GEOWIS Logo
GeoWis ONLINE-MAGAZIN
15. Dezember 2017
Home |  Login | Kontakt | Verlag | Links   
Download-Archiv
eBook/eText Downloads
Science & Technology
Selected Portraits
Artikel & Reportagen
- Afghanistan
- Angola
- Argentinien
- Australien
- Austria
- Auto-Legenden
- Bangladesh
- Burma
- China
- Deutschland
- Dnemark
- EU
- Frankreich
- Georgien
- Griechenland
- Haiti
- Honduras
- Indonesien
- International
- Italien
- Japan
- Kuba
- Liechtenstein
Literatur/Kunst/Musik/Medien
- Mexiko
- Niederlande
- Nigeria
- Paraguay
- Peru
- Polen
- Schweden
- Schweiz
- Serbien
- Spanien
- Sport
- Syrien
- USA
- Venezuela
- Vietnam
- Zimbabwe
- thiopien
Deutsche Sprache
Meinungen
Musik
Rezensionen
Film
Interviews
Schnellsuche
 
Verwenden Sie Stichworte, um einen Beitrag zu finden.
Erweiterte Suche
Ankündigung

Kostenlose Downloads (Auswahl)

Demographie: Que sera, sera. The future's not ours to see. Die BBR-Bevölkerungsprognose in Konfrontation mit der Realität. Von Hansjörg Bucher und Claus Schlömer

Stefan Z. Dmochowski - The Olowo of Owo

Klaus von Bröckel - Djibouti: 18. März 1987

Lesetipps

Tourismus

Wohin geht die Reise? >>

Reisen im Geburtsland Makesis >>

China-Reportagen

Chongqing - Stadt im Nebel >>

Chongqings Altstadt Ciqikou >>

Carrefour in China >>

Diaoyucheng, Hechuan >>

Beijing by Bike >>

Der chinesische Traum 1 >>

Der chinesische Traum 2 >>

Der chinesische Traum 3 >>

Spanien-Reportagen

Paxe Ryanair, Iberia! >>

High Speed Tag und Nacht >>

Der Tod kommt zweimal >>

Tarragona - Baila conmigo >>

Málaga - Glut des Südens >>

Japan-Reportagen

Hakone >>

Hakone Open Air Museum - Im Reich der Skulpturen >>

Frankreich-Reportagen

Nizza - Zwischen Arm und Reich >>

Vence - Kultort der Kultur ... >>

Nizza - Champagner muss sein >>

Côte Basque - Saint-Jean-de-Luz >>

Mauerfall-Reportagen

"Ich werd' bekloppt!" >>

"Keine Ahnung, wie die lebten" >>

"Wir wollen die D-Mark!" >>

Weitere Beiträge:
Mighty Oaks sind bislang im Wesentlichen Alternative-Folk-Fans bekannt. Das knnte sich nun ndern. Die in Berlin beheimatete Band tourt bald einige Stdte in den USA
TV-Kritik: Markus Lanz nahm sich in seiner Talkshow vom 16. Januar 2014 Sahra Wagenknecht vor und scheiterte klglich, obwohl ihm der Journalist Hans-Ulrich Jrges zur Seite stand
Go Gentle - Robbie Williams hat wieder einmal einen Hit gelandet, ausgekoppelt von seinem neuen Album 'Swings Both Ways'
Alt und gut: Slade - Slayed? Ein unterschtzes Album der Rock-Historie
Back Doors Man - Wer die Doors erleben will, sollte zur Performance dieser Tribute-Band gehen
Der Spiegel: Wolfgang Bchner ist als neuer Chefredakteur fr den Spiegel verpflichtet worden. Ob er die Erwartungen der saturierten Redaktion und der Verlagsleitung erfllen kann, ist fraglich
Alt und gut: Anfangs schrill, dann ernst und multifunktional. Teil 4: Brian Eno und David Byrne - My Life In The Bush Of Ghosts
Alt und gut: Verlorene Bodenhaftung ist fr Bands immer ein Risiko. Da erinnert man sich gern an deren beste Alben vor dem Hhenflug. Teil 3: U2
Alt und gut: Nicht jedes Debt gelingt. Manchmal braucht es etwas lnger, bis die Qualitt einer Band sich auch in Verkaufszahlen messen lsst. Teil 2: The Fixx
Alt und gut: Die Pop- und Rockmusik der spten 1970er Jahre und die der 1980er wird im Allgemeinen als wenig nachhaltig betrachtet. Es gibt Bands und Alben, die diese Einschtzung widerlegen. Teil 1: The Cars
Der Spiegel blieb bei Offshore-Leaks unbercksichtigt. Das ist so blamabel wie konsequent
Kommissarin-Lund-Effekt: Die Band We Fell To Earth lieferte einen Song zur US-Version von Das Verbrechen (The Killing). Nun ist sie ber die Szene hinaus ein Begriff
Alt und gut: Golden Earring - Live 1977
Pressefreiheit: Die Organisation Reporter ohne Grenzen stuft Deutschland auf Rang 17 ein. Eine Klatsche. Doch was sagt das Ranking aus?
Es war einmal ein PRINZ - Zum Niedergang eines einst erfolgreichen Magazin-Projekts. Eine Rckschau
TV-Kritik: Die peinliche Berichterstattung von ARD und ZDF zur US-Prsidentenwahl
Datenkrake Google: Der Suchmaschinengigant ist lngst nicht mehr freundlich. Anschuldigungen und Klagen gegen ihn hufen sich
TV-Kritik: Der erste Tatort aus Dortmund war eine Zumutung
Der Herr der Karten - 20 Jahre MOK mit Jean-Christophe Victor auf Arte
Last Exit Suicide - Die Achse des Blden
Deutsche Sprache, schwere Sprache - Von schwachen und starken Verben
Deutsche Sprache, schwere Sprache - Mysterium trennbare Verben
Linus und Dino Schachten - Das Hamburger Duo covert Sahnestcke der Musikgeschichte auf beeindruckend professionelle Weise
Einmaleins des Journalismus: die korrekte - und auffindbare - Quelle. Bei Welt Online scheint man sich da mitunter nicht sicher zu sein, wie das Beispiel um einen Bericht zu Borussia Dortmunds Spieler Shinji Kagawa zeigt
Die Plattmacher - Wie die geballte deutsche Mainstream-Journaille ber Gnter Grass herfllt und am Thema vorbei debattiert
Andy Warhol gilt als King of Pop Art. Vor allem seine Siebdrucke machten ihn zur Ikone moderner Kunst
Legendres Konzert: Johnny Cash hinter Schwedischen Gardinen - P sterker
Das Gelbe vom Himmel und das Blaue vom Ei. Jahresrckblick 2011 oder was davon brig blieb
In den 1970er Jahren rttelte Manfred Spies mit seinen Plakataktionen und Denk-Anschlgen das grostdtische Establishment auf und pisste vor allem seine Heimatstadt Dsseldorf an. Wie man heute wei, zu Recht
Single Bells - Eine Art Weihnachtsgeschichte. Von Wolfgang Krner. Mit Illustrationen von Yu Onoe. Teil 1
Single Bells - Eine Art Weihnachtsgeschichte. Von Wolfgang Krner. Mit Illustrationen von Yu Onoe. Teil 2
TV-Talk ber Alkoholsucht: FAZ-Autor Peter Richter schwadroniert sich bei Gnther Jauch ins Abseits
Keramiken, Porzellan und andere Artefakte aus China erzielen hohe Preise, wie die Versteigerung der Meiping-Vase aus der Ming-Dynastie zeigt. Vieles, was bei Sammlern landet und lagert, und in Museen gezeigt wird, ist gestohlen
Andy Warhols Lifestyle-Magazin Interview auf Deutsch - Szenegnger Jrg Harlan Rohleder soll es auf den Weg bringen. Geld ist offenbar ausreichend vorhanden, doch ist das keine Erfolgsgarantie, wie ein Blick auf die Lifestyle-Magazin-Historie zeigt
Some birds aren't meant to be caged - Zum Tod von Amy Winehouse
Trabajadoras del Mundo - Cecilia Herrero-Laffin und ihr Werk ber Frauenarbeit
Deutsche Sprache, schwere Sprache - Rechtschreibung, ick bin mit dir einem, wa?, glaubten offenbar Redakteur und Drucker bei BILD
Pompse Posse um Henry-Nannen-Journalistenpreis, die angeblich renommierteste Auszeichnung in der Branche. Doch der Preis ist nicht mehr ganz so hei
Dortmund: Personalisierte schwarzgelbe Bahn zur Meisterschaft
Alternative Buchmessen - In San Francisco und New York finden an diesem Wochenende wieder die Anarchist Bookfairs statt
Vor 50 Jahren wurde die Dortmunder Gruppe 61 gegrndet. Eine Ausstellung im Museum fr Kunst und Kulturgeschichte widmet sich ihr in historischem Kontext
WikiLeaks-Aussteiger Daniel Domscheit-Berg setzt auf totale Konfrontation mit der Plattform und deren Erfinder Assange. Dabei hat er Zweifelhaftes im Portfolio
Medien: Spiegel Online macht jetzt S.P.O.N. und will mit neu rekrutierten Kolumnisten angeblich noch debatten- und meinungsfreundlicher werden
Musik: Vinyl-Schallplatten sind begehrt und erzielen seit Jahren hohe Preise auf Auktionen. Mancher sammelt sich dabei in den Ruin oder zahlt berhhte Preise. Dazu tragen auch die kursierenden Preiskataloge und Hndler bei
Besinnliches zum Fest und Winterwetter: Cantate Domino vom Oscars Motettkr
WikiLeaks: Julian Assange soll mit Auflagen auf Kaution freikommen und Weihnachten in England verbringen. Allerdings muss er eine elektronische Fufessel tragen. Gegen die Entscheidung hat Schweden Berufung eingelegt. Genutzt hat es nichts
Julian Assange und WikiLeaks - globale Staatsfeinde im Dienst der Meinungsfreiheit und Demokratie
Urheberrecht: Bundesgerichtshof verweigert dem Online-Portal perlentaucher letzte Weihen
Public Relations: Das DJV-Verbandsmagazin journalist beinhaltet in seiner aktuellen Ausgabe ordentlich Beileger von Unternehmen. Deren Nutzwert ist begrenzt
Datenkrake Google: Der Vorreiter im Datensammeln erweist sich als Lame Duck beim Datenschutz. Google-Mitarbeiter sollen Nachhilfe bekommen. Unterdessen ging Street View in einigen Lndern online, nun auch im Ilse-Aigner-Land - in der ruralen Zone Bayerns


Back Doors Man - Wer die Doors erleben will, sollte zur Performance dieser Tribute-Band gehen
[1085]
back-doors-man_big.gif

When the Music’s over …

… gibt es Tribute-Bands, die dem Original huldigen. The Back Doors Man gehören dabei wohl zum Besten, was es an Doors-Interpreten gibt.

Von Uwe Goerlitz (2013-09-25)

Moderne Sagen (urban legends) halten sich meist lange, weil sich immer wieder darüber diskutieren lässt, wie glaubwürdig sie seien. In der Bibel mögen sich einige dieser die Jahrhunderte überdauerten Mythen finden. In der Rockmusikgeschichte gibt es ebenfalls eine Reihe davon. Etwa zu Elvis the Pelvis, der angeblich noch lebe. Je länger jemand tot ist, desto hartnäckiger halten sich, so scheint es, Legenden über ihn, dass er sich seines Lebens noch erfreue.

So auch beim 1971 in der Badewanne seiner Pariser Wohnung von seiner Freundin tot aufgefundenen Doors-Sänger Jim Morrison. Vor fünf Jahren berichtete die britische Daily Mail, der Doors-Protagonist verweile auf den Seychellen, sein Tod sei eine Inszenierung gewesen. Quelle der Daily Mail soll Doors-Keyboarder Ray Manzarek gewesen sein, der im Mai dieses Jahres verstarb.

Nicht wenige Doors-Fans halten es durchaus für plausibel und manche deutsche Doors-Anhänger erzählen noch eine andere Geschichte. So sei Morrison schon bald nach seinem offiziell festgestellten Ableben in der Fußgängerzone von Recklinghausen gesehen worden. Und nicht nur das. Er soll sich den Namen Jerry Rubin¹ gegeben haben, später nach New York City und von dort aus um 1994/95 nach Kanada gereist sein. Wie man auch damals schon unentdeckt von Kanada aus auf die Seychellen gelangen konnte, ist ein anderes Thema.

didi as ray manzarek in dortmund the back doors manMorrison hätten, wäre er nicht von seiner Freundin tot aufgefunden worden, viele Jahre Gefängnis in Aussicht gestanden, weil er Anklagen wegen mehrerer in Kalifornien seinerzeit unter Strafe gestandener Delikte zu erwarten hatte. Beispielsweise Drogenbesitz und -konsum, Sexismus in der Öffentlichkeit. Darauf standen damals rund zehn Jahre (heutzutage ist es zuweilen etwas mehr).

Wenn er noch unter den Lebenden weilen sollte, dürfte er davon erfahren haben, dass es über die Jahrzehnte etliche Tribute- und Revival-Bands zu den Doors gab und aktuell gibt. Offenbar ist keine schlecht genug, dass sein Ärger so groß wäre, sich darüber zu beschweren. Doch auch die richtig guten Doors-Interpreten scheinen ihn nicht anzulocken. Zumindest gibt es keine Zeugen, die ihn auf einem Tribute-Konzert gesichtet hätten.

Ganz gleich, ob er noch lebt und vielleicht mit Rauschebart oder Glatze auf irgendeiner Inselgruppe abhängt, Kokosnussmilch schlürft, Fische fängt und der kalifornischen Strafverfolgung jeden Tag seinen Mittelfinger zeigt - seine Straftaten sind offiziell mit seinem Tod ad acta und darüber hinaus verjährt -, es würde ihn sicherlich beeindrucken, was die Back Doors Man drauf haben.

Jüngst gaben sie ein Konzert im vor zwei Jahren entstandenen Dortmunder Blue Notez Club, der im feinen Gartenstadtviertel in der dortigen, renovierungsbedürftigen Gesamtschule im Untergeschoss untergebracht ist und eine eigene PA präsent hat. Rund 200 Leute passen rein, etwa 140 kamen zum Konzert. Wer die Band erstmals sah, traute seinen Augen kaum.

Aus dem empor kriechenden Stickstoffnebel bahnte sich die Silhouette von Jim Morrison an. Haarpracht, Körperhaltung, enge schwarze Lederhose, halboffenes Hemd, Habitus im Umgang mit dem Mikrophon, Beinarbeit und - Stimme. Es wirkte, als hätte sich Jim Morrison, nur leicht gealtert, in den Blue Notez Club begeben, um mit urban legends aufzuräumen. Unvermittelt konnte man sich fragen, was real und was Illusion sei.

Jim Morrison wird bei den Back Doors Man von Wolfgang verkörpert und auf höchstem Niveau interpretiert. Mit dem Intro des Stücks Soft Parade vom gleichnamigen Album ging es los, und wie Morrison schrie Wolfgang ins Mikro: „(…) You cannot petition the lord with prayer“. Doch es folgte nicht das daran anknüpfende Stück Soft Parade, das zum Besten gehört, was die Doors je komponiert haben - gab es etwa schlechte Doors-Songs? -, sondern der diesem kaum nachstehende Renner Who Do You Love.

Die Band selbst steht der hohen Kunst ihres Frontmanns in nichts nach. Drummer Nils haut die Sticks genauso virtuos, mal hart, mal soft, wie es John Densmore zu handhaben vermochte, und Werner, lang gereifter weißer Lockenschopf, beherrscht seine Guild-Gitarre wie Robby Krieger. So wie Wolfgang den Jim verkörpert, macht es auch Dietmar (Didi), der die Keyboards gemäß Ray Manzarek bedient. Wie Manzarek spielt er auf einer original Wurlitzer aus den 1960ern und einer Philicorda 751.

blue notez club dortmund back doors manUnd dann ist da noch Uli, der Bassist. Die Doors hatten nie einen Bassisten, doch wenn man Ulis Bassspiel lauscht, hätten sie ihn engagieren müssen. Irgendwie. Denn auf kleiner Bühne kommt er gut, ohne den Sound zu dominieren.

Die ewige, oft kontrovers diskutierte Frage, ob man ein Original toppen könne, stellt sich beim Auftritt der Back Doors Man eher nicht. Aber ohne die Instrumente und weiteres State-of-the-art-Equipment damaliger Zeit, zum Beispiel Werners Vox Gitarrenverstärker, kann keine Tribute-Band die Doors glaubhaft interpretieren.

Im Blue Notez Club spielten die Back Doors Man neben dem offenbar unvermeidlichen Alabama Song, eingebettet in ein Medley, und den Klassikern Break On Through, Roadhouse Blues, L.A. Woman, Unknown Soldier, When The Music’s Over, Soul Kitchen, Light My Fire und Riders On The Storm auch manch nicht so populäres Lied des Originals. So My Eyes Have Seen You, People Are Strange, Not To Touch. Auch Van Morrisons Gloria brachten sie.

Das deprimierende Stück The End kam zum Schluss. Es ist die Falle für jede Band, die die Doors interpretiert. Mit The End geht der Konzertbesucher nach Hause, hat den Nachhall im Kopf, der die Rückbesinnung auf ein grandioses Konzert stark beeinflussen kann. Wenn es einen Doors-Song gibt, den man als Tribute-Band vermeiden könnte, dann wäre es dieser. Andererseits: Ohne The End fehlte etwas.

¹ Jerry Rubin (1938-1994) war ein US-amerikanischer Polit-Aktivist und Vietnamkriegsgegner.

© Uwe Goerlitz

© GeoWis (2013-09-25)

Webseite und Tour-Daten The Back Doors Man >>

Webseite Blue Notez Club >>

Anzeige