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Finanzkrise: Flucht ins Gold
[380]

Run aufs Gold

Die Baisse an den Finanzmärkten hat eine Flucht in Edelmetalle bewirkt. Vor allem stieg und steigt die Nachfrage nach Gold. Inzwischen setzten einige Händler den Verkauf aus. Ein Ende der Krise ist nicht absehbar.

Von Nina Brenthäuser und Uwe Goerlitz (2008-09-20)

Weitere 700 Milliarden US-Dollar will die US-Regierung aufbringen, so jüngste Meldungen, um der vor allem von den USA und einigen asiatischen Zockerregionen - Hong Kong, Singapur - ausgehenden weltweiten Baisse an den internationalen Finanzmärkten Herr zu werden. Zuvor hatten europäische und US-Banken bereits reichlich Frischgeld aus Steuermitteln in dreistelliger Milliardenhöhe in die Märkte gepumpt.

Kurzfristig dankten es die Börsen und Anleger, strichen die Margen ein und waren froh, daß es ins Wochenende ging. An diesem Wochenende könnte es weitreichende Entscheidungen geben, die bis in die Kühlschränke eines jeden Bürgers reichen.

 Folgt man der gestrigen, vielfach aufgegriffenen Meldung der Online-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung - Faz.net -, wonach eine "Währungsreform übers Wochendende" stattfinden könnte, dann könnte in der kommenden Woche das eintreten, was in derartiger Dimension zuletzt 1929 geschehen war: eine Weltwirtschaftskrise.

Mit Nennwerten bedrucktes Papier wäre flugs deutlich weniger bis nichts mehr wert, ebensowenig mit Ziffern geprägte Metall-Legierungen, allgemein als Münzgeld verstanden. Es träte ein, was niemand mehr auf der Rechnung hatte: eine gigantische Geldvernichtungsmaschinerie.

Daß eintreten könnte, was das Vertrauen eines jeden Bürgers in sein jeweiliges Staats-, Rechts- und Finanzsystem nachhaltig erschüttern könnte, scheint momentan gar nicht so fern.

Die US-amerikanische Webseite kitco.com, auf der normalerweise explizit Nachrichten übers Finanzwesen und Goldpreise bekannt gegeben werden, befand sich am Sonnabend (20.09.2008) "under maintainance", sprich: nicht erreichbar, weil gewerkelt wird.

Gewiefte Mitbürger und institutionelle Anleger haben bereits vor Monaten in Gold angelegt; weniger gewiefte und zögerliche erst in den letzten Tagen. Entsprechend verzeichnete der Goldpreis, der vor acht Jahren noch um 230 Euro (450 D-Mark) per Feinunze betrug, einen enormen Anstieg auf gegenwärtig gut 710 Euro.

Mittlerweile haben mehrere Edelmetallhändler ihre Online-Verkaufsaktivitäten eingestellt. So westgold.de und goldseiten.de. Selbst Krügerrands in Gold oder Silbermünzen können dort nicht mehr gekauft werden. Goldseiten.de wie auch westgold.de warnen mit dem Hinweis, Zitat:

"Aus einem Bericht auf FAZ.NET geht hervor, daß massive Umbrüche im Weltfinanzsystem geplant sind. Bitte nehmen Sie diese Meldung ernst, machen sich auf Turbulenzen gefaßt und treffen Sie Vorsorge zu Ihrer unmittelbaren Absicherung! Wenn Ex-Finanzminister Robert Rubin von der "schlimmsten Finanzkrise seit den dreißiger Jahren" spricht, dann muß auch mit entsprechenden Maßnahmen wie nach den 30er Jahren gerechnet werden. Diese könnten bis hin zu einer kompletten Währungsreform reichen."

Natürlich läßt sich den Goldhändlern ein gewisses Maß an Eigeninteresse an ihrem Business unterstellen. Allerdings muß man erkennen, daß deren Propaganda in eigener Sache dort an seine Grenzen stößt, wenn sie entweder nichts mehr an Edelmetall zu verkaufen haben oder den Handel damit vorübergehend eingestellt haben.

Eine so stringente Warnung, wie sie die beiden Primusse des deutschen Goldhandels auf ihren Webseiten veröffentlichten, muß vorsorglich ernst genommen werden, zumal US-Finanzminister Henry Paulson sich der Angelegenheit deutlicher anzunehmen scheint, als der deutsche Finanzminister Peer Steinbrück. Das, was seit gestern in Fachkreisen zirkuliert, hat die Qualität einer bevorstehenden Weltwirtschaftskrise.

Beschönigungen helfen da ebensowenig weiter wie Miesmacherei, ginge es doch in Konsequenz um eines jedes Bürgers sozialen Überlebens. Indes, was die Flucht der Anleger ins Gold treibt, kann nicht wegdiskutiert werden. Hierzu westgold.de: "Finanzminister Henry Paulson teilt mit, daß über einen "Gesamtplan" beraten wird. Dazu sind Vertreter des Finanzministeriums, der Fed und des Kongresses zusammengekommen. Die Gespräche werden "über das Wochenende" fortgesetzt. Gesetze und Regierungsanordnungen werden vorbereitet. "Man arbeite an der womöglich größten Intervention auf den Finanzmärkten seit den 30er Jahren".

Die Sache scheint also tatsächlich ernster als zunächst suggeriert. Zum Glück - für die Politik - ist Wochenende. In Deutschland und anderen Ländern bleibt der Run auf die Konten so zwangsläufig aus, da die Banken geschlossen haben. Lediglich die Geldautomaten, sture Auszahlungsdiener, sind offen und spucken Scheine aus, solange welche drin sind. Mehr als 1000 Euro pro Tag geben sie auf Karte im Normalfall nicht heraus.

© Nina Brenthäuser, Uwe Goerlitz

© GeoWis (2008-09-20)

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