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Bremer, Liz/Jonas Littfers: "Hairspray" 2007

Tönnchen auf dem Dancefloor

Das im Juli in den USA in die Kinos kommende Musical Hairspray wird mit Spannung erwartet.

Von Liz Bremer und Jonas Littfers (2007-01-13)

Es ist lange her, seit John Travolta aus beruflichen Gründen aufs Tanzparkett ging. Zuletzt mit Uma Thurman in Quentin Tarrantinos Ketchup-Kultfilm Pulp Fiction (1994). Davor war der mitunter an darstellerischer Coolness kaum zu schlagende Travolta (Swordfish, 2000; Broken Arrow, 1996) in Saturday Night Fever (1977) und Grease (1978) choreographiert worden. Damals war er sichtbar schlanker, durchtrainiert. John Travolta (li.), Queen Latifah (re.) in Adam Shankmans 'Hairspray'Für Hairspray schwingt er, der eine Frau namens Edna Turnblad spielt, nicht mehr so elegant das Tanzbein, stattdessen geht Tochter Tracy (Nicole Blonsky, s. gr. Titelfoto) als fittes Tönnchen aufs Parkett.

Baltimore 1962. Pummel Tracy Turnblad, ein sonniges Gemüt, möchte unbedingt in die Tanztruppe der täglich im TV laufenden Corny Collins Dance Show. Tausende Teenager träumen diesen Traum. Tracy schafft es. Amber von Tussle (Brittany Snow) ist ihre Rivalin und versucht alles Boshafte, damit Tracy in der Truppe scheitert. Ambers Versuche misslingen. Schlieβlich verliert sie auch noch ihren Tanzpartner und Freund Link Larkin (Zac Efron) an Tracy.

Der Film thematisiert den damals in den USA vorherrschenden Rassismus ebenso wie die Diskriminierung von nicht in die Norm Passenden. Edna und Tracy Turnblad sind dick und liebenswürdig, Wilbur Turnblad (Christopher Walken), das Familienoberhaupt, verspielt. Eine lustige Familie.

Michelle Pfeiffer als Velma von TussleIhr gegenüber stehen die von von Tussles. Mutter Velma (Michelle Pfeiffer), schrill und sexy, Tochter Amber, hinterhältig, eifersüchtig und sexy. Ein nettes Familienrudiment.

Tracy muss viel Häme und Spott erdulden. Aber sie erhält auch Zuspruch, etwa von der vollschlanken Motormouth Maybelle (Queen Latifah). Tracy kann tanzen und kommt bei den Teenies besser an als Amber, die sich nicht vorstellen kann, dass der übergewichtige Klops den begehrten Titel 'Miss Hairspray' bekommen könnte.

Oskar-Gewinner Christopher Walken als Wilbur TurnbladHairspray ist ein Remake. Regie führte Adam Shankman (The Wedding Planner, 2001), von Haus aus Choreograph. Das Original stammt vom ehemaligen und wieder auferstandenen Kultfilmer John Waters (Pink Flamingos, 1972; Polyester, 1981; Serial Mum, 1994) und erschien unter gleichem Titel 1988. An den Kinokassen spielte Hairspray damals in den ersten vier Wochen knapp vier Millionen Dollar ein. Nicht eben viel, doch mehr als Waters bis dahin mit seinen Filmen erzielt hatte.

New Line Cinema, die Produktions- und Verleihgesellschaft, mit der er seit Mondo Trasho (1969) zusammenarbeitete, hielt ihm die Treue. Obwohl Waters nach wie vor als Kultfilm-Regisseur gilt, war Hairspray eine Zeitlang sein letzter. Zwar nicht überliefert, aber anzunehmen, dass der Tod seiner Muse Divine, die die Edna Turnblad spielte und kurz nach dem Start des Films verstarb, dazu beigetragen hatte.

Trash-Diva und Kultfigur DivineOhne Divine, die in Pink Flamingos echten Hundekot verspeist haben soll, trashy durch Waters' Female Trouble (1974) irrte und in Polyester, dem ersten 'Riech'-Film der Kinogeschichte - es gab zur Kinokarte ein mit Stanzungen und Ziffern versehenes Papptablett, von dem man nach Einblendung im Film wie bei einem Weihnachtskalender Felder öffnen konnte, um den meist abstoβenden Geruch einer Szene nachzuvollziehen - als Hausfrau, Mutter von zwei durchgeknallten Teenagern und Gattin eines drittklassigen Pornokinobetreibers brillierte, fehlte der Kult im Film.¹

Hairspray, 19882002 kam das Musical nach der Uraufführung in Seattle unter der Regie von Jack O'Brian und der Choreographie von Jerry Mitchell am Broadway auf die Bühne und heimste in der Folgezeit dreizehn Tony Awards ein. Grund genug für New Line Cinema, ein Remake zu produzieren.

Dass gestandene Hollywood-Stars wie Pfeiffer, Walken und Travolta nun mitwirken, spricht für das Standing, das einerseits das Original genieβt, andererseits aber auch für John Waters, der immer wieder Stars für seine Filme gewinnen konnte, darunter Johnny Depp, Kathleen Turner, Christina Ricci, Melanie Grifftith oder Selma Blair.

Regisseur Shankmans Erfahrung als Choreograph - mehr als 30 Filme hat er choreographiert - und als Regisseur lassen vermuten, dass der Film ein groβes Spektakel geworden ist. Und vielleicht erneut ein Kultfilm wird.

¹ Mit Cry-Baby (1990) fand Waters zum Kultigen zurück. Mit A Dirty Shame (2004) bewies er dann, dass er immer noch ein Meister im Inszenieren von grenzwertigen Geschmacklosigkeiten ist.

© Liz Bremer und Jonas Littfers

© GeoWis (2007-01-13); Update (2007-05-21): Der Film wird nach letzten Angaben von New Line Cinema voraussichtlich am 6. September des Jahres in die deutschen Kinos kommen. 

© Fotos/Abbildungen: New Line Cinema


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