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Henryk M. Broder fragt, ob der Dritte Weltkrieg bereits begonnen habe. Er gibt sich einmal mehr als begnadeter Headliner und substanzloser Schreiber. Dabei ist das Thema keines für Salons
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Anschauungsunterricht

Darf man bereits von einem Dritten Weltkrieg sprechen, wie es Henryk M. Broder tut? Sicherlich nicht, wenn viel Blabla im Vordergrund steht. Analyse? Fehlanzeige.

Von Nina Brenthäuser (2014-09-19)

Er gehört nicht gerade zu den Lieblingsautoren der Deutschen, auch nicht zu meinen. Gelegentlich aber gelingen Henryk M. Broder herausragende Artikel oder Überschriften dazu. So erneut in seinem Hausblatt Die Welt. Broder fragt titelnd: "Hat der Dritte Weltkrieg vielleicht schon begonnen?" Der Artikel dazu lässt allerdings zu wünschen übrig. Broder wirft alles Mögliche hinein in den Topf: Die alleinerziehende Mutter, die Ossis mit ihren Protagonisten Merkel und Gauck, gleichgeschlechtliche Paare, Arbeit, Leistung - die ganze Leier. Broder kocht Jambalaya.

Irgendwann gegen Ende seines Beitrags, ohne in die Tiefe zu gehen, ist bei Broder vom Dritten Weltkrieg die Rede, vom Dschihad, von Deutschen, die sich in Illusionen befänden, von allem Möglichen, aber nichts davon ist substantiell. Einzig die Überschrift ist gelungen. Als Lektorin müsste man sagen: "Lieber Herr Broder, Sie haben das Thema leider nur ungenügend bearbeitet. Eine Sechs. Setzen!" Fraglich, ob ihm der Beitrag an irgendeiner Journalistenschule besser beurteilt worden wäre.

Dritter Weltkrieg? Aber klar. Man benötigt nur ausreichend Dilettanten, auch journalistische, damit er im Broderschen Sinne stattfindet. Was aber bedeutet "Dritter Weltkrieg"? Muss Deutschland aktiv an Verteidigungs- oder Kampfhandlungen beteiligt sein? Muss die Nato gegen Russland in den Krieg ziehen? Müssen die USA gegen den IS Bodentruppen entsenden oder reichen Luftangriffe aus? Muss Saudi-Arabien oder der Iran Jerusalem, Haifa oder Tel Aviv in Schutt und Asche legen? Es ist gut möglich, dass ein "Dritter Weltkrieg" im Gang ist, doch wenn, dann nicht erst, seit die Ukraine im Fokus der Berichterstattung steht.

Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges haben mehr als 200 Kriege unterschiedlicher Ausprägung stattgefunden. Bis zum Beginn des Separationskriegs auf dem Balkan 1991/92 war Europa davon verschont geblieben. Seit 1967 aber befindet sich Israel mit seinen Anrainern mal mehr, mal weniger im Krieg. Auf dem afrikanischen Kontinent gab es seit Mitte der 1950er Jahre die so genannten Befreiungskriege, in denen sich - am Ende erfolgreich - gegen die Kolonialmächte gewandt wurde. In Indochina - Vietnam, Kambodscha, Laos und Korea - bekriegten sich die Blöcke seit den frühen 1950er Jahren.

Dritter Weltkrieg? Das ist eine Frage der Definition. Die Nato ist mit ihrer aggressiven Vorgehensweise durchaus im Begriff, Krieg nach Westeuropa zu holen. Man muss das erst mal verstehen. Die Nato übt immer nur. Das ist langweilig. Irgendwann will man auch mal eine Prüfung machen. Wie in der Schule oder an der Uni.

Dort allerdings kommt niemand um, wenn Prüfung ist. Die Nato ist im realen Spiel der Nationen der Aggressor, und man muss sich fragen, weshalb seitens der europäischen Regierungschefs, vor allem des französischen, Hollande, und seinem deutschen Pendant, Angela Merkel, nicht mehr getan wird, um eine weitergehende Eskalation mit Russland zu verhindern? Deutschland hat Interessen. Die können nicht von den USA befriedigt werden. Deutschland ist - da können Umfragen noch so Gegensätzliches vermeintlich verifizieren - das zentrale Land in Europa und hat Bande zu Russland.

Es war schon immer so, dass das Militär die Initiative ergriff, wenn es entscheidungsschwache Politiker an der Spitze einer Staatsregierung ausfindig gemacht hatte. Deutschland stehen zwei Ossis vor, der eine Bundespräsident mit revisionistischen Zügen, die andere Kanzlerin mit Aussitzerqualitäten, ohne Interesse bislang, die Deutschen vor Angriffen gleich welcher Art zu schützen. Sozialisiert in der DDR, nennt man das in westdeutschen Fachkreisen, mitunter kopfschüttelnd.

Doch ebendiese in der ehemaligen DDR Sozialisierten wie Gauck und Merkel, die es gewohnt waren, sich Entscheidungen ihrer Vorgesetzten zu beugen, ohne diese Entscheidungen aktiv zu hinterfragen, sind Deutschlands Repräsentanten. Sie haben aber noch immer wenig Ahnung von dem, was die ehemaligen BRD-ler umtreibt. Die Befindlichkeiten der über 60 Millionen Westdeutschen hat Kanzlerin Merkel bis heute nicht begriffen. Revisionismus, Konfrontation, Krieg ist nicht gewollt. Ein Konflikt mit Russland, ganz gleich wer dort herrscht, keine Option.

Dritter Weltkrieg? Man sollte ihn nicht herbeischreiben, wie das im Hinblick auf die Ukraine seit einem halben Jahr insbesondere von Mainstream-Medien betrieben wird. Auf deren Honorarliste stehen Leute wie Broder, die einfach mal bedacht oder unbedacht „einen rauslassen“, wie BVB-Trainer Klopp. Doch der befindet sich nur im Fußballkrieg.

Im Vergleich zu den beiden vorherigen Weltkriegen ist der Terminus "Dritter Weltkrieg" sicherlich nicht angebracht. Betrachtet man hingegen die Anzahl vorheriger und aktueller kriegerischer Konflikte und militärischen Auseinandersetzungen - und machte eine Leichenzählung-, kann man zu dem Schluss gelangen, dass die todbringenden Konflikte um Bodenschätze und Wasser bereits unmittelbar nach dem Ende des Zweiten begonnen haben. Nur noch nicht in Deutschland.

Nina Brenthäuser

© GeoWis (2014-09-19)

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