GEOWIS Logo
GeoWis ONLINE-MAGAZIN
26. April 2017
Home |  Login | Kontakt | Verlag | Links   
Download-Archiv
eBook/eText Downloads
Science & Technology
Selected Portraits
Artikel & Reportagen
- Afghanistan
- Angola
- Argentinien
- Australien
- Austria
- Auto-Legenden
- Bangladesh
- Burma
- China
Deutschland
- Dänemark
- EU
- Frankreich
- Georgien
- Griechenland
- Haiti
- Honduras
- Indonesien
- International
- Italien
- Japan
- Kuba
- Liechtenstein
- Literatur/Kunst/Musik/Medien
- Mexiko
- Niederlande
- Nigeria
- Paraguay
- Peru
- Polen
- Schweden
- Schweiz
- Serbien
- Spanien
- Sport
- Syrien
- USA
- Venezuela
- Vietnam
- Zimbabwe
- Äthiopien
Deutsche Sprache
Meinungen
Musik
Rezensionen
Film
Interviews
Schnellsuche
 
Verwenden Sie Stichworte, um einen Beitrag zu finden.
Erweiterte Suche
Ankündigung

Kostenlose Downloads (Auswahl)

Demographie: Que sera, sera. The future's not ours to see. Die BBR-Bevölkerungsprognose in Konfrontation mit der Realität. Von Hansjörg Bucher und Claus Schlömer

Stefan Z. Dmochowski - The Olowo of Owo

Klaus von Bröckel - Djibouti: 18. März 1987

Lesetipps

Tourismus

Wohin geht die Reise? >>

Reisen im Geburtsland Makesis >>

China-Reportagen

Chongqing - Stadt im Nebel >>

Chongqings Altstadt Ciqikou >>

Carrefour in China >>

Diaoyucheng, Hechuan >>

Beijing by Bike >>

Der chinesische Traum 1 >>

Der chinesische Traum 2 >>

Der chinesische Traum 3 >>

Spanien-Reportagen

Paxe Ryanair, Iberia! >>

High Speed Tag und Nacht >>

Der Tod kommt zweimal >>

Tarragona - Baila conmigo >>

Málaga - Glut des Südens >>

Japan-Reportagen

Hakone >>

Hakone Open Air Museum - Im Reich der Skulpturen >>

Frankreich-Reportagen

Nizza - Zwischen Arm und Reich >>

Vence - Kultort der Kultur ... >>

Nizza - Champagner muss sein >>

Côte Basque - Saint-Jean-de-Luz >>

Mauerfall-Reportagen

"Ich werd' bekloppt!" >>

"Keine Ahnung, wie die lebten" >>

"Wir wollen die D-Mark!" >>

Weitere Beiträge:
Der Fall Oppermann: Thomas Oppermann sieht Edward Snowden als Belastung der Beziehungen zwischen Deutschland und den USA
Bundesgerichtshof (BGH) begrenzt Rechtsanwaltsgebühren bei Terminsgebühr
Bundespräsident Gauck fordert aktiveres internationales Engagement von Deutschland und gerät massiv unter Beschuss. Um die Interpretationshoheit seiner Worte wird gestritten
Orkan Christian: Die Deutsche Bahn gibt alles, Taxifahrer erweisen sich als stur und die Sturmgeschädigten helfen sich selbst
Essen: Unwetter am Pfingstmontag: In Werden haben die Veranstalter das traditionelle Pfingst-Open-Air womöglich in Kenntnis der Unwetterwarnung stattfinden und sogar noch MC Fitti auftreten lassen. Tausende strandeten hernach
Verkehr: Dobrindt will "scharfstellen". Die PKW-Maut soll ab 2016 in Kraft treten.
Deutschlandbilder: Ribbeck im Havelland
Deutsche Bahn: Gegen das mögliche Vorstandsmitglied Ronald Pofalla formiert sich Widerstand. Korruption made in Germany wird sichtbar
Abhörskandal: Angela Merkel entdeckt für sich das Wesen der Bürgerrechte, seit bekannt wurde, dass die NSA ihre Handy-Kommunikation abfischte. Statt gegen die US-Cowboys durchzugreifen, versteckt sie sich hinter der EU und will nun eine UN-Resolution
Bundestagswahl 2013: Versorgungsmentalität in Berlin - Sechs Stellvertreter für Lammert
Bundestagswahl 2013: Am Absturz der FDP zeigt sich, wie eine Partei im Gestern gefangen bleiben kann. Will sie einen Neuanfang, muss sie erst über Inhalte, dann übers Personal nachdenken
Bundestagswahl 2013: Angela Merkel gewinnt souverän. UN-Wahlbeobachter waren nicht dabei
Bundestagswahl 2013: Linke im Aufwind, SPD und Grüne im Sinkflug, Piraten und FDP in schwerer See
Fritz Rau ist tot. Er war ein legendärer Konzertveranstalter und für viele heute als Mega-Bands apostrophierte Kombos das Sprungbrett
Glaube und Zensur: Die Trennung von Kirche und Staat in Deutschland existiert nicht, wie man an der Bestrafung für die Aufführung des Films 'Das Leben des Brian' der Bochumer Atheisten feststellen kann. Eher herrscht Krieg
Hochwasser in Deutschland: Neue Helden nicht nur am Firmament, sondern vor Ort - Generation Gummistiefel
Ein Tag Live beim WDR Dortmund. Besonderes Highlight: Claus Dieter Clausnitzer
Hochwasser in Deutschland: Die Rufe nach einschneidenden Maßnahmen zum Hochwasserschutz werden lauter
Berlin: Der Ex-Chef von Air Berlin und Bahn, Hartmut Mehdorn, soll Bau und Inbetriebnahme des Flughafens BER vorantreiben. Die Chancen, dass der Dickschädel das schaffte, stehen nicht schlecht
Deutschlands Politikerkaste - Geeignet, um das Dasein von Polit-Kabarettisten zu gefährden
Dortmund: Landmarke Lanstroper Ei soll endlich saniert werden
Berlin: Peer Steinbrück publiziert seine Nebeneinnahmen als Redner und setzt ein erstes Zeichen zur Transparenz. Vor allem versetzt er seine Bundestagskollegen von CDU, CSU und FDP damit in eine Bringschuld
Piratenpartei: Vor wenigen Jahren wie einst die Grünen als Alternative zu etablierten Parteien angetreten, erweisen sich die Piraten als eine Ansammlung von Profilneurotikern. Ihr Bundesvorsitzender Schlömer hat dem wenig entgegenzusetzen
40 Jahre Inter-Rail - 1975: Von Essen nach Athen und zurück, aber anders als geplant. Teil 1
40 Jahre Inter-Rail - 1975: Von Essen nach Athen und zurück, aber anders als geplant. Teil 2
40 Jahre Inter-Rail - 1975: Von Essen nach Athen und zurück, aber anders als geplant. Teil 3
Tourismus: Keine deutsche Stadt zieht so viele Touristen an wie Berlin
40 Jahre Inter-Rail - Als die Jugend begann, Europa mit dem Zug zu entdecken und bis heute damit nicht aufgehört hat. Teil 1
40 Jahre Inter-Rail - Als die Jugend begann, Europa mit dem Zug zu entdecken und bis heute damit nicht aufgehört hat. Teil 2
Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt relativiert die Tiananmen-Tragödie und manches mehr. Man muss sich um den Raucher der Nation wohl Sorgen machen
Kastrierte Demokratie: Bundestag stimmt vor leeren Rängen umstrittenem Meldegesetz zu. Nun hat sich der Wind gedreht
Die SPD-Troika hat mit der NRW-Wahlsiegerin Hannelore Kraft veritable Konkurrenz für die Kanzlerkandidatur bekommen. Will die Partei bei der nächsten Bundestagswahl den Kanzler stellen, muss das Loser-Trio Größe beweisen und Kraft den Vortritt lassen
Alle Segel gesetzt - Trotz manch unglücklicher öffentlicher Auftritte einiger Mitglieder, mischt die Piratenpartei die gewohnte Parteienlandschaft gehörig auf
Bundespräsident: Schmuh mit Ansage - Ex-Bundespräsident Christian Wulff bekommt Ehrensold. Entschieden wurde das unter seinem Spezi Lothar Hagebölling
Deutschlands Schlapphüte außer Kontrolle. Teil 2
Deutschlands Schlapphüte außer Kontrolle. Teil 1
Gebraucht, aber gut - BMW 525d Touring E39
Christian Wulff ist in schwere See geraten. Ein Rettungsring ist nicht in Sicht
Kredit vom Kumpel - Bundespräsident Wulff weiter in Bedrängnis. Liegt genug für einen Rücktritt vor?
Teure Entlassung - Berlins Ex-Justizsenator Michael Braun macht Kasse
Verkehr: Radfahrern in Deutschland droht nach wie vor Helmpflicht. Kommt bald auch die Führerscheinpflicht für sie?
Waffenlieferungen: Angela Merkel und Verteidigungsminister Thomas de Maizière gerieren sich als Chief Representative Officers der deutschen Rüstungsindustrie, für die es gilt, Errungenes zu verteidigen
FDP - Eine Partei zerfleischt sich
Dortmund: Niebaum weiter in Nöten - Die Dortmunder Staatsanwaltschaft wirft dem ehemaligen BVB-Präsidenten Betrug und Untreue vor
Dortmund: Rock in den Ruinen 2011 auf Phoenix-West mit durchschlagendem Erfolg
Dortmund: Niebaum in Nöten. Die Rechtsanwaltskanzlei des ehemaligen BVB-Präsidenten steht beim OLG Hamm vor einem schwierigen Prozess in eigener Sache ... Update
Landtagswahl 2011 in Baden-Württemberg - Wie die CDU sich selbst ins Abseits manövriert, indem sie bei der Kernkraft zwischen Wahlkampftaktik, Wahrheit und Aktionismus umherwankt
Rolle rückwärts - Schwarz-gelbe Atompolitik am Abgrund
Guttenberg-Blamage: Universität Bayreuth kämpft um ihren Ruf
Bundesmarine: Kommandant des Totenschiffs Gorch Fock muss abmustern. Dessen Vorgänger soll das Kommando übernehmen. Eine gute Gelegenheit, die Bark auf ihre letzte Fahrt zu bringen


Deutsche Bahn: Gegen das mögliche Vorstandsmitglied Ronald Pofalla formiert sich Widerstand. Korruption made in Germany wird sichtbar
[1098]
pofalla_merkel_big.jpg

Lachnummer

Ronald Pofalla soll in den Vorstand der Deutschen Bahn AG wechseln. Kritik formiert sich und ist angebracht.

Von Hubertus Molln (2014-01-05)

"Pofallala" heißt der Ex-Kanzleramtsminister im Hörfunkprogramm des WDR 2. Es ist ein regelmäßiges Hörfunk-Feature, das mitunter nervt, weil die nasale Ausdrucksweise Pofalles derart überspitzt wird, dass man sich fragen könnte: Soll ich kotzen, weil der Stimmenimitator so spricht oder weil Pofalla das Original ist?

Merkels Ex-Kanzleramtschef, der planlos durch die NSA-Lauschangriffsaffäre mäanderte, sie gar fälschlicherweise im Sommer 2013 frühzeitig für beendet erklärt hatte, will und soll nun in den Vorstand der Deutschen Bahn AG berufen werden. Warum, weiß niemand in der kritischen Öffentlichkeit so recht. Was prädestiniert ihn dafür? Was kann er zur Entwicklung des Konzerns beitragen? Hat der gelernte Sozialwissenschaftler auch nur irgendeine Zusatzqualifikation, die einen für ihn neu zu schaffenden Vorstandsposten auch nur annähernd rechtfertigte? Hat der Mann - soweit bekannt - nicht.

Bei der Deutschen Bahn sind in den vergangenen Jahren immer wieder Versorgungsposten für überflüssige oder ausrangierte Politiker geschaffen worden, die dann dort mit Streckennetz und Fuhrpark alterten. Innovationen oder umsetzbare neue Ideen hatten diese Leute nicht mitgebracht. Allerdings waren sie bislang mit ihrer Ideenlosigkeit nicht allein. Auch die Vorstandschefs der Deutschen Bahn AG wurden nicht nach ihrer unternehmerischen Kompetenz ausgesucht, sondern nach Parteienproporz und politischem Goodwill.

Den Anfang machte der ehemalige AEG-Chef Heinz Dürr (1991-97), der den „Weiße-Ware“-Konzern AEG (Leitsatz: Aus Erfahrung gut) abgewirtschaftet hatte, allerdings ein Spezi des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl war. Ebenfalls ein Kohl-Mann war der auf Dürr an der Spitze der Deutschen Bahn AG folgende CDU-Mann Johannes Ludewig (1997-99), ehemals Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium. Zuvor war er an Elite-Hochschulen und erwarb Abschlüsse als Master of Science in Stanford. Über Kompetenzen im Verkehrs- oder Eisenbahnwesen, wie sie etwa an der Ruhr-Uni Bochum gelehrt werden, verfügte der Mann nicht.

Anders Hartmut Mehdorn. Der Mann kam aus der Luftfahrtbranche und brachte ein Ingenieursstudium mit. Er wurde von Ex-Bundeskanzler Schröder in Kohlscher Manier als Chef der Deutschen Bahn AG installiert und hielt sich mehr als zehn Jahre (1999-2009). Immerhin. Mehdorn hatte zwar verkehrstechnologisch Plan, aber kein Fingerspitzengefühl. Er war ein konzerninterner Diktator und rieb sich auf, als die Gewerkschaft der Lokführer (GLS) ihn herausforderte. Dann kam Rüdiger Grube, ebenfalls Ingenieur. Grube erbte insbesondere das von seinem Vor-Vor-Vorgänger Heinz Dürr eingefädelte Projekt Stuttgart21. Dürr, mittlerweile 80, ist Stuttgarter.

Grube ist kein Politprofi. Er ist ein Leitender Angestellter in einem Unternehmen, an dem krakenhafte Saugnäpfe der Politik haften. Doch Grube kam durch Mithilfe von "Pofallala" auf den Chefsessel der Deutschen Bahn AG. Nun hat er die undankbare Aufgabe, diese Personalie seinem Aufsichtsrat zu verkaufen.

Doch der sträubt sich. Namentlich durch Aufsichtsratschef Utz-Hellmuth Fecht und dem im Aufsichtsrat vertretenen Gewerkschafter Klaus-Dieter Hommel. Die Personalie sei seitens der Deutschen Bahn AG "noch längst nicht entschieden", heißt es etwa beim Kanzlerin-Organ Welt Online. "Zunächst würden wir gerne wissen, warum überhaupt noch ein weiterer Vorstandsposten geschaffen werden muss und wie dessen Aufgabenbereich aussehen soll. Und erst am Schluss reden wir über Namen".

Ronald Pofalla kann sich ergo noch nicht sicher sein, ob er bei der Deutschen Bahn AG ein Ruhekissen findet. Im Netz breitet sich seit Bekanntwerden der Personalie ein Shitstorm dazu aus. Und selbst unter seinen CDU-Parteimitgliedern formiert sich Kritik. Transparency International Deutschland sieht in der Abschiebung Pofallas - von Berufung kann keine Rede sein - ein "weiteres Beispiel für den Verfall politischer Sitten".

Von offizieller deutscher Seite wird in Sachen Korruption gern mit dem Finger auf andere Nationen gewiesen. Längst muss sich die hiesige Politikerkaste an die eigene Nase fassen. Stamokap-Kanzlerin Angela Merkel wird wahrscheinlich das letzte Wort in der Causa Pofalla haben. Willkommen in der Neo-DDR! Doch macht sie hierbei einen Fehler, muss sie ihr Zepter abgeben.

© Hubertus Molln

© GeoWis (2014-01-05)

Anzeige