GEOWIS Logo
GeoWis ONLINE-MAGAZIN
18. Dezember 2017
Home |  Login | Kontakt | Verlag | Links   
Download-Archiv
eBook/eText Downloads
Science & Technology
Selected Portraits
Artikel & Reportagen
- Afghanistan
- Angola
- Argentinien
- Australien
- Austria
- Auto-Legenden
- Bangladesh
- Burma
- China
- Deutschland
- Dänemark
- EU
- Frankreich
- Georgien
- Griechenland
- Haiti
- Honduras
- Indonesien
- International
- Italien
- Japan
- Kuba
- Liechtenstein
- Literatur/Kunst/Musik/Medien
- Mexiko
- Niederlande
- Nigeria
- Paraguay
- Peru
- Polen
- Schweden
- Schweiz
- Serbien
- Spanien
Sport
- - Borussia Dortmund
- - EM 2008
- - EM 2012
- - WM 2014
- - WM-2010-Kolumne
- Syrien
- USA
- Venezuela
- Vietnam
- Zimbabwe
- Äthiopien
Deutsche Sprache
Meinungen
Musik
Rezensionen
Film
Interviews
Schnellsuche
 
Verwenden Sie Stichworte, um einen Beitrag zu finden.
Erweiterte Suche
Ankündigung

Kostenlose Downloads (Auswahl)

Demographie: Que sera, sera. The future's not ours to see. Die BBR-Bevölkerungsprognose in Konfrontation mit der Realität. Von Hansjörg Bucher und Claus Schlömer

Stefan Z. Dmochowski - The Olowo of Owo

Klaus von Bröckel - Djibouti: 18. März 1987

Lesetipps

Tourismus

Wohin geht die Reise? >>

Reisen im Geburtsland Makesis >>

China-Reportagen

Chongqing - Stadt im Nebel >>

Chongqings Altstadt Ciqikou >>

Carrefour in China >>

Diaoyucheng, Hechuan >>

Beijing by Bike >>

Der chinesische Traum 1 >>

Der chinesische Traum 2 >>

Der chinesische Traum 3 >>

Spanien-Reportagen

Paxe Ryanair, Iberia! >>

High Speed Tag und Nacht >>

Der Tod kommt zweimal >>

Tarragona - Baila conmigo >>

Málaga - Glut des Südens >>

Japan-Reportagen

Hakone >>

Hakone Open Air Museum - Im Reich der Skulpturen >>

Frankreich-Reportagen

Nizza - Zwischen Arm und Reich >>

Vence - Kultort der Kultur ... >>

Nizza - Champagner muss sein >>

Côte Basque - Saint-Jean-de-Luz >>

Mauerfall-Reportagen

"Ich werd' bekloppt!" >>

"Keine Ahnung, wie die lebten" >>

"Wir wollen die D-Mark!" >>

Weitere Beiträge:
FCB-Chef Rummenigge poltert gegen BVB, Guardiola verhält sich unsportlich und BVB-Geschäftsführer Watzke wenig souverän. Wie albern.
Doping in Sotschi: Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle ist des Dopings überführt worden. Endlich, muss man konstatieren, bekommt das Saubermann-Image deutscher Athleten eine Breitseite
Fortuna Düsseldorf entlässt Trainer Mike Büskens. Dabei hätte längst Sport-Vorstand Wolf Werner seine Sachen packen müssen
Am Abgrund: Die Steuerhinterziehung von FCB-Präsident Uli Hoeneß wirft erneut ein Schlaglicht auf die Gier manch deutscher Prominenter. Bei Hoeneß wirkt sie geradezu schizophren
Sicherheit im Stadion: Rote Karte für Krawallos - Mehrheit der Bundesliga-Klubs akzeptiert das Sicherheitskonzept, gegen das Fangruppen sturmliefen. Somit wird es Zeit, dass die Klubs ihrer Rhetorik Taten folgen lassen
Misslungene Champions-League-Generalprobe von Schalke in Leverkusen trotz exklusivem Parkplatz. Das Spiel war symptomatisch für die voranschreitenden Undiszipliniertheiten in der Bundesliga
London 2012: Deutschland-Achter holt mit souveräner Willensleistung Gold
London 2012: Ingrid Drexel, Mexikos beste Radlerin, geht an den Start
Fußball: Das Skandalspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC hat viele Ursachen und wirft zudem die Frage nach dem Zweck von Relegationsspielen auf
Champions League: FC Bayern ringt Real Madrid gekonnt nieder und steht im Finale, während in Spanien Ernüchterung herrscht
Ein Meister und zwei Lehrlinge - Fußballkönig Otto Rehhagel trainiert die Hertha
Der renommierte Ex-Spieler und Meistertrainer Felix Magath gibt zunehmend ein tragisches Bild ab
Hertha BSC hatte in Markus Babbel einen modernen, erstklassigen Trainer, doch das Verhalten der Vereinsführung ist traditionell bestensfalls viertklassig
Philipp Lahms Buch sorgte für Unmut beim DFB und Trainern. Ergebnis: Nur Verlierer
Fazit zur Frauen-Fußball-WM 2011: Japans Prachtnelken haben es allen gezeigt und sind Weltmeisterinnen. Doch die WM hat auch grandiose Verlierer, an vorderster Stelle so genannte Experten
Frauen-Fußball-WM 2011: Nadeshiko spielen Schwedinnen Knoten in die Beine und stehen im Finale
Frauen-Fußball-WM 2011: US-Girls gewinnen im Viertelfinale gegen Brasilien und Melksham, Schwedinnen bezwingen Matildas
Frauen-Fußball-WM 2011: Japans Prachtnelken - Nadeshiko - kicken Teutonias nach beherztem Spiel aus dem Turnier
Frauen-Fußball-WM 2011: Matildas überzeugen erneut
Frauen-Fußball-WM 2011: Teutonias gewinnen trotz Schiedsrichterin gegen nigerianische Rammen
Frauen-Fußball-WM 2011: Japan und Mexiko liefern Anschauungsunterricht fürs deutsche Team; Kommentatoren, Berichterstatter und manche Expertin instinktlose chauvinistische Phrasen, Schwachmatensprech und erschreckende Flachheit
Fußball: Kevin allein nach Haus, Löw unnachsichtig beleidigt
Tischtennis: China knackt das Boll-Werk
Deutsche SchwimmerInnen: Zu Unrecht geschmäht?
Beijing 2008: Alles voll im Soll
Klinsmann und der FC Bayern: Logische Symbiose
Sport: Drogen, Panscher und Bigotterie
Goerlitz, Uwe: Bogenschieβen - In der Ruhe liegt die Kraft
Henke, Jochen: FC Bayern in Panik


Champions League: FC Bayern ringt Real Madrid gekonnt nieder und steht im Finale, während in Spanien Ernüchterung herrscht
[909]
bilbo_real_big.gif

Potential fast optimal abgerufen

Für den deutschen Fußball war es eine Sternstunde, für den FC Bayern München die Verwirklichung eines Traums: CL-Finalteilnahme in München. Für die einst Galaktischen aus Madrid war es eine ihrer bittersten Niederlagen.

Von Jochen Henke (2012-04-26)

Spaniens Presse schwankt zwischen Anerkennung und Trauer. Erst blamierte sich der FC Barcelona gegen die Catenaccio-Truppe aus dem Londoner Ortsteil Chelsea, dann das Ensemble von Real Madrid gegen den Zweiten der Bundesliga. Bwin, Reals Sponsor, wird's gefreut haben, denn man darf davon ausgehen, dass die wettaffinen Spanier auf ihre Teams gesetzt hatten.

Der FCB, die schwarze Bestie (La bestia negra), wie der Klub gerne von spanischen Medien genannt wird, steht zum neunten Mal im Finale des wichtigsten europäischen Vereinswettbewerbs, der bis vor 20 Jahren nur die jeweiligen nationalen Meister zuließ, inzwischen aber bis zum Vierten der Ligen reichen kann. Viermal hat er ihn gewonnen, davon dreimal hintereinander (1974-76) und zuletzt im Jahr 2001 nach Elfmeterschießen gegen den FC Valencia. Nun, im heimischen Stadion, hat er beste Chancen, die Trophäe zum fünften Mal an die Isar zu holen.

Das sehen auch die Engländer überwiegend so, folgt man zum Beispiel den Leserkommentaren zum gestrigen Spiel. Vor allem zollen sie den Bayern Respekt und hämen über Madrid. Im Guardian schreiben sie: "Hats off to Bayern, they played like lions"; "Cheers Bayern"; "Kroos and Lahm. Are they even German?"; "Sergio Ramos is David Beckham's long lost cousin". Zwei schreiben im Hinblick auf beide Halbfinals: "Yesterday I lost faith in football. Today I got it back" und "Barcelona - WEG!!, Real Madrid - WEG!! Ich fucking liebe Fußball!!!!!".

 Dabei sah es anfangs danach aus, als bekämen die Bayern eine ordentliche Packung. 2:0 nach 14 Minuten, beide Tore durch der Welt teuersten Spieler Cristiano Ronaldo (94 Mio. €), eins davon durch Elfmeter.

Doch offenbar hatte die Heynckes-Elf aus dem jüngsten Spiel gegen den BVB gelernt, denn sie besann sich zusehends ihrer spielerischen Qualitäten, bekam einen Elfmeter und war wieder da. Und hätte Mario Gomez nicht in geradezu zum Weggucken geeigneter Manier so viele Bälle verstolpert und Chancen versiebt, wäre es möglicherweise gar nicht zu einer Verlängerung gekommen.

Mesut Özil, der eine gewohnt gute Partie für Real ablieferte, hatte vor dem Spiel seinen eingeübten Standardsatz "Wir müssen unser Potential optimal abrufen" verlautbart. Özil hielt sich bis zu seiner Auswechslung daran, und auch Marcelo, doch ein Großteil von Mous Eleven nicht. Das gelang den Bayern. Sie nahmen das Zepter in die Hand und spielten enorm stark auf, so dass auch Nicht-Bayern-Fans ihre Freude daran haben konnten.

Es war ein Halbfinalspiel der gehobenen Klasse, in dem beide Torhüter - Iker Casillas, Manuel Neuer - durch je zwei gehaltene Elfmeter über sich hinauswuchsen und fünf Schützen - Kroos, Lahm, Ronaldo, Kaká, Sergio Ramos - ihre Elfer vergeigten, wobei Sergio Ramos den Ball in den Madrider Nachthimmel katapultierte. Es war auch ein Halbfinale, bei dem auf der einen Seite eine halbe Milliarde Euro (Real) gegen knapp 200 Millionen (FCB) auf der anderen spielte und das preiswertere Team gewann.

Der FC Bayern München hat sich dabei als kaltschnäutzig und unbeeindruckt von Mous Star-Ensemble erwiesen. Er hat ihm zum Entsetzen der Real-Anhänger in der zweiten Halbzeit sein Spiel aufgezwungen und zeitweise nicht den Eindruck gemacht, als befände er sich in einem Auswärtsspiel. Reals Mou zollte ihm dafür Hochachtung und lobte während der Pressekonferenz auch Chelsea, das Pep Guardiolas Truppe tags zuvor den Schneid abgekauft hatte. Zu Real fiel ihm nicht viel ein.

Waren es bislang meist die Engländer, die Elfmeterschießen gegen deutsche Teams verloren, können spätestens seit gestern Abend spanische (Valencia, Real) mitfühlen, was die Insulaner seit Jahrzehnten durchmachen. Für Chelsea kann das im Finale nur heißen: Elfmeterschießen unbedingt vermeiden. Lieber in der regulären Spielzeit verlieren.

© Jochen Henke

© GeoWis (2012-04-26)

Anzeige