GEOWIS Logo
GeoWis ONLINE-MAGAZIN
30. Mai 2017
Home |  Login | Kontakt | Verlag | Links   
Download-Archiv
eBook/eText Downloads
Science & Technology
Selected Portraits
Artikel & Reportagen
Deutsche Sprache
Meinungen
Musik
Rezensionen
Film
Interviews
Schnellsuche
 
Verwenden Sie Stichworte, um einen Beitrag zu finden.
Erweiterte Suche
Ankündigung

Kostenlose Downloads (Auswahl)

Demographie: Que sera, sera. The future's not ours to see. Die BBR-Bevölkerungsprognose in Konfrontation mit der Realität. Von Hansjörg Bucher und Claus Schlömer

Stefan Z. Dmochowski - The Olowo of Owo

Klaus von Bröckel - Djibouti: 18. März 1987

Lesetipps

Tourismus

Wohin geht die Reise? >>

Reisen im Geburtsland Makesis >>

China-Reportagen

Chongqing - Stadt im Nebel >>

Chongqings Altstadt Ciqikou >>

Carrefour in China >>

Diaoyucheng, Hechuan >>

Beijing by Bike >>

Der chinesische Traum 1 >>

Der chinesische Traum 2 >>

Der chinesische Traum 3 >>

Spanien-Reportagen

Paxe Ryanair, Iberia! >>

High Speed Tag und Nacht >>

Der Tod kommt zweimal >>

Tarragona - Baila conmigo >>

Málaga - Glut des Südens >>

Japan-Reportagen

Hakone >>

Hakone Open Air Museum - Im Reich der Skulpturen >>

Frankreich-Reportagen

Nizza - Zwischen Arm und Reich >>

Vence - Kultort der Kultur ... >>

Nizza - Champagner muss sein >>

Côte Basque - Saint-Jean-de-Luz >>

Mauerfall-Reportagen

"Ich werd' bekloppt!" >>

"Keine Ahnung, wie die lebten" >>

"Wir wollen die D-Mark!" >>

Weitere Beiträge:
Fußball: BVB-Spieler Großkreutz pinkelt in Hotel-Lobby, Jogi Löw outet sich als Raser und der DFB hat neben einem sehschwachen Schiedsrichter nun auch in Oliver Bierhoff einen hauseigenen Comedian
Deutschland: "Containern" gleich Einbruchdiebstahl? Drei Studenten stehen in Eschwege vor Gericht, weil sie weggeworfene Lebensmittel aus dem Abfall geholt haben. Besser wäre es, wenn die professionellen Lebensmittelverschwender bestraft würden
Alice Schwarzer in Bedrängnis - Die Grand Dame des Nachkriegsfeminismus erweist sich als Förderin in eigener Sache
Das Feindbild des Hans-Ulrich Jörges: In seinem Zwischenruf-Video "Die Methode Wagenknecht" läuft der stern-Journo zur Hochform auf und wählt einen Ton, der unter Hitler salonfähig gewesen wäre
Ski-Unfall von Michael Schumacher - Ein Kommentar
Arbeiten bei Aldi: Bei Aldi-Süd muss mit Fesseln aus Frischhaltefolie gerechnet werden, wenn man Auszubildende/r ist
Auf dem FDP-Parteitag in Berlin bediente sich Rainer Brüderle zeitweise einer Sprache, die an Demagogen des Dritten Reichs erinnert
Herrenwitz oder Damenwitz - Eine Stern-Journalistin traf auf einen mutmaßlich allzu freimütigen Rainer Brüderle und schreibt ein Jahr später darüber im eigenen Blatt. Ist das professionell?
Antisemitismus: Die Debatte um Jakob Augsteins angeblichen Antisemitismus nimmt abstruse Formen an. Auslöser des Ganzen ist das Simon-Wiesenthal-Center mit Hauptsitz in Los Angeles. Ein Exkurs
Bundestagswahl 2013: Die SPD hat mit Peer Steinbrück einen Kanzlerkanidaten aufgestellt, der hervorragend zum Verlieren geeignet ist
Annette Schavan - Bundesbildungsministerin wird des Plagiierens bezichtigt und macht den Guttenberg. Wie sieht es mit Schadensersatz aus?
Mohammed-Verunglimpfung: Die Satire-Magazine Charlie Hebdo und Titanic versuchen, was geht. Angesichts der Brisanz ums Thema stellt sich die Frage, ob die Chefredakteure noch wissen, was sie tun
Meinungsfreiheit: Anti-Mohammed-Film 'Die Unschuld der Muslime' schürt Hass zwischen den Völkern. In Deutschland wird mit zweierlei Maß gemessen
Bedrohliche Online-Macht - Facebook zwingt deutsche Städte, auf seinen Seiten auf Namenshoheit zu verzichten. Dem haben sie konsequent entgegenzutreten
Herdprämie unterwandert Rechtsanspruch auf Kindergartenplatz
Gedicht, Pamphlet oder Prosa? Günter Grass erntet für seine Kritik an Israels Planspielen für einen atomaren Erstschlag gegen Iran reihenweise Schmähungen, die die Fakten unberücksichtigt lassen
Bundespräsident: Während sich der Hauptkandidat in Umfragehochs sonnt, gab die Linkspartei ein verheerendes Bild bei der Findung einer Alternative zu Gauck ab. Mit Beate Klarsfeld gelang ihr ein Nominierungs-Coup
Als gäbe es keine moderneren Persönlichkeiten für das Amt, soll Joachim Gauck nun doch Bundespräsident werden
Oskar Lafontaine ist wieder fit. Gut für die Linke, unberechenbar für die restlichen Parteien
Bin Laden wurde hingerichtet und die kritische deutsche Öffentlichkeit sieht das kaum anders. Wer es nicht wahrhaben will, ist etwa Henryk M. Broder. Er legt sich mit Jakob Augstein an und bleibt seiner längst rechtslastigen Linie treu
Die Natur- und Umweltkatastrophe in Japan zeitigt eine Zäsur für die japanische Gesellschaft und deren Glaube an die eigene Unfehlbarkeit. Nach dem physischen Tsunami wird, ja muss ein soziologischer erfolgen
Plagiatsdebatte zu Guttenberg: Im Land der Einfaltspinsel und Jecken
Plagiatsvorwürfe gegen Guttenberg: Summa cum laude abgeschrieben
Gutti in Bedrängnis - Hat Verteidigungsminister zu Guttenberg seinen Laden noch unter Kontrolle oder wird gezielt gegen ihn intrigiert? Tatsache ist, dass der Verteidigungsminister langsam in Seenot gerät
Schnee von gestern? Nein, danke! GeoWis-Autorin Mariam Backes fordert Nachschub der weißen Pracht. Ein Plädoyer für Schnee
Jet Airways - Star am Himmel
Terroralarm in Deutschland: Selten so gelacht. Die Hysterie ist vor allem eine unter Sicherheitsfanatikern gepflegte
Wiesbaden: Hessens Ministerpräsident Roland Koch will seine politischen Ämter ohne Not aufgeben. Ein seltener Vorgang in der deutschen Nachkriegsparteiengeschichte. Womöglich hat er nicht gespurt.
Dortmund: Laudatio von Sabine Weicherding zur Eröffnung der Cancer-Positiv-Foto-Ausstellung von Eva Horstick-Schmitt und Tirzah Haase
Kerner wechselt die Seiten. Endlich!
Steinmeiers Nahost-Reise: Eine Farce
Denn plötzlich sind sie tot: Helmpflicht für alle Abfahrer?
EU-Verfassung: Auf ein Neues unter Freunden
Ex-Bundespräsident Herzog hält ein Plädoyer
SPD-Parteitag: Politische Dialektik
Birthler-Behörde: Neu-Auflage des Faktischen
Deutsche Bahn unter Belagerung
Twins an den Zitzen
Molln, Hubertus: China-Bashing en vogue
Molln, Hubertus: US-Falken im unkontrollierten Sturzflug
Neldner, Maja: Öttinger - Durchtriebener Schwabe
Neldner, Maja: Öttingers Blackout
Backes, Mariam: Maxim Biller - Schwadroneur von Gottes Gnaden
Deutsche Bundeswehr in Afghanistan: Entzaubert und defloriert
Neldner, Maja: Demokratie und Justiz auf Abwegen
Sabine Christiansen: Anne Will
Deutsches Fernsehen II: Eine Blamage
Apocalypto - Hingeguckt und wenig gesehen
Olin, Beatrix: Auge um Auge
Deutscher Lebensstil: TEMPO - 10 Jahre danach


Antisemitismus: Die Debatte um Jakob Augsteins angeblichen Antisemitismus nimmt abstruse Formen an. Auslöser des Ganzen ist das Simon-Wiesenthal-Center mit Hauptsitz in Los Angeles. Ein Exkurs
[1002]
augstein_jakob_freitag_big.gif

Nummer 9

Freitag-Verleger Jakob Augstein wird vom Simon Wiesenthal Center und dem Publizisten Henryk M. Broder des Antisemitismus bezichtigt. Was ist das Simon Wiesenthal Center und was hat Broder damit zu tun? Und generell: Ist Kritik an Israel verboten?

Von Henning Appelt (2013-01-04)

Der Gazastreifen, jene von Israel umklammerte palästinische Enklave, ist mit 360 qkm nur geringfügig flächenreicher als etwa Dresden (328 qkm), muss aber rund 1,7 Millionen Palästiner aushalten. Die müssen sich ernähren und haben hierzu die Fischgründe im Küstenbereich und knapp 50 qkm Agrarfläche zur Verfügung. Auf der restlichen Fläche - die entweder unwirtlich oder urbanisiert ist - müssen sie ihren Alltag bestreiten. Gaza ist so ziemlich das Letzte, das einem im Leben passieren sollte. Wie auch die Golan-Höhen und das Westjordanland (West Bank).

Die strukturelle und physische Gewalt Israels gegenüber den Palästinern beschäftigt die Weltpolitik mittlerweile seit 64 Jahren, nimmt man den kurz nach Israels auf Grund einer UN-Resolution¹ entstandene Staatsgründung (1948) begonnenen arabisch-israelischen Krieg als Ausgangssituation. Mit Abermillarden Dollarn gepampert und aufgerüstet, inoffizielle Atommacht zudem, erscheint Israel seitdem den meisten Nationen in der Region als aggressiver Stachel im Fleisch.

Israel zu kritisieren, ist immer mit der Gefahr verbunden, in die antisemitische Ecke verbannt zu werden. Generationen deutscher Journalisten und Publizisten haben das verinnerlicht und diese Verinnerlichung in ihre Berichterstattung einfließen lassen. Die Holocaust-Keule, lyrisch oder in Rede sowohl von Günter Grass als auch von Martin Walser thematisiert, bescherte diesen Autoren Shitstorms. Hinsichtlich Israels beherzigen so manche Journos die Schere im Kopf oder stürzen sich auf jene, die ihren Job ernstnehmen.

jakob_augstein_der_freitag_wiesenthal_centerNun ging einer hin, der Kritik an Israel vortrug: Jakob Augstein, Verleger und Chefredakteur der angesehenen Wochenschrift Der Freitag und Sohn des Spiegel-Gründers Rudolf Augstein (1923-2002). Ausgelöst vom in Los Angeles ansässigen Simon-Wiesenthal-Center (SWC), erntete Jakob Augstein böse Kritik, selbst von rechstliberalen Medien wie der Welt, weil er es gewagt hatte, Dinge auf den Punkt zu bringen.

Das SWC schätzt Augstein als antisemitisch ein, auch auf Grund des Publizisten Henryk M. Broder², der als Quelle genannt wird, und setzte ihn auf Platz neun der 2012er Top-Ten-Liste der weltweit verteilten Antisemiten. Fünf Aussagen werden Augstein dabei zugeordnet, die er im vergangenen Jahr in seiner Kolumne auf Spiegel Online gemacht hat.

Jede dieser Aussagen ist hinsichtlich ihrer Inhalte belegbar. Keine dieser Aussagen richtet sich gegen die Bevölkerung Israels oder gegen Semiten. Abgesehen von der Fragwürdigkeit einer derartigen Liste, wirkt es geradezu lächerlich, Jakob Augstein darin aufzuführen. Es gibt fürwahr andere Deutsche mit Prominentenstatus, die antisemitische Äußerungen von sich gegeben haben. Etwa Thilo Sarrazin, dessen Name an die muslimischen Sarrazenen erinnert.

Doch mit einem erklärtermaßen linksgerichteten deutschen Verleger lässt sich offenbar mehr Aufmerksamkeit erregen, die das propagandistisch orientierte SWC scheinbar nötig hat. Mit Büros in New York City, Chicago, Miami, Toronto, Buenos Aires, Jerusalem und Paris, aber ohne eines in Deutschland, ist die Simon Wiesenthal Incorporated - so die Gesellschaftsform des SWC - international schon nicht schlecht aufgestellt.

Sie ist eine Kapitalgesellschaft US-amerikanischen Rechts, steuerbefreit und als Nicht-Regierungsorganisation (NRO) bei den Vereinten Nationen (UN), der UNESCO, der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), dem Lateinamerikanischen Parlament (PARLATINO) und beim Europarat akkreditiert.

Ihr Nettovermögen (ohne Anlagevermögen) belief sich laut Geschäftsbericht Ende 2012 auf rund 65,5 Millionen US-Dollar, gut eine Million weniger als im Vorjahr. Ihre Einnahmen betrugen im Fiskaljahr 2011/12 (1.07.2011-30.06.2012) 26,73 Millionen Dollar, ihre Ausgaben 27,55 Millionen. Knapp 200.000 Dollar betrugen die Geldtransfergebühren und Wechselkursschwankungen durch Zuwendungen aus dem Ausland.

Ein Gutteil der Einnahmen dürfte für Personalkosten in erweitertem Sinne ausgegeben worden sein. Genaue Zahlen sind nicht ausgewiesen. Auch der Unterhalt der Büros und kulturellen Einrichtungen (Museums of Tolerance in Los Angeles, New York City und Jerusalem; Webseitenprojekte wie Campus Outreach; Reisekosten) verschlingt viel Geld. Wie auch das Fundraising, für das im abgelaufenen Fiskaljahr rund 5,1 Millionen Dollar aufgewendet wurden. Für edukative, kulturelle und Aufklärungsprojekte bleibt da nicht mehr allzu viel übrig.

Um Einnahmen zu erzielen, hat sich das SWC neben dem aufwändigen Spendensammeln eine Palette von Möglichkeiten ausgedacht. Unter dem Begriff "Planned Giving" offeriert es, ihm die Nutznießerschaft von Lebensversicherungspolicen zu übertragen, es als Begünstigten von Erbschaften einzusetzen und ihm Immobilien, Spareinlagen und Wertpapiere zu übereignen. Immer mit dem Argument der Steuerersparnis. Wie sang die niederländische Band Bots doch gleich? "Es geht doch nur um Geld und die Methode, die es uns eingebracht (...)."

Mitunter tritt das rein kapitalistisch organisierte SWC auch als Investor auf. So hat es laut Geschäftsbericht 100.000 Dollar an Zinseinnahmen generiert, die aus einer Beteiligung an 350 Mehrfamilienhaus-Wohnungen in Los Angeles stammen. Wer auch nur ein wenig Ahnung hat, dürfte zu dem Schluss kommen, dass die Fülle an ökonomischen Aktivitäten personal- und zeitintensiv ist.

Das Unternehmen, das sich als Mission auf die Fahne geschrieben hat, sich für jüdische Menschenrechte einzusetzen - als ob Menschenrechte für ethnische oder religiöse Gruppen anders zu bewerten wären! -, Antisemitismus, Hass und Terrorismus zu bekämpfen, finanziert zwar Dokumenarfilme (elf in 27 Jahren) und unterhält eine Bücherei, lebt aber auch vom Verkauf von Devotionalien, Büchern und DVDs. Kostenlos gibt es praktisch nichts.

simon_wiesenthal_center_los_angelesEs tritt als Pressure-group auf und hat mit der Idee, eine Top-Ten-Liste von Antisemiten zu publizieren, ein perfides Marketing-Instrument erschaffen. Handelt es sich angesichts dieser Sachlage tatsächlich um eine Menschenrechtsorganisation? Oder lediglich um eine Kapitalgesellschaft, die Einnahmen erzielen will, um ihren Fortbestand zu sichern?

In Henryk M. Broder, der spätestens seit seinen prophetischen publizistischen Äußerungen kurz nach 9/11 hinsichtlich der Attentäter als Flakgeschütz gegen jegliche Kritiker an Israel auftritt, hat das SWC³ einen treuen Freund, der sich offenbar neben den einschlägigen Vereinigungen und Vereinen als Gralshüter des politisch Korrekten versteht, das im Kern zum Inhalt hat, Kritik an Israel verbiete sich für Deutsche.

Israels Siedlungspolitik ist seit über 40 Jahren ein Affront gegen die räumlichen Ansprüche des palästinischen Volkes. Gestartet mit etwas mehr als 1,17 Millionen Einwohnern, war die Bevölkerung bis 1960 bereits auf knapp 2,2 Millionen angestiegen. 1989 betrug sie 4,56 Millionen, Ende 2012 gut 7,9 Millionen. Die Staatsgebietsfläche beträgt etwa 21.000 qkm und ist vergleichbar mit der Hessens (6,1 Millionen Ew.). Zirka 7.000 qkm sind - zuzüglich - besetzte Gebiete.

Gemäß der Doktrin, allen Juden der Welt Zufluchtsregion zu sein, ist der Siedlungsbau, in den 1970er Jahren von Romantikern aus aller Welt freiwillig und tatkräftig unterstützt, geradezu eine Notwendigkeit. Dass er ausgerechnet in annektierten Gebieten rigoros praktiziert wird, ist eines der wesentlichen Konflikpotenziale. Das ist zu Recht jederzeit kritisierbar.

Israel ist innerhalb seiner überschaubaren Fläche zudem ein Hegemon, aber - blickt man auf die Karte -, auch ein geographischer Fliegenschiss. Allerdings einer mit veritablem Aggressionspotenzial. Darüber hinaus ist diese geographische Konstruktion mit UN-Mitgliedschaft ein Polizei- und Unterdrückerstaat, der seit Bestehen seine Sicherheitskräfte (Militär, Geheimdienst Mossad) durch die Welt schickt, Missliebige zu ermorden. 

Das sind keine Referenzen für ein friedliches Zusammenleben. Es sind aber Referenzen für das, was Israel politisch ausmacht und weshalb der Staat zu Recht angeprangert werden muss. Jakob Augstein war diesbezüglich noch recht zurückhaltend.

Zum Glück leben wir nicht in einem meinungsbeschränkenden Land und brauchen uns auch von NROs wie dem SWC nicht auf der Nase herumtanzen lassen. Kritik gegen Israel ist hierzulande verfassungsgemäß genauso erlaubt wie gegen den Iran, China, Russland oder jedes andere, auch das eigene, Land. 

¹ Teilungsplan für Palästina vom 20.11.1947. UN-Resolution 181.

² Broder hat jahrelang für den Spiegel geschrieben und schreibt sei einiger Zeit für die Welt. Am 3.01.2013 gab er auf Welt Online bekannt, seine freitagmorgendliche Radiosendung im RBB nicht mehr weiterzuführen, nachdem ihm der Sender nahegelegt hatte, erst einmal auszusetzen.

³ Inzwischen legte das SWC publizistisch nach. Laut seinem offensichtlich in Deutschland zum Verlautbarungsmedium mutierten Blatt Die Welt (Online-Ausgabe) heißt es: "Nur weil er ein Journalist ist, geben wir Herrn Augstein keinen Freibrief zu sagen, was er will und sich dann hinter journalistischer Integrität zu verstecken. Seine Aussage hat keine Richtigkeit, es gibt keine Basis dafür", sagte Rabbi Abraham Cooper vom Simon Wiesenthal-Zentrum in Los Angeles der Nachrichtenagentur dpa."

© Henning Appelt

© GeoWis (2013-01-04)

Anzeige
Visiting Mexico