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Späte Reue

Am vergangenen Sonntag wurde in Tokio der offiziell 6830 Chinesen gedacht, die während des Zweiten Weltkriegs unter japanischer Knute zu Tode kamen. Doch noch mangelt es in Japan an intensiver Aufarbeitung der Kriegsverbrechen.

Von Hao Feng (2009-08-11)

In Reih und Glied wurden die schwarzen Slipper mit weißer Sohle auf dem Boden plaziert und regen auf makabre Weise dazu an, sich die nicht darin steckenden Menschen vorzustellen, denen die Schuhe gewidmet sind. 38.936 Chinesen wurden offiziellen Angaben zufolge zwischen 1943 und 1945 von Deutschlands asiatischem Kriegsverbündeten zur Zwangsarbeit genötigt. Sie schufteten für Mitsubishi, Mitsui und weitere, mehr als 130 japanische Unternehmen im Bergbau, der Stahl- und Textilindustrie.

Zwar ist bis heute nicht bewiesen, daß es sich um "Millionen von Zivilisten" handelte - wie die Deutsche Presseagentur (dpa) im August 2000 unter Berufung auf Anwälte von Klägern meldete -, die von den Japanern zur Zwangsarbeit herangezogen worden waren, doch betrug deren Anzahl Schätzungen zufolge immerhin mindestens 600.000.

In den vergangenen Jahrzehnten verhielt sich Japan hinsichtlich seiner Kriegsverbrechen gegenüber China beharrlich unsensibel. Im Jahr 2005 kam es zu einer deutlichen Verstimmung zwischen Beijing und Tokyo, nachdem in japanischen Schulbüchern das Massaker von Nanjing (Dezember 1937), bei dem um 300.000 Chinesen abgeschlachtet wurden, als 'Zwischenfall' bezeichnet worden war.

 Von einer Aufarbeitung der japanischen Kriegsverbrechen während des Zweiten Japanisch-Chinesischen- und des Zweiten Weltkrieges ist im Land der aufgehenden Sonne bis heute kaum die Rede.

Zu diesen zählen auch die Leiden der 'Trostfrauen'. Laut chinesischen Schätzungen seien allein aus dem Reich der Mitte um 200.000 Frauen zur Prostitution - unterwegs angetroffene nicht mitgezählt - in Soldatenbordelle verschleppt und zu Liebesdiensten gezwungen worden. Betroffen waren neben den Chinesinnen vor allem auch Koreanerinnen, Indonesierinnen, Philippinerinnen, Thailänderinnen und Holländerinnen. Selbst vor ihren Landsfrauen machte die japanische Königssoldateska nicht halt.

Inzwischen häufen sich in Tokyo die Klagen auf Entschädigung von ZwangsarbeiterInnen und anderen Kriegsverbrechensopfern, die in Puffs, in Kohlegruben oder beim Brückenbau (etwa der Brücke am thailändischen Kwai) Becken und Knochen hinhalten mußten. 6830 Paar Schuhe sind zunächst eine kleine Geste zur noch kleineren, späten Reue. Mehr nicht. Das offizielle Japan war am Sonntag nicht mal herausragend vertreten. 

© Hao Feng

© GeoWis (2009-08-11)

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