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Conrady, R./M. Buck: Trends and Issues in Global Tourism 2007. Rezensiert von Maik Mensing

Neues Denken, neue Horizonte

Wer entscheidet, ob und wohin gereist wird? Welchen Einfluss hat der demographische Wandel auf die Tourismusbranche? Was können Manager von Luxushotels von ihren mit preiswerteren Angeboten aufwartenden Wettbewerbern lernen? Wie kommt der Tourismus ins All voran? Diese und andere Aspekte versucht eine vor wenigen Wochen erschienene Studie zu beantworten

Von Maik Mensing (2007-05-24)

Dass Deutschland Reiseweltmeister ist, ist keine Floskel. Im Jahr 2004 gaben die Deutschen 71,1 Milliarden US-Dollar vom damals 623-Milliarden-Dollar-Markt für Auslandsreisen aus, mithin 11,4% des Gesamtaufkommens. Dies und einiges mehr ist der jüngst erschienenen Studie Trends and Issues in Global Tourism 2007 zu entnehmen, zu der 23 AutorInnen Beiträge beisteuerten.

Danach gab das 82-Millionen-Volk 4,5 Milliarden Dollar mehr fürs Reisen aus als die Bevölkerung der USA, die seinerzeit 293 Millionen betrug und seit 2003 Platz zwei belegt, wie aus der Studie hervorgeht. Bei den Reiseausgaben pro-Kopf lagen die Briten vorn. Durchschnittlich 928 Dollar machten sie locker, mehr als das Vierfache der offenbar klammer gewordenen US-Bürger (USD 224) und etwas spendabler als die Deutschen (USD 861).

Interessanterweise gaben die Deutschen im Jahr 1 von 'Hartz-IV' gegenüber dem Jahr 2002 gute 18,6 Milliarden mehr aus, während die Briten 14,5 und die US-Amerikaner gerade mal 6,9 Milliarden Dollar mehr ins Reisen investierten.

"Eve-olution"

Gestandene Machos und Radikalindividualisten mögen es vielleicht nicht glauben wollen, doch wie Diana Jaffé, Autorin des Buches Der Kunde ist weiblich. Was Frauen wünschen und wie sie bekommen was sie wollen, in ihrem Beitrag zu dieser Studie - 'Eve-olution (...)' - nachweist, seien es die Frauen, die bestimmen, wo geurlaubt werde. 92% sind es in den USA, die entscheiden oder maβgeblichen Einfluss darauf - und auf ihre Männer - nehmen.

Diana Jaffe. Foto: Bluestone AGJaffé widerlegt mit wenigen Worten den "Mythos der in gegenseitigem Einverständnis" getroffenen Entscheidung zur Reise. Damit stellt sie die lange in der Tourismusindustrie präferierte - und zum Teil noch vorherrschende - Auffassung in Frage, Urlaubs- und Geschäftsreisen würden von Frauen "separat betrachtet", und liefert ein interessantes Argument, weshalb diese Auffassung längst nicht mehr gilt, wenn sie denn je gegolten hat.

Frauen "nehmen trotz möglicherweise unterschiedlicher Präferenzen" in Bezug auf "Komfort" zwischen "einer Geschäftsreise und einer Urlaubsreise (...) die Welt wie auch ihr Leben als Ganzes wahr", so die Autorin.

So mancher Evolutionsforscher und Anthropologe könnte sich bestätigt fühlen, ließe sich doch daraus ableiten: Frauen halten stets danach Ausschau, ob die Gegend, in der sie sich gerade befinden, auch ein adäquater Brutplatz wäre. Ihr heutiges Kauf- bzw. Buchungsverhalten steht Jaffé zufolge in Beziehung zur Frühzeit, als Frauen noch Sammlerinnen waren.

Bevor Frauen eine (Reise-)Entscheidung treffen, haben sie zwar wie Männer eine konkrete Vorstellung davon, was im Reiseangebot enthalten sein sollte, doch im Unterschied zu ihren maskulinen Pendanten greifen die Damen nicht beim "erstbesten Angebot" zu, das diese Vorstellungen erfüllte, sondern verschafften sich einen "erweiterten Überblick, wägen jede neu gefundene Zusatzleistung" eines Angebots ab und integrieren diese mitunter in ihre Planungen.

Hierauf, wie auch auf andere Präferenzen der Kundschaft, reagieren große und kleine Reiseveranstalter bereits mit einer Fülle von Angeboten und Marketinginstrumenten, ausgehend auch davon, dass zunehmend das gute Gewissen der Kundschaft eine Rolle bei der Wahl des Reiseveranstalters und der Reise an sich spielt - Stichworte: Umwelt und Nachhaltigkeit. Die Masse, so viel darf der Rezensent annehmen, beherzigt die Stichworte leider kaum.

Tourismusverkehr 1950-2004

Der demographische Wandel zwingt zum Umdenken

"Die Frage ist nicht, ob die Nachfrage sinkt, sondern wann", schreiben Achim Schröder und Torsten Widmann vom Fachbereich Geographie/Geowissenschaften der Universität Trier im Hinblick auf den Einfluss des demographischen Wandels auf die Tourismusbranche. Gestützt auf offizielle statistische Datenreihen unternehmen die Autoren eine Projektion bezüglich des Reiseweltmeisters Deutschland bis zum Jahr 2050.

Danach werden bis zum Jahr 2010 gegenüber 2002 knapp 1,5 Millionen mehr Deutsche (über 14 Jahre) gereist sein. Mit 50,2 Millionen Reisenden wird dann aber der Höhepunkt erreicht worden sein. Der Anteil der Reisenden in Relation zum Bevölkerungsstand bleibe gleich. Da aber die (deutsche) Bevölkerung abnehme, und damit auch die reisende, projizieren die Autoren einen absoluten Rückgang an (deutschen) Reisenden (2002 zu 2050) von bald 8,2 Millionen. Das sieht nach Umsatzeinbuβen aus.

Diese zu kompensieren ist Sache der Touristiker, die gut daran täten, sich nicht aufs Althergebrachte zu verlassen, sondern sich so viele Fachleute mit geowissenschaftlich-ökomomischem Sachverstand ins Haus zu holen, wie es eben geht.

Schröder/Widmann geben denn auch den deutlichen Hinweis (an Touristikmanager?!), die jetzigen und künftigen Senioren, die in der Regel mehr Zeit als Jüngere haben und im Schnitt über mehr Mittel verfügen, ins Kalkül miteinzubeziehen. Die Autoren geben hierzu einige Empfehlungen ab, die ausgesprochen sinnhaft erscheinen.

Spiel mit den Sternen

Viele Reisende schielen auf die Sterne. Nicht nur auf die der Nacht, sondern vor allem auf die, mit denen Hotels ausgestattet sind und damit werben. "Reisende werden in völlig unterschiedlichen Betten abgelegt", schreibt Maria Pütz-Willems, Chefredakteurin des in Augsburg ansässigen Internetportals 'hospitalityINSIDE.com', in ihrem Beitrag Polarization of Markets: Luxury and budget hotels. Eine sicherlich nicht neue Erkenntnis, aber eine Tatsache, die vom jeweiligen Geldbeutel mitbestimmt wird. Die Autorin hält sich analog dieses Eingangs-Statements im Weiteren nicht lange mit diesem Detail auf.

Beilage Financial Times Deutschland, Thema 'Tourismus', vom 10. Mai 2007Wichtiger ist ihr die Gegenüberstellung von Luxus- und Billighotels, wobei im Kontext Billighotels nicht mit jenen 5-Dollar oder 4-Euro-Absteigen verwechselt werden dürfen, die von notorisch klammen Studenten oder extremen Geizkragen bevorzugt werden. Es geht um die Preisklassen von 30 bis 50 Euro.

Die Autorin gibt einen knappen Überblick zum Markt und verblüfft unter anderem mit der Aussage, Hoteliers von Billighotels hätten die Kollegen der Luxushotels die Kostenkalkulation gelehrt. Sie geht sogar noch einen Schritt weiter, indem sie anführt, dass die Billighotels längst nicht mehr nur abseits der Stadtzentren liegen, sondern inzwischen mittendrin, und relativiert die City-Vorherrschaft der teuren Schlafgemachbereitsteller.

Die unterschiedlich groβen Ausbreitungen von Stadtzentren touristisch interessanter Metropolen und Städte vernachlässigt die Autorin zwar - immerhin hat etwa Mexico City einen City-Bereich von ca. 145 qkm, Düsseldorf kommt auf knapp neun qkm, Berlin auf etwa 80 qkm, Mumbai auf das fast Vierfache (ca. 300 qkm) der CBD-Fläche Berlins, Seoul auf 605 und Shanghai auf 289 qkm -, doch es geht ja nicht um geographische Ausdehnung, sondern um die Hotelkosten im definierten Innenstadtbereich einer touristisch interessanten Metropole.

Da - forscht der Rezensent nach - tun sich Welten auf. So kann man im Grand Hotel Beijings ein Zimmer für 177 Euro pro Nacht und Person bekommen, aber auch eins für 830 Euro. Die Luxussuite kostet 3.200 Euro. 15 Kilometer weiter nach Westen - Beijings Zentrum ist enorm - kommt man für weniger als 50 Euro unter und schläft kaum schlechter als auf den Matratzen des Grand Hotels. Allerdings nicht in Brokat, und auf Pomp muss man auch verzichten.

Die wesentlichen Standards in Komfort und Service aber, das hat die Autorin analysiert und stellt es zur Diskussion, werden inzwischen auch von den neu entstandenen "Budget-Hotels" innerhalb eines Stadtzentrums erfüllt. Nicht in jeder Metropole der Welt, aber bereits in vielen. Pütz-Willems macht darin einen Trend aus, ohne den "Luxus-Markt" als obsolet zu bezeichnen. Ob aber 7-, 5-, oder 4-Sterne-Hotels im Preis-Leistungsverhältnis besser abschneiden als 3- oder 2-Sterne-Herbergen, ist nicht generell sicher. Jedenfalls nicht mehr dann, wenn Lametta und Brokat dem Touristen nicht als Notwendigkeit erscheinen.

Die Studie - in der neben den genannten noch 19 andere Fachleute mit interessanten Beiträgen zu Wort kommen, etwa Gerhild Abler/Michael Ehlting von TNS Infratest, wie auch Werner Preuss von der Johannes-Gutenberg-Uni Mainz, die sich des Themas der 'Mal-eben-zum-Shopping-Fliegenden' annehmen; oder Robert A. Goehlich von der Berliner Humboldt-Uni, der sich in seinem Beitrag mit der Raumfahrt-Touristik beschäftigt, oder Roland Conrady von der Uni Worms, der das Buchungsverhalten im Zeitalter des Web 2.0 in Relation zur Gesamtkundschaft setzt - gleicht einer Handlungsanleitung, einem Leitfaden für Entscheider.

Zwar erscheint mancher Beitrag in allzu germanischem Englisch verfasst - was den (englischen) Muttersprachler amüsieren könnte -, doch hat dies keinen erkennbaren Einfluss auf die Inhalte. Diese sind zuweilen frappierend in ihrer Aussage.

Der einzige Mangel an dieser Studie ist, dass sie losgelöst von sich verändernden Umweltbedingungen ist, auf die die Tourismusbranche schneller als alle anderen Branchen zu reagieren hätte. Doch soll dieser Mangel diese Studie nicht schmälern. Zu dieser Thematik gibt es andere.

© Maik Mensing

© GeoWis (2007-05-24)

© Abb./Fotos: Springer (Titel); Financial Times Deutschland

Roland Conrady und Martin Buck (Hrsg.): Trends and Issues in Global Tourism 2007. Hardcover, 240 S.; ISBN 978-3-540-79831-5. Springer, Berlin, Heidelberg, New York. März/April 2007.

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