte Spielen beibringen, kann er ebenso wenig. Er kann ihnen wahrscheinlich nicht einmal die Angst vor den Nadeshiko (Prachtnelken) nehmen.

Die Japanerinnen hingegen, die all das schon beherrschen und auch noch höher hüpfen können als die Kvinnas aus dem europäischen Norden, haben keine Angst vor dem nächsten Gegner. Brauchen sie auch nicht zu haben. Sie wissen, dass spätestens seit dem Spiel gegen das deutsche Team jeder Angst vor ihnen hat. Vor ihrem Rasenschach, ihrer Ballsicherheit, ihrer Laufbereitschaft, ihren Wal-Lungen und ihrem unbedingten Siegeswillen.

Mit den USA, Schweden, Japan und Frankreich stehen die vier besten Teams dieser WM in den Halbfinals. Keins steht da zufällig, keins hat sich durchgemogelt oder ist durch Glück dahin gekommen. Bundestrainerin Silvia Neid wird dies neidlos anerkennen müssen.

© Amy Li 

© GeoWis (2011-07-11)

Update (2011-07-13): Die USA bezwingen Frankreich im Halbfinale mit 3:1 

Links

Mal aufgedreht >>

Woo Hoo, hoo, hoo, hoo ... >>

Dancing Matildas >>

Die Andersseher >>

Eine Schande für den Fußball >>

Anzeige