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Becker, Helmut/Niels Straub: Drachenflug. Rezensiert von Wang Wei
[280]

"Gerade mal eine halbe Stunde"

Der rasante ökonomische Aufstieg Chinas ist mittlerweile in aller Munde. Politiker und Ökonomen vor allem westlich geprägter Nationen fragen sich, wohin Chinas Weg führt. Eine Antwort darauf zu geben, versucht das Buch Drachenflug - Wirtschaftsmacht China quo vadis?

Von Wang Wei (2007-11-26)

Ob der kleine große Reformer Deng Xiaoping eine Vision hatte, als er Ende der 1970er Jahre die politischen Weichenstellungen vornahm, um der Bevölkerung des traditionsreichen Landes sukzessive und langfristig zu mehr Wohlstand zu verhelfen, ist nicht überliefert. Bekannt ist, dass er Pragmatiker war. Ganz sicher hatte Deng nicht berücksichtigen können, daß die ökonomische Entwicklung binnen knapp drei Jahrzehnten sich so rasant vollzöge.

Im Westen wird damals nur der Kühnste gedacht haben, dass die ökonomischen Kennzahlen des Landes schon ab Beginn des 21. Jahrhunderts Dimensionen erreicht hätten, die an die Anfänge der Sprünge der 'Kleinen Tiger' erinnern. Deren Wachstumsraten sanken nach drei Jahrzehnten enormer nachgeholter Entwicklung, pendelten sich aber im Vergleich zu denen etwa der USA, der EU und Japans auf hohem Niveau ein.

Die bangen Fragen des Westens - und längst auch großer Teile ihrer Bevölkerungen - lauten, ob sich das Wirtschaftswachstum Chinas ebenfalls bald derart einpendelt und wohin das Land politisch-ökonomisch steuert. Die Volkswirtschaftler Helmut Becker (Institut für Wirtschaftskommunikation, München) und Niels Straub (Mitinhaber des Instituts für Marktforschung, Strategie und Planung, München) versuchen, hierzu Antworten zu geben.

Zunächst liefern die Autoren einen gelungenen Überblick über die historische Entwicklung des Reichs der Mitte, der es auch dem Laien ermöglicht, die seit vier Jahrtausenden existierende Heterogenität sowohl innerhalb der Bevölkerung wie der epochalen Herrscher und Dynastien zu verstehen. Mancher Herrscher, manche Dynastie hatte kaum eine Generation überdauert, andere hielten sich über 400 Jahre an der Macht (Han, 206 v. Chr. - 220 n. Chr.).

Es gibt außer China kein Land, das mehr als 2100 Jahre lang eine Staats- bzw. Herrschaftsform - das Kaisertum - durchgehalten hat. "Der Gedanke des Kaisertums hat alle Irritationen überdauert", so die Autoren. Vergleiche man "die Zeitspanne des chinesischen Kaisertums mit einem 24-Stunden-Tag, so dauert die Nicht-Kaiser-Periode seit 1912 bis heute gerade mal 72 Minuten, die Zeit der kommunistischen Herrschaft nur eine halbe Stunde (...)."

Die Historie in Betracht zu ziehen, um verstehen zu können, auf welchem Weg China sich befand und heute ist, und welche volkswirtschaftliche und gesellschaftspolitische Strategie nun dahinterstehen könnte, ist den Autoren nicht nur ein Anliegen, sondern Kern ihrer mit einer Vielzahl aussagekräftiger Tabellen und Schaubilder versehenen Studie.

Ein Fünftel der Weltbevölkerung lebt in China. Es braucht Lebensmittel, Wohnraum, Bildung, Verkehrs- und Versorgungsinfrastruktur, Energie und setzt - ohne den Gedanken, seine Staatsform in absehbarer Zeit zur Disposition zu stellen - alles daran, diese Bedürfnisse befriedigen zu können. Vor diesem Hintergrund muss China zu allererst betrachtet werden, was bei Becker/Straub etwas zu kurz kommt.

Allerdings evozieren sie dank ihrer doch auf die Fragestellungen konzentrierten Analyse ein gründliches Nachdenken über ein Land, das den Westen schon immer faszinierte, und verhehlen nicht, dass es ihm schon früh weit voraus war. Becker/Straub liefern eine Einschätzung, kein Dogma. Nicht zuletzt dieser Tenor hebt das Buch auf eine inhaltlich lesenswerte wie informative Ebene.

Die Autoren sind überzeugt davon, dass das 21. Jahrhundert "das chinesische Jahrhundert werden wird!" Deng Xiaoping mag diese Vision vielleicht gehabt haben. Er war geschichtsbewusst und blickte nach vorn. Aber es ist nicht überliefert.

© Wang Wei

© GeoWis (2007-11-26)

Helmut Becker, Niels Straub. Drachenflug - Wirtschaftsmacht China quo vadis? Hardcover, 295 S., 19 Abb.; ISBN 978-3-540-71170-4. Springer, Heidelberg, 2007.

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