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Henke, Jochen: FC Bayern in Panik


Henke, Jochen: FC Bayern in Panik

FC Bayern München in Panik

Die Fussball-Bundesliga im Jahr 2007 wird spannend. Nach der Entlassung des Bayern-Trainers Felix Magath bleibt unter Ottmar Hitzfeld erst mal alles anders.

Von Jochen Henke (2007-02-03)

Es geht um Millionen. Die Meisterschaft schon jetzt nur noch theoretisch in Sicht, bangt der FC Bayern München Anfang Februar 2007 auch um den dritten Qualifikationsplatz zur Champions League. Nachdem der Norddeutsche Felix Magath entlassen wurde, übernimmt der kaum noch aufs Bundestraineramt hoffende Meistertrainer Ottmar Hiztfeld wieder den Cheftrainerposten. FCB-Vorstandschef Rummenigge und Trainer HitzfeldSeinen früheren Assistenten Michael Henke, der ohne Hitzfeld recht glücklos als Trainer arbeitete, bringt er gleich mit.

Ausgerechnet Ottmar Hiztfeld soll es nun richten. Doch schon beim ersten Spiel unter seiner Regie gab's in gegen Nürnberg eine deftige Klatsche. Der Meyer Hans ist ja auch kein schlechter Trainer, zumal auch noch ein Trainerfuchs, dem List und Plan im Blut zu liegen scheinen.

Hitzfeld, der für immer und ewig in Dortmunder Herzen verewigt und auf so manchen weiblichen Hintern und männlichen Oberarmen tätowiert ist, seit er während seines Wirkens in der westfälischen Metropole Borussia Dortmund in längst vergessene Fuβball-Dimensionen geführt hatte, hat nun als "Primärziel" Platz drei ausgerufen.

Wenn das mal kein Fehler war. Im Vorstand des FCB - das weiβ Ottmar Hitzfeld - sitzen der Lippstädter Karl-Heinz Rummenige, gelernter Fuβballer und Ökonom; der Wurstfabrikant Uli Hoeneβ, Frühkapitulierer, Himmelschütze bei der Fuβball-Europameisterschaft 1972 gegen Tschechien und Obermotz in Sachen Fuβballkritikabwehr gegen den FCB; Franz Beckenbauer, 'Kaiser', vom Knorr-Suppen- zum Automobil-Promoter aufgestiegener Hans-Dampf-in-allen-Gassen und einfluβreicher Funktionär im Fuβball.

Kohler und Hitzfeld gemeinsam bei BVB 09Man muβ den Hut ziehen vor Ottmar Hitzfeld - oder auch nicht. Wer einigermaβen mit der Innenpolitik des FCB vertraut ist, weiβ um dessen Rigorosität. Da Hitzfeld die Mechanismen des Genres, vor allem die des FCB kennt, bringt er sich nicht zwingend um seine Glaubwürdigkeit, wenn er im FCB 2007 eine 'Herausforderung' sieht, die allerdings auch darin liegen könnte, dem Konsortium aus Altvorderen Paroli zu bieten.

Das kennt er zwar schon, auch aus Dortmund, wo er von Ex-BVB-Manager Meier und Ex-BVB-Präsident Niebaum zuletzt zum Sportdirektor degradiert worden war, doch sollte Platz drei nicht erreicht werden, dürfte die Luft an der Säbener Straβe schnell dick werden.

Der FC Bayern ist waidwund, was sich bereits mit der 2:3-Niederlage am 18. Spieltag gegen Dortmund andeutete, beim 0:0 gegen Bochum in München erschreckend zum Vorschein kam, was Felix Magath den Job kostete, und sich mit dem 0:3 gestern abend in Nürnberg manifestierte. Fan bei der WM 2006Die Konkurrenz staunt. Und wird respektloser mit dem Dauerprimus der Liga umgehen, zumal der keinen Fuβballgott in seinen Reihen hat.

Auch die Nationalspieler sind gegenüber ihren Leistungen in der Hinrunde - und vor allem während der WM, als sie ihre Fans so sehr verzückten, daβ diese die Nationalfarben sexy aussehen lieβen - nur noch ein Schatten ihrer selbst. Sexy in diesen Tagen ist die deutsche Handball-Nationalmannschaft, und manche ihrer Fans.

Es herrscht Disziplinlosigkeit bei den Bayern-Spielern. Etwa bei Lucio, angestellt als Verteidiger, der nicht davon lassen kann, beim Gegner auf Torejagd zu gehen. So reiβt er einladende Lücken in die Bayern-Abwehr. Oder bei Bastian Schweinsteiger, der sich seine fünfte Gelbe Karte einfing und am kommenden Spieltag gegen den Klub des zum Startrainer hochgejazzten Thomas von Heesen, Bielefeld, pausieren muβ.

Ottmar Hitzfeld sei "geschockt" (Bildzeitung). In "allen Mannschaftsteilen" zeigte das Team "groβe Mängel", zitiert ihn die Deutsche Presseagentur. Es wird schwer werden für den Gentleman am Spielfeldrand. Die rigorose Tretmühle Bundesliga, die beim FCB gnadenlos in Erscheinung tritt, hat schon einmal Hitzfelds Gesundheit angegriffen und wird ihm in den noch verbleibenden 14 Spieltagen weitere Furchen ins Gesicht schreiben.

In den letzten 20 Jahren gewann der FCB elfmal die Meisterschaft. Die anderen neun gingen an Dortmund (3), Bremen (3), Kaiserslautern (2) und Stuttgart (1). Fast immer belegte Bayern München UEFA-Cup- oder Champions-League-Plätze. Mit Platz drei, Hitzfelds Primärziel, muβte sich der Klub zuletzt am Ende der Saison 2001/02 zufriedengeben.

Doch wenn den Spielern der Spaβ am Fuβball fehlt - oder verdorben wurde -, woran auch das Umfeld schon mal beitragen kann, besteht die Gefahr des Durchgereichtwerdens. 1994/95, als der BVB Meister wurde, belegte der FCB Platz sechs. Das reicht inzwischen für den UI-Cup. Doch den Bayern dürfte die Spielzeit 1991/92 aktueller denn je erscheinen, als sie am Ende Platz zehn erreichten.

Die harten Gegner stehen den Bayern noch bevor. Berlin, Stuttgart, Bremen, Schalke, Leverkusen etwa. Und auch unberechenbare wie Cottbus, Mönchengladbach, Aachen oder Frankfurt. Selbst Bielefeld wird kein Spaziergang werden. Alle wissen: der FC Bayern war lange nicht mehr so schwach, wie in dieser Saison. Am besten weiβ es wohl Ottmar Hitzfeld, der nun auch keine Wunder vollbringen kann, aber seinen erstklassigen Ruf aufs Spiel setzt.

IBVB-Manager Michael - Susi - Zorcronischerweise konstatierte Arne Kazperowski, der Mitbegründer des BVB-Fanzines schwatzgelb.de, im Interview mit Till Schwertfeger (Die Welt) noch vor einer Woche, Hitzfeld "hätte seinen Ruf" in Dortmund "kaputt gemacht", wäre er anstelle von Jürgen Röber als Nachfolger Bert van Marwijks an seine prä-bayerische Wirkungsstätte zurückgekehrt. Ob er sich überhaupt hätte anheuern lassen, darf bezweifelt werden, denn der Mathematiker Hitzfeld tat sich schon immer schwer mit Vorgesetzten, die das Rationale nicht im Blut haben.

BVB-Manager Michael Zorc (Foto re.), verdienter Ex-Spieler des BVB und von vielen Dortmundern immer noch Susi genannt, ist durch seinen Dilettantismus in Bezug auf die Vertragsverlängerung und nach kurzer Zeit ausgesprochene Vertragsauflösung mit van Marwijk jedenfalls nicht als Rationalist aufgefallen. Dennoch bleibt die Frage, ob Hitzfeld die richtige Entscheidung getroffen hat. Noch 14 Spieltage.

© Jochen Henke

© GeoWis (2007-02-03; 14:08:30)

© Fotos: Getty Images; DDP; DPA (kl. Titelbild), BVB 09 ('Zorc'), FCB (gr. Titelbild).

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