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Syrien: Die USA und England schwächen ihre Kriegsrhetotik ab. Obama und Cameron stehen unter Druck und haben es neuerdings mit Oppositionen in ihren Ländern zu tun. Frankreichs Hollande sieht dabei gerade nicht gut aus
Syrien: Erneut gerieren sich die USA und England als Kriegstreiber. Nun wollen sie das Assad-Regime wegen angeblichen Giftgaseinsatzes im syrischen Bürgerkrieg bombardieren


Syrien: Die USA und England schwächen ihre Kriegsrhetotik ab. Obama und Cameron stehen unter Druck und haben es neuerdings mit Oppositionen in ihren Ländern zu tun. Frankreichs Hollande sieht dabei gerade nicht gut aus
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Taktisches Geplänkel

Das noch bis vor zwei Tagen gegoltene Mantra der USA, Englands und Frankreichs, Luftangriffe auf Syrien in Gang zu setzen, wird plötzlich relativiert.

Von Nina Brenthäuser (2013-08-29)

Wenn US-Präsident Obama hustet, geht der kleine Bruder Großbritannien vorsichtshalber für ihn zum Arzt. Könnten ja die Bronchien sein. Oder Schlimmeres. Barack Obama und sein ihm am Zipfel hängender Partner aus London, der verkappte Neo-Faschist David Cameron, haben die Colts einstweilen wieder in die Holster gesteckt. Ein Angriff auf Syrien ist nicht mehr so sicher. Frankreichs Regierungschef Hollande, der mitgeflogen wäre, steht im Moment ein wenig da wie ein begossener Pudel.

Wie ist es zu dem vermeintlichen Sinneswandel der drei im Weltsicherheitsrat vertretenen Atommächte gekommen? Fürchten sie sich vor einem Engagement, dessen Tragweite ungeahnte Ausmaße hätte? Einen Flächenbrand nach sich ziehen könnte? Wenn ja, dann würde die Relativierung Sinn machen. Jedoch, so wie es scheint, ist es nicht. Flächenbrand? Egal.

Vielmehr liegt die Abschwächung der Kriegsrhetorik daran, dass die von den UN-Inspektoren gelieferten Beweise für einen Giftgaseinsatz bislang keiner Seite im syrischen Bürgerkrieg eindeutig zugeordnet werden können. Dennoch ist Obama davon überzeugt, dass das Assad-Regime Giftgas gegen die syrische Zivilbevölkerung eingesetzt habe. Sein britischer Wurmfortsatz in Gestalt von Premier Cameron glaubt das auch.

Allerdings fehlt den ungleichen Polit-Zwillingen der Rückhalt ihrer Bevölkerungen. Die US-Amerikaner sind ebenso kriegsmüde wie die Briten, während der vermeintliche Sozialist Hollande sein Volk überhaupt nicht danach fragt, ob man einen Waffengang unternehmen sollte. Erschwerend kommt bei Cameron hinzu, dass er die aus dem Urlaub zurückbeorderten Abgeordneten - auch die der Labour Party - offenbar von einem, wenn auch als zeitlich überschaubar ausgerufenen Waffengang nach Syrien nicht vollends überzeugen könnte, zumal ein UN-Mandat nach jetzigem Stand der Dinge nicht zu bekommen ist.

mandelbrot-fraktal - syrien - geowisAuch der wichtigste NATO-Partner abseits der Achse USA-UK, Deutschland, ziert sich. Im Endspurt zur Bundestagswahl im September will Merkel, die von ihrem Vorgänger im Amt, Schröder, den Afghanistan geerbt hat, kein Syrien-Fass aufmachen, das sie womöglich entscheidende Stimmen kostete. Nach dem 23. September wird man weitersehen.

Die neuerdings halbwegs abgeschwächte Rhetorik seitens der USA und Großbritanniens dürfte allerdings auch taktischen Überlegungen geschuldet sein. Es dauert für Camerons UK wie auch für Obamas USA, sich militärisch so in Stellung zu bringen, dass ein Angriff auf Syrien erfolgreich gestaltet werden kann.

Solange die logistischen Voraussetzungen noch nicht so geschaffen sind, wird nichts passieren. Sobald die USA und Großbritannien, und auch Frankreich, in Stellung sind, dürfte es mit der so genannten Strafaktion gegen Assad losgehen. Angeblich ginge es bei einem Angriff auf Assad nicht um einen Regime-Wechsel. Doch genau das ist das Kalkül.

Assad pflegt zwar einen autokratischen, teils diktatorischen Regierungsstil, aber er ist Sozialist. Insofern ein Stachel im Hintern aller Verteufler von Sozialismus. Der Iran, Russland und China unterstützen Assad, während Israel und dessen Schutzmächte radikalkapitalistische Ziele im Namen der Demokratie verfolgen. Assad ist ihnen dabei genauso im Weg wie der Iran. Das Selbstbestimmungsrecht der Völker wird dabei außer Acht gelassen.

© Nina Brenthäuser

© GeoWis (2013-08-29)

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