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Autonom ja, Abspaltung nein

Während der Dalai Lama wohl nur kurz darüber nachgedacht hatte, zurückzutreten, hat die chinesische Regierung die Lage in Tibet wieder unter Kontrolle. Wie es zu der Revolte gekommen war, blenden manche westliche Medien gerne noch aus.

Von Wang Wei (2008-03-21)

Die Onlineausgabe des deutschen Magazins Der Spiegel, die seit Tagen beinahe im Stundentakt über die jüngsten Geschehnisse in Tibet berichtet - wie auch die des Stern, der FAZ, CNN und andere -, bezeichnete Tibet als ein "besetztes Land", womit verkannt wird, daß Tibet lediglich eine Autonome Region ist.

Insgesamt berichteten die internationalen Leitmedien äußerst einseitig über die gewalttätigen Vorkommnisse in der chinesischen Provinz Tibet, indem sie ihr althergebrachtes Klischee zur Grundlage ihrer Berichterstattung erhoben.

Betrachtet man die Bilder und vergleicht die Meldungen, die seit dem vergangenen Freitag (14. März) durch die Medien mäandern, kann man zu dem Schluß kommen, daß in Tibets Hauptstadt Lhasa nicht "Straßenkämpfe zwischen Mönchen und Sicherheitskräften" (Spiegel Online) herrschten, sondern ein spontan bereitgewalter und gewalttätiger Mob losgezogen war.

 Wahllos droschen die meist jungen Leute, die vor allem in westlichen Medien verharmosend als Demonstranten, in chinesischen als kriminelle Randalierer bezeichnet wurden, auf alles Chinesische ein, zerstörten und plünderten Geschäfte, verprügelten Zivilisten, setzten Autos und Lokale in Brand. Fünf Mädchen verbrannten.

Einen Tag nach Ausbruch der Gewalttätigkeiten vermeldete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua, daß es an 160 Stellen in Lhasa zu "gewalttätigen Aktionen" gekommen sei, es 40 Brände und mindestens zehn Tote gegeben habe. 580 Bewohner seien evakuiert worden, "darunter drei Japaner".Schulen, Krankenhäuser und Tankstellen hätten von Sicherheitskräften vor den Randalierern geschützt werden müssen, so Xinhua.

Ein Manifest oder eine Deklaration hatten sie nicht zu verlesen. Stattdessen meldete sich der Dalai Lama aus seinem indischen Exil zu Wort und rief zu Mäßigung und Gewaltrverzicht auf. Qiangba Puncog, Chef der Provinzregierung, verdächtigte den Dalai Lama und dessen "Clique", intellektueller Autor des Aufruhrs zu sein.

Auch Chinas Regierungschef Wen Jiabao sieht den Dalai Lama in der Verantwortung und richtete deutliche Worte an ihn. Es gebe "Beweise und genügend Fakten", so Wen. Tatsächlich kann nicht ausgeschlossen werden, daß der Dalai Lama etwa über seine Mönche hinter den Ausschreitungen steht, die dann für kurze Zeit außer Kontrolle gerieten.

Ein Indiz dafür lieferte der Dalai Lama selbst, als er verkündete, über seinen Rücktritt nachzudenken. Soweit wird es zumindest jetzt wohl nicht kommen. Während Wen Jiaboa auf einer Pressekonferenz unmißverständlich sagte, daß man "zum Dialog bereit" sei, wenn der Dalai Lama seine "separatistische Haltung" aufgebe und Taiwan wie Tibet als untrennbar von China betrachte, flocht der Mann aus Dharamsala in seine Gesprächsbereitschaft die Bedingung ein, Peking müsse ein annehmbares Angebot vorlegen.

So wird das nie etwas.

© Wang Wei

© GeoWis (2008-03-21)

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