Forschungsreise in den Tod
Im Januar 1987 legte das deutsche Forschungsschiff Meteor 3 zu einer knapp zehnmonatigen Expedition ab. Für vier junge Forscher wurde es eine Reise in den Tod, für vier weitere zu einem Horrorerlebnis, das bis heute nachwirkt.
Von Uwe Goerlitz (2007-03-22)
Als sich das Forschungsschiff Meteor 3 am 2. Januar 1987 von Hamburg aus auf den Weg zum Mittelmeer machte - seinem ersten Fahrtabschnitt -, stand den Forschern eine lange Reise bevor, die über Port Said (Ägypten), Djibouti (Dschibuti), Goa (Indien), Karatschi (Pakistan) und auf dem Rückweg über Dar-es-Salam (Tansania), Djibouti, Jiddah (Saudi-Arabien), Heraklion (Kreta) und Palermo (Italien) führen sollte.
Auf dem Programm standen unter anderem Erkundungen und Messungen von "Fauna und Produktion im Tiefenwasser des östlichen Mittelmeeres; Tiefenwasserzirkulation, Produktionsbiologie und Lebensgemeinschaften des Benthos im Roten Meer; Vergleichende sedimentologische und planktologische Prozesse im nordwestlichen Indischen Ozean; oder Leben im sauerstoffarmen Tiefenwasser". Auch ein Trainingskurs über bathymetrische Vermessungstechnik war eingeplant.
Es war die fünfte und erste längere Forschungsreise des 1986 als Nachfolger der Meteor 2 in Dienst gestellten, gut 97 Meter langen und 12 Knoten schnellen Schiffes. 32 Mann Besatzung und 28 Wissenschaftler haben auf ihm Kojen- und Essplatz. Rund 400 qm stehen als Arbeitsflächen zur Verfügung.
Neben gestandenen Wissenschaftlern gehörten auch Promovenden und Studenten zur Forschungsmannschaft. Für die Ausbildung in einem geowissenschaftlichen Fach und verwandten Disziplinen, zumal, wenn es ums Forschen geht, sind Teilnahmen an Expeditionen oder Exkursionen oft nicht nur die Erfüllung eines Traums, sondern schlichte Notwendigkeit. Es gilt der Grundsatz: Was man mit eigenen Augen sieht, kann weder Buch noch Foto vermitteln.
Mitte der 1980er Jahre, als die Welt noch offiziell in Blöcke aufgeteilt war und besonders der Nahe und Mittlere Osten schon lange politische Pulverfässer waren, gehörten Sprengstoffattentate zur Tagesordnung - woran sich bis heute wenig geändert hat. Es war auch die Zeit, in der die Debatten um die so genannte Klimakatastrophe längst intensiv geführt wurden. Szenarien zu den Folgen des Treibhauseffekts, des Ozonlochs oder der Polschmelze waren, teils hitzig, diskutiert worden. Weitere Forschung tat Not.
Der zweite Fahrtabschnitt der Expedition verlief von Port Said durchs Rote Meer bis zum Hafen von Djibouti. In dem winzigen, strategisch immens wichtigen afrikanischen Land tummelten sich seit dessen Unabhängigkeit von Frankreich (1977) allerlei Dienste - vom KGB über die CIA und den MOSSAD bis zum britischen MI 6. Auch bulgarische und deutsche Agenten waren dort unterwegs. Vor allem aber waren die Franzosen mit Soldaten vor Ort.
Damals hieβ der international geächtete Böse Bube Muammar al-Gaddafi, Staatschef von Libyen. Sein Land trug einen Konflikt mit dem Tschad aus. Der Tschad wurde von Frankreich unterstützt, worüber sich Staatsterrorist al-Gaddafi ärgerte. Gaddafi, der im Namen Allahs noch die kleinste revolutionäre splinter group mitfinanzierte, solange die sich gegen den Erzfeind Israel wandte und für die Befreiung Palästinas oder des Libanons einsetzte, er, der verantwortlich für das Bombenattentat auf die Berliner Diskothek La Belle (1986) und später auch für den Flugzeugabsturz über dem schottischen Lockerbie (1988) war, mischte indirekt auch in Djibouti mit.
Vom 16. bis 18. März 1987 tagte die erste Geber-Konferenz der IGADD (International Authority on Drought and Development) zur Dürre und Entwicklung in Djibouti. Die Weltbank hatte Vertreter dorthin delegiert. Die Sicherheitskräfte waren sensibilisiert. Im Hafen ankerte die Meteor.
Tags zuvor, am 17., flogen die Wissenschaftler Uwe Piatkoswki, Annegret Stuhr, Klaus von Bröckel, Ilka Peeken, Hans-Wilhem Halbeisen und die Studenten Marco Buchalla, Daniel Reinschmidt, Annette Barthelt von Hamburg nach Paris - bei "lausigem Wetter und Schneegestöber", so Piatkowski im Gespräch mit GeoWis -, um an der zweiten Forschungsetappe der Meteor teilzunehmen. "Es ist üblich, dass man zu den einzelnen Etappen einfliegt", sagt Piatkowski. Das sei nicht nur eine Kostenfrage, sondern auch eine des jeweiligen Forschungsvorhabens. Mit einem Nachtflug ging es von Paris aus über die Seychellen weiter. Am Vormittag des 18. März 1987 (Ortszeit) trafen sie in Djibouti ein, wo Temperaturen um 40° Celsius herrschten, und begaben sich aufs Schiff.
Zu sechst - Barthelt, Buchalla, Halbeisen, Piatkowski, Reinschmidt, von Bröckel - sei man am Nachmittag mit zwei Taxis in die Stadt gefahren, schreibt Klaus von Bröckel in seiner persönlichen Chronik im September 1987. "Einige von uns tauschten noch Geld, andere kauften Postkarten", so der Wissenschaftler.
Abends saβen die acht deutschen Forscher - Peeken und Stuhr waren hinzugekommen - auf der Terrasse des von Soldaten und französischen Fremdenlegionären in zivil frequentierten Lokals l'Historil, einem im Kolonialstil gebauten Café. "Die Stimmung war glänzend", sagt Piatkowski, "die Vorfreude auf die Expedition groβ." Das ist unschwer nachvollziehbar, vor allem bei Studenten, denn an deutschen Unis und Forschungsinstituten standen sie auch damals schon schlange, um einen der begehrten Plätze zu Auslandsexkursionen oder gar Expeditionen zu bekommen.
Für die acht Deutschen war, kaum dass sie angekommen waren, an diesem Tag um 19.13 Uhr alles vorbei. "Um diese Zeit ist meine Uhr stehen geblieben", sagt Piatkowski, dessen Frau nach zwei gemeinsamen Kindern im siebten Monat mit dem dritten Kind war. Für kurze Zeit sei es relativ still gewesen. Taxis hätten sich entfernt. Bevor die Forscher dem tiefere Bedeutung beimessen konnten, explodierten 20 kg Plastiksprengstoff.
Bilanz: 13 Tote, 41 zu groβem Teil Schwerverletzte. Die Studentin Annette Barthelt und ihr Freund Daniel Reinschmidt waren sofort tot. Der Student Marco Buchalla verbrannte vor Piatkowskis Augen. Hans-Wilhelm Halbeisen und die anderen Deutschen wurden lebensgefährlich verletzt.
Sie wurden ins französische Militärhospital Djiboutis eingeliefert und notbehandelt, wo man Piatkowski den linken Fuβ amputierte und seine geplatzten Trommelfelle sowie einen Torsionsbruch im Unterschenkel erstbehandelte. Peeken erlitt neben anderen Verletzungen lebensgefährliche Verbrennungen, worunter sie "noch heute stark zu leiden hat", sagt von Bröckel. Stuhr musste ein Zeh amputiert werden. Von Bröckel erlitt schwere Handverletzungen und wurde von wie Geschosse wirkenden Splittern an den Extremitäten, am Oberkörper und an der Lunge schwer verletzt.
Zwei Tage später flog die Luftwaffe der Bundeswehr die deutschen Leichen und Verletzten aus. Wenig später erlag der Fischereibiologe Hans-Wilhelm "Harvey" Halbeisen im Bonner Uni-Klinikum seinen schweren Verletzungen. Die Bonner Staatsanwaltschaft war gezwungen, Ermittlungen aufzunehmen, was sie unter dem Aktenzeichen 90 Js 259/87 tat.
Der Attentäter - Adouani Hassan ben Hamouda -, ein Tunesier, der samt Bombe mit dem Taxi zum Tatort angereist war, wurde am 19. März 1987 gefasst, 1991 zum Tode verurteilt und nach Auskunft von Monika Nostadt-Ziegenberg, Sprecherin der Bonner Staatsanwaltschaft, 1993, nachdem er Revision eingelegt hatte, zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt. Er gehörte zur Palästinensischen Volksbefreiungsfront PPLF, einer aus der PLO hervorgegangenen Terrororganisation, die seit etwa Ende der 1970er Jahre existierte.
Nach wenigen Monaten Ermittlungsarbeit, die der Generalstaatsanwalt Djiboutis, der Franzose Lepelley, leitete, stand fest, dass ein weiteres PPLF-Mitglied und ein südjemenitischer Geheimdienstoffizier zur Unterstützung Hamoudas nach Djibouti gekommen seien, wie Karl-Heinz Krumm ein Jahr nach dem Attentat in der Frankfurter Rundschau schreibt¹. Krumm zitiert in seinem Bericht den damaligen deutschen Botschafter in dem Zwergstaat, Reiners, die Unterstützer seien "mit Diplomatenpässen ausgestattet" und "mit Namen bekannt".
Der Terroranschlag hatte eine politische Dimension. Den Angehörigen der deutschen Opfer und den Überlebenden ist auf pietätlose Weise mitgespielt worden, indem das Auswärtige Amt (AA) unter dessen damaligem Chef Hans-Dietrich Genscher fortan eine Abwehrhaltung hinsichtlich der Aufklärung des Anschlags an den Tag legte.
So hatte Gerd Reinschmidt, Vater des ermordeten Daniel Reinschmidt, seinerzeit SPD-Stadtverordneter in Frankfurt und Strafrichter am Oberlandesgericht der Main-Metropole, mit Hilfe seiner Kontakte in die Parteispitze versucht, die Aufklärung der Hintergründe des Attentats voranzutreiben. Indes, es wurde gemauert. Was den damaligen Staatsminister im AA, Helmut Schäfer, knapp drei Monate nach dem Anschlag Krumm zufolge einen Brief an den SPD-Abgeordneten Volker Hauff schreiben lieβ, in dem er feststellte (Zitat²), dass "die Untersuchungen wie üblich schleppend unter Ausschluss der Öffentlichkeit laufen dürften". Weiter heiβt es in Schäfers Brief, es lägen "über den Inhalt der Pressemitteilungen hinaus" keine weiteren Erkenntnisse vor.
Jurist Reinschmidt, heute im Ruhestand, hatte sich nicht mit derart Lapidarem abfinden wollen und schrieb an Genscher. Von dessen damaligem Staatssekretär Jürgen Ruhfus, der im Herbst 1987 als Botschafter nach Washington ging, erhielt er gar eine Antwort, die noch weniger Licht in die Sache brachte. Reinschmidt erstattete Strafanzeige beim 2005 verstorbenen Generalbundesanwalt Kurt Rebmann. Der hatte sich für nicht zuständig erklärt, weil die "Terrorgruppe (...) nicht auf dem Boden der Bundesrepublik existiere", so Krumm in seinem Artikel.
Auch der Vater von Annette Barthelt, Rainer Barthelt, lange Jahre bis 1998 als ausgewiesener Experte für Ostafrika im Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung tätig, und Buchautor³, hatte alle seine politischen Kontakte in die Waagschale gelegt und versucht, Handfestes über die "Drahtzieher" (Krumm) herauszufinden. Es gelang ihm nicht.
Es blieb - Ironie der Geschichte, da Hans-Wilhelm Halbeisen auf deutschem Boden verstarb - die Bonner Staatsanwaltschaft. Einer der damaligen Ermittler, der heutige Bonner Oberstaatsanwalt Jan van Rossum, sagte auf Nachfrage gegenüber GeoWis, die Sache sei "politisch brisant gewesen". Man habe "damals bei französischen Behörden" um Auskünfte nachgesucht, doch von dort sei nichts gekommen.
Dies macht Sinn, wenn der französische Geheimdienst (DGSE) in die Sache involviert ist. Gut möglich, dass er damals Hinweise zum bevorstehenden Anschlag hatte. Knapp zwei Jahre zuvor hatten französische Geheimdienstler einen Sprengstoffanschlag auf das im Hafen von Auckland, Neuseeland, ankernde Greenpeace-Schiff Rainbow Warrior verübt. Das Schiff sank, der Fotograf Fernando Perreira ertrank dabei. Verantwortlich war der 1996 verstorbene französische Staatspräsident Franςois Mitterrand, wie man heute weiß.
Mitterrand war auch zum Zeitpunkt des Anschlags auf das l'Historil im Amt. In Deutschland war Helmut Kohl Kanzler. Das politische Verhältnis zwischen dem Sozialisten Mitterrand und dem Christdemokraten Kohl war zu jener Zeit nicht das beste. Ein zu deutliches Nachfragen seitens der deutschen Regierung hinsichtlich der Verwicklungen oder Kenntnisse des DGSE schien in Nachbetrachtung damals offenbar nicht opportun.
Doch auch später kam von politischer Seite nichts, was die Intellektuellen Autoren dieses heimtückischen Anschlags ausfindig hätte machen lassen. Die Nachfolgerin von Staatsminister Schäfer, Ursula Seiler-Albrig, sowie die ihr gefolgten acht weiteren, unternahmen keine Anstrengungen, bei den Franzosen nachzuhaken. Auch der Nachfolger Ruhfus', Jürgen Sudhoff, unternahm offiziell nichts, genauso wenig wie die ihm bis dato zehn gefolgten Staatssekretäre im AA.
Die Sache hing offenbar höher. Klaus Kinkel, der Nachfolger Genschers, unternahm ebenfalls nichts, und selbst dessen Nachfolger, der ehemalige Teilzeit-Sponti Joschka Fischer, kümmerte sich nicht um Hintergrundinformationen zum Terroranschlag.
Dahinter steckt politische Rationalität. Auch heute noch, denn bisher ist nicht bekannt geworden, dass AA-Chef FranK-Walter Steinmeier in dieser Sache tätig geworden wäre. Selbst als der Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder im Jahr 2004 - Steinmeier war damals Kanzleramtschef - beim inzwischen hofierten Ober-Beduinen Gaddafi in Libyen zu politisch-ökonomischen Sachverhalten vorsprach, war der Terroranschlag aufs l'Historil offiziell kein Thema gewesen. Libyen, das sich zu jener Zeit bereits zu den Terroranschlägen auf La Belle und die PanAm-Maschine über Lockerbie bekannt hatte, war wieder hoffähig geworden. Warum? Das weiβ man nicht. Immerhin, der Ober-Beduine hatte Entschädigung für La Belle und Lockerbie gezahlt.
Djibouti gilt seit Jahren als befreundeter Staat mit Deutschland. Allerdings gibt es dort keinen Botschafter Deutschlands und auch keine deutschsprachige konsularische Vertretung, nur einen Honorarkonsul, den Franzosen Jean Montagné. Um 200 deutsche Soldaten sind in Djibouti aufgrund der Operation Enduring Freedom stationiert. Im März 2004 wollte der ehemalige Bundespräsident Johannes Rau - verstorben 2006 - ihnen und dem Winzstaat einen Besuch abstatten, sah jedoch aufgrund potentieller Anschlagsgefahr davon ab.
Drei Monate später flog der damalige Verteidigungsminister Peter Struck, ein ganzer Kerl, nach Djibouti und begab sich kameragerecht unter die Truppe. Fragen nach l'Historil? Fehlanzeige. Im Dezember desselben Jahres wiederholt der inzwischen inaugurierte Bundespräsident Horst Köhler die Prozedur. L'Historil? Mitnichten. Ein Jahr danach fliegt Verteidigungsminister Jung nach Djibouti. L'Historil? Mais non.
Die Opfer von Djibouti, zumindest die deutschen, bekamen nur wenig an Entschädigung, die noch nicht mal von der Bundesregierung geleistet wurde. Die Reederei sprang ein. Es galt Seemannsrecht.
Klar ist, dass es um ein Mannigfaches mehr gewesen wäre, hätte die deutsche Regierung den Versicherungsfall begründet.
Dieser träte - auch heute noch - ein, wenn sie ihrer Verantwortung für die ums Leben gekommenen und schwer verletzten Wissenschaftler wenigstens insofern nachgekommen wäre - oder würde -, alle ihr bekannten Information preiszugeben. Darunter auch jene, die sie im Vorfeld der IGADD-Konferenz hatte.
Die Angehörigen der deutschen Todesopfer hatten unter Betreiben von Rainer Barthelt gar nicht erst so lange gewartet und im Mai 1988 die Annette-Barthelt-Stiftung gegründet, die seit 1990 herausragende wissenschaftliche Arbeiten von Nachwuchswissenschaftlern mit dem Annette Barthelt Preis für Meeresforschung auszeichnet.
Ganz und gar nicht erfreut waren die "amtlichen Stellen in Kiel und Bonn" (Krumm), als die Angehörigen der Opfer als Nebenkläger auftraten, was der ehemaligige Staatssekretär empfohlen hatte. Doch die Kosten von damals mindestens 1,3 Millionen D-Mark (ca. 0,665 Mio. €) hatten die Nebenkläger bis auf einen Zuschuss des Kieler Kultusministeriums (!) in Höhe von damals 2500 D-Mark (ca. 1280 €), selbst zu begleichen.
Annegret Stuhr, Ilka Peeken, Klaus von Bröckel und Uwe Piatkowski haben immerhin eine dauerhafte Anstellung bekommen, deren Finanzierung sich der Bund und das Land Schleswig-Holstein teilen. Das, so muss man sagen, ist wohl das Mindeste. Berücksichtigen sollte man, dass weder den Opfern noch den Angehörigen seinerzeit psychologische Hilfe bereitgestellt worden war. In der 1980er Jahren gab es dies schlicht nicht. So blieben alle auf sich allein gestellt, Trauer, Verlust, Wut und Unverständnis auf irgendeine Art und Weise zu kompensieren.
Nichtsdestotrotz forschen die vier Überlebenden - beim IFM-GEOMAR - weiter. Klar ist aber auch, dass vier hoffnungsvolle deutsche Nachwuchsforscher der Wissenschaft entrissen wurden. "Das waren alles sehr patente Leute", so Piatkowski. "Die waren richtig gut."
Die Staatsanwaltschaft Bonn habe die Akte 90 Js 259/87 nicht geschlossen, wie Sprecherin Nostadt-Ziegenberg heute sagte. Nach drei im Zusammenhang mit dieser Mordsache stehenden Personen werde international gefahndet.
Mord verjährt in Deutschland nicht. Das Gedenken an die Opfer, so die Hoffnung, auch nicht.
¹ FR vom 19.03.1988: Karl-Heinz Krumm: "Die Drahtzieher werden nicht genannt"
² zitiert aus dem Bericht Karl-Heinz Krumms in der FR v. 19.03.1988
³ Rainer Barthelt: Die Welt vor dem Abgrund, ISBN 978-37700-1185-8, 2005.
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